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22.04.2019

Kontexte 24.03.2019

24. Mär. 2019
3. Fastensonntag (C)


Nicht büßen, sondern umkehren

Aus: Michael Broch, Jesus – Mit ganzem Herzen denken und glauben, Stuttgart 2013.


Buße ist ein belastetes Wort. Für viele verbinden sich damit gemischte Gefühle. Anmutungen von Gängeleien und Drohungen werden wach. Jedenfalls lässt Buße nichts Gutes vermuten. Und die Bibel scheint das noch zu untermauern. Das griechische Wort „metanoein“ ist ein Schlüsselwort der biblischen Botschaft und des christlichen Glaubens. Und „metanoein“ wird durchweg übersetzt mit „umkehren“ und „Buße tun“. Darauf scheint man sich seit jeher festgelegt zu haben. Bei näherem Hinschauen ist „metanoein“ ein eigenartiges, unbestimmtes, schillerndes und vielschichtiges Wort: Umkehr und Meinungsänderung, Bedauern und Reue, Buße und sittliche Haltung – alles ist möglich. Die Tendenz ist rückwärtsgerichtet bzw. moralistisch.
Wenn man dem griechischen Empfingen nachspürt und auf den Grund geht, steckt in „metanoein“ noch etwas anderes drin. Die zutreffende Übersetzung ist „umdenken“, und zwar in diesem Sinn: Wenn ich über mein Wissen, das ich bisher hatte, hinausgehe. Wenn ich über meine derzeitige Erkenntnis hinausgehe. Wenn ich meine bisherige Meinung über mich und andere ändere. Die Tendenz ist nach vorne gerichtet und meint Neuorientierung.
Jesus hat „metanoein“ wohl in dieser Richtung verstanden. Er geht über die gängigen Umkehrpredigten und über die übliche Umkehrfrömmigkeit hinaus, er lässt sie hinter sich. Er ruft nicht auf zur Umkehr und Buße, sondern dazu, dass ich mein Wesen wandle, meine Lebenseinstellung ändere, mich neu orientiere, mich nach vorne ausrichte und meinem Leben eine neue Richtung gebe. Manchmal habe ich Angst vor Neuem und will mich ins Vergangene und Vertraute flüchten. Dennoch: Ich bin eingeladen und dazu ermutigt, mein Denken, meine inneren Haltungen, meine Wertvorstellungen zu überprüfen. Zu schauen, ob die Ziele noch stimmen, die ich mir gesetzt habe. Ob sie noch dazu dienen, dass mein Leben gelingt, oder ob sie mich in die Irre führen.



Herr, du kennst mich

Aus: Annegret und Peter Kokschal (Bearbeitung), Gebete für das ganze Leben, St. Benno Verlag, Leipzig 2004.


Herr, du kennst mich.
Ich bin weder ganz gut noch ganz schlecht,
weder gottlos noch gerecht.
Bei mir folgt auf das Vergehen die Buße
Und auf die Vergebung wieder die Sünde.
Das ist nicht gut.
Herr, ich hoffe auf dein Heil,
obwohl ich dir nicht treu gedient habe.
An einem einzigen Tag ändere ich mich tausendmal,
wie ein Rad drehe ich mich unzählige Male.
Mit meinem Weizen ist der Unkraut vermischt,
und der gute Samen wächst
unter den Dornen auf dem Acker deines Knechtes.
Sei barmherzig, Herr, mit meinem Wankelmut.
Geh nicht ins Gericht mit meiner Unbeständigkeit.
Du der ewig Beständige, der sich nicht wandelt,
du bist mir Anfang, Ende und Mitte.



Auch nur ein Mensch

Aus: Hermann Josef Coenen, Meine Jakobsleiter, Meditationen, Düsseldorf 1986.


Ein bedeutender Mann wird zu Grabe getragen.
Einer von denen, „die sich verdient gemacht haben.“
Die Kirche ist voll beim Begräbnisamt.
Voll wie der Mund des Predigers,
der den Nachruf zu sprechen hat,
der den Verstorbenen rühmt,
als ginge es um einen Heiligsprechungsprozess.

Nur seine Witwe denkt: „Wenn die wüssten…“
Noch weiß sie selber nicht.
Noch ahnt sie und fürchtet nur.
Zwei Telefonnummern in der Tasche des Toten
weisen eine Spur.
Ein Anruf, ein Treffen bringt die Gewissheit:
Der angesehene Mann mit langem Nachruf
hat ein Doppelleben geführt.
Alles war so harmonisch und gut
auch in der Familie.
Und nun geht ein Riss durch das Foto.
War alles nur Lüge: der treue Ehemann,
der sorgende Vater, das Engagement in der Kirche?
Hat er sich selber belogen, geliebt, gehasst?
Hat er selber gelitten unter der Schizophrenie?
Und vor allem: Was wird Gott dazu sagen?



Gott, der das Elend der Menschen sieht

Aus: Ferdinand Kerstiens, Fragender Glaube – Kraft zum Widerstand, Glaubenswege durch das Lesejahr C. Luzern 2003.


Gott, wir danken dir,
dass du kein Gott bist,
der aus göttlicher Herrlichkeit und Weltferne,
auf das Elend der Menschen herabsieht,
sondern dass du das Elend und die Not siehst
und Partei ergreifst für die Unterdrückten.

Ziege dich auch heute als dieser Gott!
Nimm alle Religionen,
alle christlichen Kirchen dafür in deinen Dienst!
Lass sie nicht über die Menschen herrschen,
sondern ihnen zum Leben dienen
in Freiheit, Gerechtigkeit und Frieden.

Zeige dich auch heute als dieser Gott!
Bekehre die Mächtigen, die nur auf ihr „gutes Recht“ pochen
und dabei Menschen und Völker unterdrücken und ausbeuten.
Hilf, dass alle Menschen erfahren,
dass überall das versprochene Land ist,
wo sie leben können in Fülle,
heiliger Boden, wo wir dir begegnen.



JHWH

Ilse Pauls


Im Wort
manifestiert
im Namen
greifbar geworden
und doch so fern
doch so nah
der „Ich bin da“
ist da
bleibt da –
führt dich
durch Wüsten



Was würdest Du noch unbedingt tun, bevor Du stirbst?

erzbistum-muenchen.de, gesehen am 18. März 2019.


Aktion in der Münchener Fußgängerzone

[…]
Die Künstlerin Candy Chang schuf das Original im Jahr 2011 an einem verlassenen Haus in New Orleans, nachdem sie einen geliebten Menschen verloren hatte. Ihr fiel auf, wie sehr Gespräche über den Tod vermieden werden. Um darüber ins Gespräch zu kommen, strich sie eine Hauswand mit schwarzer Tafelfarbe und schrieb darauf: „Before I die, I want to…“ Mehr nicht. Nach einem Tag war die Wand voll mit den Träumen und Gedanken der Passanten. „Before I die I want to … sing for millions, plant a tree, hold her one more time, see my daughter graduate, abandon all insecurities, be completely myself…“ Die Anonymität des öffentlichen Raums, so war sich die Künstlerin sicher, erlaubte es auch zurückhaltenden Menschen, ihre persönlichen Vorstellungen und Wünsche mit anderen zu teilen.

https://www.erzbistum-muenchen.de/ordinariat/ressort-4-seelsorge-und-kirchliches-leben/stadtpastoral/cont/86765



Gottes Wegbegleitung

Aus Pierre Stutz, Der Stimme des Herzens folgen. Jahreslesebuch. Herder Verlag, Freiburg Basel Wien 2014.



Sei, der du bist

Aus: Henri Nouwen, Leben hier und jetzt. Jahreslesebuch. Herder Verlag, Freiburg Basel Wien 2012.



Lässliche Sünden

Wolfgang Poeplau in: Das große Buch der Gebete. Über 800 alte und neue Gebetstexte für jeden Anlass. Verlag HOHE, Erfurt 2007.



Jesu, gib mir etwas Kraft, etwas Gnade für die ärgste Zeit

Christine Lavant in: Das große Buch der Gebete. Über 800 alte und neue Gebetstexte für jeden Anlass. Verlag HOHE, Erfurt 2007.



Navi leitet deutschen Pkw-Lenker in Tirol auf Loipe

© DiePresse.com - 24.02.2013 | 10:42 | (DiePresse.com)



Papst fordert Erneuerung und Bekehrung

© DiePresse.com - 13.02.2013 | 18:29 | (DiePresse.com)



Wieso das verzweifelte Italien Clowns und Gaukler wählt

© DiePresse.com - 26.02.2013 | 18:43 | SUSANNA BASTAROLI (Die Presse)



"Arbitrage": Schuld ohne Sühne

12.02.2013 | 17:21 | Von Christoph Huber (Die Presse)



Wasser

Aus: Werner Eizinger, Wie Weihrauch steige mein Gebet vor dir auf, Meditative Gottesdienste mit Symbolen, Regensburg 2008.



Früchte bringen

Aus: Werner Eizinger, Wie Weihrauch steige mein Gebet vor dir auf, Meditative Gottesdienste mit Symbolen, Regensburg 2008.



Früchte und Früchtchen

Aus: Hermann Josef Coenen, Meine Jakobsleiter, Düsseldorf 1986.



Kritik und Selbstkritik

Aus: Christoph Schönborn, Barbara Stöckl, Wer braucht Gott, Barbara Stöckl im Gespräch mit Kardinal Christoph Schönborn, Salzburg 2007.



Vergib uns unsere Schuld

Aus: Gebete für das ganze Leben, Leipzig 2004.