19.01.2018

Lesungen 14.01.2018


1. Lesung vom 2. Sonntag im Jahreskreis, Lesejahr B:
1 Sam 3,3b-10. 19

Lesung aus dem ersten Buch Samuel:

Samuel schlief im Tempel des Herrn,
wo die Lade Gottes stand.
Da rief der Herr den Samuel,
und Samuel antwortete: Hier bin ich.
Dann lief er zu Eli und sagte:
Hier bin ich, du hast mich gerufen.
Eli erwiderte: Ich habe dich nicht gerufen.
Geh wieder schlafen!
Da ging er und legte sich wieder schlafen.
Der Herr rief noch einmal: Samuel!
Samuel stand auf und ging zu Eli und sagte:
Hier bin ich, du hast mich gerufen.
Eli erwiderte: Ich habe dich nicht gerufen, mein Sohn.
Geh wieder schlafen!
Samuel kannte den Herrn noch nicht,
und das Wort des Herrn war ihm noch nicht offenbart worden.
Da rief der Herr den Samuel wieder, zum drittenmal.
Er stand auf und ging zu Eli und sagte:
Hier bin ich, du hast mich gerufen.
Da merkte Eli, daß der Herr den Knaben gerufen hatte.
Eli sagte zu Samuel:
Geh, leg dich schlafen!
Wenn er dich wieder ruft, dann antworte:
Rede, Herr; denn dein Diener hört.
Samuel ging und legte sich an seinem Platz nieder.
Da kam der Herr, trat zu ihm heran
und rief wie die vorigen Male:
Samuel, Samuel!
Und Samuel antwortete: Rede, denn dein Diener hört.
Samuel wuchs heran,
und der Herr war mit ihm
und ließ keines von all seinen Worten unerfüllt.



Die biblische Person des Samuel gehört zu den so genannten "kleinen Richtern", die in Israel Recht gesprochen haben. Das von ihm gezeichnete Bild ist sehr komplex. Bereits die wunderbare Geburt Samuels (Bedeutung des Namens: "Gott ist sein Name"), deutet auf eine besondere Aufgabe für Israel hin. Nachdem er durch die Anweisungen des Priesters Eli das Wort Gottes kennengelernt hat, werden ihm prophetische Züge zugesprochen. So verkündet er etwa den Israeliten das Recht und erwirkt dank seiner Fürbitte einen Sieg über die Philister. Ihm wird nach den Samuelbüchern sowohl die Salbung Sauls als auch Davids zu Königen zugeschrieben - nach der ältesten Textschicht des AT wird jedoch Saul durch das Volk gesalbt. Zentrum der Lesung ist die Berufung Samuels zum Propheten. Eingewoben ist dieser Text in die Kindheitsgeschichte Samuels (Kapitel 1 bis 4). Die Abfassung des Textes dürfte in oder kurz nach der so genannten Exilszeit erfolgt sein. - Der Tempelkult ist zusammengebrochen und die religiöse Orientierung wird maßgeblich durch die Besinnung auf die Botschaft der Propheten bestimmt. Hervorzuheben ist an der Berufungsgeschichte, dass Samuel seine Berufung nicht durch einen Traum vermittelt wird, sondern diese gleichsam real erfährt, indem er Gottes Wort vernimmt. Samuel vernimmt diese Botschaft und lässt sich auf sie ein. Er hört also gewissermaßen Gottes Berufung, befolgt seine Botschaft und stellt sich somit ganz in den Dienst Gottes.


Im Ersten Samuelbuch wird in den ersten drei Kapiteln die Geschichte des Heiligtums in Schilo erzählt. Den Dienst am Heiligtum versah Eli mit seinen Söhnen. Diese Söhne verloren durch ihr eigenes Verhalten das Recht zum priesterlichen Dienst. So musste ein neuer Priester berufen werden. Samuels Berufung geschieht unter der Mitwirkung Elis, der so seinen Nachfolger vorbereitet. Dabei bleibt Gott der Rufende, der solange ruft, bis Samuel reif ist für die richtige Antwort. Durch die Schuld der Söhne Elis waren Visionen selten geworden. Entsprechend geschieht der Neuanfang in der Berufung des Samuel in einer Audition. Samuel hört die Stimme Gottes.


Ungekürzte Fassung der
1. Lesung vom 2. Sonntag im Jahreskreis, Lesejahr B:
1 Sam 3,3b-19

Lesung aus dem ersten Buch Samuel:

Samuel schlief im Tempel des Herrn,
wo die Lade Gottes stand.
Da rief der Herr den Samuel,
und Samuel antwortete: Hier bin ich.
Dann lief er zu Eli und sagte:
Hier bin ich, du hast mich gerufen.
Eli erwiderte: Ich habe dich nicht gerufen.
Geh wieder schlafen!
Da ging er und legte sich wieder schlafen.
Der Herr rief noch einmal: Samuel!
Samuel stand auf und ging zu Eli und sagte:
Hier bin ich, du hast mich gerufen.
Eli erwiderte: Ich habe dich nicht gerufen, mein Sohn.
Geh wieder schlafen!
Samuel kannte den Herrn noch nicht,
und das Wort des Herrn war ihm noch nicht offenbart worden.
Da rief der Herr den Samuel wieder, zum drittenmal.
Er stand auf und ging zu Eli und sagte:
Hier bin ich, du hast mich gerufen.
Da merkte Eli, daß der Herr den Knaben gerufen hatte.
Eli sagte zu Samuel:
Geh, leg dich schlafen! Wenn er dich wieder ruft, dann antworte:
Rede, Herr; denn dein Diener hört.
Samuel ging und legte sich an seinem Platz nieder.
Da kam der Herr, trat zu ihm heran und rief wie die vorigen Male:
Samuel, Samuel!
Und Samuel antwortete: Rede, denn dein Diener hört.

Der Herr sagte zu Samuel:
Fürwahr, ich werde in Israel etwas tun,
so dass jedem, der davon hört, beide Ohren gellen.
An jenem Tag werde ich an Eli vom Anfang bis zum Ende alles verwirklichen,
was ich seinem Haus angedroht habe.
Ich habe ihm angekündigt,
dass ich über sein Haus für immer das Urteil gesprochen habe
wegen seiner Schuld;
denn er wusste, wie seine Söhne Gott lästern,
und gebot ihnen nicht Einhalt.
Darum habe ich dem Haus Eli geschworen:
Die Schuld des Hauses Eli
kann durch Opfer und durch Gaben in Ewigkeit nicht gesühnt werden.
Samuel blieb bis zum Morgen liegen,
dann öffnete er die Türen zum Haus des Herrn.
Er fürchtete sich aber, Eli von der Vision zu berichten.
Da rief Eli Samuel und sagte: Samuel, mein Sohn!
Er antwortete: Hier bin ich.
Eli fragte: Was war es, das er zu dir gesagt hat?
Verheimliche mir nichts!
Gott möge dir dies und das antun,
wenn du mir auch nur eines von all den Worten verheimlichst,
die er zu dir gesprochen hat.
Da teilte ihm Samuel alle Worte mit und verheimlichte ihm nichts.
Darauf sagte Eli:
Es ist der Herr. Er tue, was ihm gefällt.

Samuel wuchs heran,
und der Herr war mit ihm
und ließ keines von all seinen Worten unerfüllt.


Antwortpsalm am 2. Sonntag im Jahreskreis (A/B)
Ps 40,2. 4ab. 7-10

R Mein Gott, ich komme;
deinen Willen zu tun macht mir Freude. - R

Ich hoffte, ja ich hoffte auf den Herrn.
Da neigte er sich mir zu und hörte mein Schreien.
Er legte mir ein neues Lied in den Mund,
einen Lobgesang auf ihn, unsern Gott. - (R)

An Schlacht- und Speiseopfern hast du kein Gefallen,
Brand- und Sündopfer forderst du nicht.
Doch das Gehör hast du mir eingepflanzt;
darum sage ich: Ja ich komme.
In dieser Schriftrolle steht, was an mir geschehen ist. - (R)

Deinen Willen zu tun, mein Gott, macht mir Freude,
deine Weisung trag‘ ich im Herzen.
Gerechtigkeit verkünde ich in großer Gemeinde,
meine Lippen verschließe ich nicht; Herr, du weißt es. - R


2. Lesung vom 2. Sonntag im Jahreskreis, Lesejahr B:
1 Kor 6,13c-15a. 17-20

Lesung aus dem ersten Brief des Apostels Paulus an die Korinther:

Der Leib ist nicht für die Unzucht da,
sondern für den Herrn,
und der Herr für den Leib.
Gott hat den Herrn auferweckt;
er wird durch seine Macht auch uns auferwecken.
Wißt ihr nicht, daß eure Leiber Glieder Christi sind?
Wer sich dagegen an den Herrn bindet,
ist ein Geist mit ihm.
Hütet euch vor der Unzucht!
Jede andere Sünde, die der Mensch tut,
bleibt außerhalb des Leibes.
Wer aber Unzucht treibt,
versündigt sich gegen den eigenen Leib.
Oder wißt ihr nicht,
daß euer Leib ein Tempel des Heiligen Geistes ist,
der in euch wohnt und den ihr von Gott habt?
Ihr gehört nicht euch selbst;
denn um einen teuren Preis seid ihr erkauft worden.
Verherrlicht also Gott in eurem Leib!



In den Kapiteln 5 bis 11 beschäftigt sich Paulus mit ganz konkreten Problemen und Anliegen der Gemeinde von Korinth. Hauptproblem ist, neben dem Umgang mit Götzenopferfleisch, die sexuelle Freizügigkeit. Offensichtlich hat ein Teil der Gemeinde von Korinth die Aussage des Apostels Paulus "Alles ist mir erlaubt." aus Vers 12 missverstanden und handelt dementsprechend. Paulus greift daher das Verhalten in Teilen der Gemeinde auf und versucht, dieses zu korrigieren. Hinter beiden Themen steht der - missverstandene - Begriff von Freiheit, denn Korinth war, im Gegensatz zu den kleinasiatischen Gemeinden eine multikulturelle Gemeinde, und dementsprechend auch unterschiedlichen Strömungen und Einflüssen ausgesetzt. Paulus versucht daher in diesem Brief die Fragen "Wie gehen wir mit dem Glauben anderer und mit ihren Riten um?" sowie "Was bedeutet Freiheit?" grundsätzlich zu klären.


Die Empfänger dieses Briefes haben offenbar eines der Lieblingsworte des Apostels missverstanden: "Alles ist mir erlaubt" (V12). Manche Korinther frönen ihren Lastern, mit dem Vorwand, sie seien wie Essen und Trinken auch nur Bedürfnisse des Leibes. Paulus benützt die Gelegenheit, um die Grundelemente der christlichen Vorstellung vom Leib aufzuzeigen. Von den Lastern greift Paulus besonders die Sünde der Unzucht heraus. Gewisse Kreise in Korinth huldigten mit den von Paulus angeführten Schlagworten einer ungebundenen Lebenshaltung in den geschlechtlichen Dingen und versuchten die sittliche Bedeutung derselben zu verharmlosen. Die christliche Sicht des Leibes besteht nach Paulus darin, dass seine Würde in der Teilnahme an der Erlösungsgnade Christi liegt. Der Leib, das ist der ganze Mensch, für den Christus gestorben und vom Tod auferstanden ist. Gewiss schädigen auch andere Sünden, wie z.B. die Unmäßigkeit, den Leib des Menschen. Aber es geht dem Apostel um den Leib, der in einer innigen Lebensgemeinschaft mit Christus steht. Sich der Begierde versklaven, heißt Christus entehren. Leib und Seele und Geist des getauften sind Christus geweiht, „Tempel des Heiligen Geistes“. Dies wird noch nachdrücklich hervorgehoben durch den Hinweis auf die erfolgte Loskaufung. Durch die Taufe ist der Christ in das Eigentum seines neuen Herrn übergegangen. Mit diesen Gedanken wird die Würde des christlichen Leibes gekennzeichnet und der Leib bewahrt vor den Extremen eines übertriebenen Kultes einerseits und einer unberechtigten Verachtung andererseits.


Ungekürzte Fassung der
1. Lesung vom 2. Sonntag im Jahreskreis, Lesejahr B:
1 Kor 6,12-20

Lesung aus dem ersten Brief des Apostels Paulus an die Korinther:

Schwestern und Brüder:
«Alles ist mir erlaubt» - aber nicht alles nützt mir.
Alles ist mir erlaubt, aber nichts soll Macht haben über mich.
Die Speisen sind für den Bauch da und der Bauch für die Speisen;
Gott wird beide vernichten.
Der Leib ist aber nicht für die Unzucht da, 
sondern für den Herrn,
und der Herr für den Leib.
Gott hat den Herrn auferweckt;
er wird durch seine Macht auch uns auferwecken.
Wißt ihr nicht, daß eure Leiber Glieder Christi sind?
Darf ich nun die Glieder Christi nehmen
und zu Gliedern einer Dirne machen? Auf keinen Fall!
Oder wißt ihr nicht:
Wer sich an eine Dirne bindet, ist ein Leib mit ihr?
Denn es heißt: Die zwei werden ein Fleisch sein.
Wer sich dagegen an den Herrn bindet, ist ein Geist mit ihm.
Hütet euch vor der Unzucht!
Jede andere Sünde, die der Mensch tut,
bleibt außerhalb des Leibes.
Wer aber Unzucht treibt,
versündigt sich gegen den eigenen Leib.
Oder wißt ihr nicht,
daß euer Leib ein Tempel des Heiligen Geistes ist,
der in euch wohnt und den ihr von Gott habt?
Ihr gehört nicht euch selbst;
denn um einen teuren Preis seid ihr erkauft worden.
Verherrlicht also Gott in eurem Leib!


Ruf vor dem Evangelium am 2. Sonntag im Jahreskreis (B)
Joh 1,41. 17b

Halleluja. Halleluja.
Wir haben den Messias gefunden, den Gesalbten des Herrn.
Die Gnade und die Wahrheit sind durch ihn gekommen.
Halleluja.


Evangelium vom 2. Sonntag im Jahreskreis, Lesejahr B:
Joh 1,35-42

Aus dem heiligen Evangelium nach Johannes:

In jener Zeit stand Johannes am Jordan, wo er taufte,
und zwei seiner Jünger standen bei ihm.
Als Jesus vorüberging,
richtete Johannes seinen Blick auf ihn und sagte:
Seht, das Lamm Gottes!
Die beiden Jünger hörten, was er sagte,
und folgten Jesus.
Jesus aber wandte sich um,
und als er sah, daß sie ihm folgten, fragte er sie:
Was wollt ihr?
Sie sagten zu ihm: Rabbi - das heißt übersetzt:
Meister -, wo wohnst du?
Er antwortete: Kommt und seht!
Da gingen sie mit und sahen, wo er wohnte,
und blieben jenen Tag bei ihm; es war um die zehnte Stunde.
Andreas, der Bruder des Simon Petrus,
war einer der beiden, die das Wort des Johannes gehört hatten
und Jesus gefolgt waren.
Dieser traf zuerst seinen Bruder Simon und sagte zu ihm:
Wir haben den Messias gefunden.
Messias heißt übersetzt: der Gesalbte - Christus.
Er führte ihn zu Jesus.
Jesus blickte ihn an und sagte:
Du bist Simon, der Sohn des Johannes, du sollst Kephas heißen.
Kephas bedeutet: Fels - Petrus.



Die ersten Jünger Jesu waren zuerst Jünger von Johannes dem Täufer - als Johannes auf Jesus hinweist, schließen sie sich Jesus an. Dies ist gleichsam als ein erster Schritt zum Glauben zu verstehen. Die Frage Jesu "Was sucht ihr?" ist das erste Zitat Jesu im Johannesevangelium. Diese Frage taucht im Johannesevangelium noch zwei Mal in ähnlicher Form auf: im Garten Getsemani fragt Jesus "Wen sucht ihr?" und am Morgen der Auferstehung wird Maria von Magdala gefragt "Wen suchst du?". Aufgrund der Platzierung dieser Frage an drei inhaltlich wichtigen Stellen wird deutlich, dass es sich hierbei offensichtlich um eine Grundfrage handelt, die sich jeder selbst stellen und beantworten muss, der zu Jesus (zum Glauben) kommt, bzw. auf der Suche nach ihm ist. Der anschließende Kurzdialog "Wo wohnst Du? - Kommt und seht." drückt aus, dass man sich auf Jesus einlassen muss und ihn nur kennen lernt, wenn man sich in seine (unbedingte) Nachfolge begibt. Sie blieben jenen Tag bei ihm, es war um die zehnte Stunde. Die zehnte Stunde ist die Stunde der Wende und der Vollendung. In der zehnten Stunde, am Nachmittag, wurde das Abendopfer dargebracht. Sie blieben den ganzen Tag bei ihm, sie werden immer bei ihm bleiben. Es beginnt das "Bleiben", ein zentraler Ausdruck im Evangelium nach Johannes. Die beiden erkennen in Jesus den von der Schrift geweissagten "König Israels" und Simon erhält von Jesus gleich seinen Beinamen "Fels".


Johannes stellt die ersten Ereignisse des öffentlichen Lebens Jesu in auffallender Genauigkeit dar. Es ist nicht schwer zu erkennen, dass der Evangelist Johannes im vorliegenden Abschnitt seines Evangeliums über die Darstellung der Tatsachen hinaus eine tiefere Botschaft verkünden will. Mit dem kurzen Hinweis auf das "Gotteslamm" fordert Johannes die zwei Jünger, die bei ihm stehen, zum Anschluss an Jesus auf. Sie verstehen ihren Meister und gehen hinter Jesus her. Das "Folgen" der beiden Jünger ist der erste Schritt zum Glauben an Jesus. Jesus erleichtert den beiden Männern den Anschluss mit der Frage: "Was sucht ihr?" In der Gegenfrage der Johannesjünger liegt die Bitte, ihnen ein ungestörtes Gespräch zu gewähren. Die Anrede "Rabbi" ist die gebräuchliche Anrede der Schüler. Dennoch ist die Neugierde nicht zu überhören, die an die messianische Erwartung der Verkündigung des Täufers anschließt und mit dem verschlüsselten Wort "Lamm Gottes" angesprochen ist. Der knappe Bericht gibt den Eindruck, dass die beiden Suchenden durch Jesus selbst gewonnen werden und Johannes nur den Vermittler spielte. Jesus lädt sie ein, mit ihm zu kommen; wo er seine Bleibe hat, ist nicht gesagt und auch unwichtig. Der Evangelist hüllt das folgende Gespräch in Schweigen. In all diesen Begegnungen wirkt Jesus mehr durch sein Wesen und seine Hoheit. In der folgenden Szene finden weitere Jünger zu Jesus. Bei diesen Begegnungen ist es dem Erzähler wichtig, wie sich Jesus dabei verhält, was er spricht, wie er diese Männer beurteilt und gewinnt. Den ihm zugeführten Simon umfasst und durchdringt Jesus mit seinem Blick und nennt ihn sogleich mit seinem künftigen vielsagenden Beinamen ("Fels"). Auffallend in dieser Szene ist auch das freudig bekennende und werbende Wort des Andreas, in dem er Jesus als "Messias" bezeichnet. In Jesus finden die ersten Jünger den von der Schrift geweissagten "König Israels".