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21.09.2018

Kontexte 22.07.2018


Preiset den Herrn, denn er ist gut

Aus: Altes Gotteslob Nr. 280


Preiset den Herrn, denn er ist gut – Danket dem Herrn, denn er ist gut…
Sein Wort ist Licht auf unserm Weg – Danket dem Herrn, denn er ist gut…
Wir sind getauft zu einem Leib – Danket dem Herrn, denn er ist gut…
Er wirkt in uns durch seinen Geist – Danket dem Herrn, denn er ist gut…
In seinem Mahl gibt er uns Kraft – Danket dem Herrn, denn er ist gut…
Er sendet uns in diese Welt – Danket dem Herrn, denn er ist gut…



Worauf sollen wir hören sag uns, worauf?

Aus: Altes Gotteslob Nr. 280


Worauf sollen wir hören sag uns, worauf? So viele Geräusche, welches ist wichtig? So viele Beweise, welcher ist richtig? So viele reden! Ein Wort ist wahr.
Wohin sollen wir gehen, sag uns, wohin? So viele Termine, welcher ist wichtig? So viele Parolen, welche ist richtig? So viele Straßen! Ein Weg ist wahr.
Wofür sollen wir leben, sag uns, wofür? So viele Gedanken, welcher ist wichtig? So viele Programme, welche ist richtig? So viele Fragen! Die Liebe zählt.



Stille füllen

Aus: Cäcilia Kittel, Sei stille dem Herrn, München 2006.


Wie kann ich eine Stille füllen?
Eine Stille füllen, heißt nicht irgendeine Tätigkeit suchen,
damit ich beschäftigt bin und die Stille nicht mehr spüre.
Stille füllen heißt nicht, ein Gespräch mit jemanden anfangen,
nur damit es nicht peinlich still wird.
Stille füllen heißt nicht, reden und reden,
möglichst viele Worte finden,
es heißt nicht, etwas Beliebiges heranzuziehen
oder herbei zurufen, das die Stille überdeckt.
Das alles würde eher bedeuten, einer Stille auszuweichen,
vielleicht sogar, eine Stille zu zerstören.

Wie aber kann ich eine Stille füllen?
Zuerst möchte ich die Stille als solche wahrnehmen,
ich möchte hinhorchen auf die Stille,
hineinhorchen in die Stille.
Ich kann dabei meinen Atem wahrnehmen,
wie er kommt und wie er geht,
ein gleichmäßiges Geschehen,
bei dem ich mich nicht anstrengen muss.
Ich darf einfach geschehen lassen,
dass der Atem von alleine kommt und geht
und wieder kommt und wieder geht.
Dieses gleichmäßige Geschehen stört die Stille nicht,
es gibt sich in die Stille hinein
und wird von der Stille getragen.
Mit meinem gleichmäßigen Atem in meinem
Persönlichen Rhythmus spüre ich,
wie mich mein Leben durchströmt,
das Leben, welches mir eines Tages geschenkt wurde
und welches mir jeden Tag, jede Stunde
und jeden Augenblick neu geschenkt wird.
Wenn ich so das Leben in mir wahrnehme,
bekomme ich eine Ahnung davon,
dass ich mit dem ewigen in Verbindung stehe,
dem ewigen Gott, der das Leben ist.
So darf ich vielleicht erspüren,
dass nicht ich die Stille fülle,
sondern dass die Stille gefüllt wird
und das die Stille zu einer erfüllten Stille wird.

Lassen wir uns jetzt ein auf die Begegnung mit Gott,
der unsere Stille füllen will
und der und durch und durch
mit göttlichen Leben erfüllen will.
Er kann nur zu uns kommen und uns erfüllen,
wenn wir uns öffnen für ihn,
wenn wir uns innerlich bereit machen
für die Begegnung mit ihm,
wenn wir unser Herz nicht verschließen,
sondern uns weiten für ihn.
Er ist schon da, lassen wir ihn in unser Herz eintreten.



Für eine Sache brennen

Aus: Gerhard Bauer, Für Euch – Mit Euch. Was der Priester ist und was er nicht ist. München 2013.


Augustinus schreibt:
„Wo Liebe ist, ist auch Arbeit.
Wo die Liebe groß ist, ist auch die Arbeit groß.
Aber je größer die Liebe ist,
desto geringer ist die Mühe!“


Ja, so sollte es sein! Als man dem heiligen Martin von Tours im höheren Alter noch eine große Aufgabe übertrug, sagte er: „Non recuso laborem – Ich scheue keine Mühe und Arbeit.“ Wir wissen freilich nur zu gut: Wer brennt, kann auch ausbrennen. Die häufigsten Burn–outs auch bei jüngeren Priestern müssen aufhorchen lassen. Der Hinweis darauf, dass es im normalen Berufsleben, etwa in der Wirtschaft nicht besser sei, ist ein schwacher Trost.
Es gilt, erste körperliche Signale nicht zu überhören, wie Schlaflosigkeit, fehlende Bewegung, eine ungesunde Esskultur. Höchste Achtsamkeit ist auch geboten, wenn die Zeiten zum Gebet immer kürzer werden, wenn keine Zeit mehr für Fortbildung und Lektüre bleibt oder wenn ich mich aus dem Kreis der Mitbrüder oder meiner Freunde immer mehr zurückziehe.
All das sind Alarmzeichen. Wie gut, wenn ich dann einen Engel habe, der mir die Augen öffnet und Mut macht, leiser zu treten oder eine Sabbatzeit zu beantragen: Es kann ein Freund sein, der geistliche Begleiter, die Haushälterin oder Menschen in der Gemeinde, die es gut mit mir meinen. Vielleicht auch der Arzt.
Zwar gilt, was der Patoraltheologe Christoph Jacobs empfiehlt: „Lassen Sie sich niemals und von niemanden die Freude an der Hingabe nehmen, im Gegenteil: Trauen Sie der Verheißung: Wer sein Leben hingibt, wird es empfange. Doch damit ist nicht gemeint, sich bedenkenlos zu verausgaben! Wir brauchen den Mut, auch einmal ein begründetes Nein zu sagen, uns selbst und anderen gegenüber. Im öfter zitierten Brief der deutschen Bischöfe von 1992 ist die Rede von einer „Spiritualität des Nein-Sagens um eines größeren und wichtigeren Ja willen“ (PrD, 1992, Seite 24 f).



Schale nicht Kanal

Bernhard von Clauirvaux im 18. Sermon zum Hohenlied.


„Wenn du vernünftig bist,
erweise dich als Schale und nicht als ein Kanal,
der fast gleichzeitig empfängt und weitergibt,
während die Schale wartet, bis sie erfüllt ist.
Auf diese Weise gibt sie das,
was bei ihr überfließt…
Lerne auch du, nur aus der Fülle auszugießen,
und habe nicht den Wunsch,
freigebiger zu sein als Gott.
Die Schale schämt sich nicht,
dass sie nicht überströmender ist als die Quelle
Wenn du mit dir selber schlecht umgehst,
wem bist du dann gut?“



Abendgebet

Franz von Sales, in: Andrea Schwarz, Wie ein Gebet sei mein Leben. Exerzitien im Alltag. Freiburg 2002.


„Herr, ich danke dir für diesen Tag. Verzeih mir, wenn ich ihn nicht ganz in deinem Geiste gelebt habe, so nimm wenigstens meinen zaghaften Versuch, mein Bemühen.
Ich danke dir, dass ich gesund geblieben bin und dass mir nichts passiert ist. Entschuldige, wenn ich Unrecht getan habe.
Ich danke dir für die Aufgaben, die dieser Tag von mir forderte und an denen ich meine Kräfte und meine Ausdauer erproben konnte. Entschuldige, wenn ich nicht alles so getan habe, wie es hätte sein müssen.
Ich danke dir für meine Mitmenschen in der Familie und überall: für ihr Lächeln, ihre freundlichen Worte, ihr Zuhören und dafür, dass sie mich ertragen haben. Entschuldige, wenn ich rücksichtslos und lieblos gegen sie war.
Ich danke dir für die Freude an allem Guten, das mit heute begegnet ist. Entschuldige, wenn ich durch mein Verhalten die Freude anderer verdorben habe.
Ich danke dir für die Hoffnung nach jeder Niederlage. Entschuldige, wenn ich anderen eine Enttäuschung bereitet habe.
Ich danke dir für den Trost in allem Schönen, an dem mein Leben trotz aller Mühseligkeiten und Widersprüche so reich ist. Lass auch die anderen diesen Trost finden.
Gott, ich danke dir für diesen Tag: Für das Gute, dass ich mit deiner Hilfe getan habe.
Ich bitte um Verzeihung: für die Schuld, die ich auf mich geladen habe.
Lass mich in dir geborgen sein.“



Laute Stadt, festes Haus und dunkles Herz

Hans von Lehndorff (1968), in: EG 428.



Morgengebet

Dietrich Bonhoeffer (1943).



Wohl denen, die noch träumen

Uwe Rahn, Segenslied, in: Lieder zwischen Himmel und Erde, tvd-Verlag Düsseldorf 2011.



Stressevangelium

Herbert Winklehner OSFS, "Das Stress-Evangelium" (Mk 6,30-34) http://www.franz-sales-verlag.de/fsvwiki/index.php/Lexikon/16SonntagImJahreskreis-LJB



Wann betet ihr?

Albert Altenähr, Gottgeknister. Gedichte aus dem Glauben, Münster: Dialogverlag 2012.



Stille lass mich finden

Aus: Lothar Zenetti, Sieben Farben hat das Licht. Worte der Zuversicht. Matthias Grünewald Verlag, Verlagsgruppe engagement, Mainz 2006.



Hier bin ich

Aus: Du bist der Atem meines Lebens. Das Frauengebetbuch. Herausgegeben von Benedikta Hinterberger OP, Andrea Kett, Hildegund Keul, Aurelia Spendel OP. Schwabenverlag / KlensVerlag, Ostfilder 2010.



Mitten am Tag

Claudia Nietsch Ochs in: Du bist der Atem meines Lebens. Das Frauengebetbuch. Herausgegeben von Benedikta Hinterberger OP, Andrea Kett, Hildegund Keul, Aurelia Spendel OP. Schwabenverlag / KlensVerlag, Ostfilder 2010.



Die guten Dinge sind nicht nur für die Spitzbuben da

Aus: Manfred Scheuer, Und eine Spur von Ewigkeit. Ein geistlicher Begleiter durch das Jahr. Herder Verlag, Freiburg Basel Wien 2006.



Tote essen nicht mehr

Aus: Werner Enzinger, Wie Weihrauch steige mein Gebet vor dir auf, Regensburg 2008.



Stille

Aus: Anselm Grün, Andrea Schwarz, Alles lassen, weil er mich lässt. Lebenskultur aus dem Evangelium. Herder Verlag Freiburg Basel Wien 2001.



Lebendiger Gegenpol Stille

Aus Ludger Schulte, Gott suchen – Mensch werden. Vom Mehrwert des Christseins. Herder Verlag Freiburg Basel Wien 2006.



Sprechende Stille

Aus: Anselm Grün, Andrea Schwarz, Alles lassen, weil er mich lässt. Lebenskultur aus dem Evangelium. Herder Verlag Freiburg Basel Wien 2001.



In den Raum Gottes vorstoßen

Anselm Grün in: Ich schenke mir einen Augenblick. Gute Gedanken für alle Tage der Fasten- und Osterzeit. Herder Verlag Freiburg Basel Wien 2001.