21.10.2017

Kontexte 06.01.2014


Die Dreikönigsaktion der Katholischen Jungschar

Aus: http://www.dka.at


3
Von Tür zu Tür unterwegs, bringen die SternsingerInnen verkleidet als die Heiligen Drei Könige die Kunde von der befreienden Botschaft des Evangeliums: Ein Christentum, das sich eindeutig auf die Seite der Unterdrückten und Entrechteten stellt.

20

In 20 Entwicklungsländern werden die Spenden der Sternsingeraktion eingesetzt, um notleidenden Menschen zu helfen.

500

Fünfhundert Hilfsprojekte können pro Jahr finanziert werden. Bei der Durchführung arbeitet die Dreikönigsaktion eng mit den PartnerInnen vor Ort zusammen.

3000

In nahezu 3000 österreichischen Pfarren sind Sternsingerinnen und Sternsinger unterwegs.

85.000

Alle Sternsingerinnen und Sternsinger zusammen könnten locker ein großes Fußballstadion füllen.

1.000.000.000

Eine Milliarde Menschen leiden auf unserem Planeten nach wie vor an Hunger. 70% davon stellen paradoxerweise selbst Nahrungsmittel her. Aufgrund des steigenden Bedarfs an Agrotreibstoff und der derzeitigen Krisen dürfte die Zahl in den kommenden Jahren noch mehr ansteigen.

1.000.000

Eine Million Menschen werden jährlich von den Spenden der Sternsingeraktion direkt erreicht.

15.362.103,17 €

Über 15,3 Mio. Euro konnten bei der Sternsingeraktion 2013 ersungen werden. Im Vorjahr waren es 15.284.224,85 Mio. Euro.



Die Heiligen Drei Könige-Reliquien

Vgl.: Manfred Becker-Huberti: Die Heiligen Drei Könige. Geschichten, Legenden und Bräuche. Greven, Köln 2005.


Ursprung und Geschichte der Reliquien der Heiligen Drei Könige sind bis ins 12. Jahrhundert nur in legendarischer Form überliefert. Danach soll die hl. Helena, die Mutter des Kaisers Konstantin I., auf einer Pilgerfahrt in Palästina um das Jahr 326 die Gebeine der Könige gefunden und mit sich genommen haben. Nach einer Legende aus dem 12. Jahrhundert soll Bischof Eustorgius von Mailand († um 350) einige Jahre später die Reliquien als Geschenk des Kaisers erhalten und persönlich nach seinem Bischofssitz Mailand überführt haben. In der diesem Bischof geweihten Basilika des Hl. Eustorgius in Mailand lassen sich die Reliquien der Heiligen Drei Könige erstmals geschichtlich nachweisen. 1158 wurden sie angesichts der ersten Belagerung Mailands durch Friedrich Barbarossa von der außerhalb der Stadtmauern gelegenen Basilika des Hl. Eustorgius in den Glockenturm der in der Stadt befindlichen Kirche St. Georg geschafft.
Nach der Eroberung Mailands erhielt der damalige Kölner Erzbischof Rainald von Dassel die Gebeine 1164 als Geschenk von Kaiser Barbarossa. In dem Geschenk des Kaisers drückte sich auch eine politische Absicht aus. Die Gebeine der sozusagen "ersten christlichen Könige" sollten dem Reich Barbarossas eine sakrale Rechtfertigung ohne Abhängigkeit vom Papst verleihen. Am 23. Juli 1164 gelangten die Reliquien nach Köln, wo sie bis heute im Kölner Dom verehrt werden. 1903 wurde ein Teil der Reliquien an die Mailänder Basilika des Hl. Eustorgius zurückgegeben.



Geschenk der Epiphanie

Papst Johannesw Paul II.


Die Magier-Könige empfangen in dem Augenblick, in dem sie vor das Kind in den Armen seiner Mutter hintreten, im Licht der Epiphanie das Geschenk des menschgewordenen Gottes, seine unfassbare Hingabe an den Menschen im Geheimnis der Menschwerdung. Zugleich "holten sie ihre Schätze hervor"; es sind konkrete Gaben, von denen der Evangelist spricht, doch vor allem öffnen sie sich selbst vor ihm und bringen ihm ihr Herz dar. Das ist der wirkliche Schatz, den sie darbringen. Dieses Geschenk ist die Frucht der Epiphanie: sie erkennen Gott und begegnen ihm.



Hl. Johannes N. Neumann CSsR (1811-1860)


Kurzbiografie des hl. Redemptorisenbischofs Johannes Nepomuk Neumann:

http://www.cssr.com/deutsch/saintsblessed/stneumann.shtml

  



Krippensermon für unsere Zeit

Aus: Christine Busta, Salzgärten. Gedichte. Otto Müller Verlag, Salzburg 1978 (1975).


Behängt nur die Stalle mit Flitter!
Die Wahrheit ist glanzlos:
fauliges Stroh, ein Brettertrog, tränendurchfeuchtet,
Ochs und Esel würden ihr Futter
daraus verschmähn.
Wachsam sitzen die Hirten am Grill,
es brutzelt die Nacht vom Geflügel.
Herodes kaut einen Zimtstern,
die Weisen sehn fern und schicken
Whisky nach Bethlehem.



Begegnung am Dreikönigstag

Aus: Christine Busta, Salzgärten. Gedichte. Otto Müller Verlag, Salzburg 1978 (1975).


Ich weiß nicht, ob sie es waren,
Sie gingen vorüber, sternlos,
hinter sich das Gefolge
der eignen Spuren im Sand.

Der eine trug Fladenbrote,
der andre den Wasserbeutel,
ein Bündel Decken der dritte.

Sie fragten nach nichts und niemand,
sie witterten nur und lauschten.
Die Disteln klirrten im Wind.

Plötzlich am Rand der Düne
sahn wir vor ihnen den fremden
Esel. Er schien zu warten,
er schrie nicht, er brach in die Knie.



Gespräch am Dreikönigstag

Aus: Ilse Pauls: Worte am Weg. Gedichte. Wolfgang Hager Verlag, Stolzalpe 2013.


Sterndeuter wollten wir sein
den richtigen Weg finden
die eine Wahrheit suchen -
rein wie Gold
das Gebet finden -
heilsam wie Weihrauch
bittere Myrrhe des Leidens
in Tränen verwandeln
ankommen wollten wir
im Geheimnis des Lebens.



Haussegen der Sternsinger am Dreikönigstag

Aus: Herbert Jung, Das große Buch der Segensgebete. Herder Verlag Freiburg Basel Wien 2013.


Der Herr segne diesen Ort,
den ihr eure Heimat nennt,
und schenke euch den Frieden,
der vom Gott der Liebe kommt.
Er schenke euch sein gutes Wort,
das heilen kann und trösten will,
damit die Macht der Not
nicht so im Übermaß.
Er zeige euch den Stern der Zuversicht
in jeder dunklen Nacht,
vor allem den von Betlehem,
damit ihr wisst, wohin es geht,
und dass die Zukunft ihm gehört.
Das wünschen euch der Caspar
und der Melchior
und auch der Dritte, Balthasar -
sie waren heute für euch da.
Amen.