17.11.2017

Kontexte 16.04.2017


Ostern – Mut zum Leben

Johann Pock, Ostern 2017


Es braucht Mut
            um nicht mit der Masse mitzulaufen
            um aufzustehen und einzustehen
                        für die Entmutigten, Entmündigten, Mutlosen.

Es braucht Mut
            dem Tod in die Fratze zu lachen
                        nur aufgrund der vagen Hoffnung
                        dass er nicht das letzte Wort haben wird.

Manchmal braucht es auch Übermut
            im Wagnis von Veränderung
            beim Überspringen von Mauern
            und im Durchbrechen von Normen.

Mut ist die aktive Seite der Demut
            vor der Knospe, die stärker ist als Asphalt
            vor der gottgeschenkten Zeit
            und dem unverdienten Leben.

Ostern er-mutigt
            zu Sprüngen über ideologische Mauern

Ostern ist ein Fest des Übermuts
            angesichts aufbrechender Natur
            blühenden Frühlings
            und duftendem Leben

Und Ostern macht demütig
            im Wissen, dass das Leben Geschenk ist
            und dass Freude und Liebe
                        stärker sind als der Tod.



Auferstehung

Aus: Martin Gutl, Der tanzende Hiob, Graz 1981.


Wir werden vor Türen stehen,
die sich von innen öffnen.

Die daran glauben, haben einen festen Schritt.
Sie teilen mitten unter Geizigen.
Sie danken mitten unter Undankbaren.
Sie hungern mitten unter Satten.
Sie gehen mit einfachem Licht
durch siebenfache Finsternis.
Sie leben wie die Lilien auf dem Feld
und wie die Vögel des Himmels.
Sie tanzen durch die Reihen der ewig Ernsten.
Sie stehen zum Leben auf aus tiefsten Gräbern.
Sie verkünden die unglaublichste aller Botschaften:

ER lebt. Ihr werdet IHN sehen.



Wann ist Auferstehung

Ilse Pauls


Nicht erst,
wenn alle Mißverständnisse
weggeräumt sind,
sondern
wenn ich alles
vergeben habe.

Wenn der schwere Stein
meiner Traurigkeit     
vom Herzen weggeweint ist
und ich wieder
Hoffnung habe.

Wenn ich nicht mehr
flüchten will,
sondern mich
auf den Weg mache
zu meinen Brüdern und Schwestern.

Dann erst
werde ich IHM begegnen
in den Gesichtern
der geringsten meiner Brüder,
in Seinem Wort,
in Seinem Brot.

Dann erst werden mir
die Augen aufgehen,
und mein totes Herz
lebt wieder
und brennt für Dich



Auferstehung

Ilse Pauls


Zu Paul Celans Gedicht „Zürich, Zum Storchen“

Den goldenen Schimmer der Auferstehung
lass uns hinüberretten in den Alltag.
Seinen Glanz bewahren,
seine Gegenwart erspähen
in manchen Bildern,
Offenbarungen,
Gesprächen …
Es gibt Worte,
die Glanz innehaben,
Blicke, die strahlen,
Begegnungen,
die Ewigkeit ahnen lassen …
Lass uns das Hellwort finden,
das uns trägt,
das mit uns geht.



Von Scholle zu Scholle

Aus Axel Kühner: Hoffen wir das Beste, Aussaat-Verlag, D-Neukirchen-Vluyn. http://www.miriam-stiftung.de/gedanken-fuer-den-tag/index.php?anzeigedatum=2013-03-06


Als Jiri Izrael
einer der Stillen im Getümmel der Welt
vor Ostern im Jahre fünfzehnhunderteinundfünfzig
bei Torun über die gefrorene Weichsel ging
begann vor seinen Füßen
plötzlich das Eis zu brechen

Und Jiri Izrael sprang
von Scholle zu Scholle
und sang dabei den Psalm
Lobet im Himmel den Herrn
lobet ihn in der Höhe
Von Scholle zu Scholle
Lobet ihn alle seine Engel
lobet ihn all sein Heer
Von Scholle zu Scholle
Lobet ihn Sonne und Mond
lobet ihn alle leuchtenden Sterne
Von Scholle zu Scholle
Lobet ihn ihr Himmel aller Himmel
und ihr Wasser über dem Himmel
Von Scholle zu Scholle
Lobet den Namen des Herrn aller Dinge
denn er gebot da wurden sie geschaffen
Von Scholle zu Scholle
Lobet den Herrn auf Erden
ihr großen Fische und alle Tiefen des Meeres
Von Scholle zu Scholle
Lobet den Namen des Herrn
denn sein Name allein ist hoch
seine Herrlichkeit reicht
so weit Himmel und Erde ist

Und so gelangte Jiri Izrael
aus der Strömung des Flusses
glücklich ans Ufer.



Licht-Strahlen

Michaela E. Lugmaier, Ostern 2017


Licht-Strahlen streifen
sanft und leise
die Augen
verkünden den Anbruch
eines neuen Tages

            die sprengende Leucht-Kraft
            der Morgensonne
            weckt die müden Lider
            durchflutet den Raum
            mit buntem Farbenzauber

Strahlen brechen
mit eleganter Leichtigkeit
Schatten und Licht
ziehen eine Leucht-Spur
der Hoffnung

            kraftvoll und stark
            jeden Tag neu
            ist dieser Licht-Einfall -
            durchdringender
            als jedes Dunkel der Nacht

spürbar durchdrungen
vom Licht des Ostermorgens
verklingt die Trauer
wiegt das Herz wieder leicht
wenngleich Narben Zurückbleiben

            im Aufgang der Sonne
            erscheinen die Dinge
            in einem anderen Licht
            gibt es Hoffnung - österliche Zuversicht!



Mit Ostern vermittelt Gott "Ich mag den Leib"

Copyright 2016 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich - (www.kathpress.at) Alle Rechte vorbehalten.



Ostern in verschiedenen Lebenssituationen

Aus: Augustin Schmied, Ostern – Licht und Leben, Verlag Neue Stadt, München, 2016.



„Kirche ist keine Moralanstalt“

Aus: Interview in: Herder Korrespondenz, Freiburg, Nr. 3, März 2016.



Glaube an die Auferstehung

Aurelius Augstinus (354-430)



Eine Utopie des Menschen ist Wirklichkeit geworden

Aus: Augustin Schmied, Ostern – Licht und Leben, Verlag Neue Stadt, München, 2016.



Auferstehung

Marie Luise Kaschnitz in: Georg Langenhorst, Gedichte zur Bibel. Texte – Interpretationen – Methoden. Ein Werkbuch für Schule und Gemeinde. Kösel Verlag, München 2001.



Ostern

Ingeborg Drewitz in: Georg Langenhorst, Gedichte zur Bibel. Texte – Interpretationen – Methoden. Ein Werkbuch für Schule und Gemeinde. Kösel Verlag, München 2001.



Eine Altersfrage

Aus: Hans Magnus Enzensberger, Gedichte 1959-2010. Suhrkamp Taschenbuch, Berlin 2010.



Die Hoffnung des Menschen

Aus: Ludger Schulte, Gott suchen - Mensch werden. Vom Mehrwert des Christseins. Herder Verlag, Freiburg Basel Wien 2006.



Ostern an der Schwelle

Johann Pock, Ostern 2015



Licht, Freude, Hoffnung

Pater Heinrich Stummer, Redemptorist



Schönster Herr Jesu

Münster 1677; Str. 2 bei Heinrich August Hoffmann von Fallersleben 1842 in: EG 403



Wünsche

Rose Ausländer, Gedichte. Frankfurt am Main: S. Fischer Verlag 2001.



Es heilt die Zeit

Johannes Kühn, 1980er Jahre. In: Lyrikkalender 2009. Für jeden Tag ein Gedicht. Ausgewählt von Michael Braun. Verlag Das Wunderhorn, Heidelberg 2008, Kalenderblatt vom 29.April 2009.



Das elfte Gebot

Michael Krüger, in: Mit Gedichten durchs Jahr. Ein lyrischer Kalender mit 365 Gedichten. Ausgewählt von Daniel Kampa. Diogenes Verlag, Zürich 2012.



Zum Leben auferstehen

Hallesche Universitätspredigten, Band IX. Martin-Luther-Universität Halle/Wittenberg. Herausgegeben von Jörg Ulrich. Theologische Fakultät Halle/Saale 2007.



Widersprüchlichkeit und innerlich reich gewordenes Leben

Eugen Drewermann, Tiefenpsychologie und Exegese. Band II. Patmos Verlag, Walter Verlag, 6. Aufl. der Sonderausgabe, Düsseldorf und Zürich 2001.



Jesus, der Gottessohn

Mark Tully, Jesus - Prophet, Messias, Rebell? Aus dem Englischen von Sabine Lorenz und Felix Seewöster, Köln 1997.



Auferstehung Jesus und der Glaube

Joseph Ratzinger - Benedikt XVI., Jesus von Nazareth, Herder-Verlag, Freiburg, 2011.



Jesus: Der absolute Heilsbringer

Karl Rahner, Grundkurs des Glaubens, Herder-Verlag, Freiburg, 1985 (6.Aufl.).



Auferstehung

Verfasser unbekannt



auferstanden

Aus: Joop Roeland, Die Stimme eines dünnen Schweigens. Herausgeber: Die Quelle Verlag GmbH, Feldkirch 1992.



Gebet zur Osterzeit

Aus: Breite deinen Frieden in mir aus. Gebete der Religionen. Zusammengestellt und kommentiert von Walter Kühnelt. Verlag St. Gabriel, Mödling Wien 1989.



Österliches Gebet

Aus: Breite deinen Frieden in mir aus. Gebete der Religionen. Zusammengestellt und kommentiert von Walter Kühnelt. Verlag St. Gabriel, Mödling Wien 1989.



Auferstehung

Elisabeth Melzer-Geissler in: Im Dunkel glüht der Funke Hoffnung, hrsg. Von Claudia Peters. Verlag am Eschbach der Schwabenverlag AG, Eschbach 2010.



Dein Grab ist mir unwichtig geworden

Charlotte Knöpfli-Widmer in: Im Dunkel glüht der Funke Hoffnung, hrsg. Von Claudia Peters. Verlag am Eschbach der Schwabenverlag AG, Eschbach 2010.



Von Zeit und Ewigkeit

Aus: Wahres Glück wächst in der Stille. Aus den Quellen der Weisheit. Hrsg. Von Christian Leven. Herder Verlag Freiburg Basel Wien 2007.



Du bist unsere Auferstehung

Aus: Joop Roeland, Die Stimme eines dünnen Schweigens. Herausgeber: Die Quelle Verlag GmbH, Feldkirch 1992.



Glaube, der zum Leben befreit

Aus: Paul Maria Zulehner, Fundamentalpastoral, 2. Auflage 1992.



Wie lernt man sterben?

Aus: Christoph Schönborn, Barbara Stöckl, Wer braucht Gott? Barbara Stöckl im Gespräch mit Kardinal Schönborn, München 2009.



anweisungen (für christen) zur auferstehung

Aus: Wilhelm Willms, Der geerdete Himmel, zitiert nach Norbert Possmann, Lichtblicke, Gott feiern mit jungen Leuten, Kevelaer 1997.



loslassen

Aus: Manfred Hanglberger, Trauergebete, Traueransprachen, Regensburg, 2. Auflage 2006.