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18.06.2019

Kontexte 02.06.2019


Im Abendmahlssaal

Aus: Ilse Pauls, Worte am Weg. Gedichte. Wolfgang Hager Verlag, A-8852 Stolzalpe 70.



Im Abendmahlsaal versammelt
heiliger Ort des Wartens
des Betens
Brüderlichkeit
Schwesterlichkeit
dichte Atmosphäre der Liebe
explodiert
in Feuerzungen.



Gemeinsames Gebet von Juden und Muslimen

https://religion.orf.at/stories/2983401/


Zum Auftakt einer traditionell jüdischen Pilgerreise sind in der ältesten Synagoge Afrikas auf der tunesischen Insel Djerba Juden und Muslime zum gemeinsamen Beten zusammengekommen.

Die alljährliche Wallfahrt von Juden fällt in diesem Jahr erstmals seit 1987 mit dem muslimischen Fastenmonat Ramadan zusammen. Um für friedliche Koexistenz einzutreten, fand dazu am Mittwochabend ein gemeinsames Fastenbrechen statt.

In den vergangenen 20 Jahren haben sich dem französischen Historiker Dominique Jarasse zufolge immer mehr Muslime der Pilgerreise von Juden in die Ghriba-Synagoge auf Djerba angeschlossen. „Lange Zeit waren sie Zuschauer.“ Doch inzwischen hätten sie sich das Fest angeeignet: aus politischen Gründen, da die Menschen zeigen wollten, wie tolerant Tunesien sei, aber auch aus touristischen Gründen, da die Synagoge ein Kulturerbe sei. Die Wallfahrt sei für die Muslime aber auch „unbestreitbar ein Akt des Glaubens“.

„Akt des Glaubens“

Die muslimische Pilgerin Afef Ben Yedder sagte, bei einem Besuch des Gotteshauses vor fünf Jahren seien ihre Bitten erfüllt worden. In diesem Jahr sei sie mit ihrer Kindheitsfreundin Karen zurückgekommen, einer nach Frankreich ausgewanderten Jüdin.

Seit der Unabhängigkeit Tunesiens von Frankreich 1956 ist die Zahl der Juden von rund 100.000 auf geschätzt 1.500 gesunken. Die meisten von ihnen leben heute auf Djerba. Die Ghriba-Synagoge ist einem Mädchen gewidmet, der „Ghriba“, das angeblich von einem Blitz getötet wurde und Wünsche nach Fruchtbarkeit, Eheglück und Gesundheit erfüllen soll.

Vor der Synagoge hatte sich im April 2002 ein Selbstmordattentäter in die Luft gesprengt und 21 Menschen in den Tod gerissen. Unter den Opfern waren auch 14 Deutsche.​

religion.ORF.at/APA/AFP - publiziert am 24.05.2019



Imam rief per Moschee-Lautsprecher um Hilfe für brennende Kirche

APA auf diepresse.com am 12.06.2018 um 16:20 https://diepresse.com/home/ausland/welt/5445672


Dank des schnellen Eingreifens eines Imams in Ägypten konnte der Brand der koptisch-orthodoxen Kirche bald gelöscht werden. Der Bischof dankte dem islamischen Geistlichen.

Mit Hilferufen über die Lautsprecher seiner Moschee hat ein ägyptischer Imam dazu beigetragen, dass eine von einem Brand bedrohte benachbarte christliche Kirche gerettet werden konnte. Das berichtete der vatikanische Pressedienst "Fides" am Dienstag laut Kathpress.

Bei dem Vorfall in der Ortschaft Shubra al-Khaimah im Norden von Kairo war in der Nacht auf Montag mutmaßlich durch den Kurzschluss einer elektrischen Anlage ein Holzgerüst in Brand geraten, das zu Arbeiten rund um die koptisch-orthodoxe Kirche Anba Makar errichtet worden war. Der Imam der benachbarten Moschee setzte daraufhin seinen weithin hörbaren Hilferuf ab.

Unter den ersten Helfern, die versuchten, das Feuer zu löschen, waren laut dem Bericht viele junge Muslime, die sich zum abendlichen Fastenbrechen während des Fastenmonats Ramadan versammelt hatten. Einheiten des örtlichen Zivilschutzes löschten später die Flammen zur Gänze.

Der koptisch-orthodoxe Bischof Morcos von Shubra al Khaymah bedankte sich offiziell bei dem Imam für dessen rasches Handeln und würdigte dies als Zeichen eines spontanen und konkreten Bemühens um ein friedliches Zusammenleben.



Neue Spaltung in der gespaltenen Christenheit

Dietmar Neuwirth in "Die Presse", Print-Ausgabe, 23.09.2018 - gekürzt https://diepresse.com/home/meinung/cultureclash/5501172


Zwischen dem machtbewussten Moskauer Patriarchen Kyrill I. und dem Ökumenischen Patriarchen Bartholomaios I., immerhin Ehrenoberhaupt der Orthodoxie, herrscht Eiszeit.

Grund für das (weitere) innerchristliche Zerwürfnis ist die Auseinandersetzung über die Stellung der Ukraine, genauer darüber, in wessen Einflussbereich deren Kirche ressortiert. Spätestens seit der völkerrechtswidrigen Annexion der dem ukrainischen Staatsgebiet zugerechneten Halbinsel Krim durch Russland 2014 ist dieser Konflikt der Patriarchen politisch hoch aufgeladen. Bartholomaios hat zuletzt zwei Bischöfe beauftragt, in der Ukraine die Bildung einer eigenständigen, von Moskau unabhängigen Kirche aufzubauen. Die russische Kirchenleitung sieht darin eine Kriegserklärung, beendet den theologischen Diskurs mit Konstantinopel und reagiert mit Verboten: Russisch-orthodoxe Priester dürfen mit Klerikern des Ökumenischen Patriarchats keine Gottesdienste mehr feiern und für Bartholomaios darf in diesen nicht mehr gebetet werden. Seht, wie sie einander lieben!

Dass im 21. Jahrhundert Territorial-/Machtfragen zu einem derart tief gehenden Zerwürfnis zwischen christlichen Kirchen führen können, ist unverständlich und besorgniserregend zugleich. Das Konzentrieren auf sich selbst und Vernachlässigen dessen, wozu man berufen/gewählt wurde, ist nicht nur in der Politik eine Todsünde. (Wer würde dieser Tage dabei nicht an die SPÖ denken?)

Es ist gut gemeint, wenn Papst Franziskus mit seiner jüngsten Reform die Bischofssynoden, entfernt so etwas wie das Parlament der katholischen Kirche, in die Pflicht nehmen will, „zur Wiederherstellung der Einheit unter allen Christen beizutragen“, wie es die Konstitution „Episcopalis communio“ (Bischöfliche Gemeinschaft) formuliert. In der Realität wird soeben die gespaltene Christenheit durch den Streit zwischen Moskau und Istanbul weiter gespalten. Das Auseinanderfallen der orthodoxen Kirchen in unabhängige Nationalkirchen, oft eng mit der politischen Führung verbunden, ist historisch erklärbar. Heute aber nicht nur theologisch schwer argumentierbar. Wo es bei Katholiken noch zu viel Zentralismus gibt, existiert in der orthodoxen oder, noch mehr, evangelischen Welt eine fast unüberschaubare Diversität. Das Gemeinsame wird mehr ver- als entdeckt. Und nicht urbar gemacht.



EuGH-Richter Bilgten: „Europa hat viele gemeinsame Werte“

diepresse.com am 29.04.2019 um 15:32 (gekürzt) https://diepresse.com/home/mci/5620074


Einheit in der Vielfalt

[...] Darüber nahm der Luxemburger bei der Veranstaltung in Innsbruck zur Frage Stellung, ob es in der EU angesichts ihrer großen und diversen Bevölkerung überhaupt einen gemeinsamen Wertekanon geben könne. Biltgens Antwort ist ein klares ja. „Ein Motto der EU ist die Einheit in der Vielfalt.“ In Artikel 4 des EU-Vertrags sei die Gleichheit der Mitgliedsstaaten und ihrer nationalen Identität gewahrt. Die Mitgliedsstaaten hätten die Werte festgeschrieben wie die Achtung der Menschenwürde, Freiheit, Demokratie, Gleichheit, Rechtsstaatlichkeit und Menschen- und Minderheitenrechte.

„Diese Werte sind allen Mitgliedsstaaten in einer Gesellschaft gemeinsam, die sich durch Pluralismus, Nichtdiskriminierung, Toleranz, Gerechtigkeit Solidarität und Gleichheit von Frauen und Männern auszeichnet. Das ist doch schon was, für gemeinsame Werte, oder?“



Die bleibende Präsenz Gottes in der Welt

Aus: Hildegund Keul, Auferstehung als Lebenskunst. Was das Christentum auszeichnet. Herder Verlag, Freiburg Basel Wien 2014.



Communio

Aus: Manfred Scheuer, Wider den kirchlichen Narzissmus. Ein spirituell-politisches Plädoyer. Tyrolia Verlag, Innsbruck Wien 2015.



Integration

Aus: Manfred Scheuer, Wider den kirchlichen Narzissmus. Ein spirituell-politisches Plädoyer. Tyrolia Verlag, Innsbruck Wien 2015.



Liebe macht erfinderisch

Aus: Arnold Mettnitzer, Was ich glaube. Überlegungen & Überzeugungen. Mit Bildern von Gottfried Mairwöger. Styria Verlag, Wien Graz Klagenfurt 2015.



Ein Weilchen...

Aus: Dschalalaluddin Rumi, Traumbild des Herzens. Hundert Vierzeiler. Ausgewählt, aus dem Persischen übertragen, eingeleitet und erläutert von Johann Christoph Bürgel. Manesse Verlag, Zürich 1992/2015.



Der Punkt an dem alles zusammenfällt

Bernhard Meuser in: Reinhard Kürzinger / Bernhard Sill (Hrsg.), Das große Buch der Gebete. Über 800 alte und neue Gebetstexte für jeden Anlass. Verlag HOHE GbmbH Erfstadt 2007.



Komm in mir wohnen

Rudolf Bohren in: Reinhard Kürzinger / Bernhard Sill (Hrsg.), Das große Buch der Gebete. Über 800 alte und neue Gebetstexte für jeden Anlass. Verlag HOHE GbmbH Erfstadt 2007.



Kirchen unterzeichnen Erklärung zur Reformation

Copyright 18.04.2013 Katholische Presseagentur, Wien, Österreich.



Zum ökumenischen Dialog

Aus: Karl Rahner Lesebuch. Herausgegeben von Karl Kardinal Lehmann und Albert Raffelt. Herder Verlag, Freiburg Basel Wien. 2004 (1982).



Gottes universaler Heilswille

Aus: Walter Kardinal Kasper, Barmherzigkeit. Grundbegriff des Evangeliums – Schlüssel christlichen Lebens. Herder Verlag, Freiburg Basel Wien 2012.



Strahlen brechen viele aus einem Licht

Dieter Trautwein (1976) nach einem schwedischen Lied von Anders Frostenson (1972), in: EG 268.



Im Geist Gemeinschaft haben

Philipp Friedrich Hiller (1731) in: EG 253.



Sichtbare Kirche

Philipp Melanchthon, Synodalrede über den Unterschied zwischen der Kirche Gottes und dem Reich der Welt (1546), in: Melanchthon deutsch Bd. II, Berlin: Evangelische Verlagsanstalt 1997.



Die sichtbare Gemeinde

Dietrich Bonhoeffer, Die sichtbare Gemeinde (1937), in: ders., Nachfolge, DBW 4, München: Chr. Kaiser Verlag 1989.



Der eine Rock des Herrn ist zerrissen

Joseph Ratzinger, Einführung in das Christentum, München: Kösel Verlag 1968.



Fürbitte

Huub Oosterhuis, Mitten unter uns, Freiburg: Herder1982.





Pater Bernhard Bossert gestorben

Am Dienstag, 7. Mai 2019 ist unser langjähriger Mitarbeiter Pater Bernhard Bossert CSsR im Alter von 77 Jahren im Starnberger Krankenhaus verstorben.
P. Bernhard Bossert war mit Leib und Seele Erzieher, Gemeindemissionar und Krankenhausseelsorger.
Er verfasste zuletzt fast für jeden Sonntag Predigtgedanken für das Predigtforum.
Danke Pater Bernhard!
R.I.P.

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