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22.04.2019

Kontexte 31.03.2019

31. Mär. 2019
4. Fastensonntag (C)


Lebensangst

Ilse Pauls


Am Leben vorbeigelebt
wird es heißen
beim Letzten Gericht.
Immer gezögert,
verschoben,
gewartet,
getrauert,
doch niemals
begonnen,
niemals Fehler
gemacht,
geirrt
oder verloren.
Immer Angst gehabt
vor Krankheit,
vor dem Versagen,
vor dem Tod. –
So wie
der ältere Sohn:
immer daheim geblieben,
aber vielleicht
auch nie richtig
zu Hause gewesen?



Verlorenheit

unendlichsein.de


Wenn sich das Leben so anfühlt, als wäre alles ein Traum, man zwar bewusst ist, aber sich trotzdem nicht ganz hier anfühlt.
Wenn man das Gefühl für Interessen, Menschen und Tätigkeiten verliert, die einen vorher noch Freude und Befriedigung gegeben haben.
Wenn man sich energiearm fühlt, wenig Kraft hat aufzustehen und die Dinge zu tun, die einen rufen und die man tief in sich als seine Berufung fühlt.
Wenn man beim besten Willen nicht das erreichen und schaffen kann, was die Stimme im Kopf von einem verlangt und einen dann beschämt und verurteilt, weil man es nicht erreichen konnte.
Wenn man das Gefühl hat, dass etwas fundamental anders ist, das Leben und die eigne Wahrnehmung nicht mehr dieselbe ist.
Das Gefühl der Verlorenheit.

https://unendlichsein.de/das-gefuehl-der-verlorenheit/ - 25.03.2019



Synonyme

synonyme.de


Synonyme vor Verlorenheit

 verlorengehen
 verlorengeben
 Verlorenes
 verloren sein
 verloren gehen
 verloren geben
 verloren
 verlohen
 Verlogenheit
 verlogen

Synonyme nach Verlorenheit

 verlosen
 Verlosung
 Verlosungstopf
 verlottern
 verlottern lassen
 verlottert
 verlottert angezogen sein
 verludern
 verludern lassen
 verlumpen

ähnliche Synonyme

 Verlorenheit
 Verlogenheit
 Verdorbenheit
 Verworfenheit
 Verborgenheit
 Verworrenheit
 Verlegenheit
 in Verlegenheit bringen
 in Verlegenheit gebracht
 in Verlegenheit bringend

https://www.synonyme.de/verlorenheit/ - 25.03.2019
 



Ich will zu meinem Vater gehn

Lotte Denkhaus (1975), in: EG 315.


Ich will zu meinem Vater gehn heut am Tag.
Er wird ein jedes Wort verstehn, das ich wag,
das ich wag.

Weil es noch ein Zuhause gibt, lauf ich hin.
Ich weiß, dass mich mein Vater liebt, wie ich bin,
wie ich bin.

Er ist's, der dich von fern erblickt, tief im Staub.
Sein Herz hat er vorausgeschickt. Sieh und glaub!
Sieh und glaub!

Er ist's, der dir entgegenläuft weit, wie weit;
der dich mit Liebe überhäuft und verzeiht,
und verzeiht.

Den Lumpenrock schafft man beiseit – brennt wie Spreu.
Nun trägst du Schuh und Ring und Kleid funkelnd neu,
funkelnd neu.

Hoch hebt das Fest der Heimkehr an, nie erschaut.
Die Freude, die nur danken kann, jubelt laut,
jubelt laut.

Lasst uns zu unserm Vater gehn, ich und du.
Er ruft, bis alle ihn verstehn: Kommt herzu!
Kommt herzu!



Rembrandt, Heimkehr des verlorenen Sohnes

www.bistum-essen.de


Die Schwelle ist hier deutlich der Ort zwischen „draußen“ und „drinnen“, zwischen der „Welt“ und dem „Vaterhaus“; der völlig heruntergekommene Sohn kniet genau an der Grenze, sein Stock zeigt noch auffällig an, wo er herkommt. Haltung und Gestik des Vaters sind anrührend menschlich - der weite Schritt zeigt noch die Eile an, die linke Hand stützt und will dem Sohn aufhelfen, die rechte liegt beruhigend - zärtlich auf dessen Schultern. Zugleich ist da mehr als „nur“ Menschlichkeit: würde der sich herabbeugende Vater aufrichten, wäre er von monumentaler Übergröße. Und Rembrandt hat den bewegten und bewegenden Moment der Begegnung eingefasst, „verewigt“ durch eine sehr strenge Komposition: Die Vater-Sohn-Gruppe ist in ein annähernd gleichseitiges Dreieck eingeschrieben; das ist sowohl die „stabilste“ geometrische Figur wie auch darüber hinaus ein Symbol des Göttlichen.

Unser letztes Bild ist wirklich ein „ letztes Bild“: In seinen letzten Lebensmonaten ist Rembrandt - er starb 1669 - daran gegangen, die „Heimkehr des verlorenen Sohnes“ in einem für ihn ungewöhnlich großen Format (262 x 206 cm) zu malen. Er wird mit diesem, seinem „letzten Wort“ gar nicht mehr fertig. Allein dies ist schon bewegend und anrührend: Ein ganzes Malerleben lang beschäftigt den Künstler diese Geschichte, in gewissem Sinne identifiziert er sich mit ihr. Und dann am Schluss dieser Schluss! Dieser ungewöhnliche biographische Ernst des Werkes macht fast ein wenig ehrfürchtig. Hier fasst ein alter Mann seine Lebenserfahrungen mit allen Höhen und Tiefen zusammen. Und er spricht von seiner Hoffnung über dieses Leben hinaus. Das entspricht der Auslegungstradition des Gleichnisses; die Geschichte vom verlorenen Sohn wird als Bild des menschlichen Lebensweges gesehen und die „Heimkehr“ als Heimkehr zu Gott am Ende des Lebens, als Eintritt in das „ewige Leben“ gedeutet. Ein Kunstwerk als persönliches Bekenntnis!

Der Maler sagt: Der Tod, dessen Nähe ich spüre, wird mich zu Gott führen, ich werde seine Liebe und Güte erfahren, er wird mich aufnehmen mit meiner ganzen elenden Geschichte. Durch das ungewöhnliche Format sind die Figuren im Bild annähernd lebensgroß. Der Sohn kniet als Rückenfigur am linken Bildrand, so dass es für den Betrachter leicht ist, sich mit ihr zu identifizieren, sozusagen in sie hineinzuschlüpfen. Ein Bild, eine Geschichte, die wir nacherleben, „nachfühlen“ können. Das halte ich mit für das Bemerkenswerteste an diesem Bild: es kommt alles auf das „Fühlen“ an. Zu „sehen“ gibt es für Vater und Sohn nichts. Der Sohn kuschelt sich in das Dunkel des Vaterschoßes, der greise Vater hat die Augenlider gesenkt und wirkt wie ein Blinder, der den Sohn ertastet. Diese Konzentration auf das Tasten, Fühlen und Spüren ist für einen Maler, dem es in seinem ganzen Leben um das Sehen und das Sichtbare gehen musste, eine ungewöhnliche Sache: sozusagen die Einsicht, dass es Dimensionen und Schichten der Wirklichkeit gibt, die dem Augensinn verschlossen bleiben und dennoch wirklich sind. Ähnlich wie in der Radierung von 1636 gibt es auch hier bei aller „Menschlichkeit“ der Szene Hinweise auf ein „Mehr“. Sehr einfach kommt dies in der fast demonstrativ ausgezogenen Sandale des Sohnes ins Bild, die an Ex 3,5 - Mose am brennenden Dornbusch - erinnert: „Leg deine Schuhe ab; denn der Ort, wo du stehst, ist heiliger Boden“. Der Vater mit dem roten Umhang erscheint wie eine Schutzmantelmadonna; der Umriss des Mantels kongruiert in der Komposition mit dem Torbogen im Hintergrund. Dadurch wird die an sich flüchtige Gebärde verfestigt, bekommt etwas Endgültiges, Ewiges. Dies ist jetzt das Glück, das nicht mehr beeinträchtigt werden kann durch die Angst vor dem Verlust. Das entspricht ja auch zum Teil einer menschlichen Erfahrung: dass etwas, was verloren und wieder gefunden wurde, nicht mehr verloren werden kann.

Übrigens spielt auch hier - wie in der Radierung von 1636 - die Szene auf der Schwelle, am Eingang. Das signalisiert: Hier endet die Geschichte nicht, hier beginnt sie neu. Das Beste kommt noch: das Fest! Wird der „große Bruder“ am Fest teilnehmen? Ihn haben wir bis jetzt nie erwähnt, auch die Künstler haben ihn - wie die ganze Auslegungstradition – sehr vernachlässigt. Dabei ist die Geschichte um seinetwillen erzählt! Jesus spricht hier zu den „Pharisäern und Schriftgelehrten“, die seine Zuwendung zu den „Zöllnern und Sündern“ nicht verstehen können (vgl. Lk 15,1f.). Häufig haben die Maler den „älteren Bruder“ in der Schlussszene des Gleichnisses gezeigt, wie er sich von Vater und Bruder brüsk abwendet. In Rembrandts Bild sehen wir in der Gruppe rechts einen nachdenklichen Mann stehen, der durch denselben roten Mantel wie der Vater ausgezeichnet ist. Ist das vielleicht der „Ältere“? Ist er bewegt? Läßt er sich von der Liebe des Vaters beeindrucken und bewegen, am „Fest der Versöhnung“ teilzunehmen?

Bild und Text unter:
https://www.bistum-essen.de/presse/artikel/nah-lukas-1511-32-das-gleichnis-vom-verlorenen-sohn/ - 25.03.2019



heimkommen

bibelwerk@dioezese-linz.at - Die Rechte von Text und Bild liegen bei den AutorInnen.



Sich lieben lassen

Aus: M. Gertrudis Schinle (Abtei Maria Frieden), Christus schauen. Ars sacra, München.



Bei Christus bleiben

Aus: M. Gertrudis Schinle (Abtei Maria Frieden), Christus schauen. Ars sacra, München.



Was die Leute von IHM sagen

Aus: M. Gertrudis Schinle (Abtei Maria Frieden), Christus schauen. Ars sacra, München.



Dieser Jesus provoziert mich

P. Zezinho SCJ



Du, laß dich nicht verhärten

Wolf Biermann,
http://www.lyricstime.com/wolf-biermann-ermutigung-lyrics.html/
http://www.youtube.com/watch?v=aWj_58g-l6A



Charity oder caritas

Aus dem Buch von Franz Schuh, Hilfe! Ein Versuch zur Güte, Wien 2007, einige Gedanken über den Unterschied von Charity und Caritas.



Ungeliebt

Song von "Verlorene Jungs" in: http://www.magistrix.de/lyrics/Verlorene%20Jungs/Ungeliebt-62131.html



Ich freu mich in dem Herren



Ballett in drei Szenen

Quelle: http://www.musirony.de.tl/Der-verlorene-Sohn.htm



Der Vater und sein verlorener Sohn

http://www.literaturkritik.de/public/rezension.php?rez_id=8990



Der verlorene Sohn

Ruth Schneeberger in Sueddeutsche am 17.12.2007. http://www.sueddeutsche.de/kultur/13/427768/text/



Ich freu mich in dem Herren