26.06.2017

Kontexte 01.01.2017


Geh deinen Weg

Hermann Multhaupt, Möge der Wind immer in deinem Rücken sein. Alte irische Segenswünsche. Bergmoser + Höller Verlag, Aachen 1995.


Irischer Segen aus dem Jahre 1692, auch für das neue Jahr

Geh deinen Weg ruhig - mitten in Lärm und Hast,
und wisse, welchen Frieden die Stille schenken mag.

Steh mit allen auf gutem Fuße, wenn es geht,
aber gib dich selber nicht auf dabei.

Sage deine Wahrheit immer ruhig und klar
und hör die anderen auch an,
selbst die Unwissenden, Dummen - sie haben auch ihre Geschichte.

Laute und zänkische Menschen meide.
Sie sind eine Plage für dein Gemüt.

Wenn du dich selbst mit anderen vergleichen willst,
wisse, dass Eitelkeit und Bitterkeit dich erwarten.
Denn es wird immer größere und geringere Menschen geben als dich.

Freu dich an deinen Erfolgen und Plänen.
Strebe wohl danach weiterzukommen, doch bleibe bescheiden.
Das ist ein guter Besitz im wechselnden Glück des Lebens.

Übe dich in Vorsicht bei deinen Geschäften.
Die Welt ist voll Tricks und Betrug.
Aber werde nicht blind für das, was dir an Tugend begegnet.

Sei du selber - vor allem:
heuchle keine Zuneigung, wo du sie nicht spürst.
Doch denke nicht verächtlich von der Liebe, wo sie sich wieder regt.
Sie erfährt soviel Entzauberung, erträgt soviel Dürre
und wächst doch voller Ausdauer, immer neu, wie das Gras.

Nimm den Ratschluss deiner Jahre mit Freundlichkeit an.
Und gib deine Jugend mit Anmut zurück, wenn sie endet.

Pflege die Kräfte deines Gemüts,
damit es dich schützen kann, wenn Unglück dich trifft,
aber überfordere dich nicht durch Wunschträume.
Viele Ängste entstehen durch Enttäuschung und Verlorenheit.

Erwarte eine heilsame Selbstbeherrschung von dir.
Im übrigen aber sei freundlich und sanft zu dir selbst.

Du bist ein Kind der Schöpfung,
nicht weniger wie die Bäume und Sterne es sind.
Du hast ein Recht darauf, hier zu sein.

Und ob du es merkst oder nicht -
ohne Zweifel entfaltet sich die Schöpfung so, wie sie es soll.

Lebe in Frieden mit Gott, wie du ihn jetzt für dich begreifst.
Und was auch immer deine Mühen und Träume sind
in der lärmenden Verwirrung des Lebens -
halte Frieden mit deiner eigenen Seele.

Mit all ihrem Trug, ihrer Plackerei und ihren zerronnenen Träumen -
die Welt ist immer noch schön!



Dass unser Leben mehr werde

Alois Albrecht


Herr,
dass unser Leben mehr werde als
ein hektischer Ablauf von Stunden, Tagen,
Jahren und Jahrzehnten,
danach sehnen wir uns;
nach Sinn und Erfüllt-sein.

Herr,
dass unser Leben mehr werde als
ein ungeordneter Haufen von Gedanken, Wünschen,
Begierden und Erwartungen,
danach sehnen wir uns:
nach Sinn und Ziel.

Herr,
dass unser Leben mehr werde als
eine zufällige Reihe von Handlungen, Taten,
Werken und Leiden,
danach sehnen wir uns:
nach Sinn und Gelingen.

Herr,
dass unser Leben mehr werde als
ein verworrenes Knäuel von Beziehungen, Sympathie,
Miteinander und Gegeneinander,
danach sehnen wir uns:
nach Sinn und Liebe.

Herr,
dass unser Leben mehr werde,
die Erfahrung von Sinn darin sei,
danach sehnen wir uns,
darum bitten wir.
Amen.



Welch Geheimnis ist ein Kind

Clemens Brentano, in: Eva Dicks (Hg.), Es kam ein Engel hell und klar. Ein Lesebuch zu Advent und Weihnachten, Kevelaer: Verlag Butzon & Becker 2005, Topos plus Taschenbücher 562.


Welch Geheimnis ist ein Kind!
Gott ist auch ein Kind gewesen.
Weil wir Kinder Gottes sind,
kam ein Kind uns zu erlösen.
Welch Geheimnis ist ein Kind!
Wer dies einmal je empfunden,
ist den Kindern alle Zeit
durch das Jesuskind verbunden.

Welche Würde trägt ein Kind!
Sprach „das Wort“ doch selbst die Worte:
“Die nicht wie die Kinder sind,
gehen nicht ein zur Himmelspforte.“
Welche Würde trägt ein Kind!
Wer dies einmal je empfunden,
ist den Kindern alle Zeit
durch das Jesuskind verbunden.

O wie heilig ist ein Kind!
Nach dem Wort von Gottes Sohne
Alle Kinder Engel sind,
wachend vor des Vaters Throne.
O wie heilig ist ein Kind!
Wer dies einmal je empfunden,
ist den Kindern alle Zeit
durch das Jesuskind verbunden.



Lege deine Hand in Gottes Hand

Worte einer chinesischen Christin. Aus: Eva Dicks (Hg.), Es kam ein Engel hell und klar. Ein Lesebuch zu Advent und Weihnachten, Kevelaer: Verlag Butzon & Becker 2005, Topos plus Taschenbücher 562.


Ich sagte zu einem Engel,
der an der Pforte des neuen Jahres stand:
“Gib mir ein Licht, damit ich sicheren Fußes
Der Ungewissheit entgegengehen kann.“
Aber der Engel antwortete:
“Geh nur hin in die Dunkelheit
und lege deine Hand in die Hand Gottes.
Das ist besser als ein Licht
und sicherer als ein bekannter Weg.“



Überlass es der Zeit

Theodor Fontane, in: Deutsche Gedichte von Walther von der Vogelweide bis Gottfried Benn. Piper Verlag, München 2001.


Erscheint dir etwas unerhört,
bist du tiefsten Herzens empört,
bäume nicht auf, versuch's nicht mit Streit,
berühr es nicht, überlaß es der Zeit.
Am ersten Tag wirst du feige dich schelten,
am zweiten läßt du dein Schweigen schon gelten,
am dritten hast du's überwunden;
alles ist wichtig nur auf Stunden,
Ärger ist Zehrer und Lebensvergifter,
Zeit ist Balsam und Friedensstifter.



Papst: Hoffnung trotz "Jahr des Kriegs und Terrorismus" bewahren

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Lebensjahre

Aus: Johannes Bours, Ich werde ihm den Morgenstern geben. Worte für den Lebensweg. Herausgegeben von Paul Deselaers. Herder Verlag Freiburg Basel Wien 1988.



Fürbitte zum Jahresbeginn

Aus Michael Meyer, Nachdenkliche Gebete im Gottesdiesnt. Verlag Vandenhoeck & Ruprecht in Göttingen 1988.



Maria und die Kirche

Aus: Karl Rahner Lesebuch, herausgegeben von Karl Kardinal Lehmann und Alber Raffelt. Herder Verlag, Freiburg Basel Wien 1982.



Der Gott der Zukunft

Aus: Huub Oosterhuis, Ich steh vor dir. Meditationen, Gebete und Lieder. Herder Verlag, Freiburg Basel Wien 2005 (2004).



Ich glaube an Gott, der die Liebe ist



Friedensappell für Nahost

Kathpress 26. 12. 2012 - Korrespondentenbericht von Johannes Schidelko



Aus der Liturgie

Aus: Breite deinen Frieden in mir aus. Gebete der Religionen. Zusammengestellt und Kommentiert von Walter Kühnelt. Verlag St. Gabriel, Mödling-Wien 1989.



Der uns behütet schläft nicht

Aus: Andrea Schwarz, Du Gott des Weges segne uns. Gebete und Meditationen. Herder Verlag, Freiburg Basel Wien 2008.



Gebet zur Gottesmutter Maria

Frei Betto in: Breite deinen Frieden in mir aus. Gebete der Religionen. Zusammengestellt und Kommentiert von Walter Kühnelt. Verlag St. Gabriel, Mödling-Wien 1989.



Streit ums Öl statt Weihnachtsfrieden

Kathpress 26. 12. 2012 - Korrespondentenbericht von Alexander Brüggemann



Neues, Unerhörtes

Aus: Anselm Grün, Einen neuen Anfang feiern, Freiburg 1999.



Wie ein leeres Blatt

Aus: Gebete für das ganze Leben, Leipzig 2004.



Ich habe keine Zeit

Aus: Gerhard Bauer, Drei Minuten für die Seele, Impulse für den Start in den Tag, München 2006.



1. Januar

Aus: Chiara Lubich, Die große Sehnsucht unserer Zeit, Jahreslesebuch, München 2008.



Psalm 121

Ulrike Junge in: Mit der Bibel durch das Jahr 2012, Ökumenische Bibelauslegung, Freiburg 2011.



Die Gottesmutter Maria als Pforte

Robert Widmann in: Christiane Bundschuh Schramm (Hrsg), Du bist gesegnet unter den Frauen, Ostfildern 2003.



Weihnachtsspruch

THEODOR FONTANE in: Gedichte zur Weihnacht. Herausgegeben von Stephan Koranyi und Gabriele Seifert. Philipp Reclam jun. Stuttgart 2009.



Zum neuen Jahr

EDUARD MÖRIKE in: Gedichte zur Weihnacht. Herausgegeben von Stephan Koranyi und Gabriele Seifert. Philipp Reclam jun. Stuttgart 2009.



Die Veredelung von Weihnachtsbäumen

T. S. ELIOT in: Gedichte zur Weihnacht. Herausgegeben von Stephan Koranyi und Gabriele Seifert. Philipp Reclam jun. Stuttgart 2009.



Ewigkeit

Aus: Perlen der Weisheit. Die schönsten Texte von Anselm Grün. Herausgegeben von Rudolf Walter. Herder Verlag Freiburg Basel Wien 2010.



Bewahre uns, Gott

Aus: Auf den Schwingen der Sehnsucht. Gebete und Meditationen von Frauen für Frauen. Herausgegeben von Brigitte Enzner-Probst. Gütersloher Taschenbücher, Gütersloh 1995.



Es ist eine Erde

Aus: Auf den Schwingen der Sehnsucht. Gebete und Meditationen von Frauen für Frauen. Herausgegeben von Brigitte Enzner-Probst. Gütersloher Taschenbücher, Gütersloh 1995.



Freut euch, fürchtet euch nicht!

Aus: Basil Hume, Selig die Suchenden. Texte für Menschen auf dem Weg. Verlag Neue Stadt, München Zürich Wien 2001.