23.02.2017

Kontexte 31.12.2010


Silvester

http://de.wikipedia.org/wiki/Silvester


Die Feuer-Feste am Jahresende haben alte germanische Wurzeln. Das Jahresendfest hatten bereits die Römer gefeiert, erstmals im Januar zu Beginn des Jahres 153 v. Chr., als der Jahresbeginn vom 1. März auf den 1. Januar verschoben wurde.[1]

Die Assoziation des Jahresendes mit dem Namen Silvester (deutsch 'Waldmensch', von lat. silva 'Wald') geht auf das Jahr 1582 zurück. Damals verlegte die Gregorianische Kalenderreform den letzten Tag des Jahres vom 24. Dezember auf den 31. Dezember, den Todestag des Papstes Silvester I. († 31. Dezember 335). Der Liturgische Kalender führt den Tag seit 813 auch als dessen Namenstag.[2]

In einigen Gegenden Deutschlands heißt der Tag, quasi als Gegenstück zum folgenden Neujahrstag, auch Altjahr, Altjahrsabend oder das Alte Jahr (vgl. span. nochevieja, 'alte Nacht'), in Österreich ebenso wie in Kroatien und Slowenien auch Altjahrstag, in Kroatien ebenso wie in Slowenien und Serbien als Ausnahme auch Silvestrovo ('Tag des Silvester').

Auch im Niederländischen heißt es zumeist Oudejaarsavond, und nur alternativ auch Silvester. Auf Spanisch: Nochevieja und auf Dänisch, Schwedisch, Portugiesisch spricht man wie im Englischen vom Neujahrs-(vor-)abend: New Year's Eve, Nytårsaften, Nyårsafton, Véspera de Ano-Novo. Der 31. Dezember wird in folgenden Sprachen Silvester genannt: Italienisch notte di San Silvestro, Französisch Reveillon de la Saint-Sylvestre, Polen Sylwester, Tschechien Silvestrovské oslavy, Esperanto Silvestro, Deutsch Silvester. Laut amtlicher deutscher Rechtschreibung existiert für den letzten Tag des Jahres nur die Schreibweise Silvester mit "i", anders als für den Vornamen Sylvester/Silvester.



Brauchtum und Aberglaube

http://frankfurt-interaktiv.de/neujahr/silvester.html


Wie mit allen Festtagen, so verbinden sich auch mit dem Jahreswechsel diverses Brauchtum und allerlei Aberglaube.

Das Abendessen zu Silvester sollte mit der Familie oder mit Freunden erfolgen, denn das Essen "im Kreise" seiner Nächsten symbolisiert den Schutz vor Dämonen, die diesen Kreis nicht zerstören können.

In der Nacht zum Jahreswechsel geht es schon seit Urzeiten um die Abwehr von bösen Geistern.
Geknalle, lärmende Umzüge mit vermummten Gestalten bei denen Trommeln, Schellen und Peitschenknallen für den nötigen Krach sorgten, sollten diese fernhalten.
In unserer Zeit wird dieses Brauchtum weltweit durch gigantische Feuerwerke ersetzt.

Dabei geht es heutzutage nicht mehr um die Vertreibung von Dämonen.
Das Silvesterfeuerwerk ist ein Ausdruck der Freude über das bevorstehende neue Jahr.
Alt und Jung erfreuen sich an dem bunten Himmelsspektakel.
Alleine in Deutschland werden Jahr für Jahr Knaller, Böller, Schwärmer und vor allem Raketen für mehr als 60 Millionen Euro in die Luft gejagt.



Das alte Jahr vergangen ist

Johann Steuerlein 1588


Das alte Jahr vergangen ist,
Wir danken dir, Herr Jesu Christ,
Daß du uns hast in aller G'fahr
So gnädiglich behüt't dies Jahr.

Wir bitten dich, ewigen Sohn
Des Vaters in dem höchsten Thron,
Du woll'st dein' arme Christenheit
Ferner bewahren allezeit.

Hilf, daß wir von der Sand' ablan
Und fromm zu werden fahen an.
Kein'r Sünd' im alten Jahr gedenk,
Ein gnadenreich neu Jahr uns schenk.

Christlich zu leben, seliglich
Zu sterben und hernach fröhlich
Am Jüngsten Tag wied'r aufzustehn,
Mit dir in Himmel einzugehn,

Zu danken und zu loben dich
Mit allen Engeln ewiglich.
O Jesu, unsern Glauben mehr
Zu deines Namens Lob und Ehr'!



SMS-Wünsche

http://www.time2sms.de/sms-sprueche/neujahr/3/


Für das neue Jahr wünsche ich Dir soviel, wie der Regen Tropfen hat, soviel Liebe, wie die Sonne Strahlen hat, und soviel Gutes, wie der Regenbogen Farben hat!

Ich bringe euch zum neuen Jahr die allerbesten Wünsche dar und hoffe, dass es bis zum Ende euch lauter gute Tage sende!

Ich wollte Dir zu Neujahr etwas einzigartiges, grandioses und liebevolles schicken. Aber ich passe einfach nicht auf Dein Handydisplay.

Prosit Neujahr und mögen deine guten Vorsätze deinen Kater überdauern.



Neujahrslied

Paul Gerhardt (1607 - 1676)


1. Nun lasst uns gehn und treten
mit Singen und mit Beten
zum Herrn, der unserm Leben
bis hierher Kraft gegeben.

2. Wir gehn dahin und wandern
von einem Jahr zum andern,
wir leben und gedeihen
vom alten zu dem neuen,

3. durch so viel Angst und Plagen,
durch Zittern und durch Zagen,
durch Krieg und große Schrecken,
die alle Welt bedecken.

4. Denn wie von treuen Müttern
in schweren Ungewittern
die Kindlein hier auf Erden
mit Fleiß bewahret werden:

5. Also auch und nicht minder
lässt Gott uns, seine Kinder,
wenn Not und Trübsal blitzen,
in seinem Schoße sitzen.

6. Ach, Hüter unsers Lebens,
fürwahr, es ist vergebens
mit unserm Tun und Machen,
wo nicht dein Augen wachen.

7. Gelobt sei Deine Treue,
die alle Morgen neue,
Lob sei den starken Händen,
die alles Herzleid wenden!

8. Lass ferner dich erbitten,
o Vater, und bleib mitten
in unserm Kreuz und Leiden
ein Brunnen unsrer Freuden.

9. Gib mir und allen denen,
die sich von Herzen sehnen
nach Dir und Deiner Hulde,
ein Herz, das sich gedulde!

10. Schleus zu die Jammerpforten
und lass an allen Orten
auf so viel Blutvergießen
die Freudenströme fließen.

11. Sprich Deinen milden Segen
zu allen unsern Wegen,
lass Großen und auch Kleinen
die Gnadensonne scheinen!

12. Sei der Verlassnen Vater,
der Irrenden Berater,
der Unversorgten Gabe,
der Armen Gut und Habe.

13. Hilf gnädig allen Kranken,
gib fröhliche Gedanken
den hochbetrübten Seelen,
die sich mit Schwermut quälen.

14. Und endlich, was das meiste:
füll uns mit Deinem Geiste,
der uns hier herrlich ziere
und dort zum Himmel führe.

15. Das alles wollst du geben,
o meines Lebens Leben,
mir und der Christen Schare
zum selgen neuen Jahre!



Wir brauchen nicht so fortzufahren ...

Christian Morgenstern http://www.gedichtemeile.de/neujahrswuensche.htm


Wir brauchen nicht so fortzuleben,
wie wir gestern gelebt haben.
Machen wir uns von dieser Anschauung los,
und tausend Möglichkeiten
laden uns zu neuem Leben ein.



Wir wollen glauben

Christian Morgenstern http://www.gedichtemeile.de/neujahrswuensche.htm


Wir wollen glauben
an ein langes Jahr,
das uns gegeben ist,
neu, unberührt,
voll nie gewesener Dinge,
voll nie getaner Arbeit,
voll Aufgabe, Anspruch,
Zumutung.

Wir wollen sehen,
daß wir's nehmen lernen,
ohne all zu
viel fallen zu lassen, von dem,
was es zu vergeben hat,
an die, die Notwendiges,
Ernstes und Großes
von ihm verlangen.