23.05.2017

Kontexte 01.01.2016


Papst: Hoffnung trotz "Jahr des Kriegs und Terrorismus" bewahren

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Papstbotschaft zum Weltfriedenstag 2016 mit Titel "Überwinde die Gleichgültigkeit und erringe den Frieden" veröffentlicht - Unter den positiv zu verbuchenden Ereignissen des Jahres 2015 erwähnt Franziskus an erster Stelle das Pariser Weltklimaabkommen.

Vatikanstadt, 15.12.2015 (KAP) Papst Franziskus hat am Dienstag in einer Botschaft zum 1. Jänner 2016 alle Menschen guten Willens aufgerufen, trotz eines Jahres der Kriege und terroristischen Aktionen "mit ihren tragischen Folgen, Entführungen, ethnisch und religiös motivierten Verfolgungen und Machtmissbrauch" die Hoffnung auf eine bessere Welt nicht fallen zu lassen. Die gewaltsamen Konflikte hätten "das vergangene Jahr von Anfang an bis zu seinem Ende charakterisiert und sich in zahlreichen Regionen der Welt so vervielfältigt, dass sie die Züge dessen angenommen haben, was man einen 'dritten Weltkrieg in Raten' nennen könnte".

Und dennoch riefen manche Ereignisse dazu auf, "die Hoffnung auf die Fähigkeit des Menschen, mit Gottes Gnade das Böse zu überwinden, nicht zu verlieren", schreibt der Papst in der Botschaft zum Weltfriedenstag (1. Jänner 2016), die der Vatikan am Dienstag veröffentliche.  

Unter den positiv zu verbuchenden Ereignissen des Jahres 2015 erwähnt der Papst an erster Stelle das Pariser Weltklimaabkommen COP21. Hier habe es eine große Anstrengung "der weltweiten 'Leader'" gegeben, "mit dem Ziel, neue Wege zur Bewältigung des Klimawandels und zur Sicherung des Wohls der Erde, unseres gemeinsamen Hauses, zu suchen". Denn da alle "in einem gemeinsamen Haus" lebten, dürften "wir nicht unterlassen, uns zu fragen, wie es um dessen Gesundheit steht", so der Papst; er habe dies in der Enzyklika "Laudato si" zu tun versucht. Es gehe um eine Abkehr von einem Verhalten der "Verschmutzung von Wasser und Luft, wahlloser Ausbeutung der Wälder und Zerstörung der Umwelt". Als ein anderes positives Ereignis 2015 nennt Franziskus das UN-Abkommen von Addis Abeba über die Entwicklungsziele bis 2030.

"Kultur der Solidarität und Barmherzigkeit"

Der Papst kritisiert in seinem 15-seitigen Schreiben mit dem Titel "Überwinde die Gleichgültigkeit und erringe den Frieden" die fortschreitende Globalisierung der Teilnahmslosigkeit gegenüber dem Leid anderer. Diese nehme im privaten, gesellschaftlichen und staatlichen Bereich besorgniserregend zu. Diese Entwicklung bedrohe den Frieden in der Welt. Ihr müsse eine "Kultur der Solidarität und der Barmherzigkeit" entgegengesetzt werden.

Als eines von mehreren Beispielen nennt Franziskus die Aufnahme von Flüchtlingen, für die er zu einer besseren Integration aufruft. Die geltenden Einwanderungsgesetze seien daraufhin zu prüfen, ob sie "von Aufnahmebereitschaft geprägt sind und die Integration der Migranten erleichtern können". Hierbei müssten die "wechselseitigen Pflichten und Verantwortlichkeiten" beachtet werden, so der Papst. Migranten dürften nicht in ein Leben im Untergrund abgedrängt werden. Dadurch beuge man auch der Kriminalität vor.

Weiteres Feld für Solidarität und Barmherzigkeit sind Wirtschaft - wobei Franziskus einen Schuldenerlass für die ärmsten Länder fordert - oder das Strafrecht. Hier geht es dem Papst vor allem um die Abschaffung der Todesstrafe.

Zur Verschuldung der Entwicklungsländer schreibt der Pontifex, diese zerstörten langfristig die "moralische und geistige Autorität" eines Volkes. Sie seien "zu streichen oder annehmbar zu verwalten". Zugleich prangert er eine westliche Bevormundung von Entwicklungsländern an. Die politische Zusammenarbeit müsse "die Werte der örtlichen Bevölkerungen respektieren" und dürfe sich nicht "der Diktatur einiger Ideologien beugen". Dies gelte besonders für den Schutz des ungeborenen Lebens.

Im Justizbereich appelliert Franziskus auch zu besseren Haftbedingungen. Diese seien "dringend" nötig. Weiters ruft er dazu auf, "alternative Strafen zur Gefängnishaft" zu prüfen. Stärker müsse es um eine Rehabilitation der Täter gehen.



Lebensjahre

Aus: Johannes Bours, Ich werde ihm den Morgenstern geben. Worte für den Lebensweg. Herausgegeben von Paul Deselaers. Herder Verlag Freiburg Basel Wien 1988.



Fürbitte zum Jahresbeginn

Aus Michael Meyer, Nachdenkliche Gebete im Gottesdiesnt. Verlag Vandenhoeck & Ruprecht in Göttingen 1988.



Maria und die Kirche

Aus: Karl Rahner Lesebuch, herausgegeben von Karl Kardinal Lehmann und Alber Raffelt. Herder Verlag, Freiburg Basel Wien 1982.



Der Gott der Zukunft

Aus: Huub Oosterhuis, Ich steh vor dir. Meditationen, Gebete und Lieder. Herder Verlag, Freiburg Basel Wien 2005 (2004).



Ich glaube an Gott, der die Liebe ist



Friedensappell für Nahost

Kathpress 26. 12. 2012 - Korrespondentenbericht von Johannes Schidelko



Aus der Liturgie

Aus: Breite deinen Frieden in mir aus. Gebete der Religionen. Zusammengestellt und Kommentiert von Walter Kühnelt. Verlag St. Gabriel, Mödling-Wien 1989.



Der uns behütet schläft nicht

Aus: Andrea Schwarz, Du Gott des Weges segne uns. Gebete und Meditationen. Herder Verlag, Freiburg Basel Wien 2008.



Gebet zur Gottesmutter Maria

Frei Betto in: Breite deinen Frieden in mir aus. Gebete der Religionen. Zusammengestellt und Kommentiert von Walter Kühnelt. Verlag St. Gabriel, Mödling-Wien 1989.



Streit ums Öl statt Weihnachtsfrieden

Kathpress 26. 12. 2012 - Korrespondentenbericht von Alexander Brüggemann



Neues, Unerhörtes

Aus: Anselm Grün, Einen neuen Anfang feiern, Freiburg 1999.



Wie ein leeres Blatt

Aus: Gebete für das ganze Leben, Leipzig 2004.



Ich habe keine Zeit

Aus: Gerhard Bauer, Drei Minuten für die Seele, Impulse für den Start in den Tag, München 2006.



1. Januar

Aus: Chiara Lubich, Die große Sehnsucht unserer Zeit, Jahreslesebuch, München 2008.



Psalm 121

Ulrike Junge in: Mit der Bibel durch das Jahr 2012, Ökumenische Bibelauslegung, Freiburg 2011.



Die Gottesmutter Maria als Pforte

Robert Widmann in: Christiane Bundschuh Schramm (Hrsg), Du bist gesegnet unter den Frauen, Ostfildern 2003.



Weihnachtsspruch

THEODOR FONTANE in: Gedichte zur Weihnacht. Herausgegeben von Stephan Koranyi und Gabriele Seifert. Philipp Reclam jun. Stuttgart 2009.



Zum neuen Jahr

EDUARD MÖRIKE in: Gedichte zur Weihnacht. Herausgegeben von Stephan Koranyi und Gabriele Seifert. Philipp Reclam jun. Stuttgart 2009.



Die Veredelung von Weihnachtsbäumen

T. S. ELIOT in: Gedichte zur Weihnacht. Herausgegeben von Stephan Koranyi und Gabriele Seifert. Philipp Reclam jun. Stuttgart 2009.



Ewigkeit

Aus: Perlen der Weisheit. Die schönsten Texte von Anselm Grün. Herausgegeben von Rudolf Walter. Herder Verlag Freiburg Basel Wien 2010.



Bewahre uns, Gott

Aus: Auf den Schwingen der Sehnsucht. Gebete und Meditationen von Frauen für Frauen. Herausgegeben von Brigitte Enzner-Probst. Gütersloher Taschenbücher, Gütersloh 1995.



Es ist eine Erde

Aus: Auf den Schwingen der Sehnsucht. Gebete und Meditationen von Frauen für Frauen. Herausgegeben von Brigitte Enzner-Probst. Gütersloher Taschenbücher, Gütersloh 1995.



Freut euch, fürchtet euch nicht!

Aus: Basil Hume, Selig die Suchenden. Texte für Menschen auf dem Weg. Verlag Neue Stadt, München Zürich Wien 2001.