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23.03.2019

Kontexte 03.02.2019


Vorzugskriterien

Beate Mayerhofer-Schöpf auf www.erzdiözese-wien.at


Schon Elija wurde nach Sarepta (im heutigen Libanon) zu einer Witwe gesandt (1 Kön 17) und Elischa nach Syrien zum an Aussatz erkrankten Naaman (2 Kön 5).
Gott fragt nicht nach der Zugehörigkeit zu einem Volk oder zu einer Glaubensgruppe, bevor er sich erbarmt.

Da kocht die Wut in Nazaret hoch. Der Messias soll schließlich zuerst zum eigenen Volk kommen! Also, Jesus, tu ein Wunder, hier bei uns, in deiner Heimat!
Ähnliche Gedanken höre ich auch heute immer wieder: zuerst "unsere Leute", an erster Stelle die Österreicher, zunächst die Christen …
Wie schwer ist es, die eigenen Hoffnungen und Möglichkeiten mit denen zu teilen, die uns wie "Fremdlinge" vorkommen: Ausländer, Flüchtlinge, Moslems, Andersgläubige…
Gott kennt für sein Erbarmen keine Vorzugskriterien.
Und ich?

Beate Mayerhofer-Schöpf
https://www.erzdioezese-wien.at/site/glaubenfeiern/christ/bibel/daswortzurschrift/article/48276.html



Provokation

Veronika Prüller-Jagenteufel im ORF


Schutz gegen das Außergewöhnliche braucht die Normalität aber eigentlich nur dann, wenn sie sozusagen nicht stimmt, wenn da ungelebte Sehnsüchte und Begabungen schlummern oder wenn wir in unserem eigenen Leben nicht so fest stehen und nicht so angesehen sind, dass wir einem anderen Erfolg und Ansehen leicht gönnen können - und wer ist schon so im Reinen mit dem eigenen geworden Sein? (…)

Jesus hat Mut bewiesen, dass er gerade in Nazareth sein Programm verkündet: Die frohe Botschaft für die Armen durch den mit dem Geist Gesalbten. (…)

Für die Leute aus Nazareth ist das eine ordentliche Provokation. Niemand wird gerne an altes Versagen erinnert, und keiner hört gerne, dass das Heil andere bekommen. Hier trifft Jesus den Nerv derer, die sich des Heiles Gottes vielleicht allzu sicher sind.

Der Wut der Leute, die er provoziert hat, setzt Jesus Souveränität entgegen. Noch ist er nicht in ihre Hand gegeben, auch wenn das Thema seines gewaltsamen Todes hier wie in einer Ouvertüre schon anklingt.
Tatsächlich können die Abschnitte aus dem Lukasevangelium, an deren Ende der heutige Text steht, als eine Art Ouvertüre des öffentlichen Wirkens Jesu gelesen werden.

Veronika Prüller-Jagenteufel
http://religionv1.orf.at/projekt03/tvradio/ra_erfuellte/ra_erf100131_kommentar.htm



Abwärts gerichteter sozialer Vergleich

Christian Stöcker auf www.spiegel.de


Woher der Hass kommt: Die Ratte in uns

Viel wird darüber gesprochen, warum Herabblicken und Hass auf andere derzeit so populär sind. Es gibt dafür eine einfache psychologische Erklärung - und damit eine Handlungsanweisung für den Umgang mit all der Verachtung. (…)

Die Sozialpsychologie kennt eine einfache Methode, mit der sich nahezu jeder Mensch in nahezu jeder Situation gleich ein bisschen besser fühlen kann. Diese Methode heißt, wenig elegant, abwärtsgerichteter sozialer Vergleich.

Es wirkt auf Menschen belohnend, auf andere herabzublicken. Das ist kein schöner Wesenszug, aber in bestimmten, klar umgrenzten Bereichen ein durchaus zielführender… Der ganze Kapitalismus von heute funktioniert nur, weil abwärtsgerichteter sozialer Vergleich - mein Erfolg, dein Misserfolg - ein so effektiver Motivator ist.

Hassen, um sich besser zu fühlen

Unglücklicherweise brauchen wir aber fürs Abwärtsvergleichen gar keine realen, handfesten Begründungen. Es kann schon reichen, jemand anderen einfach nur um des eigenen Wohlbefindens willen blöd zu finden.

Auf dieser Form des abwärtsgerichteten sozialen Vergleichs - ich erhebe mich über dich, weil du einer aus meiner Sicht niederen Gruppe angehörst - basieren ganze Staatsgebilde und politische Systeme. Der politisch-gesellschaftliche Kulminationspunkt des abwärtsgerichteten sozialen Vergleichs ist der Faschismus: Ganze Völker erklären sich selbst für wertvoller, andere für minderwertig. Solche Ideologien bringen Begriffe wie "Untermensch" hervor, gewissermaßen der begriffgewordene abwärtsgerichtete soziale Vergleich. Am Ende, so paradox das klingt, hassen Menschen andere Menschen - Juden, Schwarze, "Ausländer", wen auch immer - um sich selbst besser zu fühlen. Verachtung als Methode der Selbstwertsteigerung. (…)

Tatsächlich gibt es viele Beispiele dafür, dass sich Gesellschaften von der schnellen Dosis Hass verabschiedet haben, weil sie gemeinsam das höhere Gut im Blick hatten, manchmal sogar ohne Krieg. Der Erfolg der amerikanischen Bürgerrechtsbewegung ist ein Beispiel, das Ende der Apartheid ein anderes, das Wahlrecht für Frauen, die zunehmende Gleichstellung Homosexueller und so weiter. Wir Menschen können das: Nein sagen zum schnellen Fix. Ethik kann über Belohnungssucht siegen. Und hat das gerade in den letzten Jahrzehnten wieder und wieder getan.

Eine Kolumne von Christian Stöcker in: http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/psychologie-woher-der-hass-kommt-kolumne-a-1122055.html



Das wichtigste Gebot der Bibel

Johannes Kunz in "Die Presse" - 27.01.2019


Stärkste Botschaft des Herrn: Barmherzigkeit

„Liebe heißt auf Lateinisch Caritas. Liebe Gott und den Nächsten! Das ist das wichtigste Gebot der Bibel.“ Mit diesen Worten verteidigte der Erzbischof von Wien, Kardinal Christoph Schönborn, die katholische Hilfsorganisation. In Österreich gibt es die Caritas seit mehr als 100 Jahren.

Ganzer Beitrag:
https://diepresse.com/home/meinung/gastkommentar/5569595/



Heute

Beate Kowalski http://www.perikopen.de/Lesejahr_C/04_iJ_C_Lk4_21-30_Kowalski.pdf



Erfüllt vor ihren Ohren

Calvin, Auslegung der Heiligen Schrift. Die Evangelien-Harmonie 1. Teil, Neukirchener Verlag 1966, S. 147ff.



Erfüllt mit Hoffnungen und Sehnsüchten

Annette Kurschus, Präses der Evangelischen Kirche von Westfalen, Predigt über Luk. 4,16-22 im Gottesdienst zur Eröffnung der Hauptversammlung des Reformierten Bundes am 23. April 2015. http://www.reformiert-info.de/daten/File/Upload/doc-14304-1.pdf



Shoah

Pfr. Mohr, Predigt über Luk. 4,21-30 in Heidelberg am 4. S.i.J., 31.01.2010 Holocaust-Gedenktag http://www.se-nord-hd.de/html/2010179.html



Herr, deine Liebe

Ernst Hansen (1970) nach einem schwedischen Lied von Anders Frostenson 1968 EG 663.



Liebe ist die freie Hingabe des Herzens

Aus: Youcat. Jugendkatechismus der Katholischen Kirche. Mit einem Vorwort von Papst Benedikt XVI. Pattloch Verlag, München 2010.



Wahrhaft lieben

Aus: Teresa von Avila, Verweilen bei einem Freund. Gebete. Herausgegeben von Ulrich Dobhan. Verlag neue Stadt, München Zürich Wien 1989.



Der Weg zum Herzen des Berges

Ulrich Schaffer in: Möge das Glück dich begleiten. Worte die durchs Leben tragen. Herausgegeben von Sylvia Müller und Ulrich Sander. Herder Verlag Freiburg Basel Wien 2005.



DU

Aus: Ilse Pauls, Der innere See. Internationaler Literatur und Lyrik Verlag, Wien 1993.



Ein Leben voll Kraft und ohne Angst

Aus: Clemens Sedmak, Geglücktes Leben. Was ich meinen Kindern ans Herz legen will. Herder Verlag Freiburg Basel Wien 2012 (Styria Verlag 2006).



Die Empörung Gottes

Aus: Lothar Zenetti, Leben liegt in der Luft. Worte der Hoffnung. Mathias-Grünewald-Verlag der Schwabenverlag AG, Ostfildern 2007.



Streiklied

Aus: Kurt Marti, Geduld und Revolte. Die Gedichte am Rand. Im Radius Verlag, Stuttgart 1984.



Starrsinn lösen

Aus: Das Lächeln Gottes. Gebete unserer Zeit. Herausgegeben von Maria Otto und Ludger Hohn-Monisch. Herder Verlag, Freiburg Basel Wien 2003.



Das Geheimnis der Liebe

Novalis, in: Hans-Rüdiger Schwab, Gott im Gedicht. Ein Streifzug durch die deutschsprachige Lyrik. Topos plus Taschenbücher, Kevelaer 2007.



Wunschkonzert

Aus: Hans Magnus Enzensberger. Gedichte 1950-2005. Suhrkamp 'Taschenbuch 3823 Frankfurt am Main 2006.