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20.05.2019

Lesungen 19.05.2019


1. Lesung

vom 5. Sonntag der Osterzeit, Lesejahr C:
Apg 14,21b-27


Lesung aus der Apostelgeschichte:

In jenen Tagen
   kehrten Paulus und Barnabas
   nach Lystra, Ikonion und Antiochia zurück.
Sie stärkten die Seelen der Jünger
und ermahnten sie, treu am Glauben festzuhalten;
sie sagten:
   Durch viele Drangsale
   müssen wir in das Reich Gottes gelangen.
Sie setzten für sie in jeder Gemeinde Älteste ein
und empfahlen sie unter Gebet und Fasten dem Herrn,
   an den sie nun glaubten.
Nachdem sie durch Pisidien gezogen waren,
   kamen sie nach Pamphylien,
verkündeten in Perge das Wort
und gingen dann nach Attalia hinab.
Von dort segelten sie nach Antiochia,
   wo man sie für das Werk, das sie nun vollbracht hatten,
   der Gnade Gottes übereignet hatte.
Als sie dort angekommen waren,
   riefen sie die Gemeinde zusammen
und berichteten alles, was Gott mit ihnen zusammen getan
   und dass er den Heiden die Tür zum Glauben geöffnet hatte.



Die Lesung erzählt vom Abschluß der ersten Missionsreise des Paulus und des Barnabas. Auf der Rückreise nach Antiochien besuchen sie nochmals die Stationen ihrer Mission und ermutigen die Jünger. Interessant an diesem Abschnitt ist, daß Paulus nach dieser Darstellung im Gegensatz zu den Paulusbriefen nicht mit der unmittelbar bevorstehenden Wiederkunft Christi rechnet. Er ermahnt die Jünger, treu am Glauben festzuhalten. Das ist eine Redeweise, die man erst nach der Aufgabe der Naherwartungsvorstellung antrifft. Weiters ist der Verfasser daran interessiert zu zeigen, daß die Missionare kirchliche Strukturen hinterlassen, indem sie Verantwortliche einsetzen. Auch dies dürfte in der dargestellten Weise nicht mit den Paulusbriefen übereinstimmen und erst aus späterer Zeit stammen. Aus diesen Beobachtungen kann man schließen, daß es dem Verfasser der Apostelgeschichte hier weniger um Geschichtsschreibung geht als um eine Abrundung der missionarischen Tätigkeit, die feste Gemeindestrukturen schafft, damit die Gemeinden überleben können.


Die Lesung aus der Apostelgeschichte knüpft an die des vorigen Sonntags an: Paulus und sein Begleiter Barnabas befinden sich auf der ersten Missionsreise nach Zypern, in das südliche Kleinasien und nach Antiochia. Mittlerweile haben sie bereits den größten Teil ihrer Erstverkündigung in dieser Region geleistet und befinden sich auf dem Rückweg. Dabei begegnen sie auch den Gemeinden, die sie einige Wochen vorher gegründet hatten.


Antwortpsalm

Antwortpsalm am 5. Sonntag der Osterzeit (C)
Ps 145,1-2. 8-11. 13c-14


Kv - Ich will dich rühmen, mein Gott und König. - Kv
Oder: Halleluja. Oder GL 649,5


Ich will dich erheben, meinen Gott und König,
ich will deinen Namen preisen auf immer und ewig.
Jeden Tag will ich dich preisen
und deinen Namen loben auf immer und ewig. - Kv

Der HERR ist gnädig und barmherzig,
langmütig und reich an Huld.
Der HERR ist gut zu allen,
sein Erbarmen waltet über all seinen Werken. Kv

Danken sollen dir, HERR, all deine Werke,
deine Frommen sollen dich preisen.
Von der Herrlichkeit deines Königtums sollen sie reden,
von deiner Macht sollen sie sprechen. - Kv

Treu ist der HERR in seinen Reden
und heilig in all seinen Werken.
Der HERR stützt alle, die Fallen,
er richtet alles auf, die gebeugt sind. - KV


2. Lesung

2. Lesung vom 5. Sonntag der Osterzeit, Lesejahr C:
Offb 21,1-5a


Lesung aus der Offenbarung des Johannes:

ich, Johannes sah einen neuen Himmel und eine neue Erde;
denn der erste Himmel und die erste Erde sind vergangen,
auch das Meer ist nicht mehr.
Ich sah die heilige Stadt, das neue Jerusalem,
   von Gott her aus dem Himmel herabkommen;
sie war bereit wie eine Braut,
   die sich für ihren Mann geschmückt hat.
Da hörte ich eine laute Stimme vom Thron her rufen:
   Seht, die Wohnung Gottes unter den Menschen!
Er wird in ihrer Mitte wohnen
   und sie werden sein Volk sein;
und er, Gott, wird bei ihnen sein.
Er wird alle Tränen von ihren Augen abwischen:
Der Tod wird nicht mehr sein,
keine Trauer, keine Klage, keine Mühsal.
Denn was früher war, ist vergangen.
Er, der auf dem Thron saß, sprach:
   Seht, ich mache alles neu.



Die Lesung bringt eine Vision von einem neuen Himmel und einer neuen Erde. Es ist ein utopisches Bild, das jedoch Wahrheit beansprucht. Nach Auffassung des Autors ist die jetzige Welt nur etwas Vorläufiges. Bemerkenswert ist, daß mit dem alten Himmel und der alten Erde das Meer verschwindet und nicht wiederkommt. In der apokalyptischen Bildersprache ist das Meer der Ort des Bösen. Von dort steigen die bösen und zerstörerischen Mächte auf. Das Böse gibt es nicht mehr, wenn der neue Himmel und die neue Erde entstehen. Wichtig für die neue Zeit ist auch die unmittelbare Nähe Gottes. Er wird mitten unter den Menschen Wohnung nehmen und ihre Not wegnehmen. Damit erfüllen sich die Verheißungen der Propheten, an welche die Bilder vom Wohnen Gottes, vom Abwischen der Tränen usw. erinnern.


Das letzte Buch der Bibel heißt "Offenbarung des Johannes" oder auch "Apokalypse". Einige theologische Besonderheiten teilt dieses christliche Buch mit anderen "Apokalypsen", die damals im Judentum entstanden. Kennzeichnend ist für sie die Lehre von zwei Weltzeitaltern: die jetzige, sündige Welt wird in einer gewaltigen Katastrophe ausgelöscht werden, danach wird Gott eine neue Welt schaffen. - Dies ist auch der Grundgedanke in der Lesungsperikope.


Ruf vor dem Evangelium

Ruf vor dem Evangelium am 5. Sonntag der Osterzeit (C)
Joh 13,34


Halleluja. Halleluja.
(So spricht der Herr:)
Ein neues Gebot gebe ich euch:
Wie ich euch geliebt habe, so sollt auch ihr einander lieben.
Halleluja.

Oder:

Dies ist mein Gebot:
Liebet einander, wie ich euch geliebt.


Evangelium

Ungekürzte Fassung des
Evangeliums vom 5. Sonntag der Osterzeit, Lesejahr C:
Joh 13,31-35


Aus dem heiligen Evangelium nach Johannes:

Als Judas hinausgegangen war, sagte Jesus:
Jetzt ist der Menschensohn verherrlicht
und Gott ist in ihm verherrlicht.
Wenn Gott in ihm verherrlicht ist,
   wird auch Gott ihn in sich verherrlichen
und er wird ihn bald verherrlichen.
Meine Kinder, ich bin nur noch kurze Zeit bei euch.
Ihr werdet mich suchen,
und was ich den Juden gesagt habe,
sage ich jetzt auch euch:
   Wohin ich gehe, dorthin könnt ihr nicht gelangen.
Ein neues Gebot gebe ich euch:
Liebt einander!
Wie ich euch geliebt habe,
   so sollt auch ihr einander lieben.
Daran werden alle erkennen, dass ihr meine Jünger seid:
wenn ihr einander liebt.




Pater Bernhard Bossert gestorben

Am Dienstag, 7. Mai 2019 ist unser langjähriger Mitarbeiter Pater Bernhard Bossert CSsR im Alter von 77 Jahren im Starnberger Krankenhaus verstorben.
P. Bernhard Bossert war mit Leib und Seele Erzieher, Gemeindemissionar und Krankenhausseelsorger.
Er verfasste zuletzt fast für jeden Sonntag Predigtgedanken für das Predigtforum.
Danke Pater Bernhard!
R.I.P.

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