23.05.2018

Lesungen 10.05.2018


1. Lesung vom Hochfest Christi Himmelfahrt (A/B/C):
Apg 1,1-11

Lesung aus der Apostelgeschichte:  

Im ersten Buch, lieber Theophilus,
habe ich über alles berichtet, was Jesus getan und gelehrt hat,
bis zu dem Tag, an dem er (in den Himmel) aufgenommen wurde.
Vorher hat er durch den Heiligen Geist den Aposteln,
die er sich erwählt hatte, Anweisungen gegeben.
Ihnen hat er nach seinem Leiden durch viele Beweise gezeigt, daß er lebt;
vierzig Tage hindurch ist er ihnen erschienen
und hat vom Reich Gottes gesprochen.
Beim gemeinsamen Mahl gebot er ihnen:
Geht nicht weg von Jerusalem,
sondern wartet auf die Verheißung des Vaters,
die ihr von mir vernommen habt.
Johannes hat mit Wasser getauft,
ihr aber werdet schon in wenigen Tagen mit dem Heiligen Geist getauft.
Als sie nun beisammen waren, fragten sie ihn:
Herr, stellst du in dieser Zeit das Reich für Israel wieder her?
Er sagte zu ihnen:
Euch steht es nicht zu, Zeiten und Fristen zu erfahren,
die der Vater in seiner Macht festgesetzt hat.
Aber ihr werdet die Kraft des Heiligen Geistes empfangen,
der auf euch herabkommen wird;
und ihr werdet meine Zeugen sein in Jerusalem und in ganz Judäa
und Samarien und bis an die Grenzen der Erde.
Als er das gesagt hatte, wurde er vor ihren Augen emporgehoben,
und eine Wolke nahm ihn auf und entzog ihn ihren Blicken.
Während sie unverwandt ihm nach zum Himmel emporschauten,
standen plötzlich zwei Männer in weißen Gewändern bei ihnen und sagten:
Ihr Männer von Galiläa, was steht ihr da und schaut zum Himmel empor?
Dieser Jesus, der von euch ging und in den Himmel aufgenommen wurde,
wird ebenso wiederkommen,
wie ihr ihn habt zum Himmel hingehen sehen.



Am Beginn des Lukasevangeliums beansprucht der Autor des Doppelwerkes (Lukasevangelium und Apostelgeschichte) große Autorität für sich: „Nun habe auch ich mich entschlossen, allem von Grund auf sorgfältig nachzugehen, um es für dich, hochverehrter Theophilus, der Reihe nach aufzuschreiben.“ (Lk 1,3) Dazu zählt auch die Erwähnung der Himmelfahrt Jesu in Lk 24,51. Unter diesem Anspruch steht auch seine Apostelgeschichte. Sie entfaltet in den Versen Apg 1,2-8 noch einmal eine Kurzfassung des Lebens und Handelns Jesu und sein Versprechen des Pfingstgeistes. Ebenso wichtig ist der Auftrag zu Zeugnis und Mission. Vers Apg 1,9 beschreibt dann die Entrückung in den Himmel. Biblisch gibt es ähnliches bei der Entrückung des Elija. Im Gegensatz zu Elischa sind die Jünger Jesu aber Augenzeugen der Entrückung ihres Herrn. Wie bei der Erfahrung von Maria von Magdala am leeren Grab sind es auch hier die zwei Männer im weißen Gewand (Apg 1,10f), die die Erklärung für das Geschehen liefern.


Die Apostelgeschichte ist als zweiter Teil des lukanischen Doppelwerkes erkennbar. Lukas verfolgt die Absicht, die nachösterliche Kontinuität der Jesusbotschaft in der Ausbreitung des Wortes Gottes, das verkündigt werden soll, aufzuzeigen. Für Lukas ist das Wort Gottes das Zentrale. Die Apg schreibt nicht über Taten und Wirken der Apostel, sondern über die Macht und Gewalt, die in der Kraft des Geistes weitergegebenen und bezeugten Wortes. Deutlich macht dies der Vers Apg, 1,8: „Ihr werdet meine Zeugen sein: in Jerusalem, in ganz Judäa und Samarien, bis an die Grenzen der Erde." In den Versen 9-11 greift Lukas nochmal auf sein Evangelium zurück (vgl. Lk 24, 50-53). Die Himmelfahrt bildet im Evangelium den feierlichen Abschluß des Lebens Jesu, in der Apostelgeschichte wird sie dagegen zum Auftakt der Kirchengeschichte. Wir sollen nach vorne blicken und handeln und nicht erstarrt stehenbleiben.


Die Einleitung der Apg nimmt Bezug auf das Evangelium des Lukas. Sie markiert den Einschnitt zwischen der Zeit der Jünger mit Jesus (Lk-Evangelium) und dem neuen Abschnitt, der Zeit der Kirche. Zuvor war Jesus unmittelbar erfahrbar, nun ist er es durch den Geist. Zuvor gab er den Jüngern Aufträge, nun wird geschildert, wie sie diesen Aufträgen nachkommen. Die Himmelfahrt markiert so den Einschnitt zwischen diesen beiden Zeiten. Die vierzig Tage der Erscheinungen Jesu sind symbolisch zu verstehen und kommen im Zusammenhang mit dem besonderen Handeln Gottes vor (Noach - Gen 8,6; Elija - 1 Kön 19,8; Zeit der Vorbereitung: Mose am Sinai - Ex 24,18; Jesu Fasten - Lk 4,1). Die vierzig Tage widersprechen ansonsten der Darstellung von Lk 24, wo die Himmelfahrt unmittelbar an die Rückkehr der Jünger aus Emmaus anschließt, also wenige Stunden nach der Auferstehung stattfindet. In der Darstellung greift Lukas zurück auf Entrückungserzählungen des AT mit den Bildern der Wolke (= Hinweis auf das Eingreifen Gottes) und den Deuteengeln, die den Zeugen die Augen öffnen. Es geht nicht um eine historische Erzählung; sie wird auch nur von Lk gebracht (und wurde dann in den Markus-Schluß übernommen) - alle anderen kommen ohne den Bericht der Himmelfahrt aus. Es geht um eine Veranschaulichung des neuen Zustandes Jesu, der "Erhöhung zum Vater". Lk macht diese Erhöhung fest am "Himmel": Dieser Himmel ist der Ort des Vaters, auch der Ort, von dem aus der Auferstandene seine Herrschaft ausübt und von wo er einst wiederkommen wird. Die Himmelfahrtserzählung setzt einen endgültigen Schlußpunkt unter die Christuserscheinungen.


Antwortpsalm am Fest Christi Himmelfahrt
Ps 47,2-3. 6-7. 8-9


R: Gott stieg empor unter Jubel,
der Herr beim Schall der Posaunen: - R
Oder: Halleluja.


Ihr Völker alle, klatscht in die Hände;
jauchzt Gott zu mit lautem Jubel!
Denn furchtgebietend ist der Herr, der Höchste,
ein großer König über die ganze Erde. - (R)

Gott stieg empor unter Jubel,
der Herr beim Schall der Hörner.
Singt unserm Gott, ja, singt ihm!
Spielt unserm König, spielt ihm! - (R)

Denn Gott ist König der ganzen Erde.
Spielt ihm ein Psalmenlied!
Gott wurde König über alle Völker,
Gott sitzt auf seinem heiligen Thron. - (R)


2. Lesung vom Hochfest Christi Himmelfahrt (A/B/C):
Eph 1,17-23

Lesung aus dem Brief des Apostels Paulus an die Epheser:

Der Gott Jesu Christi, unseres Herrn, der Vater der Herrlichkeit,
gebe euch den Geist der Weisheit und Offenbarung,
damit ihr ihn erkennt.
Er erleuchte die Augen eures Herzens,
damit ihr versteht, zu welcher Hoffnung ihr durch ihn berufen seid,
welchen Reichtum die Herrlichkeit seines Erbes den Heiligen schenkt
und wie überragend groß seine Macht sich an uns, den Gläubigen, erweist
durch das Wirken seiner Kraft und Stärke.
Er hat sie an Christus erwiesen, den er von den Toten auferweckt
und im Himmel auf den Platz zu seiner Rechten erhoben hat,
hoch über alle Fürsten und Gewalten,
Mächte und Herrschaften und über jeden Namen,
der nicht nur in dieser Welt, sondern auch in der zukünftigen genannt wird.
Alles hat er ihm zu Füßen gelegt und ihn,
der als Haupt alles überragt, über die Kirche gesetzt.
Sie ist sein Leib und wird von ihm erfüllt,
der das All ganz und gar beherrscht.



Das alte Schema der Briefe der damaligen Zeit begegnet uns heut in der Lesung aus dem Epheserbrief. Das Schema wird nicht an den Beginn des Textes gesetzt. Das geschieht im Lob auf den Heilsplan Gottes in Eph 1,3-14. Erst nach dem Lob auf diesen Gott und seinen Heilswillen können auch die Empfänger den Wunsch nach Heilserfahrung einordnen.


Der Blick auf den auferweckten und zur Rechten Gottes inthronisierten Herrn läßt uns ahnen, wie machtvoll Gott auch in unserem Leben am Werk ist, und wie hoffnungsfroh wir deshalb in die Zukunft gehen können. Christi Himmelfahrt als Zeichen unserer Befreiung aus allen zerstörerischen Kräften und Befreiung aus allen Abhängigkeiten und aller Unterdrückung - Christus steht über allen Kräften, Mächten und Gewalten. Der Auftrag der Kirche muss sein, dem Geist der Freiheit Raum zu geben. Der Vers 18 verdeutlicht dies: Zunächst sollen die Leser wissen, welche Hoffnung sich damit verbindet, dass Gott sie berufen hat. Die Hoffnung erst eröffnet dem Christen die Aus-Sicht, entreißt ihn der Leere, der Angst, der Dunkelheit und übersteigt die gegenwärtigen begrenzten Erfahrungen. Somit ist die Kirche der Ort dieser Hoffnung. Hoffnung befähigt zum Handeln und ermutigt, den Ruf Gottes positiv zu beantworten, d.h. jede Art der Perspektivenlosigkeit kann überwunden werden. Die schöpferische Kraft und Stärke Gottes, seine Verheißung, den Geist auszugießen, sind Gottes Hoffnungsgut für uns Menschen, für unsere Kirche, unser Pfarrgemeinden. Diese gelebte Hoffnung - sei sie noch so klein und unscheinbar - ermöglicht auch uns den „Platz" mit Christus im Himmel. (vgl. Stuttgarrter kleiner Kommentar - Neues Testament 10 - Epheserbrief,)


Der Beginn des Briefes (1,3-14) ist ein Hymnus, in dem das Wirken Gottes durch die Zeiten hindurch gepriesen wird. Darauf geht Paulus auf den Glauben an die Auferstehung ein: diesen Glauben erhalten die Brüder und Schwestern durch "den Geist der Weisheit und Offenbarung". Es ist der Glaube an Auferstehung und Erhöhung Christi. Er ist das Haupt über alles, auch über die Gemeinde der Gläubigen, die Kirche. Die Kirche selbst ist "sein Leib", von ihm erfüllt. Diese Erkenntnis aber ist Geschenk des Geistes, der "die Augen des Herzens erleuchtet". Es wird hier eine universale Christologie (Christus - das Haupt der ganzen Schöpfung) verbunden mit dem zentralen Anliegen des Epheserbriefes: der Bildung der Kirche. Die Kirche ist hier nicht mehr eine verängstigte kleine Schar, sondern die Weltkirche. Sie steht im Dienst Christi in seinem "Herrschen über das All".


2. Lesung vom Hochfest Christi Himmelfahrt, Lesejahr B,
Auswahl: Eph 4,1-13

Lesung aus dem Brief des Apostels Paulus an die Epheser:

Ich, der ich um des Herrn willen im Gefängnis bin, ermahne euch,
ein Leben zu führen, das des Rufes würdig ist, der an euch erging.
Seid demütig, friedfertig und geduldig, ertragt einander in Liebe,
und bemüht euch, die Einheit des Geistes zu wahren
durch den Frieden, der euch zusammenhält.
Ein Leib und ein Geist,
wie euch durch eure Berufung auch eine gemeinsame Hoffnung gegeben ist;
ein Herr, ein Glaube, eine Taufe,
ein Gott und Vater aller, der über allem und durch alles und in allem ist.
Aber jeder von uns empfing die Gnade in dem Maß,
wie Christus sie ihm geschenkt hat.
Deshalb heißt es:
Er stieg hinauf zur Höhe und erbeutete Gefangene,
er gab den Menschen Geschenke.
Wenn er aber hinaufstieg, was bedeutet dies anderes,
als daß er auch zur Erde herabstieg?
Derselbe, der herabstieg, ist auch hinaufgestiegen
bis zum höchsten Himmel, um das All zu beherrschen.
Und er gab den einen das Apostelamt,
andere setzte er als Propheten ein,
andere als Evangelisten,
andere als Hirten und Lehrer,
um die Heiligen für die Erfüllung ihres Dienstes zu rüsten,
für den Aufbau des Leibes Christi.
So sollen wir alle zur Einheit im Glauben
und in der Erkenntnis des Sohnes Gottes gelangen,
damit wir zum vollkommenen Menschen werden
und Christus in seiner vollendeten Gestalt darstellen.



Als Alternative zum Hymnus aus dem 1. Kapitel des Epheserbriefes wird ein Abschnitt aus dem 4. Kapitel desselben Briefes vorgeschlagen. Im Epheserbrief legt vermutlich ein Schüler des Apostel Paulus grundlegende Gedanken über das Wesen der Kirche vor. Mit dem 4. Kapitel beginnen die Mahnungen, die dem Apostel selbst in den Mund gelegt werden. Sie werden mit großer Leidenschaft vorgetragen; die Leidenschaft des Missionars, der seinen Gemeinden ein persönliches Testament hinterläßt. Zentraler Inhalt dieser Mahnung ist die Einheit. Diese Einheit gehört zum Wesen der Kirche. In sieben Aspekten wird die Einheit begründet: Ein Leib, ein Geist, eine Hoffnung, ein Herr, ein Glaube, eine Taufe und ein Gott und Vater. An dieser Einheit haben die einzelnen Glieder in je verschiedener Weise teil durch die Gnadengaben jedes einzelnen. Wie jeder einzelne seine Begabungen hat, hat auch die Kirche ihre Gnadengaben in den einzelnen Ämtern und Aufgaben. Diese dienen dem Aufbau des einen Leibes Christi.


2. Lesung vom Fest Christi Himmelfahrt (Auswahl), Lesejahr B:
Eph 4,1-7. 11-13

Lesung aus dem Brief an die Epheser:

Ich, der ich um des Herrn willen im Gefängnis bin,
ermahne euch, ein Leben zu führen,
das des Rufes würdig ist, der an euch erging.
Seid demütig, friedfertig und geduldig,
ertragt einander in Liebe,
und bemüht euch, die Einheit des Geistes zu wahren
durch den Frieden, der euch zusammenhält.
Ein Leib und ein Geist,
wie euch durch eure Berufung auch eine gemeinsame Hoffnung gegeben ist;
ein Herr, ein Glaube, eine Taufe,
ein Gott und Vater aller,
der über allem und durch alles und in allem ist.
Aber jeder von uns empfing die Gnade in dem Maß,
wie Christus sie ihm geschenkt hat.
Und er gab den einen das Apostelamt,
andere setzte er als Propheten ein,
andere als Evangelisten,
andere als Hirten und Lehrer,
um die Heiligen für die Erfüllung ihres Dienstes zu rüsten,
für den Aufbau des Leibes Christi.
So sollen wir alle zur Einheit im Glauben
und in der Erkenntnis des Sohnes Gottes gelangen,
damit wir zum vollkommenen Menschen werden
und Christus in seiner vollendeten Gestalt darstelle.


Ruf vor dem Evangelium am Fest Christi Himmelfahrt
Mt 28,19a. 20b

Halleluja. Halleluja.

(So spricht der Herr:)
Geht zu allen Völkern,
und macht alle Menschen zu meinen Jüngern.
Ich bin bei euch bis zum Ende der Welt.

Halleluja.


Evangelium vom Hochfest Christi Himmelfahrt, Lesejahr B:
Mk 16,15-20

Aus dem heiligen Evangelium nach Markus:  

In jener Zeit erschien Jesus den Elf und sprach zu ihnen:
Geht hinaus in die ganze Welt,
und verkündet das Evangelium allen Geschöpfen!
Wer glaubt und sich taufen läßt, wird gerettet;
wer aber nicht glaubt, wird verdammt werden.
Und durch die, die zum Glauben gekommen sind,
werden folgende Zeichen geschehen:
In meinem Namen werden sie Dämonen austreiben;
sie werden in neuen Sprachen reden;
wenn sie Schlangen anfassen oder tödliches Gift trinken,
wird es ihnen nicht schaden;
und die Kranken, denen sie die Hände auflegen,
werden gesund werden.
Nachdem Jesus, der Herr, dies zu ihnen gesagt hatte,
wurde er in den Himmel aufgenommen
und setzte sich zur Rechten Gottes.
Sie aber zogen aus und predigten überall.
Der Herr stand ihnen bei und bekräftigte die Verkündigung
durch die Zeichen, die er geschehen ließ.



Mk 16,8 ist das ursprüngliche Ende des Markusevangeliums (= ältestes Evangelium). Doch die Flucht der Frauen, das Erschrecken über das leere Grab und das Schweigen wurde schon sehr früh als unbefriedigend empfunden. Markus wollte jedoch sein Evangelium so offen enden lassen. Bereits im 2. Jahrhundert wurden Erscheinungsberichte aus anderen Evanglien (Verse 9-14), eine Sendungsrede des Auferstandenen an die elf Jünger (Verse 15-18), eine kurze Beschreibung der Himmelfahrt und Inthronisation Christi zur Rechten Gottes (Vers 19), vgl. Apg 1,9 und Lk 24,51 und letztlich der Missionsauftrag an die Jünger (Vers 20) beigefügt. Das Markusevanglium zielt auf Tod und Auferstehung Jesu hin. Markus kennt wie bereits erwähnt keine Auferstehungsgeschichten, sondern er "schickt" seine Leser an den Anfang seines Evangeliums zurück - nach Galiläa, wo Jesus zu wirken begann. Zurück an den Anfang, um Jesu Botschaft besser verstehen zu können, um seine Taten, sein Wirken aus der Perspektive der Auferstehung neu sehen zu lernen. Markus erzählt die Geschichten von Jesus so, dass wir erkennen: Jesus war Gottes Sohn, doch dies äußerte er nicht in "Glanz und Gloria", sondern in seinem Leiden. Jesus wirkte erfolgreich in Galiläa, das als heidnisches Land galt, da es nach 722 (Fall des Nordreiches) unter Fremdherrschaft stand (... geht hinaus in die ganze Welt..., V.15). Und allen Menschen, die zum Glauben kommen, werden Wunder und Zeichen versprochen, vgl. auch Apg 16). Zeichen und Wunder, die auf die Wirkkraft Jesu hinweisen und die IHN bezeugen - in Galiäa, an dem Ort, wo sie daheim sind, im Galiäa der Gemeinde, im Galiläa der Freude und des Leides, im Galiäa der Arbeit, der Familie... Dort, wo ihr lebt, werdet ihr Jesus sehen, ihm begegnen, in verstehen. Und IHN verstehen bedeutet auch, dass das "überall" zu verkündende Evangelium aufgetragen bleibt und dass gerade und nur in seiner Ausrichtung die mitwirkende Hilfe des bei seiner Gemeinde bleibenden erhöhnten Herrn erfahren werden kann.


Am Schluß des Markusevangeliums wird kurz die Himmelfahrt Jesu berichtet. Vorraus geht die Sendung in die Welt. Menschen werden zur Entscheidung aufgerufen hin zu Verdammnis oder hin zur Rettung. Was im Namen Jesus an Heilung geschieht wird plastisch beschrieben, nicht einmal Schlangen oder tödliches Gift kann ihnen schaden. Jesus tritt seine Herrschaft an indem er sich zur Rechten Gottes setzt. Die Jünger verkünden in seinem Namen und Er steht ihnen bei.