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26.06.2019

Kontexte 19.04.2019

19. Apr. 2019
Karfreitag (A/B/C)


Sacrificium – Das Opfer

MJP in: "Die Brücke", Pfarrblatt der katholischen Stadtkirche Leoben. 44. Jg. / Nr. 2 / 2019


Die deutsche Sprache unterscheidet nicht wie die lateinische oder englische zwischen dem, der ein heiliges Opfer - ein Sacrificium oder sacrifice - darbringt, und dem, der zum Opfer wird, Victima oder victim. In beiden Fällen ergibt sich das Opfer aus dem spannungsreichen Wechselspiel von Liebe, Begehren, Schuld und Leid. Seit den 60-er Jahren verbreitet Aufopferung aus Liebe einen altmodischen, moralischen Mief, dem es zu entkommen gilt. Im aufgeklärten Zeitalter war Selbstverwirklichung und Spaß angesagt, sowohl in der Liebe als auch in der Liturgie. Die religiös aufgeklärten 68-ger haben intellektuell nur noch die selbstmitleidige Opferrolle victima zugelassen, die es kritisch zu hinterfragen gilt, da wir doch alle viel zu lange den Repressalien einer „falschen“, verkrusteten Weltanschauung, Theologie und Moral nicht zuletzt der Kirche zum Opfer gefallen sind. Das alltägliche Sacrificium verdünnte sich bis zur Unkenntlichkeit und eine Hl. Messe für drei oder vier Besucher zahlt sich gar nicht aus. Außerdem ist ein Wortgottesdienst gemütlicher. Wer dennoch daran festhielt, wurde als konservativer Hinterwäldler von Gestern abgestempelt. Denn wenn Gott die Liebe sei, kann er doch nicht seinen Sohn geopfert haben! Das wäre blanker Sadismus. Nein danke! Diese „Gedanken“ lösten bei den Gläubigen in den post 68-iger Jahren bis heute eine anhaltende geistig-religiöse Revolution aus. Wozu in der Spaßgesellschaft aus Liebe zu Gott und dem Nächsten etwas und gar sein Leben aufopfern, wie es die Heiligen taten? Die herkömmlichen Stätten dieses Opfergedankens wie Klöster, Ordenshäuser und Priesterseminare leeren sich. Religiöse Selbstverwirklichung und Freizeit schauen eben anders aus als „Hingabe“. Und doch: Liebe und Leid lassen sich nicht wegrationalisieren. Wer wirklich jemanden liebt, nimmt so manches Opfer freiwillig auf sich, auch für Gott. Und nicht nur der Mensch — auch Gott. Credo quia absurdum est!

MJP in: "Die Brücke", Pfarrblatt der katholischen Stadtkirche Leoben. 44. Jg. / Nr. 2 / 2019



Karwochenliturgie

Pater Bernhard Bossert CSsR


Die Liturgien von Gründonnerstag bis zur Osternacht bilden das Zentrum des christlichen Glaubens. Im Grunde ist es eine große Feier, die in drei Teile gegliedert ist, voll von großen Symbolen, Gesten und Texten. Wir versuchen, die Essenz der drei Feiern erlebbar zu machen. Der Gründonnerstag ist der Auftakt zu den drei Österlichen Tagen. Christen erinnern sich an den Tag, an dem das letzte Abendmahl gefeiert wurde, dem die Fußwaschung vorausging. Jesus machte sich buchstäblich klein. Er kniete sich vor jedem seiner Jünger nieder, um ihm zu dienen und den Schmutz von den Füßen zu waschen. In vielen Kirchen waschen die Priester den Gemeindemitgliedern heute Abend die Füße. Man muss gewaschen werden, um Anteil an Jesus zu haben Der Geist der dienenden Liebe ist konkret; es sind die Tage vom Gründonnerstag bis zur Osternacht, sie bilden das Zentrum des christlichen Glaubens. Jesus machte sich zum Sklaven für uns. Er offenbart das Wesen Gottes.

Im Grunde ist es eine große Feier, die in drei Teile gegliedert ist.
Die Liturgie vom Gründonnerstag ist das letzte Abendmahl, dem die Fußwaschung vorausging. Die Abendmahlsfeier knüpft an das jüdische Gedächtnisfeier der Befreiung aus Ägypten mit dem Durchzug durch das Rote Meer an, wobei vorher das Lamm geschlachtet und gegessen wurde, das große Symbol für Christus.

Was symbolisch und real im Sakrament gefeiert wird, ist das Gedächtnis des Kreuzes-Todes, seine Lebenshingabe. Wir beten Seinen Tod an als Hingabe, die unser eigenes Leid und das der ganzen Welt hin zu den Füßen des Gekreuzigten trägt. Der Schreis Jesu „warum hast du mich verlassen?“ Und dann “Es ist vollbracht! Vater in deine Hände empfehle ich meinen Geist!“ ist schon der Beginn der pfingstlichen Geistausströmung, um aus der Jünger-Gemeine, die junge Kirche hervor zu hervorzubringen beginnt.



Dem Revolutionär Jesus zum Geburtstag

https://www.deutschelyrik.de/dem-revolutionaer-jesus-zum-geburtstag.html


Zweitausend Jahre sind es fast,
seit du die Welt verlassen hast,
du Opferlamm des Lebens!
Du gabst den Armen ihren Gott.
Du littest durch der Reichen Spott.
Du tatest es vergebens!

Du sahst Gewalt und Polizei.
Du wolltest alle Menschen frei
und Frieden auf der Erde.
Du wusstest, wie das Elend tut
und wolltest allen Menschen gut,
damit es schöner werde!

Du warst ein Revolutionär
und machtest dir das Leben schwer
mit Schiebern und Gelehrten.
Du hast die Freiheit stets beschützt
und doch den Menschen nichts genützt.
Du kamst an die Verkehrten!

Du kämpftest tapfer gegen sie
und gegen Staat und Industrie
und die gesamte Meute.
Bis man an dir, weil nichts verfing,
Justizmord, kurzerhand, beging.
Es war genau wie heute.

Die Menschen wurden nicht gescheit.
Am wenigsten die Christenheit,
trotz allem Händefalten.
Du hattest sie vergeblich lieb.
Du starbst umsonst.
Und alles blieb
beim alten.



Erlösung

Aus: Anselm Grün, Biblische Bilder von Erlösung. Vier-Türme-Verlag, Münsterschwarzach 2001.



abgeschrieben

Heidi Rosenstock/Hanna Köhler (Gebetsmappe der Burg Altpernstein)



Holz auf Jesu Schulter

Jürgen Henkys nach dem niederländischen Met de boom des levens von Willem Barnard 1963, in: EG 97 und GL 291.



Keiner hat eine Ahnung

Robert Seethaler, Der Trafikant, Zürich-Berlin: Kein & Aber, 6. Aufl. 2014.



sub pontio et pilato

Kurt Marti in: Georg Langenhorst, Gedichte zur Bibel. Texte – Interpretationen – Methoden. Ein Werkbuch für Schule und Gemeinde. Kösel Verlag, München 2001.



Karfreitag

Aus: Ilse Pauls, Auf dem Weg. Gedichte und Gebete. Edition Club d'Art - International, Klagenfurt 2009.



Im Kreuz ist Heil - im Kreuz ist Leben - im Kreuz ist Hoffnung

Aus: Manfred Scheuer, Und eine Spur von Ewigkeit. Ein geistlicher Begleiter durch das Jahr. Herder Verlag, Freiburg Basel Wien 2006.



todsicher



Mein kleines Fenster



Unser Credo



Armutszeugnis



Siehe deine Mutter

Elmar Gruber, Maria - Weg des Glaubens, Meditationen, München 1998.



Klagegebet

Beate Jammer, Impulse und Modelle für alle Tage der Fastenzeit, Ruft ihm zu, der uns befreit, Ostfildern 2011.



Tod und Auferstehung

Richard Rohr, Nur wer absteigt, kommt auch an, Die radikale Botschaft der Bibel, München 2010.



Das Kreuz erinnert uns daran, wer wir sind

Anselm Grün, Das Kreuz, Münsterschwarzach, 3. Auflage 1999.



Vom universalen Mythos der erlösenden Gewalt zum neuen Szenario des erlösenden Leidens

Ins Herz geschrieben: Die Weisheit der Bibel als spiritueller Weg. Herder Verlag, Freiburg Basel Wien 2008.



Scandalum Crucis (das Ärgernis des Kreuzes)

Johannes Paul II., Die Schwelle der Hoffnung überschreiten. Hoffmann & Campe, Hamburg 1994.



Im Kreuz ist Heil

Prälat Alois Haas in: Was er euch sagt, das tut, ein Gebetbuch zum Rosenkranz, Gegeben zur Vollendung des 70. Lebensjahres von Joachim Karl Meisner, Köln 2003.



Ein neuer Anfang

Dr. Rainer Woelki, Bischof und Kardinal von Berlin in: Was er euch sagt, das tut, ein Gebetbuch zum Rosenkranz, Gegeben zur Vollendung des 70. Lebensjahres von Joachim Karl Meisner, Köln 2003.



Golgota

Hermann Schlück, Stationen der Hoffnung, Ein Kreuzweg mit Bildern von Artist Batu, München 2002.



Ein Kreuz als denk-mal

Aus: Gabriele Miller, Ob du mich hörst? Gebete. Kösel 2000.



voller schmerzen - mit krankheit vertraut

Andrea Schwarz, in: Wenn der Tod zum Leben wird, Schwarz Andrea/Stipinovich Angelo. Herder Verlag Freiburg Basel Wien 2002.



Dem ausgelieferten Schmerzensmann

Albert Höfer, Gottes Wege mit den Menschen. Don Bosco Verlag 1997.



Du heilst mich von der Wunde des Todes

Anselm Grün, Schenk mir ein weites Herz. Gebete. Herder Verlag, Freiburg Basel Wien 2006.



ECCE HOMO

ECCE HOMO von Hilde Domin (+1912) aus der Sammlung "Ich will dich", im Jahr 1970 erstmals veröffentlicht. Aus: Georg Langenhorst, Gedichte zur Bibel, Texte - Interpretationen - Methoden. Ein Werkbuch für Schule und Gemeinde. Kösel Verlag München 2004 (2001).



Das Mysterium der Passion

Aus: Richard Rohr, Nur wer absteigt, kommt auch an. Die radikale Botschaft der Bibel, Claudius Verlag 2010.



Anwesenheit Gottes

Heinrich Fries



unappetitlich und zuwider

Verfasser unbekannt



Dein Kreuz - mein Heil

Benedikt W. Traut



Herrn Cogitos Meditationen über die Erlösung

Herbert Zbigniew



Kreuze ohne Christus tragen

Verfasser unbekannt



Ich verneige mich in Ehrfurcht vor deinem Kreuz

Karl Rahner



Wir danken dir für dein Haupt voll Blut und Wunden

Nach Bernhard v. Clairvaux





Pater Bernhard Bossert gestorben

Am Dienstag, 7. Mai 2019 ist unser langjähriger Mitarbeiter Pater Bernhard Bossert CSsR im Alter von 77 Jahren im Starnberger Krankenhaus verstorben.
P. Bernhard Bossert war mit Leib und Seele Erzieher, Gemeindemissionar und Krankenhausseelsorger.
Er verfasste zuletzt fast für jeden Sonntag Predigtgedanken für das Predigtforum.
Danke Pater Bernhard!
R.I.P.

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