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16.10.2018

Kontexte 06.09.2015


Das Problem mit der Sprache

http://diepresse.com/home/panorama/wien/ideenfuerwien/4774897 - abgerufen am 2. Sept. 2015


Wien plant eigene Klassen, in denen Flüchtlingen Deutsch beigebracht wird. Auch wenn man im Stadtschulrat lieber von Kursen spricht – Maßnahmen sind dringend notwendig.

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Sprachnot

Aus Regina Polak, Mission in Europa? Auftrag – Herausforderung – Risiko. Tyrolia Verlag Innsbruck Wien 2012.


Eine neue Sprache lernen?

Seit den 1970er-Jahren wird dies in und von der Kirche gefordert. Gleichwohl hat sich wenig verändert. Das macht nachdenklich. Stimmt die Diagnose überhaupt? Und wer hat die Sprachkrise? Jene, die ihre religiösen Erfahrungen nicht im klassischen Vokabular ausdrücken können oder wollen – oder jene, die dies als Sprachnot diagnostizieren? In einer empirischen Studie konnte jedenfalls gezeigt werden, dass es nicht die Kinder waren, die über Gott nicht sprechen konnten, sondern deren LehrerInnen. Während die Kinder ihre Wahrnehmungen zwar nicht in traditioneller Sprache, aber durchaus lebendig ausdrückten,
konnten die LehrerInnen dies entweder nicht wahrnehmen oder selbst wenig Erfahrungsnahes formulieren.

Was ist es denn, was den Gläubigen und Nicht-Gläubigen die Rede verschlagen hat? Liegt dies tatsächlich, wie oft vermutet wird, an mangelndem Wissen oder an der Mutlosigkeit der Gläubigen? Liegen die Gründe nicht viel tiefer? Weil die klassische, theologisch formatierte
Glaubenssprache nicht mehr Erfahrungen erschließt? Weil es einen eklatanten Glaubenserfahrungsmangel gibt, d. h. aus dem Glauben gedeutete Wirklichkeitserfahrung? Weil die Last der Geschichte so schwer wiegt? Weil die Gläubigen angesichts der rasanten Veränderungen intellektuell überfordert sind? Besteht die Sprachkrise nicht auch darin, dass das Denken die Gegenwart nicht aus dem Glauben erschließen kann? Sprachnot ist auch Denknot: Was man nicht denken kann, kann man auch nicht sagen. Denknot wiederum
besteht in der Ungeübtheit, Erlebtes und die zur Verfügung stehenden Begriffe zu Erfahrungen zu verdichten. Auskunftsfähigkeit allein reicht also nicht. Denn auch wer viel weiß und die kirchliche Terminologie beherrscht, muss deshalb noch nicht denken können, d. h., das, was dem Glauben zu denken gibt, in Sprache fassen können.

Gut verpackte Wissensvermittlung wird ebenso wenig ausreichen zur Krisenlösung wie das Weglassen traditioneller Sprache oder deren Ersatz durch zeitgenössische Sprache. Die Kunst besteht darin, Gott im Kontext der Gegenwart denken zu lernen, begleitet von der alten Sprache, die sich dabei zum unterstützenden Instrument (im Sinne eines
Musikinstruments, nicht eines Hammers) verwandeln könnte. Glaubenssprache ist kein Gesetzestext, dem man sich anpasst, bis man ihn glaubt, sondern ein Kunstwerk, in dem sich Erfahrungen mit dem Glauben auf immer wieder neue Weise ausdrücken. Vielleicht kann die
Beschäftigung mit Kunst helfen, die Sprache des Glaubens wieder neu zu lernen.



Aserbaidschanische Journalistin muss hinter Gitter

http://diepresse.com/home/politik/aussenpolitik/4811358 - abgerufen am 2. Sept. 2015


Khadija Ismailowa wurde in einem fragwürdigen Prozess zu siebeneinhalb Jahren Gefängnis verurteilt. Das Regime in Baku intensiviert vor den Wahlen seine Repressionswelle gegen Bürgerrechtler und Journalisten.

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Herr, öffne mir die Herzenstür

Johann Olearius (1611 - 1684)



taub



Ich bin taub und hörte erstmals Musik



"Taubstumm" - eine Beleidigung für Gehörlose



Brich mit den Hungrigen dein Brot

Friedrich Karl Barth, in: EG 420



Alte Festlichkeit und neue Kargheit



Gebet

http://www.predigten.uni-goettingen.de/archiv-5/030907-6.html



"Der Zukunftsschock"

Alvin Toffler in: "Die Zukunft hat schon begonnen", Scherz Verlag, Bern-München 1970.



Gebet



Das Geräusch der Grille

Aus: Frederik Hermann, Kindergeschichten der Indianer, Fischer Taschenbuch.



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