18.11.2017

Kontexte 29.10.2017


Songtext

http://www.songtexte.com/songtext/dof/codo-bd345ae.html


Seit 2000 Jahren lebt die Erde ohne Liebe
Es regiert der Herr des Hasses
Hässlich, ich bin so hässlich
So grässlich hässlich:

Ich bin der Hass!
Hassen, ganz hässlich hassen
Ich kann's nicht lassen:
Ich bin der Hass!

Attention, attention
Unknown flying object approaching the planet
Identify unknown flying object
Codo der dritte
Aus der Sternenmitte bin ich der dritte von Links.
Unknown flying object identify sais: "Codo"

Und ich düse im Sauseschritt
Und bring die Liebe mit von meinem Himmelsritt
Denn die
Liebe
Die macht viel Spaß
Viel mehr Spaß als irgendwas
We do not need any love on this planet:
Tötet Codo!
Vernichtet die Liebe!
Zielansprache: Gamma
Delta
Sieben
Drei
Eins
Überraum
Codo aus der Ferne der leuchtenden Sterne:
Ich düse so gerne durchs All
Und ich düse...
Objekt überwindet den Hassschirm
Ätzend
Ich bin so ätzend
Alles zersetzend:

Ich bin der Hass
Und ich düse...



Ich bete an die Macht der Liebe

Text: Gerhard Tersteegen (1697-1769), Musik: Dmytri Bortniansky (1752-1826), 1822.


Ich bete an die Macht der Liebe,
die sich in Jesu offenbart;
Ich geb mich hin dem freien Triebe,
wodurch ich Wurm geliebet ward;
Ich will, anstatt an mich zu denken,
ins Meer der Liebe mich versenken.

Für Dich sei ganz mein Herz und Leben,
Mein süßer Gott, und all mein Gut!
Für Dich hast Du mir’s nur gegeben;
In Dir es nur und selig ruht.
Hersteller meines schweren Falles,
Für Dich sei ewig Herz und alles!

Ich liebt und lebte recht im Zwange,
Wie ich mir lebte ohne Dich;
Ich wollte Dich nicht, ach so lange,
Doch liebest Du und suchtest mich,
Mich böses Kind aus bösem Samen,
Im hohen, holden Jesusnamen.

Des Vaterherzens tiefste Triebe
In diesem Namen öffnen sich;
Ein Brunn der Freude, Fried und Liebe
Quillt nun so nah, so mildiglich.
Mein Gott, wenns doch der Sünder wüßte!
– sein Herz alsbald Dich lieben müßte.

Wie bist Du mir so zart gewogen,
Wie verlangt Dein Herz nach mir!
Durch Liebe sanft und tief gezogen,
Neigt sich mein Alles auch zu Dir.
Du traute Liebe, gutes Wesen,
Du hast mich und ich Dich erlesen.

Ich fühls, Du bist’s, Dich muß ich haben,
Ich fühls, ich muß für Dich nur sein;
Nicht im Geschöpf, nicht in den Gaben,
Mein Ruhplatz ist in Dir allein.
Hier ist die Ruh, hier ist Vergnügen;
Drum folg ich Deinen selgen Zügen.

Ehr sei dem hohen Jesusnamen,
In dem der Liebe Quell entspringt,
Von dem hier alle Bächlein kamen,
Aus dem der Selgen Schar dort trinkt.
Wie beugen sie sich ohne Ende!
Wie falten sie die frohen Hände!

O Jesu, daß Dein Name bliebe
Im Grunde tief gedrücket ein!
Möcht Deine süße Jesusliebe
In Herz und Sinn gepräget sein!
Im Wort, im Werk, in allem Wesen
Sei Jesus und sonst nichts zu lesen.



Wenn alles vergeht, die Liebe bleibt!

Aus: Gerhard Bauer, Leben heißt Lieben, Drei-Minuten-Impulse, München 2014.


Leben heißt lieben - stimmt das? Ich meine ja; denn was wäre ein Leben ohne Liebe? Ich kann es mir nicht vorstellen. Es wäre die Hölle.
Und doch ist die Liebe so oft Mangelware. Bedenken wir nur, wie viele Menschen sich im Leben schwer tun, weil sie wenig Liebe erfahren haben. Wie viel missglückte und zerbrochene Liebe verbirgt sich in so manchem Menschenschicksal... Andere haben Scheu, sich dem Risiko der Liebe auszuliefern. Man möchte jedem die Erfahrung wünschen, von der die junge Gemeinde im ersten Johannesbrief begeistert erzählt: "Wir wissen, dass wir aus dem Tod in das Leben hinübergegangen sind, weil wir die Brüder und Schwestern lieben"(1 Johannes 3,14).
In der Begegnung mit Menschen, die sich als nichtgläubig bezeichnen, ist mir ganz stark aufgegangen, dass selbst da, wo uns der (Un-)Glaube trennt, die Liebe noch immer verbinden kann. Jene Liebe, die am Ende mehr als andere über die Qualität und den "Ertrag" eines Lebens aussagt: Wenn alles vergeht..., die Liebe bleibt!
Die Christinnen und Christen, denen wir den genannten Brief verdanken, wussten auch, warum die Sehnsucht und Kraft der Liebe in unser Wesen eingebrannt ist: "Gott ist die Liebe" (1 Johannes 4, 16). Liebe ist sein Wesen - und nach seinem Bild und Gleichnis sind wir gemacht! Teresa von Avila meinte einmal: "Als Gott den Menschen aus Erde formte, knetete er Liebe in ihn hinein."



Alle lieben

Aus: Wie die Farben im Regenbogen, Zeugnis und Ausbreitung, Hrsg. Graziella De Luca und Gino Bondiami, Augsburg 2014.


Das für die Fokolarbewegung charakteristische Apostolat gründet im Leben nach dem Evangelium. "Unsere Aufgabe ist es, Gott zu lieben. Ihm gehört unser Sein, unsere Zeit, unsere Arbeit, unsere Liebe, unser Verstand. Um dem Ausdruck zu verleihen, muss unsere Aufmerksamkeit, Liebe und Fürsorge auch den Menschen gelten. Aber wir müssen es für ihn tun, um ihn zu lieben. Wir sollten Menschen sein, die fortwährend aus der Kontemplation Gottes schöpfen."

Wodurch sollte unsere Liebe zum Nächsten gekennzeichnet sein?
Die christliche Liebe ist eine Kunst. Die Kunst zu lieben mit ihren Merkmalen und Anforderungen gilt es genau zu kennen. Die Liebe, die Gott von uns möchte, ist eine universelle Liebe, die allen gilt. Im Gegensatz zur rein menschlichen Liebe, die auf bestimmte Menschen begrenzt ist, macht die keine Unterschiede, sondern liebt ausnahmslos alle Menschen. "Ein Christ liebt ohne Ansehen der Person. Kategorien wie sympathisch oder unsympathisch, hübsch oder hässlich, groß oder klein, Landsmann oder Fremder lässt diese Liebe nicht zu. Es gilt, alle zu lieben."

Die christliche Liebe hat die Liebe Jesu zum Vorbild, die in Seinem Tod am Kreuz ihren stärksten Ausdruck gefunden hat. Sie ergreift die Initiative, liebt als erste, nach dem Vorbild Gottes, ohne zu erwarten, dass der andere uns seine Liebe zeigt. Sie unterscheidet sich von dem, was in der Gesellschaft üblich ist. Liebe und Zuneigung sind dort häufig an bestimmte Absichten oder Bewegungsgründe gebunden. Man möchte seinerseits geliebt werden oder begegnet sich rein freundschaftlich.

Unser Handeln soll auf die Präsenz Jesu im anderen ausgerichtet sein. Wir dürfen niemanden vernachlässigen, sondern sollen den Nächsten aus Eigeninitiative lieben. Und nicht nur das: Es geht darum, den Nächsten wie sich selbst zu lieben. Dieses "wie" ist revolutionär.



Den Schwachen hebt er empor aus dem Staub

Aus: Walter Kardinal Kasper, Barmherzigkeit, Grundbegriff des Evangeliums -Schlüssel christlichen Lebens, Freiburg, 5. Auflage 2015.


Die besondere Zuwendung Gottes gilt den Schwachen und den Armen. Die Erinnerung, dass Israel in Ägypten selbst arm war (Ex 22, 20; Dtn. 10, 19; 24, 22) und das Gott sein Volk mit erhobenem Arm herausgeführt und errettet hat (Ex 6,6; Dtn 5,15), wirkt nach. Im Land galt die besondere Liebe und Fürsorge Gottes den Armen und Schwachen. Sie zeigt sich besonders im Verbot von Unterdrückung und Ausbeutung von Fremden, Witwen und Waisen (Ex 22, 20-26), im Schutz des Armen vor Gericht (Ex 23,6-8) und im Verbot des Wuchers (Ex 22,24-26). Das Buch Levitikus kennt eine eigene Soziagesetzgebung (Lev 19,11-18; 25). Dabei kehrt sich bei Gott die normale Rangordnung geradezu um. Im Danklied der Hanna, die das Magnifikat Marias im Neuen Testament vorwegnimmt, heißt es: "Den Schwachen hebt er empor aus dem Staub und erhöht den Armen, der im Schmutz liegt; er gibt ihm einen Sitz bei den Edlen, einen Ehrenplatz weist er ihm zu. (1 Sam 2,8).



Bilderverbot

Aus: Anselm Grün, Verschenke dein Herz, Münsterschwarzach, 2012


Es ist bemerkenswert, dass wir gerade von dem Menschen, den wir lieben, am wenigsten aussagen könne, wie er sei. Wir lieben ihn einfach. - Max Frisch

Der Schweizer Dichter und Schriftsteller Max Frisch (1911 - 1991) ringt in seinen Werken um die eigene Identität: Wie finde ich meine Identität, meine Rolle? Wer bin ich eigentlich? Bin ich der, für den mich die Leute halten, oder wer steckt in meiner Rolle, die ich oft spiele? Was ist das Geheimnis meiner Existenz?
Es geht Max Frisch aber auch um das Geheimnis der Liebe. Dabei wird ihm deutlich, dass die Liebe oft misslingt, weil wir uns bestimmte Bilder vom anderen machen. Seine tiefe Einsicht, die ihm beim Nachdenken über die Liebe gekommen ist, hat er in dem Satz formuliert, dass wir uns gerade von dem Menschen, den wir wirklich lieben, kein Bild machen. Je mehr wir den anderen lieben, desto mehr lösen sich unsere Bilder auf, die wir uns vom anderen gemacht haben. Wir kommen dem anderen nahe, so wie er ist. Wir lieben ihn einfach. Wir brauchen dann keine Begründungen, warum wir ihn lieben.
Oft überlegen sich Menschen: Ich weiß gar nicht genau, warum ich ihn oder sie liebe. Oder sie fühlen sich von anderen gedrängt, genau begründen zu müssen, warum sie ausgerechnet diesen Menschen lieben. Sie spüren dann, dass sie das gar nicht begründen können. Max Frisch befreit uns von dem Zwang, unsere Liebe begründen zu müssen. Wir lieben diese Frau einfach, nicht, weil sie besonders schön ist, sondern weil wir sie lieben. Wir lieben diesen Mann nicht, weil er besonders attraktiv und menschlich ist. Wir lieben nicht ein bestimmtes Bild von ihm. Wir lieben ihn einfach. Es ist gut, sich das immer wieder vorzusagen. Ich brauche meine Liebe auch nicht vor mir selbst zu rechtfertigen. Ich liebe, weil ich liebe, weil ich bin.
Aber die Einsicht von Max Frisch sagt noch etwas anderes: Je näher ich dem anderen in der Liebe komme, desto mehr lösen sich alle Bilder auf, die ich mir von ihm gemacht habe. Ich liebe ihn in seinem Geheimnis. Letztlich kann ich den anderen nicht genau beschreiben. Ich kenne ihn, aber das, was ich kenne, kann ich nicht rein äußerlich fassen. Ich kenne sein Herz. Und sein Herz ist unbeschreiblich. Ich begegne ihm in der Person. Und so wie das Alte Testament den Menschen das Verbot auferlegt, uns von Gott ein Bildnis zu machen, so gilt das auch für den Menschen - vor allem für den, den ich liebe.



Ohne Liebe

Weisheit aus Asien


Pflicht ohne Liebe macht verdrießlich
Verantwortung ohne Liebe macht rücksichtslos
Gerechtigkeit ohne Liebe macht hart
Wahrheit ohne Liebe macht kritisch
Erziehung ohne Liebe macht widerspruchsvoll
Klugheit ohne Liebe macht gerissen
Freundlichkeit ohne Liebe macht heuchlerisch
Ordnung ohne Liebe macht kleinlich
Sachkenntnis ohne Liebe macht rechthaberisch
Macht ohne Liebe macht gewalttätig
Ehre ohne Liebe macht hochmütig
Besitz ohne Liebe macht geizig
Glaube ohne Liebe macht fanatisch



Gott in der Welt

Aus: Henri J. M. Nouwen, Gottes Clown sein. Vom Beten und Dienen. Herder Verlag, Freiburg Basel Wien 1985.



Drei Dinge

Aus dem Talmud



Gebet

Aus: Dag Hammarskjöld, Zeichen am Weg. Verlag Freies Geistesleben & Urachhaus GmbH, Stuttgart 2011.



Sendung

Aus: www.missio.com/medien



Lass uns ein Licht anzünden

Aus: www.missio.com/medien



Darin zeigt sich etwas von Gott

Aus: Petra Focke / Hermann Josef Lücker; Gott und die Welt. Gebete und Impulse für junge Menschen in allen Lebenslagen. (Ohne Verlags-, Orts- und Jahresangabe).



Unterschiede in der Tätigkeit im Rahmen der einen Mission der Kirche

Ioannes Paulus PP. II: Redemptoris missio. Über die fortdauernde Gültigkeit des missionarischen Auftrages. - 7.12.1990. http://www.vatican.va/holy_father/john_paul_ii/encyclicals/documents/hf_jp-ii_enc_07121990_redemptoris-missio_ge.html



Wir als Kirche sind die ersten Adressaten der Mission

Paul VI.: APOSTOLISCHES SCHREIBEN EVANGELII NUNTIANDI. http://www.vatican.va/holy_father/paul_vi/apost_exhortations/documents/hf_p-vi_exh_19751208_evangelii-nuntiandi_ge.html



"Zeit zur Aussaat"

Aus dem Geleitwort zu: "Zeit zur Aussaat", Missionarisch Kirche sein. Schreiben der deutschen Bischöfe am 26. November 2000 http://www.dbk.de/fileadmin/redaktion/veroeffentlichungen/deutsche-bischoefe/Db68.pdf



Den Glauben anbieten in der heutigen Gesellschaft

Aus: Den Glauben anbieten in der heutigen Gesellschaft. Brief an die Katholiken Frankreichs. 11. Juni 2000. http://www.kirchen.net/upload/44864_Den_Glauben_anbieten.pdf



Dem Wesen nach missionarisch

Vaticanum II.: DEKRET ÜBER DIE MISSIONSTÄTIGKEIT DER KIRCHE. AD GENTES. http://www.vatican.va/archive/hist_councils/ii_vatican_council/documents/vat-ii_decree_19651207_ad-gentes_ge.html



Wachsen und reifen

Aus: Anselm Grün, Kämpfen und lieben. Wie Männer zu sich selbst finden. Vier-Türme-Verlag Münsterschwarzach 2003.



Liebendes Bezogensein

Aus: Erich Fromm, Worte wie Wege. Herausgegeben und eingeleitet von Rainer Funk. Herder Verlag, Freiburg Basel Wien 1992. Zitat aus: Wege aus einer kranken Gesellschaft.



Mitleid

Aus: Norbert Lechleitner, Sonne für die Seele. 211 überraschende Weisheitsgeschichten, die jeden Tag ein wenig fröhlicher machen. Herder Verlag Freiburg Basel Wien 2008.



Liebe - Das Glück des "Siehe da!"

Dorothee Sölle in: Was kommt. Was geht. Was bleibt. Herausgegeben von Markus Schächter. Herder Verlag Freiburg Basel Wien 2001.



Mutter Teresa über die Liebe

Aus: Roswitha Kornprobst, Mutter Teresa. Zeichen der Hoffnung. Topos plus Taschenbücher, Kevelaer 2007.



Über die Fähigkeit zur Liebe

Aus: Anne Wilson Schaef, Nimm dir Zeit für dich selbst. Tägliche Meditationen für Frauen, die zuviel arbeiten. Ins Deutsche übertragen von Gabriel Stein. Wilhelm Heyne Verlag, München 1992.



Ars Amandi

Aus: Eugen Roth für Lebenskünstler. Heitere Verse mit farbigen Illustrationen von Hans Traxler. Carl Hanser Verlag, München Wien 1995.