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16.10.2018

Kontexte 26.07.2015


Brotvermehrung

Aus: Luise Rinser, Mirjam. Fischer Verlag, Frankfurt 1983.


Es war dunkel geworden, für viele zu spät, den weiten Heimweg anzutreten. Es stellte sich heraus, dass die meisten nicht damit gerechnet hatten, keine Unterkunft zu finden und keine offenen Läden. Sie hatten Hunger.
Jehuda sagte: Rabbi, das Volk hungert!
Er sagte es vorwurfsvoll, als sei es Jeschuas Schuld, und er sagte es herausfordernd. Er gab nicht auf. Was der Rabbi auch sagen mochte: die große Aufgabe blieb ihm; »Das Volk hungert«, das hieß: Gib du ihm Brot! Und das hieß: Übernimm endlich deine Rolle.
Rabbi, was tun? Wir können die Leute nicht heimschicken. Es sind Kinder dabei, die hungern.
Jeschua sagte: Wieviel Vorrat haben wir?
Vorrat? Was für Vorrat? Einen Korb mit Fladenbroten und einen mit getrocknetem Fisch. Gerade soviel, wie wir für uns brauchen.
Bringt die Körbe! Und jetzt teilt aus!
Austeilen?
Teilt aus!
Wir teilten also aus: kleine Stücke Fladen und kleine Fetzen Trockenfisch. Ein hoffnungsloses Tun. Wir teilten weiter aus und weiter. Da sahen wir, dass die, die etwas bekamen, es noch einmal teilten, und viele legten etwas dazu aus ihrem eigenen, zuerst verhohlen gesparten Mundvorrat, und so ging das Teilen fort, keiner bekam viel, doch jeder bekam etwas, und zuletzt fanden auch wir selber noch einen Rest in den Körben, wir wussten nicht, wie das zugegangen war.



Sich kümmern

Aus: Ludger Hohn-Morisch (Hrsg), Für jeden Tag ein gutes Wort, Herder Verlag, Freiburg Basel Wien 2005.


Willst du wirklich lieben und glücklich sein, musst du dich um die Menschen kümmern, die dir nahe stehen, die deiner Sorge anvertraut sind, mit denen du zusammenwohnst, sprichst uns lachst.
Sich kümmern bringt im Grunde die Beste aller Gaben: Leben. So kommt auch in dein Leben Farbe und manchmal ein Gefühl von unermesslicher Dankbarkeit.



Licht will ich sein

Aus: Anton Rotzettter, Gott, der mich atmen läßt. Gebete. Herder Verlag, Freiburg Basel Wien 1986.


Licht will ich sein
Dein Licht in der Welt
Wort will ich sein
Dein Wort in der Öffentlichkeit
Werkzeug will ich sein
Dein Werkzeug unter den Menschen.



Vorschlag für eine ökumenische Konzelebration

Aus: Max Thurian, Die eine Eucharistie. Topos Verlag 1979.


Wir sind hier versammelt, um gemeinsam das Mahl des Herrn zu begehen.
Der gemeinsame Glaube an Gott, den Vater, den Sohn und den Heiligen Geist, an Christus, wahrer Gott und wahrer Mensch, eint uns im Hören auf sein Wort.
Wir glauben, dass wir in der Eucharistie – im Opfer des Dankes und der Fürbitte – dem Vater das Gedächtnis des Kreuzes Jesu Christi darbringen. Wir glauben, dass Christus in seinem Sakrament real gegenwärtig ist und uns seinem Leib zur Speise und sein Blut zum Trank reicht.
Wir danken Gott für den gemeinsamen Glauben, den er uns geschenkt, die Berufung, die er an uns gerichtet, die Sendung, die er uns anvertraut, und das Amt, das er uns aufgetragen hat.



Segnen

Aus: Peter Modler, Die wunderbare Welt der Katholiken. Eine Art Liebeserklärung. Herder Verlag, Freiburg Basel Wien 2008.


Katholiken scheinen grundsätzlich davon auszugehen, dass so ziemlich jedes einigermaßen positive Vorhaben einen Segen nötig habe. Und sie gehen freigiebig damit um. Es wäre freilich falsch verstanden, wenn man ihnen dabei Unernst unterstellte.
Denn sie sind überhaupt nur darum so zum Segnen bereit, weil sie sich selbst so oft als gesegnet empfinden. Man bekommt in dieser katholischen Glaubenswelt zuerst etwas geschenkt, ohne vorab moralische Höchstleistungen erbringen zu müssen. Zuerst ist das da, was Christen Gnade nennen. Ihr Gottesbild ist das eines Segen verteilenden Gottes, der Menschen Gutes tun möchte, und darum können sie auch selbst so frohgemut segnen.



Segensbrot

Aus: Theodor Schneider, Deinen Tod verkünden wir. Gesammelte Studien zum erneuerten Eucharistieverständnis. Patmos Verlag, Düsseldorf 1980.


Im Orient, das belegen das Alte und das Neue Testament vielfach, war diese »natürliche Eignung« des Mahles noch viel direkter bewusst: Miteinander essen heißt miteinander vertraut sein. Jemanden an seinen Tisch einladen heißt, ihn als Freund in den Kreis derer holen, die vom gleichen Brot essen wie der Hausherr. Das äußere Zeichen des gemeinsamen Essens ist Ausdruck der inneren Gemeinschaft und der Zuneigung. Komm an meinen Tisch! heißt: Komm, ich bin dir gut, ich vertraue dir! Im antiken Judentum (und bei gläubigen Juden noch heute!) wurde dazu Gott selbst in die Gemeinschaft des Mahles ausdrücklich einbezogen durch das Tischgebet: Wenn die Familie sich zur Mahlzeit versammelt hatte, nahm der Hausvater einen Brotfladen, hielt ihn hoch, dass alle ihn sehen konnten, und sagte: »Gepriesen seist du, Herr, unser Gott, König der Welt, der das Brot aus der Erde hervorgehen lässt«. »Amen«, sagten alle Tischgenossen, und der Hausvater riss dann von dem Brotfladen für jeden ein mindestens olivengroßes Stück ab, und jeder aß sein Stück Segensbrot, das er vom Hausvater erhalten hatte. Dann erst begann die eigentliche Mahlzeit.



We Feed the World

http://de.wikipedia.org/wiki/We_Feed_the_World



Das große Geschäft mit falschem Essen

18.07.2012 | 18:39 | von Susanna Bastaroli (Die Presse) © DiePresse.com http://diepresse.com/home/leben/ausgehen/1268895/



Wie heute

Wilhelm Wilms in: Manfred Frigger, Zeit für mich - Zeit für Gott. Junge Menschen beten. Herder Verlag Freiburg Basel Wien 1986.



Das wieder gewonnene Brot

Johanna Preißler, Töging/Inn, in: Alles, was passieren kann, passiert auch tatsächlich. 66 Geschichten, erzählt von Redemptoristen und anderen. Herausgegeben von P. Josef Steinle im Auftrag der Münchener Provinz der Redemptoristen, Forchheim 2011. Versand: Versandstelle "Briefe an unsere Freunde", Kirchplatz 10, D-83536 Gars am Inn.



Das Lied vom Geben und Nehmen

Aus: Lothar Zenetti, Sieben Farben hat das Licht. Worte der Zuversicht. Matthias Grünewald Verlag, Mainz 2006.



Speise, nicht Futter

Aus: Johanna Domek, Segen. Quelle heilender Kraft. Vier-Türme-Verlag, Münsterschwarzach 2011.



Danksagung

Johannes Calvin, Auslegung von Joh. 6,11 in: ders., Auslegung der Heiligen Schrift. 14. Band: Das Johannes-Evangelium, übers. M. Trebesius und H.Ch. Petersen, Neukirchen-Vluyn: Neukirchener Verlag 1964.



Das Lied vom Brot

Aus: Huub Oosterhuis, Mitten unter uns, übertragen von Peter Pawlowsky, Herder-Verlag 1982.



Bittsteller

Jochen Missfeldt, in FAZ Mittwoch 15.07.2009.



Abendmahl

Rainer Maria Rilke, Die Gedichte, itb 2246, Frankfurt und Leipzig: Insel Verlag 1998.



Hungern

Berthold Brecht, Geschichten vom Herrn Keuner, in: Werke: Prosa I, hrsg. W. Jeske, Frankfurt: Büchergilde Gutenberg 1991.



Fülle

Conrad Ferdinand Meyer, Fülle, in: Das Buch der Gedichte. Deutsche Lyrik von den Anfängen bis zur Gegenwart, zus.gest. Marianne Hochhuth, Gütersloh: Bertelsmann 1963.