29.04.2017

Kontexte 24.12.2016


Weihnachtliches

Aus: Ägidius Zsifkovics, Von A bis Z. Gott begegnen in der Welt von heute. Hg. Dominik Orieschnig. Tyrolia Verlag, Innsbruck Wien 2015.


Wie der römische Sonnengott...

„Unter Bethlehems Stern“ ist eine kleine, aber exklusive Ausstellung zur Weihnachtsgeschichte im Prunksaal der Österreichischen Nationalbibliothek. Anhand von Stundenbüchern werden die Geburt Christi sowie die Vor- und Nachgeschichte bis zur Flucht der Heiligen Familie nach Ägypten gezeigt.

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„Noch einmal eine Steigerung“

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Das Christkind gibt es, zumindest in der Fußgängerzone

Ein Pfarrer soll Kindern erklärt haben, dass es kein Christkind gibt. Hat er damit das Weihnachtsfest verteidigt oder gestört?

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Krippe und Christbaum

Aus: Peter B. Steiner, Glaubensästhetik. Wie sieht unser Glaube aus? 99 Beispiele und einige Regeln. Verlag Schnell & Steiner GmbH, Regensburg 2008.


Die Geburt Jesu wird seit dem 4. Jahrhundert am Jahresende, in der Zeit der Wintersonnenwende, gefeiert. Seit 400 Jahren prägen zwei ganz unterschiedliche Zeichen dieses Fest: Christbaum und Krippe. Der Christbaum ist zuerst im Elsaß nachgewiesen, in Bürgerhäusern in Schlettstadt und Straßburg, die Krippe in Jesuitenkirchen von Coimbra, Prag und Altötting.

Die ersten Christbäume waren mit Äpfeln, Hostien und Kerzen geschmückt. Sie wurden am 24. Dezember aufgestellt, nach dem alten kirchlichen Kalender der Gedenktag von Adam und Eva. Das Grün erinnerte an das Paradies, die Äpfel an den Sündenfall, die Hostien an die Erlösung, die Kerzen an Christus, „das wahre Licht, das in die Finsternis kam" (Joh 1,4-9). Der ganze Baum war Licht in der Finsternis der längsten Winternacht und Zeichen der Erlösung. Der Brauch, ihn im Wohnraum aufzustellen, wurde später durch die Hugenotten vom Elsaß aus nach Frankreich, in die Pfalz, nach Baden und andere evangelisch gewordene Landschaften verbreitet. In Bayern führte ihn Karoline von Baden, die erste Königin von Bayern, zum Weihnachtsfest 1800 ein.

In der Biedermeierzeit wurde der Christbaum zum Inbegriff der „Deutschen Weihnacht". [Unser Bild zeigt eine Darstellung zum Märchen vom Tannenbaum von Hans Christian Andersen.] Als die Nationalsozialisten ihn zum Zeichen eines heidnisch-germanischen Julfestes machen wollten, wurde er als Antwort darauf auch in katholische Kirchen übernommen. Seither umrahmen symmetrische Fichtenwälder viele Altarräume in der Weihnachtszeit. Aber der ursprüngliche Sinn, der sich im Grün, im Apfel, der Hostie und dem Licht konkretisiert, wird kaum irgendwo gesucht. Außerhalb der Kirchen wurden Christbäume, überreich beladen, zum Symbol des Konsums.

Wenn wir seine christliche Botschaft wieder entdecken wollen, sollten wir in der Kirche nur einen Baum aufstellen, ihn mit Äpfeln, Hostien und Wachs(!)kerzen schmücken und die Texte vom Paradies, vom Licht, vom Abendmahl lesen.

Das Figurentheater der Weihnachtskrippe haben die Jesuiten vielleicht nicht erfunden. Aber als Medium der Verkündigung haben sie es überall auf der Welt verbreitet, in Portugal, Böhmen und Bayern, in ihren Missionsgebieten in Amerika und Asien. Die Figuren aus Holz, Wachs oder Terrakotta wurden so aufgestellt und beleuchtet, daß sie zu sprechen und zu handeln scheinen. Das Geschehen wurde sowohl als Erzählung aus alter Zeit und einem fernen Land historisiert, als auch im Hier und Heute vergegenwärtigt. Das neue Bildmedium wurde zu einem Welterfolg. Bald wurden Weihnachtskrippen auch an Fürstenhöfen, in Bischofs- und Klosterkirchen nachgebaut, im 19. Jahrhundert dann auch in Privathäusern.

Mit den Krippen wurden zunächst das Weihnachtsevangelium des Lukas und die Erzählung von den Weisen aus den Morgenland nach Matthäus illustriert. Bald aber überlagerten andere weihnachtliche Legenden, Privatoffenbarungen und Dichtungen die knappen Berichte der Evangelisten. Um 1900 bemühte man sich darum, in den Figuren und Landschaften Palästina realistisch darzustellen. Seit 1930 setzten sich Heimatkrippen mit blonden Frauen und Kindern in Trachtenkleidung durch.

Heute sollte sich eine Kirchenkrippe neu mit den Texten des Evangeliums auseinandersetzen. Sie sollte fremde Motive aus Privatoffenbarungen, Apokryphen und Weihnachtsmärchen reduzieren und sich entweder um Authentizität bemühen oder um Modernität. Entweder man entscheidet sich, Palästina zur Zeit Jesu nachzustellen, also Jesus und seine Mutter als orientalische Juden zu entdecken, oder man überträgt das Geschehen in unsere Gegenwart: Wo würde heute eine überall abgewiesene junge Schwangere ihr Kind bekommen können? In einer Tankstelle? Einem Gewerbepark? Und wen würden die Engel in der Nähe wach finden? Obdachlose, Polizisten, Müllmänner?

Die Geburt Jesu mit Figuren und Kulissen in eine angeblich „gute, alte Zeit", beispielsweise ein Bergdorf des 18. Jahrhunderts, zu versetzen, ist verlogen. Krippen sollten nicht gemütlich sein, sondern aufregend wie die Geburt und das Leben Jesu.



Die Hirten auf dem Feld

Johannes Toegel. Weihnachten für Erwachsene. Verborgene Schätze. Styria Verlag, Wien Graz Klagenfurt 2015.


In jener Gegend lagerten Hirten auf freiem Feld und hielten Nachtivache hei ihrer Herde.

Was haben die Hirten und Hirtinnen von Bethlehem, wörtlich dem Brot-Haus, wohl wirklich erlebt, als sie die kalte Winternacht bei ihrer Herde verbrachten? Stellen wir uns das ganz plastisch vor. Wir sind einer von ihnen und sitzen mit einem übergeworfenen Tuch oder einem grob gegerbten Fell am Lagerfeuer. Die Zeit vergeht, es ist eine lange Nacht. Die Sinne sind geschärft, die Augen sehen den leisesten Lichtschein, das Glitzern der Sterne und das Leuchten in den Augen der Tiere und Menschen. Die Ohren hören das leiseste Geräusch, jeden losgetretenen Stein, jedes knackende Ästchen und jeden Hauch des Windes. Nichts entgeht uns, und unsere Sinne sind wachsam gespannt.

Wir sind die Hüter der Herde, und es ist unsere Aufgabe, sie vor Raubtieren und Unfällen zu schützen. Vielleicht schleichen Wölfe oder Wildkatzen um unser Lager und warten nur auf eine günstige Gelegenheit, um ein junges Tier zu reißen. Vielleicht schleicht sich etwas anderes heran, etwas, das wir nicht kennen, etwas, das im Dunkel der Nacht verborgen ist, etwas geheimnisvoll Gefährliches.

Angst vor dem Unsichtbaren, Unerwarteten ist etwas, das die Seele wohl kennt, und das wir manchmal nur mühsam unterdrücken können. Vielleicht sind es Räuber, die durch die Nacht schleichen oder eine römische Patrouille, schließlich ist es ein besetztes Land, regiert von fremden Soldaten. Aber dann gibt es eine noch größere Angst, nicht vor den sichtbaren Kräften, den Menschen und Tieren, sondern vor ganz anderen Mächten und Gewalten, die in der Stille der Nacht und der Einsamkeit allmählich spürbar werden.
Wir rücken ein wenig näher zum Feuer und werfen einen vertraulichen Blick zu unseren Gefährten und Gefährtinnen, das gibt uns ein wenig Sicherheit, und wir entspannen uns wieder.
Aber nach einer Weile kehrt sie wieder, die Angst, das Gefühl der Unruhe und der Gegenwart anderer Kräfte, die unserem Verstand und unserem Willen nicht gehorchen.

Unruhig ist mein Herz, bis es Ruhe findet in Dir. Diese grundsätzliche Unsicherheit wohnt in jedem menschlichen Herzen, solange es nicht den eigenen, tragenden Grund gefunden hat. Angst entsteht, weil wir unsere wahre Natur nicht kennen!

Es ist eine besondere Nacht, das spüren wir alle, irgendetwas Ungewöhnliches ist am Werk. Himmel und Erde sind sich näher als sonst, der Atem des Jahres ist an einem Übergang, und die Natur bereitet sich auf einen Wandel vor. Die Nächte sind immer länger geworden, und das Licht der Sonne hat sich zurückgezogen, immer weiter bis zum tiefsten Punkt. Und jetzt, noch kaum spürbar, noch kaum ahnbar, kommt eine Wende, unsichtbar, mitten in der Nacht und doch voller Licht.
Am Himmel erscheint ein neuer Stern, ein starkes Leuchten, genau über uns, ein Zeichen, dass auch unten auf der Erde etwas Neues kommt, etwas, das weitreichende, kosmische Dimensionen hat.

Und dann verdichtet sich das Geschehen, der Kairos, der einzigartige Moment, entfaltet seine Wirksamkeit, und die Menschen werden ergriffen von etwas, das sie nicht verstehen und nicht begreifen können, etwas, das sie belebt und verwandelt, etwas, das man nur in Bildern und Gleichnissen beschreiben kann. Die Bibel drückt es so aus:

Da trat der Engel des Herrn zu ihnen, und der Glanz des Herrn umstrahlte sie. Sie fürchteten sich sehr, der Engel aber sagte zu ihnen: Fürchtet euch nicht, denn ich verkünde euch eine große Freude, die dem ganzen Volk zuteil werden soll:
Heute ist euch in der Stadt Davids der Retter geboren
...

Fürchtet euch nicht, euch geschieht nichts Böses, im Gegenteil, ganz im Gegenteil, freut euch, freut euch mit uns! Es sind keine menschlichen Stimmen, die so reden, es sind Wesen der Seele und des Geistes, die in dieser Nacht Freude verkünden und den Menschen nahe kommen, denn diese Menschen geht es etwas an, was hier im Gange ist. Nicht irdische Kräfte und nicht das alltägliche Einerlei sind hier am Werk, sondern ein Ereignis, das weit über die Geschichte und den Horizont eines kleinen Bergstammes hinausgeht.


Noch einmal, fürchtet euch nicht, dass eure kleinen Herzen einer himmlischen Macht begegnen, einem himmlischen Heer, das nicht ausgezogen ist, um zu kämpfen oder zu zerstören, sondern um Gott zu loben und den Menschen eine große Freude zu verkünden. Das Evangelium setzt so fort:

Und plötzlich war bei dem Engel ein großes himmlisches Heer, das Gott lobte und sprach: Verherrlicht ist Gott in der Höhe, und auf Erden ist Friede bei den Menschen seiner Gnade.

Auf Erden ist Friede ..., singt der Chor der Engel. Was bedeutet das?
Es bedeutet: Ihr seid frei geworden! Die Zeit des Wartens ist vorüber und die Elendsgeschichte der Menschheit verwandelt sich in Glück. Euch ist heute der Retter geboren, der Messias, der gekommen ist, um Frieden zu bringen, Gerechtigkeit und Glück, etwas, das euch mit all eurer Anstrengung und Mühe, mit all eurem Eifer in Jahrhunderten und Jahrtausenden nicht gelungen ist, ganz im Gegenteil, die Verwirrung und die Not sind größer als je zuvor. Aber gerade das wird sich jetzt ändern, gerade das wird jetzt geheilt, gerade im tiefsten Dunkel geht das hellste Licht auf.

Und das soll euch als Zeichen dienen: Ihr werdet ein Kind finden, das in Windeln gewickelt in einer Krippe liegt!



Menschenwürde

Aus: Walter Kardinal Kasper, Bedenke dein Geheimnis. Meditationen zu Advent und Weihnachten. Katholisches Bibelwerk, Stuttgart 2015.


Gott sagt uns in der Menschwerdung seines Sohnes nicht nur, wer er ist; er sagt er uns auch, wer wir Menschen sind. Auch das ist heute nötig. Denn viele haben die Orientierung verloren. Sie wissen nicht mehr, warum und wozu sie da sind. Sie kommen sich wertlos vor. Im vergangenen Jahrhundert sind Wert und Würde des Menschen oft auf der Strecke geblieben. Mord und Totschlag hat es zwar von Anfang an, seit Kain und Abel, gegeben. Aber hat es jemals zwei so schreckliche Weltkriege, so schlimme Massenvernichtungswaffen, so brutalen, Menschen verachtenden Terrorismus gegeben?

Wie banal wir oft über den Menschen denken zeigt sich daran, dass wir von Ungerechtigkeit, Lieblosigkeit, Treulosigkeit, Eitelkeit, Lüge und vielem anderen oft einfach sagen: »Das ist menschlich.« Müssten wir nicht umgekehrt sagen: Treue, Anstand, Fairness, Gerechtigkeit und Erbarmen sind die wahre Größe des Menschen und Zeichen einer wahrhaft menschlichen Kultur?

Gott hat durch die Menschwerdung eine eindeutige und endgültige Antwort auf die Frage gegeben: Was ist der Mensch? Die Antwort lautet: Der Mensch, jeder Mensch, ist ein erbarmungswürdiges und zugleich ein liebenswürdiges Wesen. Wir sind erbarmenswürdig, weil wir uns nicht aus eigener Kraft aus unserer Not und unserem Elend befreien können. Wir sind in unserem Elend auf Gottes Erbarmen angewiesen. Unsere Größe ist, dass wir - und zwar jeder Einzelne von uns - für Gott liebenswürdige Wesen sind, so liebenswürdig, dass Gott selbst Mensch geworden ist. Er wollte uns ganz nahe sein. So hat jeder Mensch einen unendlichen Wert, ganz unabhängig davon, ob er Einheimischer oder Fremder, gesund oder krank, alt, behindert ist, unabhängig davon, ob er reich oder arm ist. Jeder ist für Gott liebenswert; jeder ist unendlich wertvoll. Gott wollte Mensch werden, damit wir an seinem göttlichen Leben Anteil haben.

Sind wir uns dieser Würde immer bewusst? Sind wir nach dem Vorbild Gottes barmherzige Menschen, die Erbarmen haben mit den anderen, oder sind wir gleichgültig gegenüber dem Leid anderer? Ist es bei uns im zwischenmenschlichen Bereich nicht recht kalt geworden? Droht die Humantemperatur unserer Welt nicht oft unter den Gefrierpunkt zu fallen? Weihnachten eröffnet uns eine neue Kultur wahrer Menschlichkeit und menschlicher Solidarität.

Gott teilt unser schwaches Menschsein, um uns sein göttliches Leben mitteilen zu können. Wer schon einmal in Betlehem war und dort die Geburtskirche besucht hat, der weiß, dass man sie nur durch ein sehr niedriges Tor betreten kann; man muss sich also bücken, um hineinzukommen. Das scheint mir symbolisch zu sein. Gott selbst hat sich klein gemacht, als er in diese Welt kam. Da dürfen auch wir uns nicht groß machen. Wir müssen uns klein machen, wenn wir zum Kind in der Krippe kommen wollen, und wir müssen uns herunterbücken zu unseren Mitmenschen. Wenn wir niederknien und beten, dann sind wir am größten.



Ich glaube an den Menschen

Aus: Arnold Mettnitzer, Was ich glaube. Überlegungen & Überzeugungen. Styria Verlag, Wien Graz Klagenfurt 2015.


In den Tagen des Advents geraten nicht wenige Menschen in Verlegenheit: Die einen ertragen das Warten nicht und feiern recht ausgelassen „vorweihnachtlich“. Andere fürchten sich vor dem Feiern und versuchen der zwischenmenschlichen Kälte durch eine Reise in den Süden zu entkommen. Wieder anderen wird schmerzlich bewusst, dass sie allein sind und nicht wissen, mit wem sie feiern könnten. In allen Menschen aber schlummert die Sehnsucht, zu anderen Menschen dazuzugehören und nicht allein gelassen zu werden. Das auszudrücken und einzugestehen, fällt vielen Menschen schwer.

Aber gerade die liturgischen Texte und die Lieder der Adventzeit haben genau das zu ihrem Inhalt. Es ist der Ruf der Kreatur, nicht allein gelassen zu werden. „Oh, Heiland, reiß die Himmel auf!“, heißt es da in einem der ältesten Adventlieder, „herab, herab vom Himmel lauf!“ In Peter Handkes „Langsame Heimkehr“ findet sich eine Textstelle, deren Inhalt mich an die liturgischen Liedtexte der Adventzeit erinnert: „Ich will kein im Jammer Verschwindender, sondern ein mächtiger Klagekörper sein. Mein Ausruf ist: Ich brauche dich! Aber wen rede ich an? Ich muss zu Meinesgleichen! Aber wer ist Meinesgleichen? In welchem Land? In welcher Stadt?“
Ist es nicht so, dass der Mensch ein Leben lang auf der Suche ist nach einem Gefährten, der zu ihm passt und zu ihm hält, mit ihm geht und ihn versteht? Weihnachten ist so gesehen ein Fest gegen die Finsternis des Herzens und damit ein Fest gegen die Sprachlosigkeit. Ein Fest der Zuversicht, ein kleiner Lichtblick, und sei es auch nur ein Silberstreif der Hoffnung am Horizont, ein kleines Licht gegen die Dunkelheit der Welt durch ein Wort, ein Lied, ein Zeichen des Wohlwollens, der Akzeptanz, der Wertschätzung, der Achtsamkeit.

Kurt Tucholsky vermutet, dass die meisten Menschen Weihnachten feiern, weil die meisten Menschen Weihnachten feiern. Vielleicht aber gibt es auch Menschen, die Weihnachten und all die anderen Feste im Lauf ihrer Jahre deshalb feiern, weil sie die Menschen lieben und an den Menschen glauben. An den Schluss seines Buches mit dem geradezu weihnachtlichen Titel „Hoffnung Mensch. Eine bessere Welt ist möglich“ stellt Michael Schmidt-Salomon sein „alternatives Glaubensbekenntnis“, das er angelehnt an das Credo eines Humanisten von Erich Fromm formuliert.

Mit Erich Fromm ist der Autor davon überzeugt, dass der Mensch in jeder Kultur alle Möglichkeiten vorfindet. Er ist der archaische Mensch, das Raubtier, der Kannibale, der Götzendiener und er ist zugleich das Wesen mit der Fähigkeit zu Vernunft, Liebe, Gerechtigkeit und produktivem Tun. Er kann, wenn er will! Auf diese Weise werden die Bedürfnisse der Gesellschaft in persönliche Bedürfnisse verwandelt und werden so zum Charakter der Gesellschaft. Mehr denn je braucht diese Welt solche Perspektiven der Ermutigung. Im Blick auf eine Welt mit Wirtschaftskrisen, Klimakatastrophen, Ressourcenknappheit und einer nicht mehr überschaubaren Völkerwanderung von Millionen Menschen auf der Suche nach Möglichkeiten für das nackte Überleben klingt Schmidt-Salomons „Credo“ wie ein jedem Menschen gewidmetes sozialpolitisch engagiertes Weihnachtslied:

Ich glaube an den Menschen
Den Schöpfer der Kunst
Und Entdecker unbekannter Welten

Ich glaube an die Evolution
Des Wissens und des Mitgefühls
Der Weisheit und des Humors

Ich glaube an den Sieg
Der Wahrheit über die Lüge
Der Erkenntnis über die Unwissenheit
Der Phantasie über die Engstirnigkeit
Und des Mitleids über die Gewalt



Befreier

Aus: Huub Oosterhuis, Ich steh vor dir. Meditationen und Lieder. Herder Verlag, Freiburg Basel Wien. 2005 (2004).



Mit voller Kraft - aber wohin?

Margot Kässmann in: Weisheit für die Seele, Gute Gedanken für alle Tage. Herausgegeben von Sylvia Müller und Ulrich Sander. Herder Verlag, Freiburg Basel Wien 2007.



Weihnachten - Himmel auf Erden

Aus: Susanne Niemeyer / Matthias Lemme, Brot und Liebe. Wie man Gott nach Hause holt. Kreuz Verlag in der Verlag Herder GmbH, Freiburg im Breisgau 2013.



Gottes letzter Schritt in die Erdennacht

Aus: Reinhold Schneider, Winter in Wien. Nach Maria Anna Leenen (Hg.), Reinhold Schneider, Ein Lesebuch. Tyrolia Verlag, Innsbruck Wien 2003.



Christkind im Stall

http://de.radiovaticana.va/news/2013/12/16/syrischer_erzbischof:_kinder_beneiden_das_christkind_um_seinen_stall/ted-756125



Offener Himmel ...



Chesed (hebr.)

Aus: Glossar. Bibel in gerechter Sprache. Herausgegeben von Ulrike Bail u.v.a. Gütersloher Verlagshaus, Gütersloh 2007 (2006).



Gott begegnen im Mitmenschen

Roland Breitenbach, Sechs Minuten Predigten von A bis Z, Freiburg 2008.



Was sollen wir bringen?

Josef Ratzinger, Benedikt XVI, Der Segen der Weihnacht, Meditationen, Freiburg 2005.



Ein Blick auf den Stammbaum Jesu



Jesus

http://www.golyr.de/bettina-wegner/songtext-jesus-250559.html



Das Licht der Wahrheit

Margot Käßmann in: Unterwegs zum Licht, Weihnachtliche Worte und Weisen, Weihnachtssonderband, Herausgegeben von Ulrich Sander, Freiburg.



Brasilianisches Krippenlied

Aus: Ein Stern führt uns zur Krippe hin, Markus Tromberg (Hg.), Freiburg 2003.



Ein Stammbaum für die Kirche aus Juden und Heiden

Joseph Ratzinger, Benedikt XVI., Der Segen der Weihnacht, Meditationen, Freiburg 2005.



Eine Weihnachtslegende

Selma Lagerlöf in: Bardeler Adventsmeditationen, Osnabrück.



Das himmlische Licht

Christa Spilling-Nöker in: Unterwegs zum Licht, Weihnachtliche Worte und Weisen, Weihnachtssonderband, Herausgegeben von Ulrich Sander, Freiburg.



Mensch werden

Corinna Mühlstedt in: Unterwegs zum Licht, Weihnachtliche Worte und Weisen, Weihnachtssonderband, Herausgegeben von Ulrich Sander, Freiburg.



Die wahre Sonne

Augustinus



Jesus - der verheißene Immanuel im Matthäusevangelium

Aus: Paul Hoffmann, Jesus von Nazaret und seine Kirche, Spurensicherung im Neuen Testament, Stuttgart 2009.



Gebet für die Priester

Aus: Jacques Gaillot, Folgt seiner Liebe, Verlag Herder, Freiburg, 1992.



Christkind

Aus: http://www.weihnachtsstadt.de/brauchtum/



Eine gute Nachricht

Aus: Antonio Sagardoy, Weihnachten anders, Wien, 2009.



Himmel, noch mal

Greubel, Frank: In dieser Zeit : Gebete. Würzburg : Vinzenz Druckerei; 25.



Nicht mehr allein

Schwarz, Andrea: Wenn ich meinem Dunkel traue, Auf der Suche nach Weihnachten, 3. Aufl. Freiburg in Breisgau : Herder, 1993; 63.



Mit Leib und Seele

Greubel, Frank: In dieser Zeit : Gebete. Würzburg : Vinzenz Druckerei; 24.



Gott wird Mensch

Aus: Werner Schaube, Weihnachts-Puzzle. Herder Verlag Freiburg Basel Wien 1983.



Krippengedanken



Gott hat sich klein gemacht für uns

Aus: Papst Benedikt XVI., Predigt am 8. September 2007 in Mariazell: http://www.vatican.va/holy_father/benedict_xvi/homilies/2007/documents/hf_ben-xvi_hom_20070908_mariazell_ge.html



Geheimnis der übergroßen Liebe Gottes

Aus: Leo Kardinal Scheffczyk, Interview für "Kirche in Not", 2004: http://www.kirche-in-not.de/01_aktuelles/meldungen_2007_kardinal_scheffczyk_ueber_weihnachten.php



Erkennst du den Weg der Hoffnung?



Nicht suchen, sondern sich finden lassen

Aus: Simone Weil, Die Gottesliebe und das Unglück. Zeugnis für das Gute. Traktate, Brife und Aufzeichnungen, Düsseldorf / Zürich: Patmos Verlag / Walter Verlag 1979.