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20.05.2019

Kontexte 05.05.2019


Am See ist er plötzlich wieder da

Aus: Henri Nouwen, Jesus. Eine Botschaft, die Liebe ist. Freiburg, 2008.


Sogar die Auferstehung bleibt verborgen

Das Eigenartigste an den Auferstehungserzählungen ist der Umstand, dass die Auferstehung Jesus immer als etwas Verborgenen beschrieben wird. Wenn man vom verborgenen Leben Jesu spricht, muss man weit über die Jahre seiner Verborgenheit in Nazareth hinausgehen. Das große Geheimnis im Leben von Jesus ist, dass alles daran seine verborgene Qualität hat: zunächst einmal seine Empfängnis und Geburt, dann die vielen Jahre, die er im Gehorsam gegenüber den Eltern lebte, dann sein so genanntes öffentliches Wirken, bei dem er diejenigen, die er heilte, bat, es nicht weiterzuerzählen, dann sein Tod zwischen zwei Verbrechern außerhalb der Mauern Jerusalems, und schließlich auch noch seine Auferstehung. Tatsächlich wird die Auferstehung nicht als glorreicher Sieg Jesu über seinen Feind geschildert. Sie dient nicht als Beweis seiner überwältigenden Fähigkeiten. Sie stellt auch keinen Vorwurf gegen diejenigen dar, die ihn zum Tod verurteilt haben. Jesus erschien nicht dem Hannas, Kajafas, Herodes oder Pilatus, ja nicht einmal seinen zweifelnden Anhängern Nikodemus und Josef von Arimathäa. Es fehlt jeder Gestus des "Seht her: Am Schluss habe ich eben doch Recht gehabt!" Da gibt es kein "Ich habe es euch ja immer schon gesagt." Es gibt nicht einmal ein zufriedenes Schmunzeln.

Nein, das entscheidendste Ereignis in der gesamten Geschichte der Schöpfung ist ein tief verborgenes Ereignis. Jesus erscheint als Fremder. Maria von Magdala sieht im Garten einen Fremden. Kleopas und sein Freund gehen mit einem Fremden bis nach Emmaus. Die Jünger sehen einen Fremden kommen und meinen, es sei ein Geist; Petrus, Thomas, Nathanael, Johannes, Jakobus und zwei andere Jünger hören, dass ihnen ein Fremder etwas vom Seeufer her zuruft. Wie sehr Jesus ein Fremder bleibt, wird kurz und knapp mit der geheimnisvollen Szene skizziert, bei er Jesus an einem Kohlenfeuer seinen Freunden Brot und Fisch reicht. Der Evangelist Johannes schreibt: "Keiner von den Jüngern wagte ihn zu fragen: Wer bist du? Denn sie wussten, dass es der Herr war" (Joh 21, 12). Die Verborgenheit der Auferstehung Jesu kommt nirgendwo besser als in diesem Satz zum Ausdruck. sie wussten, wer ihnen da Brot und Fisch reichte, aber sie wagten nicht, ihn zu fragen, wer er war. In der Gegenwart des auferstanden Herrn wurde der Unterschied zwischen Wissen und Nichtwissen, Anwesenheit und Abwesenheit, Offenbarung und Verborgenheit überstiegen.



Ihr seid Zeugen dafür!

Aus: Cäcilia Kittel, Sei stille dem Herrn. 2006


Der auferstandene Jesus erschien den Jüngern
und sagte:
Ich bin es.
Sie staunten, aber sie konnten es noch nicht begreifen.
Jesus sagte zu ihnen:
So steht es in der Schrift: Der Messias wird leiden und
am dritten Tag von den Toten auferstehen und in seinem
Namen wird man allen Völkern verkünden,
sie sollen umkehren, damit ihre Sünden vergeben werden.
Ihr seid Zeugen dafür

Als Jesus gekreuzigt worden war, waren seine Jünger
voller Angst, Trauer und Mutlosigkeit.
Wie sollte es weitergehen, nachdem durch das Leben Jesu
und sein Wirken so viel Hoffnung aufgekeimt war, aber
nun durch sein schreckliches Ende alles zerstört schien.
Nach seiner Auferstehung konnte Jesus durch seine
spürbare Gegenwart den Jüngern viel von ihrer
Angst nehmen.
Doch Jesus belässt es nicht bei den Erscheinungen.
Er macht die Jünger zu Zeugen:
Ihr seid Zeugen dafür!

Dieser Aufruf gilt auch uns,
die wir von Jesus Christus wissen und an ihn glauben.
Wir sind aufgerufen, Zeugnis davon zu geben,
dass Jesus auferstandne ist,
dass der Tod nicht das Letzte ist, was bleibt, sondern
durch die Auferstehung Jesu überwunden wird,
Zeugnis davon zu geben, dass mit dem Tod
nicht alles aus ist,
sondern etwa beendet wird und gleichzeitig ein neues
Leben beginnt, das ewige Leben,
Zeugnis zu geben, dass die Liebe das ist, was bleibt
und was den Tod überwindet.

Wie können wir in unserer jetzigen Zeit
Jesu Auferstehung bezeugen?
Es ist heute nicht selbstverständlich, sich über die
Geschehnisse von vor über 2000 Jahren mit anderen
Menschen zu unterhalten.
Nicht überall können wir über diese Ereignisse
so einfach sprechen.
Wie können wir dann die Auferstehung Jesu bezeugen?
Mit Worten allein ist dies nicht getan.
Diesen Worten müssen Taten folgen.
Taten, die von Liebe und Nächstenliebe geprägt sind.
Vor allem aber müssen wir überzeugt sein.
Wie geht das, überzeugt sein?

Wir können darum beten, dass unser Glaube an Jesus
Christus lebendig bleibt und wächst.
Wenn wir in diesem Glauben an die Überwindung
des Todes durch die Auferstehung verwurzelt sind,
was auch immer uns auf unserem je persönlichen
Lebensweg begegnen mag,
dann wird diese innere Haltung
auch unsere Mitmenschen anrühren.
Es bedarf keiner großen
und außergewöhnlichen Werke.
Ob wir an Jesus Christus und seine Auferstehung glauben,
zeigt sich in unserem Alltag.
Ohne dass wir es manchmal merken,
wird im Alltäglichen sichtbar,
ob wir an die Überwindung des Todes
durch die Liebe glauben können.

Nutzen wir unsere menschliche Freiheit,
die Gott uns geschenkt hat,
indem wir uns darin üben,
Böses durch Gutes zu überwinden,
nicht der Resignation anheim zu fallen,
in schwierigen Situationen nicht zu verzweifeln.
Nutzen wir unsere menschliche Freiheit,
um uns auf de Veränderungen im Leben einzulassen,
und unseren Teil dafür zu tun,
dass der Glaube an Jesus wächst
und die Liebe sichtbar wird.
Möge diese Zeit der Anbetung
den Glauben in uns stärken.



Ich lieb dich Herr

Aus Brot des Lebens, Jesu meine Freude. 4. Auflage Mai 2011


Ich lieb dich Herr,
keiner ist wie du,
Anbetend neigt sich mein Herz dir zu.
Mein König, Gott, nimm dies Lied von mir,
lass mich, Herr, ein Wohlklang sein vor dir!



Kraft zum Unterwegssein

Pierre Stutz in: Begleitet von guten Mächten. Segensworte für ein ganzes Leben. Herder Verlag, Freiburg Basel Wien 2004.



Morgengymnastik

Aus: Johannes Pausch, Gert Böhm, Auch schwarze Schafe können beten. Für alle, die nicht an Gott glauben und dennoch beten wollen. Kösel Verlag, München 2002.



Paradies: Glaube



Verborgene Weisen des Segens

Joyce Rupp in: Begleitet von guten Mächten. Segensworte für ein ganzes Leben. Herder Verlag, Freiburg Basel Wien 2004.



Geheimnis der Liebe Gottes

John Henry Newman in: Gebete großer Menschen. Zusammengestellt von Sr. M. Lucia OCD. Styria Verlag, Graz Wien Köln 1978.



Brich dem Hungrigen dein Brot

Martin Jentzsch (1951) in: EG 418



Jesus am Ufer des Sees

Ernesto Cardenal, Das Evangelium der Bauern von Solentiname, Wuppertal: Hammerverlag 2. Aufl. 1981.



Petrus

Peter Spangenberg, Dem Himmel auf der Spur: Konstanz: Friedrich Bahn Verlag 1991.



Blick in die Zukunft

Johannes XXIII., Geistliche Notizen, 10.08.1914, in: ders., Worte der Güte, Freiburg: Herder 1973.



Neues Erleben

Hermann Hesse, Die Gedichte, stb 381, Frankfurt: Suhrkamp 1977.





Pater Bernhard Bossert gestorben

Am Dienstag, 7. Mai 2019 ist unser langjähriger Mitarbeiter Pater Bernhard Bossert CSsR im Alter von 77 Jahren im Starnberger Krankenhaus verstorben.
P. Bernhard Bossert war mit Leib und Seele Erzieher, Gemeindemissionar und Krankenhausseelsorger.
Er verfasste zuletzt fast für jeden Sonntag Predigtgedanken für das Predigtforum.
Danke Pater Bernhard!
R.I.P.

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