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27.05.2019

Kontexte 17.02.2019


Der heilige Franziskus von Assisi

Enzyklika Laudato Si' - Papst Franziskus.


10. Ich möchte diese Enzyklika nicht weiterentwickeln, ohne auf ein schönes Vorbild einzugehen, das uns anspornen kann. Ich nahm seinen Namen an als eine Art Leitbild und als eine Inspiration im Moment meiner Wahl zum Bischof von Rom. Ich glaube, dass Franziskus das Beispiel schlechthin für die Achtsamkeit gegenüber dem Schwachen und für eine froh und authentisch gelebte ganzheitliche Ökologie ist. Er ist der heilige Patron all derer, die im Bereich der Ökologie forschen und arbeiten, und wird auch von vielen Nichtchristen geliebt. Er zeigte eine besondere Aufmerksamkeit gegenüber der Schöpfung Gottes und gegenüber den Ärmsten und den Einsamsten. Er liebte die Fröhlichkeit und war wegen seines Frohsinns, seiner großzügigen Hingabe und seines weiten Herzens beliebt. Er war ein Mystiker und ein Pilger, der in Einfachheit und in einer wunderbaren Harmonie mit Gott, mit den anderen, mit der Natur und mit sich selbst lebte. An ihm wird man gewahr, bis zu welchem Punkt die Sorge um die Natur, die Gerechtigkeit gegenüber den Armen, das Engagement für die Gesellschaft und der innere Friede untrennbar miteinander verbunden sind.

11. Sein Zeugnis zeigt uns auch, dass eine ganzheitliche Ökologie eine Offenheit gegenüber Kategorien verlangt, die über die Sprache der Mathematik oder der Biologie hinausgehen und uns mit dem Eigentlichen des Menschen verbinden. Wie es uns geht, wenn wir uns in einen Menschen verlieben, so war jedes Mal, wenn er die Sonne, den Mond oder die kleinsten Tiere bewunderte, seine Reaktion die, zu singen und die anderen Geschöpfe in sein Lob einzubeziehen. Er trat mit der gesamten Schöpfung in Verbindung und predigte sogar den Blumen „und lud sie zum Lob des Herrn ein, wie wenn sie vernunftbegabte Wesen wären“. Seine Reaktion war weit mehr als eine intellektuelle Bewertung oder ein wirtschaftliches Kalkül, denn für ihn war jedes Geschöpf eine Schwester oder ein Bruder, ihm verbunden durch die Bande zärtlicher Liebe. Deshalb fühlte er sich berufen, alles zu hüten, was existiert. Sein Jünger, der heilige Bonaventura, erzählte: „Eingedenk dessen, dass alle Geschöpfe ihren letzten Ursprung in Gott haben, war er von noch überschwänglicherer Zuneigung zu ihnen erfüllt. Auch die kleinsten Geschöpfe nannte er deshalb Bruder und Schwester.“ Diese Überzeugung darf nicht als irrationaler Romantizismus herabgewürdigt werden, denn sie hat Konsequenzen für die Optionen, die unser Verhalten bestimmen. Wenn wir uns der Natur und der Umwelt ohne diese Offenheit für das Staunen und das Wunder nähern, wenn wir in unserer Beziehung zur Welt nicht mehr die Sprache der Brüderlichkeit und der Schönheit sprechen, wird unser Verhalten das des Herrschers, des Konsumenten oder des bloßen Ausbeuters der Ressourcen sein, der unfähig ist, seinen unmittelbaren Interessen eine Grenze zu setzen. Wenn wir uns hingegen allem, was existiert, innerlich verbunden fühlen, werden Genügsamkeit und Fürsorge von selbst aufkommen. Die Armut und die Einfachheit des heiligen Franziskus waren keine bloß äußerliche Askese, sondern etwas viel Radikaleres: ein Verzicht darauf, die Wirklichkeit in einen bloßen Gebrauchsgegenstand und ein Objekt der Herrschaft zu verwandeln. 



Armut

Wikipedia - 11. Februar 2019.


Armut bezeichnet im materiellen Sinn als Gegenbegriff zu Reichtum primär die mangelnde Befriedigung der Grundbedürfnisse nach Kleidung, Nahrung, Wohnung und Erhaltung des Lebens. Da in diesem Sinne von Armut betroffenen Menschen in der Regel die (beispielsweise finanziellen) Mittel fehlen, um die entsprechenden Grundbedürfnisse zu befriedigen, wird synonym bisweilen auch der Begriff Mittellosigkeit verwendet.

https://de.wikipedia.org/wiki/Armut



Definition von Armut

armut.de - 11. Februar 2019.


Was ist eigentlich Armut? Welche Arten von Armut gibt es?
Im Wesentlichen unterscheidet man drei Arten der Armut:

Absolute Armut

Absolute oder extreme Armut bezeichnet nach Auskunft der Weltbank eine Armut, die durch ein Einkommen von etwa einem Dollar (neuerdings 1,9 US$) pro Tag gekennzeichnet ist. Auf der Welt gibt es 1,2 Milliarden Menschen, die in diese Kategorie fallen.

Relative Armut
Von relativer Armut spricht man in Wohlstandsgesellschaften, in denen es absolute Armut praktisch kaum gibt, wohl aber eine arme "Unterschicht" (neuerdings auch Prekariat genannt). Als relativ arm gilt hier derjenige, dessen Einkommen weniger als die Hälfte des Durchschnittseinkommens beträgt.

Gefühlte Armut

Gefühlte oder auch sozio-kulturelle Armut lässt sich weniger an konkreten Einkommensgrenzen festmachen. Es ist mehr das Bewusstsein, das diese Art der Armut konstituiert. Sie betrifft diejenigen, die sich aufgrund ihrer allgemeinen gesellschaftlichen Ausgrenzung oder Diskriminierung als "arm" betrachten oder Angst vor einer sich verschlechternden wirtschaftlichen Lage haben bzw. in ständiger Angst vor Armut leben.

http://www.armut.de/definition-von-armut.php



Armut geht uns alle an

armut.de - 11. Februar 2019.


Mehr als eine Milliarde Menschen auf der Erde leben am Rande des Existenzminimums; rund 30.000 Menschen sterben täglich an Ursachen, die mit Armut und Hunger in Verbindung gebracht werden. Armut ist ein Teufelskreis: Gewisse Lebensumstände und Mangelerscheinungen können Armut hervorrufen, aber umgekehrt ist es die Armut, die zu Mangelerscheinungen, Not und bedrückenden Lebensumständen führt. Oft bedingen Armut und Unwissenheit sich gegenseitig. Wer einmal im Teufelskreis der Armut gefangen ist, findet daraus oft selbst kaum heraus und ist auf Hilfe angewiesen: Hilfe zur Selbsthilfe.

Armut ist vor allem ein Phänomen der Entwicklungsländer, aber sie breitet sich auch zunehmend in den Wohlstandsgesellschaften aus. In einer globalisierten Welt vergrößert sich die Kluft zwischen Arm und Reich zusehends, und ihre Grenze verwischt immer mehr. Sie verläuft heutzutage nicht nur zwischen dem wohlhabenden Norden (oder Westen) und den sogenannten Dritte Welt-Ländern, sondern zunehmend quer durch diese Länder hindurch: In vielen Entwicklungsländern formiert sich eine reiche Oberschicht, und in zahlreichen Industrienationen, darunter auch Deutschland, entsteht eine "neue Armut".

http://www.armut.de/



Armut in Österreich

wien.youngcaritas.at - 11. Februar 2019.


Armut ist oft erst auf den zweiten Blick sichtbar. Beim Einkaufen sehen wir einen Mann ohne Beine auf dem kalten Asphalt sitzen, zwanzig Meter weiter eine Frau mit einem Baby auf dem Arm. Sie sehen uns an und strecken ihre Hände aus. Beschämt sehen wir weg. Solche Situationen drücken das klassische Bild von Armut aus: Keine Wohnung, keine Arbeit, kein Geld, zerrissene Kleidung, BettlerInnen auf der Straße. Doch so offensichtlich zeigt sich Armut in den wenigsten Fällen. Meist spielen sich Existenzsorgen und Nöte hinter verschlossenen Türen ab. Beschämt, weil man das Gefühl hat, versagt zu haben. Verzweifelt, weil die Zukunft so düster scheint. Alleingelassen, weil es so schwer ist, um Hilfe zu bitten. Vielleicht sogar in der Wohnung nebenan… Wovon reden wir also? Wann ist jemand arm - und wie wird Armut gemessen?
Wann ist man arm?
In der Armutsforschung wird bei der Definition von Armut zwischen Armutsgefährdung und akuter Armut unterschieden. Statistisch gibt das EU-Programm SILC eine europaweit vergleichbare Armutsgrenze vor: Kriterium für deren Berechnung sind 60% des Median-Einkommens. Das ist jenes Einkommen, bei dem genau die Hälfte der Bevölkerung darüber, die andere Hälfte darunter liegt. Wer weniger als 60% dieses Median-Einkommens zur Verfügung hat, gilt als armutsgefährdet. Kommen weitere (Deprivations-) Faktoren wie Krankheit oder eine schlechte Wohnsituation dazu, gelten die Betroffenen als manifest arm.
Als armutsgefährdet gilt, wer weniger als 1.066 Euro im Monat zur Verfügung hat (12 Monate). Über eine Million Menschen (13% der Bevölkerung) sind in Österreich armutsgefährdet. Sie leben an oder unter der Armutsgrenze. Ihnen fehlt oft das Geld für das Nötigste wie Heizmaterial, Kleidung und kleinere Reparaturen.
Von akuter Armut spricht man, wenn zu den beschränkten finanziellen Mitteln weitere Faktoren wie Krankheit oder eine schlechte Wohnsituation dazu kommen. 431.000 Menschen, das sind rund 5% der Bevölkerung, müssen laut aktuellem Sozialbericht in Österreich in akuter Armut leben.Armut lässt sich schwer in konkreten Zahlen ausdrücken - denn niemand gesteht sich gerne ein,
arm zu sein - und es gibt kaum statistisches Zahlenmaterial. Gemessen wird deshalb vor allem die Armutsgefährdung. Faktoren dabei sind neben geringem Einkommen auch Lebensbedingungen, Chancen und Ressourcen im persönlichen Bereich. Eines zeigt sich dabei deutlich: Armut kann jeden treffen! Ein Unfall, eine Trennung, ein Schicksalsschlag, der Verlust des Arbeitsplatzes - ob selbstverschuldet oder nicht spielt keine Rolle - und die Abwärtsspirale beginnt sich zu drehen.

https://wien.youngcaritas.at/sites/default/files/armutsunterlage_3.pdf





Pater Bernhard Bossert gestorben

Am Dienstag, 7. Mai 2019 ist unser langjähriger Mitarbeiter Pater Bernhard Bossert CSsR im Alter von 77 Jahren im Starnberger Krankenhaus verstorben.
P. Bernhard Bossert war mit Leib und Seele Erzieher, Gemeindemissionar und Krankenhausseelsorger.
Er verfasste zuletzt fast für jeden Sonntag Predigtgedanken für das Predigtforum.
Danke Pater Bernhard!
R.I.P.

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