18.08.2017

Kontexte 31.12.2016


Einer hat Ewigkeit

Jürgen Werth auf http://www.gott.net


Keiner hat Zeit.
Wenigstens nicht für mich.
Überall suche ich ein Ohr.
Und finde doch nur einen Mund.
Einen der selber erzählen möchte und nicht zuhören.
Keiner hat Zeit.
Einer hat Ewigkeit.
Gott.
Der schaut nie auf die Uhr.
Ist nie mit seinen Gedanken woanders.
Hängt nie noch dem letzten Gespräch nach.
Hat nie ein „»Der Nächste bitte«“ auf den Lippen.
Ist Tag und Nacht zu sprechen.
Von jedem Punkt des Universums aus.
Er ist da.
Ist jetzt da.
Ist jetzt für dich da.
Wo?
Da, wo du bist.
Sprich ihn an.
Gott ist immer nur ein Gebet weit von dir entfernt.



Vom Sinn der Zeit

Papst Benedikt XVI. - Joseph Ratzinger, Berührt vom Unsichtbaren. Jahreslesebuch, ausgew. u. hrsg. v. Ludger Hohn-Morisch, Freiburg i. Br. u.a.: Verlag Herder 2000, neu aufgelegt 2005.


Ein Jahr geht zu Ende. Und das bedeutet immer wieder eine Stunde der Nachdenklichkeit. Bilanzen werden gemacht, Vorschau auf das Kommende versucht. Für einen Augenblick werden wir dieser seltsamen Wirklichkeit »Zeit« inne, die wir sonst unvermerkt einfach gebrauchen. Harte Tage erscheinen im Rückblick eher verklärt, und die fast vergessene Mühsal läßt uns ruhiger und zuversichtlicher werden, gelassener gegenüber dem Drohenden, das auch vergehen wird. Mit dem alten Jahr ist nicht nur viel Schweres, sondern auch manches Schöne vergangen, und je mehr ein Mensch die Mitte seines Lebens überschreitet, desto stärker empfindet er die Verwandlung dessen, was ihm einst Zukunft und Gegenwart war, in Vergangenheit. Er kann zum Augenblick nicht sagen »Verweile doch, du bist so schön«; was Zeit ist, geht dahin, wie es kam. So kann die letzte Stunde des Jahres uns nachdenklich machen über den Sinn der Zeit.
Der Mensch hat mehr Zeit. Die Medizin hat die Zeit des Menschen verlängert. Aber haben wir eigentlich Zeit? Oder hat die Zeit uns? Die allermeisten haben auf keinen Fall Zeit für Gott, sie brauchen ihre Zeit für sich selber, wie sie meinen. Aber haben wir wirklich Zeit für uns selbst? Oder fehlt uns nicht gerade die? Leben wir nicht gerade an uns selbst vorbei? Und ist es vielleicht doch so, daß die wahre Zeit des Menschen jene Zeit ist, die er für Gott hat? [...] Allzuviel spricht dafür, daß Zeit, die ihm nicht mehr offensteht, uns selbst verschlingt und daß nur das Zeithaben für Gott uns Zeit für den Menschen gibt und damit die wahre Freiheit.



Der Schwarzseher

Aus: Eugen Roth, Ein Mensch. Fischer Verlag, Frankfurt am Main 1995.


Ein Mensch denkt jäh erschüttert dran,
Was alles ihm geschehen kann
An Krankheits- oder Unglücksfällen,
Um ihm das Leben zu vergällen.
Hirn, Auge, Ohr, Zahn, Nase, Hals;
Herz, Magen, Leber ebenfalls,
Darm, Niere, Blase, Blutkreislauf
Zählt er bei sich mit Schaudern auf,
Bezieht auch Lunge, Arm und Bein
Nebst allen Möglichkeiten ein.
Jedoch, sogar den Fall gesetzt,
Er bliebe heil und unverletzt,
Ja, bis ins kleinste kerngesund,
Wär doch zum Frohsinn noch kein Grund,
Da an den Tod doch stündlich mahnen
Kraftfahrer, Straßen-, Eisenbahnen;
Selbst Radler, die geräuschlos schleichen,
Sie können tückisch dich erreichen.
Ein Unglücksfall, ein Mord, ein Sturz,
Ein Blitz, ein Sturm, ein Weltkrieg - kurz,
Was Erde, Wasser, Luft und Feuer
In sich birgt, ist nie ganz geheuer.
Der Mensch, der so des Schicksals Macht
Ganz haargenau bei sich durchdacht,
Lebt lange noch in Furcht und Wahn
Und stirbt - und niemand weiß, woran.



Fürbitte zum Jahresschluss

Aus Michael Meyer, Nachdenkliche Gebete im Gottesdienst. Verlag Vandenhoeck & Ruprecht in Göttingen 1988.



Nachdenken am Jahresende

Aus: Phil Bosmans, Leben jeden Tag. 365 Vitamine für das Herz. Übertragen und herausgegeben von Ulrich Schütz. Herder Verlag, Freiburg Basel Wien 2008 (1999).



Unsere Jahre gehen dahin wie ein Seufzer - Psalm 90,9

Aus: Johannes Bours, Ich werde ihm den Morgenstern geben. Worte für den Lebensweg. Herausgegeben von Paul Deselaers. Herder Verlag Freiburg Basel Wien 1988.



Neuem zugewandt

Aus: Herbert Jung, Das große Buch der Segensgebete. Herder Verlag Freiburg Basel Wien 2013.



Nun lasst uns gehn und treten

Paul Gerhardt 1653 - http://www.liederdatenbank.de/song/1470



Evangelii Gaudium - Die Freude des Evangeliums

Auszüge aus: Papst Franziskus an die Bischöfe, an die Priester und Diakone, an die Personen geweihten Lebens und an die christgläubigen Laien über die Verkündigung des Evangeliums in der Welt von heute. Gegeben zu Rom, bei Sankt Peter, zum Abschluss des Jahres des Glaubens, am 24. November – Hochfest unseres Herrn Jesus Christus, König des Weltalls – im Jahr 2013, dem ersten meines Pontifikats.



Zeiteinteilung

Aus: Roland Breitenbach / Stefan Philipps, Segen für Dich. Ein Begleiter durch das Jahr. Verlag Katholisches Bibelwerk, Stuttgart 2005.



Segen – Guthaben

Aus: Susanne Niemeyer / Matthias Lemme, Brot und Liebe. Wie man Gott nach Hause holt. Kreuz Verlag, Freiburg im Breisgau 2013.



Friede

Aus: Roland Breitenbach / Stefan Philipps, Segen für Dich. Ein Begleiter durch das Jahr. Verlag Katholisches Bibelwerk, Stuttgart 2005.



Wunderbarer Gnadenthron

Johann Olearius (1665) in: EG 38.



Nun lasst uns gehn und treten

Paul Gerhardt (1653) in: EG 58.



Das Jahr geht hin, nun segne du

Arno Pötzsch (1942) in: EG Rheinland 551.



Gebet

Dietrich Bonhoeffer aus der Haft (1943) in: EG Rheinland 967.



"Blümlein Vergiß mein nicht"

Job Schröter, Annulus Piorum Monitorius. Das ist Gleubiger Gottseliger Christen güldenes Gedenck Ringelein Oder Liebliches wolrichendes Blümlein Vergiß mein nicht (1623), zitiert nach: Maria Marten, Christus als Pflanze, LThK (36) 2012, S. 122.



Das Leben kommt von vorn

Aus: Andrea Schwarz, Und jeden Tag mehr leben. Ein Jahreslesebuch. Mit zwölf illustrierten Monatsseiten von Thomas Plaßmann. Herder Verlag, Freiburg Basel Wien 2003.



Zum neuen Jahr

JOHANN WOLFGANG VON GOETHE (1749-1831) in: Judith Sixel (HG.), Poesie für jeden Tag. Jahreslesebuch. Herder Verlag, Freiburg Basel Wien 2007.



Nachdenken am Jahresende

Aus: Phil Bosmans, Leben jeden Tag. 365 Vitamine für das Herz. Übertragen und herausgegebenen von Ulrich Schütz. Herder Verlag, Freiburg Basel Wien 2008.



"Euro-Rettungsschirm" ist Wort des Jahres 2011



Bessere Zeiten

(Segensworte, dem Pfarrer von St. Lamberti (Münster) aus dem Jahr 1888 zugeschrieben) Aus: Roland Breitenbach, Segen für Dich. Dein Begleiter für das Jahr. Verlag Katholische Bibelwerk, Stuttgart 2005.



"Stresstest" setzt sich gegen "Merkozy" durch

http://www.tagesschau.de/kultur/wortdesjahres110.html - 16.12.2012



Silvester

http://de.wikipedia.org/wiki/Silvester



Brauchtum und Aberglaube

http://frankfurt-interaktiv.de/neujahr/silvester.html



Das alte Jahr vergangen ist

Johann Steuerlein 1588



Neujahrslied

Paul Gerhardt (1607 - 1676)



SMS-Wünsche

http://www.time2sms.de/sms-sprueche/neujahr/3/



Wir brauchen nicht so fortzufahren ...

Christian Morgenstern http://www.gedichtemeile.de/neujahrswuensche.htm



Wir wollen glauben

Christian Morgenstern http://www.gedichtemeile.de/neujahrswuensche.htm