19.01.2018

Kontexte 06.01.2018


Orchideenfächer an der Uni: hübsch, teuer, nutzlos?

https://www.profil.at/portfolio/aufstieg/orchideenfaecher-uni-6181503


Was gestern noch als brotloses Orchideenfach galt, kann morgen schon in einen hoch bezahlten Spitzenjob münden. Dennoch müssen Studien mit wenigen Studenten im Zuge der Ökonomisierung der Universitäten mehr und mehr um ihre Existenz kämpfen.

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Frieden, Frieden will ich rufen

Christa Spilling-Nöker in: für jeden leuchtet ein Stern. Weihnachtliche Texte. Herder Verlag, Freiburg Basel Wien 2010.


Frieden, Frieden will ich rufen,
dass der Stern von Betlehem
nicht nur vor zweitausend Jahren
als die Weisen aus dem Morgenland
in dem Stall und an der Krippe waren,
Dunkelheit mit seinem Licht erhellt,

sondern dass die Waffen heute schweigen
und kein Mensch mehr um Gewalt und Hunger weiß,
dass die Mächtigen sich vor dem Schwachen neigen,
und es endlich Friede wird in dieser Welt,
der für alle Zeiten hält.

Frieden, Frieden will ich rufen,
dass der Stern auch heute
in dir aufgeht und mit hellem Licht
deine Angst und Trauer, Schmerz und Schuld
ein für alle Mal durchbricht
und jetzt ruhen kann, was gestern war,

dass sich deine Sehnsucht endlich stillt
und sich auf geheimnisvolle Weise
in der Zukunft auch dein Lebenstraum erfüllt.
Deine Wünsche werden wahr:
So gesegnet sei dein neues Jahr.



Der Gottesstern

Gopal Singh in: Jetzt ist die Zeit der Freude. Weihnachtliche Texte. Hg. Von Dietrich Steinwede. Kaufmann Verlag, Lahr 2011.


Der Stern der Weihnacht, kein realer, sondern ein transzendentaler Stern, der unter den Myriaden wissenschaftlich erforschbarer Sterne auftaucht als Wunderstern, er ist es, der der Menschheit leuchtet, der aufstrahlt über dem Kind. Immer wieder ist er besungen worden: „Einmal im Jahr taucht er auf aus der Tiefe der Weltnacht, entlassen aus dem Gesetz beharrender Schwerkraft, entlassen in das neue Gesetz bewegender Liebe" (Rudolf Hagelstange).

Ein frühchristlicher Dichter begrüßt ihn als Morgenstern, als Glanz des unversehrten Lichtes. Und er bittet: „Komm und erleuchte, die da sitzen in Finsternis und im Schatten des Todes."
Auch Angelus Silesius ruft es. „Sei gegrüßt, du wahres Licht, Stern, dem nie sein Glanz gebricht." Und in seinem Weihnachtslied ,Fröhlich soll mein Herze springen' fordert Paul Gerhardt alle auf: „Schaut den Stern, der euch gern Licht und Labsal gönnet!".
„Ja, dieser Stern", so Reinhold Schneider, „hat mit stiller Macht den Glanz der tausend Sterne übersiegt."

Zweitausend Jahre kommt er schon, kommt und leuchtet noch wie einst so klar. Seinen biblischen Ursprung hat dieser Stern im Alten Testament in der Ankündigung des Sehers Bileam: „Es wird ein Stern aus Jakob aufgehen!" (4 Mose, 24,17). Die Christen deuteten das auf Jesus, und in ihrer Frühzeit stellten sie in einer Urszene der Geburt nur den auf den Stern zeigenden Bileam neben Maria und das Kind. Nichts weiter! So z. B. zu sehen in der Priscilla-Katakombe m Rom (um 250). Und der hier auftauchende Stern hat acht Strahlen, und die blieben das Signum des Weihnachtssternes bis in die Gegenwart.

Matthäus aber erzählt um 80 in seiner Weihnachtsgeschichte von den Magiern aus dem Osten, Astronomen und Astrologen zugleich, die unter einem anderen Stern zum Kinde kamen. Dieser Stern ging, historisch belegt, auf die für das Jahr 7 vor bezeugte, in der Sternwarte Sippar am Euphrat erforschte Konjunktion von Jupiter und Saturn im Sternbild der Fische zurück. Und die astrologische Deutung dieser Himmelserscheinung wies die Magier aus Babylonien nach Westen, in das Land der Juden zu einem dort neugeborenen Weltenkönig.
Und so kamen sie unter der Führung des Sterns über Jerusalem nach Bethlehem, auf dem auch eine altisraelische Verheißung ruhte: „Aus diesem Ort wird er kommen, der König, der Fürst", so der Prophet Micha (Micha 5,1).

Aus den Magiern wurden dann, wieder bezogen auf alttestamentliche Stellen, bei den Christen bald Könige, die dem Kind Gaben, Gold (für den König Christus) Weihrauch (für den Gott), Myrrhe (bezogen auf den Tod Christi) darbrachten. So u. a. zu lesen Psalm 72,10-11.15 und Jesaja 60,6. „Das war ein Wunder", sagt Rainer Maria Rilke: "Fern erkannten und begrüßten sich drei Könige und ein Stern."

Er leuchtet und leuchtet, dieser Stern der Weihnacht. Und er inspiriert die Menschen Und niemand kann das verhindern.
Hermann Claudius aber singt: „Immer werden wir's erzählen, wie wir einst den Stern gesehen mitten in der dunklen Nacht."

Und sieh, im verheißenen Land
der weisen Hirten und Propheten,
da stand nur ein einziger, staunender Stern
über Ihm,
im wachen Schweigen.



Reise – Stern – Kind

Aus: Augustin Schmied, Für uns gekommen. Biblische Betrachtungen zur Advents- und Weihnachtszeit. Verlag Neue Stadt, München Zürich Wien 2016.


Der Evangelientext spricht uns an durch die starke Symbolik, die er enthält. Es sind vor allem drei Symbole.

Da ist das Bild der Reise, der großen Reise, die diese Männer unternommen haben: vom Osten her nach Jerusalem, nach Betlehem. Es ist an einen langen Weg gedacht mit Unsicherheiten, einen Weg, auf dem man plötzlich nicht mehr weiter weiß. - Das lässt an die Wege denken, die wir in unserem Leben zu gehen haben. Wege, die in Aufbruchsstimmung und Hoffnung begonnen werden, auf denen es aber auch Unsicherheiten, Überraschungen, schwierige oder gefährliche Strecken gibt. Wege auf andere Menschen zu, wo Vertrauen investiert und gleichzeitig ein Stück Verwundbarkeit riskiert werden muss. Wege und vielleicht auch Umwege zu einem Berufsziel hin. Immer wieder Aufbrüche, die gewagt werden müssen!

Dann der Stern, der aufstrahlt und den Weg andeutet. Die Sterne sind eigenartige Phänomene. Sie sind Lichter in der Nacht. Auch wenn Sonne und Mond nicht scheinen, gibt es Lichtsignale, gibt es Orientierungsmöglichkeiten, Hilfen für den Weg. Die Seefahrt hat sich früher nach den Sternen gerichtet (Sextanten).

Der Blick zum Sternenhimmel fasziniert auch heute. Er vermittelt den Eindruck von Weite, von Größe, von Erhabenheit; die Ahnung von einer Wirklichkeit, die alle unsere Vorstellungen übersteigt. Es gibt seit einiger Zeit eine Richtung der Umweltbewegung, die sich den Namen „dark sky" („dunkler Himmel") gegeben hat. Sie wirbt für einen unbehinderten Blick zum Sternenhimmel und wendet sich gegen eine übermäßige technische Beleuchtung in unseren Städten und Straßen. Man protestiert gegen die „Verschmutzung" durch zu viel künstliches Licht, gegen den „Lichtmüll", der den Blick zu den Sternen versperrt. In vielen Städten kann man in der Nacht die Milchstraße nicht mehr sehen; das „Wunderbare" des Sternenhimmels kann nicht mehr erfahren werden.

Schließlich das zentrale Bild: das Kind, das die Weisen finden, „das Kind und seine Mutter", wie es im Evangelium heißt (Mt 2,11). Es ist ganz abgesehen von der Glaubenswahrheit, um die es hier geht, ein zeitloses, elementares Bild. Weise Männer, ehrwürdige Gestalten stehen in Ehrfurcht vor einem Kind und seiner Mutter. Auf Dreikönigsbildern sieht man oft, wie diese fürstlich dargestellten Männer sich bücken, um in das Haus hineinzukommen, in dem das Kind ist. Oder sie nehmen ihre Kronen ab, wie man den Hut zieht, um Jesus zu huldigen; manchmal lässt sich einer der Könige vom Kind am Kopf kraulen.


Es gehört zur Menschlichkeit des Menschen, dass er schlicht und einfach wird vor einem Kind, mit den Kindern; dass er all seine Starre oder Härte verliert.



Drei wirklich Weise

Aus Walter Kardinal Kasper, Bedenke dein Geheimnis. Meditationen zu Advent und Weihnachten. Katholisches Bibelwerk, Stuttgart 2015.



Pastoraltagung 2016 über "Pluralität in Gesellschaft und Kirche"

Copyright 2015 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich - (www.kathpress.at) Alle Rechte vorbehalten.



Gold, Weihrauch und Myrrhe

http://www.aureliasan.de/index.php/die-welt-des-weihrauchs/gold-weihrauch-myrrhe - abgerufen am 1. Jänner 2015



Für Jesus nur das Beste

http://www.sueddeutsche.de/muenchen/ebersberg/gold-weihrauch-und-myrrhe-fuer-jesus-nur-das-beste-1.1565573 - abgerufen am 1. Jänner 2015



Zeit schenken

Franz Kamphaus in: "Lichtblicke" (Herder, Freiburg 2014)



Heilkräfte als Geschenk

http://info.kopp-verlag.de/neue-weltbilder/spiritualitaet-und-weisheitslehren/brigitte-hamann/gold-weihrauch-myrrhe-die-wundervollen-heilkraefte-der-drei-geschenke-fuer-das-jesuskind.html - abgerufen am 1. Jänner 2015



Geschenk der Epiphanie

Papst Johannesw Paul II.



Hl. Johannes N. Neumann CSsR (1811-1860)



Krippensermon für unsere Zeit

Aus: Christine Busta, Salzgärten. Gedichte. Otto Müller Verlag, Salzburg 1978 (1975).



Begegnung am Dreikönigstag

Aus: Christine Busta, Salzgärten. Gedichte. Otto Müller Verlag, Salzburg 1978 (1975).



Haussegen der Sternsinger am Dreikönigstag

Aus: Herbert Jung, Das große Buch der Segensgebete. Herder Verlag Freiburg Basel Wien 2013.



Gespräch am Dreikönigstag

Aus: Ilse Pauls: Worte am Weg. Gedichte. Wolfgang Hager Verlag, Stolzalpe 2013.



Die Dreikönigsaktion der Katholischen Jungschar

Aus: http://www.dka.at



Die Heiligen Drei Könige-Reliquien

Vgl.: Manfred Becker-Huberti: Die Heiligen Drei Könige. Geschichten, Legenden und Bräuche. Greven, Köln 2005.



O König aller Ehren

Martin Behm 1606, in EG 71.



Auf, Seele, auf und säume nicht

Michael Müller 1700/1704, in EG 73.



Fest der Erscheinung

Pius Parsch, Die liturgische Predigt. Wortverkündigung im Geiste der liturgischen Erneuerung, II. Band: Die liturgische Evangelien-Homilie, Klosterneuburg: Volksliturgisches Apostolat 1948.



Die Heiligen Drei Könige

Rainer Maria Rilke , Die Gedichte, IT 2246, Frankfurt/Leipzig: Insel Verlag 1998.



Epiphaniegesang

Paul Claudel, Epiphaniegesang, in: Französische Weihnacht. Die schönsten Weihnachtsdichtungen aus Frankreich, hrsg. Armand Clair, Zürich: Arche 1974.



Das Kindlein kommt

Felix Timmermanns, Das Triptychon von den Heiligen Drei Königen, in: Weihnachten. Prosa aus der Weltliteratur, hrsg. B. Heinser, München: dtv 1993.



Der Stein der Weisen

Johannes Scheffler in: Egon Kapellari, Aber Bleibendes stiften die Dichter. Gedanken für den Tag. Styria Verlag, Graz Wien Köln 2001.



großer gott klein

Kurt Marti in: Gebete der Dichter. Große Zeugnisse aus 12 Jahrhunderten ausgewählt von Alois Weimer. Patmos Verlag, Düsseldorf 2006.



Anbetung

Manfred Hausmann in: Gebete der Dichter. Große Zeugnisse aus 12 Jahrhunderten ausgewählt von Alois Weimer. Patmos Verlag, Düsseldorf 2006.



Anbetung des Kindes

Josef Weinheber in: Gebete der Dichter. Große Zeugnisse aus 12 Jahrhunderten ausgewählt von Alois Weimer. Patmos Verlag, Düsseldorf 2006.



Das Geschenk der heiligen drei Narren

Aus: Weisheit für die Seele. Gute Gedanken für alle Tage. Sonderband 2007, Herausgegeben von Sylvia Müller und Ulrich Sander. Herder Verlag, Freiburg Basel Wien 2007.



Der Stern hat sich nicht geirrt

Klaus Hemmerle in: Manfred Scheuer, Und eine Spur Ewigkeit. Ein geistlicher Begleiter durch das Jahr. Herder Verlag, Freiburg im Breisgau 2006.



Auf dem Weg zum nahen Gott

Aus: Manfred Scheuer, Und eine Spur Ewigkeit. Ein geistlicher Begleiter durch das Jahr. Herder Verlag, Freiburg im Breisgau 2006.



"Wir haben seinen Stern gesehen ..."

Aus: Franz Kamphaus, Gott beim Wort nehmen. Zeitansagen. Herder Verlag, Freiburg im Breisgau 2006.



Ein nie vorher gesehener Stern

CARL ZUCKMAYER in: Gedichte zur Weihnacht. Herausgegeben von Stephan Koranyi und Gabriele Seifert. Philipp Reclam jun. Stuttgart 2009.



Wohin der Stern uns führt

Pierre Stutz in: Für jeden leuchtet ein Stern. Weihnachtliche Texte... Ausgewählt, eingeleitet und herausgegeben von Ulrich Sander. Herder Verlag, Freiburg Basel Wien 2010 (2006).



Zurück in den Alltag

Aus: Andrea Schwarz, Wenn ich meinem Dunkel traue. Auf der Suche nach Weihnachten. Herder Verlag Freiburg Basel Wien 1998.



Lichtstrahlen

Aus: Basil Hume, Selig die Suchenden. Texte für Menschen auf dem Weg. Verlag Neue Stadt, München Zürich Wien 2001.



Im Herzen aller Geschichte

Aus: Das Lächeln Gottes. Gebete unserer Zeit. Herausgegeben von Maria Otto und Ludger Hohn-Morisch. Herder Verlag, Freiburg Basel Wien 2003.



Aufbruch

Aus: Lothar Zenetti, Sieben Farben hat das Licht. Worte der Zuversicht. Matthias Grünewald Verlag, Mainz 2006.



Gott ist ganz anders

Aus: Andrea Schwarz, Du Gott des Weges segne uns. Gebete und Meditationen. Herder Verlag, Freiburg Basel Wien o.J.



Den Stern erkennen und glauben

Aus: Dietrich Bonhoeffer, Mitten im Leben Gott erkennen. Texte für das Kirchenjahr, Gütersloh: Gütersloher Verlagshaus 2003.



Es ist noch alles Zukunft

Karl Rahner



Eines Tages

Aus: Hans Magnus Enzensberger, Die Geschichte der Wolken. 99 Meditationen. Suhrkamp Verlag, Frankfurt am Main 2003.