29.04.2017

Kontexte 26.12.2008


Frohe... ja, bitte, was denn?

© DiePresse.com 19.12.2008 | 15:47 | Von Ulrich H. J. Körtner (Die Presse)


Darf eine Firma ihren Kunden Grußkarten mit der Aufschrift "Fröhliche Weihnachten" schicken? Spricht daraus nicht die Überheblichkeit einer vermeintlich noch immer christlich geprägten Leitkultur? Über Weihnachten in der pluralistischen Gesellschaft.

Frohe - äh: Was wünscht man heute eigentlich korrekterweise zu Weihnachten? Frohe Weihnachten: Da könnten sich Nichtchristen diskriminiert fühlen. Atheisten oder religiös Unmusikalische werden sich an der vertrauten Formel vielleicht weniger stören. Schließlich gehört das Fest der Geburt Christi zu unserem kulturellen Erbe. "Geflügelte Jahresendfiguren" haben sich nicht einmal in der DDR richtig durchsetzen können, wo man das Christentum den Menschen von Staats wegen austreiben wollte. Heute haben Engel das ganze Jahr über Konjunktur, nicht nur zur Weihnachtszeit. Engelbücher und Engelglaube sind weit verbreitet, auch außerhalb der christlichen Kirchen. In den USA glauben laut jüngsten Umfragen 79 Prozent der Protestanten und Muslime an Engel und Dämonen, bei den Evangelikalen sind es gar 87 Prozent. Noch höher liegen die Werte bei den Zeugen Jehovas (95 Prozent) und den Mormonen (88 Prozent).

Aber darf ich meinem muslimischen oder jüdischen Mitschüler frohe Weihnachten wünschen? Darf eine Firmenleitung ihren Kunden und Mitarbeitern Grußkarten mit der Aufschrift "Fröhliche Weihnachten" schicken? Spricht daraus nicht die Überheblichkeit einer vermeintlich noch immer christlich geprägten Leitkultur oder zumindest Gedankenlosigkeit gegenüber Andersgläubigen?

In den zur Weihnachtszeit üblichen Popsongs wird immer noch unbefangen von "Christmas" gesungen. – "Do they know it's Christmas?", fragten Bob Geldorf und Midge Ure in ihrem 1984 von der Band Aid eingespielten Song, mit dem Spenden für die Hungerhilfe in Äthiopien gesammelt wurden. Sicher: Dahinter steckte eine gute Absicht. Aber wenn heute weltweit gesungen wird: "Do they know it's Christmas", können das Nichtchristen, gerade auch in Afrika, durchaus in den falschen Hals bekommen – ganz abgesehen davon, wie effektiv die von Geldorf seither organisierten Hilfsaktionen tatsächlich waren.

In Popkultur und Werbung ist es üblich, "X-Mas" statt "Christmas" zu schreiben. Das kommt cool daher. Aber wer dem Christentum distanziert oder ablehnend gegenübersteht, mag sich dagegen wehren, dass ihm hier ein X für ein U vorgemacht wird. Das "X" steht eben für das englische "Christ", also für Christus, dessen Geburt zu Weihnachten gefeiert wird. Im englischen Sprachgewand kommt die christliche Botschaft noch massiver daher als im Wort "Weihnachten".

Bleibt noch die Formel "Frohe Festtage". Die kann man jedem wünschen, egal was er an diesen staatlich verordneten Festtagen feiern möchte. Für die, welche keine Christen sind, kann es doch egal sein, was der ursprüngliche Sinn des Festes ist. Schließlich soll man die Feste feiern, wie sie fallen, und selbst unter Christen – oder sagen wir neutraler: unter Kirchenmitgliedern – tritt der dogmatisch korrekte Inhalt des Festes immer stärker in den Hintergrund. Wovon die alten Kirchenlieder singen und sagen, die Menschwerdung Gottes, der in die Niedrigkeit unserer Existenz herabsteigt, um uns von Sünde und Tod zu erlösen, ist nur noch ein religiöses Minderheitenprogramm.

In den USA und in Großbritannien ist es inzwischen üblich, Grußkarten mit der Aufschrift "Season's Greetings" zu verschicken. Damit nicht genug, sind sogar schon Prozesse geführt worden, ob es in einer multikulturellen und multireligiösen Gesellschaft überhaupt noch zulässig ist, Postkarten mit der Aufschrift "Merry Christmas" zu versenden. In den USA haben die "American Civil Liberties Union" (ACLU) und die "Americans United for the Separation of Church and State" vielfach erfolgreich gegen Weihnachtslieder, Weihnachtswünsche, Weihnachtskrippen und andere christliche Symbole in staatlichen Schulen und in sonstigen staatlichen Einrichtungen prozessiert. Die beiden Bürgerrechtsorganisationen berufen sich auf das Trennungsgebot zwischen Kirche und Staat und auf den Schutz von Muslimen, Juden und anderen Nichtchristen vor staatlich verordneter Weihnacht. Die Forderung nach Political Correctness hat längst zu einer Weihnachtsvermeidungsstrategie geführt, die teilweise absurde Züge annimmt. So wurde der Weihnachtsbaum vor dem Rathaus in manchen amerikanischen Orten zum "Gemeinschaftsbaum" umbenannt. Das Krippenmotiv wird von Weihnachtskarten verbannt, und auch in Schulen und Kindergärten stellt sich das Problem, wie man politisch korrekte Weihnachtsfeiern gestaltet.

In Großbritannien sollte 2006 eine Muslimin im Niqab (verschleiert bis auf die Augen) im privaten Fernsehsender Channel 4 die Weihnachtsansprache halten, und eine Umfrage ergab, dass 75 Prozent der Betriebe auf Weihnachtsdekoration verzichten würden, um Andersgläubige nicht zu verletzen. (Dass 80 Prozent der Befragten angaben, keine Weihnachtspartys zu veranstalten, weil sie nach dem üblichen Besäufnis Klagen wegen sexueller und anderer Übergriffe fürchteten, ist eine andere Geschichte.)

Anstelle der Geschichte von der Geburt Christi wird Kindern heute das Märchen vom Polarexpress erzählt. Die 2004 mit Tom Hanks als Computeranimation verfilmte Geschichte kreist nicht um die Frage, was es mit Jesus auf sich hat, sondern darum, ob es den Weihnachtsmann gibt. Darüber grübelt ein kleiner Bub am Heiligen Abend in seinem Bett, als er zu seiner Überraschung plötzlich statt des Klanges eines Rentierschlittens Zuggeräusche hört. Ein Schaffner lädt ihn ein, gemeinsam mit vielen anderen Kindern aus aller Herren Länder und Kulturen im Polarexpress die Reise zum Nordpol anzutreten, um dort den Weihnachtsmann zu treffen. Als er schließlich dem Weihnachtsmann persönlich begegnet, überwindet er seine letzten Zweifel und ruft verzückt: "Ich glaube!" Und von Stund an hört der das geheimnisvolle Klingen der Glöckchen, mit denen das Geschirr der Rentiere verziert ist, die den Schlitten des Weihnachtsmanns durch die Lüfte ziehen. Der religiös hoch aufgeladene Film erzählt die Geschichte einer Bekehrung im Stil der biblischen Erzählung vom ungläubigen Thomas. Die Message heißt: Selig, die nicht sehen und doch glauben – freilich nicht an Jesus von Nazareth, sondern an den Weihnachtsmann, der im Coca-Cola-Outfit durch die Welt fliegt und die uramerikanischen Werte der Familie und Tugenden wie Ehrlichkeit und Anstand, Freundschaft und Mut predigt.

Inzwischen regt sich in den USA und Großbritannien Protest gegen die Auswüchse der politischen Korrektheit. Er wird vor allem von konservativen religiösen Organisationen getragen. Heißt das, dass er darum falsch ist? Britische Boulevardzeitungen titelten 2006: "War on Christmas". Der "Guardian" recherchierte freilich, dass manche der behaupteten Skurrilitäten von politisch korrektem Weihnachtsverhalten frei erfunden waren. Der Weihnachtskrieg schien eher ein Sturm im Wasserglas zu sein. Erkennbar speist sich der Kulturkampf um das Weihnachtsfest keineswegs aus lauteren christlichen, sondern aus fremden- und pluralismusfeindlichen Motiven. Fremdenfeindlichkeit und religiöse Intoleranz sind ebenso zu kritisieren wie manche Tendenzen einer Anbiederung an andere Kulturen und Religionen. Wie Weihnachten zu einem Fest ohne Christus zu werden droht, so lässt sich auch eine besorgniserregende Entwicklung hin zu einem Christentum ohne Christus beobachten.

Die Sinnentleerung des Weihnachtsfestes ist aber doch keine Folge von Multikulturalität, Migration oder vermeintlicher islamischer Überfremdung, sondern hat schon lange vorher im Zuge der Säkularisierung angesetzt. Weit schlimmer als religiöse Indifferenz ist aber, dass der Inhalt des Weihnachtsfestes hemmungslos dem Konsum und dem Kommerz geopfert wird. Das aber ist kein Problem erst unserer Tage und weder Muslimen noch Anhängern anderer Religionen anzulasten. Hier müssen wir uns vielmehr alle an die eigene Nase fassen.

Mitten im Konsumrausch, bei dem viele aufgrund ihres geringen Einkommens und ihrer prekären Beschäftigungs- und Lebensverhältnisse nicht mehr mithalten können, sollten wir uns Martin Luthers Verse aus seinem Lied "Vom Himmel hoch" in Erinnerung rufen: "Ach Herr, du Schöpfer aller Ding, / wie bist du worden so gering, / dass du da liegst auf dürrem Gras, / davon ein Rind und Esel aß! // Und wär die Welt vielmal so weit, / von Edelstein und Gold bereit, / so wär sie doch dir viel zu klein, / zu sein ein enges Wiegelein. // Der Sammet und die Seiden dein, / das ist grob Heu und Windelein, / darauf du König groß und reich / herprangst, als wär's dein Himmelreich. // Das also hat gefallen dir, / die Wahrheit anzuzeigen mir, / wie aller Welt Macht, Ehr und Gut / vor dir nichts gilt, nichts hilft noch tut."

Dass alles Geld und alle Macht der Welt vor Gott nichts gilt, ist eine eminent kritische, aber doch eben auch befreiende Botschaft. Sie gibt Anlass zur Freude und zur Hoffnung. Das Kind in der Krippe zeigt uns Gott in seiner Schutzlosigkeit bei den Armen, den Ausgestoßenen, den Mutlosen und den Hoffnungslosen.

Dass das Weihnachtsfest in der pluralistischen Gesellschaft auch zivilreligiöse Bedürfnisse erfüllt, ist soweit akzeptabel, als der biblische Ursprung der mit Weihnachten assoziierten Werte, damit aber auch der Maßstab zu ihrer Kritik nicht aus dem Blick gerät. Liebe, universaler Frieden, Versöhnung und Gerechtigkeit sind zwar schon in der Bibel die Themen, die sich mit der Geburt des Gottessohnes verbinden. Person und Botschaft Jesu stehen freilich gegen ihre politische und ökonomische Instrumentalisierung.

Weihnachten stellt Christen wie Nichtchristen vor die Frage, wie die Welt ohne Jesus aussähe und wer der Mann aus Nazareth heute für uns ist. Im Dezember 1958 erschien in der "Zeit" ein Artikel des Publizisten Gerhard Szczesny, eines überzeugten Atheisten, der zu den Mitbegründern der "Humanistischen Union" gehörte. Er schloss mit der Frage: "Was wäre gewonnen, wenn Leben und Zeugnis des Mannes aus Nazareth der Verehrung, dem Verständnis und der Zuneigung der Nicht-Christen für immer entzogen werden könnte? Es wäre nicht nur nichts gewonnen, sondern viel verloren."

Weshalb also soll der wahre Grund verschwiegen werden, weshalb es im weltanschaulich neutralen Staat am 25. und 26. Dezember noch immer zwei staatliche Feiertage mit Lohnfortzahlung für Christen wie für Nichtchristen gibt, für Juden und Muslime ebenso wie für skeptische Agnostiker und bekennende Atheisten? Warum soll ein Christ den Anders- und Nichtgläubigen nicht wünschen dürfen, dass das Fest, an dem er die Geburt des Gottessohnes feiert, auch für sie eine gesegnete Zeit sei, ohne sie zu seinem eigenen Glauben bekehren zu wollen?

In diesem Sinne nicht: "Season's Greetings", sondern: "Frohe Weihnachten!"



Wie werden Religionen friedensfähig?

Aus: Franz Kamphaus, Die Welt zusammenhalten. Reden gegen den Strom. Herder Verlag, Freiburg Basel Wien 2008.


Lehren aus dem Westfälischen Frieden

Das Thema ist für nicht wenige Religionsvertreter eine Zumutung. Für sie steht die Friedensfähigkeit der Religionen außer jeder Frage: Sie müssen nicht erst friedensfähig werden, sie sind es. - Im Prinzip sollen und wollen sie es sein. Aber in der geschichtlichen Wirklichkeit? Die sieht anders aus. Der Dreißigjährige Krieg belegt es. Im Text des Friedensvertrages von Münster und Osnabrück erklären die Vertragsparteien in Artikel V kurz und bündig die Vertreter der Konfessionen zu den Hauptverantwortlichen für den Krieg. Deshalb wird ihnen eine heilige Friedenspflicht auferlegt, "bis man sich durch Gottes Gnade über die Religionsfragen verglichen haben wird” (§ 1).

Der Weg zum Frieden ist ein langer Prozess, er dauert bis heute. Ihn haben die Religionen nicht immer schon hinter sich, er steht als Aufgabe vor ihnen. Der Westfälische Friede bietet dabei wichtige Orientierungspunkte. Er fordert die Christen heraus, sich einer durch die Pluralität der Konfessionen grundlegend veränderten Situation zu stellen. Um dazu fähig zu werden, mussten sie sich selbst ändern. Offenbarungsreligionen können das nur, indem sie sich auf ihren Ursprung besinnen. Die christlichen Konfessionen mussten also neu nach den Wurzeln ihrer Friedensfähigkeit fragen oder darauf gestoßen werden, um so die ureigene Friedenskraft ihres Glaubens wiederzuentdecken.



Anfeindung und Solidarität

Aus: Dorothee Sölle, Mut. Kämpfe und liebe das Leben. Herder Verlag, Freiburg Basel Wein 2008.


In gewisser Weise erreichten die Kampagnen gegen mich ihren Höhepunkt, als ich 1983 eines der Hauptreferate bei der Vollversammlung des Ökumenischen Rates der Kirchen in Vancouver hielt. Ich sollte über das Thema "Leben in seiner Fülle sprechen. Schon die Einladung hatte von der EKD und erst recht von evangelikaler Seite heftigste Ablehnung erfahren. Bärbel von Wartenberg, die damals at the women's desk in der Ökumene in Genf war, und ihr Mann Philip Potter, der schwarze Generalsekretär aus Jamaica, hatten die Einladung durchgesetzt.

Die Begründung der Ablehnung, die mir entgegenschlug, war rein personenbezogen. Für die Evangelikalen bin ich seit über 30 Jahren eine Hexe, die man eigentlich verbrennen sollte. "Geh zur Sölle, fahr zur Hölle oder "Niedergefahren zur Sölle” waren oft gehörte Sprüche in den Kreisen der rechtsgerichteten Bewegung "Kein anderes Evangelium”. Politische und sexistische Einwände kamen da mit der Ablehnung einer radikalen, bibelkritischen Theologie zusammen.

Von den Evangelikalen hatte ich nicht viel anderes erwartet, aber mich wunderte, wie die Kirchenleitung in Hannover reagierte. Es hieß, die Entscheidung des Weltkirchenrates sei "sehr beschwerlich”, ich sei nicht repräsentativ und könne nicht für die Christen Westdeutschlands sprechen. Ich war nicht sicher, woher sie das so genau wissen wollten. Ich denke schon, dass ich für eine ganze Reihe von Christen gesprochen habe. Die Idee, dass irgendein Oberkirchenrat die ganze Breite repräsentieren kann, scheint mir unprotestantisch, eher eine Showmaster-Idee: Wenn man sehr oberflächlich ist und gar nichts zu sagen hat, dann kann man leicht viele Leute repräsentieren. Größere Repräsentanz heißt meistens weniger Substanz.

Es gibt eine bestimmte Qualität von Hass, die ich immer dann zu spüren bekam, wenn die Presse mal wieder einundeinenhalben Satz von mir zitierte. So auch diesmal. Der erste Satz meiner Rede hieß: "Liebe Schwestern und Brüder, ich spreche zu Ihnen als eine Frau, die aus einem der reichsten Länder der Erde kommt, einem Land mit einer blutigen, nach Gas stinkenden Geschichte, die einige von uns Deutschen noch nicht vergessen konnten; einem Land, das heute die größte Dichte von Atomwaffen in der Welt bereithält. Für diesen Satz habe ich dann wochenlang Prügel bezogen. Ich hatte das bewusst gesagt, weil ich einer internationalen Versammlung klarmachen wollte, dass ich aus Deutschland komme und weiß, was das bedeutet. Und ich wollte, ohne lange darauf einzugehen - weil dazu keine Zeit war - deutlich machen: Ich bin nicht fertig mit dieser Geschichte. Einige von uns können diese Geschichte nicht vergessen.

In der Bundesrepublik wurde nur dieser Satz zitiert, und sofort ging es los. "Sie Netzbeschmutzer, gehen Sie doch in die DDR”, waren noch milde Vorwürfe. Es erhob sich ein Sturm der Entrüstung nur über diesen Satz, aber die Leute aus der Dritten Welt haben mich gut verstanden.

Neben Waschkörben voll Hassbriefen kamen aber auch sehr gute Solidaritätsbriefe vor allem von Frauen, die häufig mit 20 oder 30 Unterschriften versehen an die Adresse der Kirchenleitung gingen: "Wieso ist diese Frau nicht repräsentativ? Für uns ist sie sehr repräsentativ. Wir würden vielleicht gar nicht mehr glauben, wenn wir nicht ein paar Sachen von Dorothee Sölle gelesen oder gehört hätten.”



Krippe und Kreuz

Aus: Andrea Schwarz, Du Gott des Weges segne uns. Gebete und Meditationen. Herder Verlag, Freiburg Basel Wien o.J.


das Dunkel der Welt
ist der Schatten des Kreuzes

das Licht der Krippe
nimmt all das nicht weg

aber es leuchtet
in dieses Dunkel hinein

Krippe und Kreuz
sind nicht zu trennen

das Licht der Krippe
kennt den Tod

und das Kreuz enttarnt
die falschen Lichter

Kreuz und Krippe
gehören zusammen

und weil es
das Kreuz gibt

brauchen wir

das Licht
der Krippe

nicht nur einmal
im Jahr