27.04.2017

Kontexte 26.03.2017


Verheißung

Aus der Enzyklika LAUDATO SI’ von Papst Franziskus, Rom 2015.


Menschen
die aus der Hoffnung leben
sehen weiter

Menschen
die aus der Liebe leben
sehen tiefer

Menschen
die aus dem Glauben leben
sehen alles
in einem anderen Licht.



Der kleine Prinz und die Rosen

Aus: Antoine de Saint-Exupéry, Der kleine Prinz.


Geh die Rosen anschauen. Du wirst begreifen, dass die deine einzigartig auf der Welt ist. Du wirst wiederkommen und mir Adieu sagen, und ich werde dir ein Geheimnis verraten.“
Der kleine Prinz ging, um sich die Rosen anzusehen und sprach zu ihnen:
„Ihr seid nichts, ihr ähnelt meiner Rose gar nicht. Niemand hat sich euch vertraut gemacht und auch ihr habt euch niemandem vertraut gemacht. Ihr seid, wie mein Fuchs war. Der war nichts als ein Fuchs wie hunderttausend andere. Aber ich habe ihn zu meinem Freund gemacht und jetzt ist er einzigartig auf der Welt.“
Die Rosen waren beleidigt, als sie den kleinen Prinzen reden hörten, welcher nicht aufhörte, zu sprechen:
„Ihr seid sehr schön, aber ihr seid leer und niemand würde sein Leben für euch geben. Zweifellos könnte irgendjemand glauben, dass meine Rose euch ähnelt. Aber sie selbst weiß, dass sie wichtiger ist als andere, weil sie es ist, die ich gegossen habe. Da sie es ist, die ich unter den Glassturz gestellt habe. Da sie es ist, die ich mit dem Wandschirm geschützt habe. Da sie es ist, deren Raupen ich getötet habe (außer zwei oder drei, aus denen Schmetterlinge geworden sind). Da sie es ist, die ich klagen oder sich rühmen oder auch manchmal schweigen gehört habe. Da es meine Rose ist.“
Und er kam zum Fuchs zurück.
„Adieu“, sagte er.
„Adieu“, sagte der Fuchs. „Hier mein Geheimnis. Es ist ganz einfach: Man sieht nur mit dem Herzen gut. Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar.“
„Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar“, wiederholte der kleine Prinz, um es sich zu merken.
„Was deine Rose so besonders macht, ist die Zeit, die du mit ihr verbracht hast.“
„…ist die Zeit, die ich mit ihr verbracht habe“, wiederholte der kleine Prinz, um es sich zu merken...



Wenn Licht und Finsternis einander begegnen

Aus: Rudolf Stertenbrink, Der Himmel öffnet sich auf Erde, Ein modernes Lebensbrevier. Herder Verlag, Freiburg Basel Wien 1993.


In einem Vortrag hörte ich den Redner sagen: "Wenn Licht und Finsternis zusammenkommen, siegt immer das Licht." Diejenigen, die es nicht glauben wollten lud er zu folgendem ein: "Stellen Sie sich vor, Sie befinden sich in einem ganz lichterfüllten Raum, während es draußen ganz dunkel ist. Öffnen Sie die Fenster, öffnen Sie die Türen, lassen Sie die ganze Dunkelheit in den lichtvollen Raum hinein. Was geschieht? Verdunkelt sich der Raum? Wird das Licht im Raum von der einbrechenden Dunkelheit verschluckt? Nein! Die Dunkelheit vergeht im Licht. Oder stellen Sie sich dasselbe andersherum vor: Sie sind in einem dunklen Raum. Draußen ist es hell. Öffnen Sie wieder alle Fenster und Türen. Was geschieht? Das Licht strömt herein und vertreibt die Dunkelheit. So geschieht es immer, wenn Licht und Finsternis einander begegnen. Das Licht strömt hinein und vertreibt die Dunkelheit. So geschieht es immer, wenn Licht und Finsternis einander begegnen. Das Licht wird immer siegen. Deshalb haben alle Mytologien darauf hingewiesen, die Finsternis meide das Licht, um nicht selbst Licht zu werden!"
Immer siegt das Licht! Wie trostreich und hoffnungsvoll ist dieses Wort im Hinblick auf geschichtliche Abläufe oder auf gegenwärtige Geschehnisse, die aussichtslos erscheinen; aber auch im Hinblick auf alles, was es an Unstimmigkeiten in unserem Leben gibt.



Herr, öffne unsere Augen,

Aus: Jörg Müller, Ich hab dir was zu sagen, Herr. Gebete für alle Zeiten. Betulius Verlag, Stuttgart 2002.



Augenturm

Aus: Hilde Domin, Sämtliche Gedichte. Herausgegeben von Nikola Herwig und Melanie Reinhold. S. Fischer Verlag 2011 (2009).



Schönheit

Hazrat Inayat Khan in: Worte die gut tun. Herausgegeben von Christian Leven. Herder Verlag, Freiburg Basel Wien 1998.



Blick der Kinder

Rainer Maria Rilke, Briefe in: Worte die gut tun. Herausgegeben von Christian Leven. Herder Verlag, Freiburg Basel Wien 1998.



25 Jahre "Licht für die Welt": Hilfe für 7,5 Millionen Menschen

Kathpress - Dienstag, 19. November 2013. (gekürzt) Copyright 2013 Katholische Presseagentur, Wien, Österreich (www.kathpress.at). Alle Rechte vorbehalten.



Fastenzeit hilft beim Perspektivenwechsel

Kathpress - Dienstag, 19. November 2013. (gekürzt) Copyright 2013 Katholische Presseagentur, Wien, Österreich (www.kathpress.at). Alle Rechte vorbehalten.



Kein einsamer Gott

Aus: Nachdenken mit Martin Gutl. Texte, Meditationen, Gebete. Styria Verlag, Graz Wien Köln 1983.



Nach sieben Jahren Dunkelheit und Kälte

Aus: Egon Kapellari, Aber Bleibendes stiften die Dichter. Gedanken für den Tag. Styria Verlag, Graz Wien Köln 2001.



Kein einsamer Gott

Aus: Nachdenken mit Martin Gutl. Texte, Meditationen, Gebete. Styria Verlag, Graz Wien Köln 1983.



Der heilige Schein

Aus: David Berger, Der heilige Schein. Als schwuler Theologe in der katholischen Kirche. Ullstein Verlag, Berlin 2010.



Sehen gelernt

http://www.pina-film.de/



Sehen gelernt

http://www.pina-film.de/



Lied Vom Kindsein

Peter Handke - as featured in the movie "Der Himmel über Berlin" / "Wings Of Desire" by Wim Wenders, 1987. http://www.wim-wenders.com/movies/movies_spec/wingsofdesire/wod-song-of-childhood-german.htm



"Wer nicht liebt, hat Gott nicht erkannt"

Gregor Tischler, Religion - was soll' s?, München 1991, 92 f



"Jesus unterscheidet zwischen Gläubigen und Ungläubigen" - Ungern!

Werner Tiki Küstenmacher, Die drei Minuten Bibel, München 2006, Seite 165ff .



Heiligkeit

Bischof Walter Mixa, Priester für die Welt, Ein Gespräch mit Norbert Matern, Augsburg, 2000, Seite 119f



Begegnung mit dem Licht der Welt

Richard Rohr, Das entfesselte Buch, Freiburg, 2003, Seite 265f