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15.10.2018

Lesungen 13.05.2018


1. Lesung vom 7. Sonntag der Osterzeit, Lesejahr B:
Apg 1,15-17. 20a.c-26

Lesung aus der Apostelgeschichte:

In jenen Tagen erhob sich Petrus im Kreis der Brüder -
etwa hundertzwanzig waren zusammengekommen -
und sagte: Brüder!
Es musste sich das Schriftwort erfüllen,
das der Heilige Geist durch den Mund Davids im Voraus
über Judas gesprochen hat.
Judas wurde zum Anführer derer, die Jesus gefangen nahmen.
Er wurde zu uns gezählt und hatte Anteil am gleichen Dienst.
Es steht im Buch der Psalmen:
Sein Amt soll ein anderer erhalten!
Einer von den Männern, die die ganze Zeit mit uns zusammen waren,
als Jesus, der Herr, bei uns ein und aus ging,
angefangen von der Taufe durch Johannes bis zu dem Tag,
an dem er von uns ging und in den Himmel aufgenommen wurde,
- einer von diesen muss nun zusammen mit uns
Zeuge seiner Auferstehung sein.
Und sie stellten zwei Männer auf:
Josef, genannt Barsabbas, mit dem Beinamen Justus,
und Matthias.
Dann beteten sie:
Herr, du kennst die Herzen aller;
zeige, wen von diesen beiden du erwählt hast,
diesen Dienst und dieses Apostelamt zu übernehmen.
Denn Judas hat es verlassen und ist an den Ort gegangen,
der ihm bestimmt war.
Dann gaben sie ihnen Lose;
das Los fiel auf Matthias,
und er wurde den elf Aposteln zugerechnet.



Etwa 120 - das sind: 10 x 12. So groß ist der "Kreis der Brüder", der Kern der Urgemeinde sozusagen. Und die Schwestern? Schon sehr früh verschwinden sie aus dem Gesichtsfeld, obwohl sie am Schluss des Lukas-Evangeliums als Auferstehungszeugen ausdrücklich genannt sind. Die Apostelgeschichte aber ist die Fortsetzung des Evangeliums - der zweite Teil des luk. Doppelwerkes beginnt mit einer "Auslese". Im "Kreis der Brüder" ist die Nachfolge des Judas zu regeln, der als Verräter den Zwölferkreis verlassen hat. Es ist von großer Bedeutung, dass der Zwölferkreis wieder hergestellt wird; alttestamentliche Motive und Bilder lassen sich im Hintergrund wahrnehmen. Jesus hatte seine Jünger berufen, in seiner Nachfolge aber ist jetzt eine Wahl zu treffen. Die Kriterien werden benannt: einer, der von Anfang an dabei war - und Zeuge der Auferstehung ist. Über den Zwölferkreis hinaus gibt es also Menschen/Männer, die diese Bedingungen erfüllen. Es wird gewählt. Seit alters her hat das Los den Ruf, Gottes Willen auszudrücken. Zu einem Wahlverfahren gehört seit dem konstitutiv aber auch das Gebet dazu. Im Gebet wird Gott angerufen, seine Entscheidung erbeten und das Vertrauen ausgedrückt, in seinem Namen zu handeln.


Die Erzählung aus der Apostelgeschichte „spielt“ einige Tage vor Pfingsten. In jenen Tagen muss noch ein "Ersatzmann" für den "abhanden gekommenen" Apostel Judas gesucht werden. Dies ist insofern von Bedeutung, als alle Apostel bisher von Jesus selbst ausgesucht und bestimmt worden waren. Nun soll so eine "Wahl/Erwählung" erstmals ohne ihn, bzw. nicht durch ihn stattfinden. Die Voraussetzung zur Wahl lautet: er muss die ganze Zeit "mit uns (den anderen Aposteln, bzw. mit Jesus) zusammen gewesen sein", also von der Taufe am Jordan bis zur Himmelfahrt. Die eigentliche Wahl erfolgt nach einem altjüdischen Brauch mit sakralrechtlicher Bedeutung: entschieden wird - nach Gebeten - durch das Los. Es ist aber nicht die Münze, das Stäbchen oder gar der Zufall, der hier entscheidet, sondern es ist letztlich Gott, der sich diese Gegenstände zu seinem "Werkzeug" macht und so seinen Willen mitteilt. Implizit zeigt sich hier auch das Bewusstsein, dass Jesus wiederum selbst den Apostel sendet. Im alten Israel war die Zahl der zwölf Stämme eine fixe theologische Größe und für die Israeliten von eminenter Bedeutung. Analog dazu ist auch die Zahl der zwölf (!) Apostel zu sehen.


Ungekürzte Fassung der
1. Lesung des 7. Sonntags der Osterzeit, Lesejahr B:
Apg 1, 15-26

Lesung aus der Apostelgeschichte:

In diesen Tagen erhob sich Petrus im Kreis der Brüder -
etwa hundertzwanzig waren zusammengekommen - und sagte:
Brüder! Es mußte sich das Schriftwort erfüllen,
das der Heilige Geist durch den Mund Davids im voraus über Judas gesprochen hat. Judas wurde zum Anführer derer, die Jesus gefangennahmen.
Er wurde zu uns gezählt und hatte Anteil am gleichen Dienst.
Mit dem Lohn für seine Untat kaufte er sich ein Grundstück.
Dann aber stürzte er vornüber zu Boden,
sein Leib barst auseinander,
und alle Eingeweide fielen heraus.
Das wurde allen Einwohnern von Jerusalem bekannt;
deshalb nannten sie jenes Grundstück in ihrer Sprache Hakeldamach,
das heißt Blutacker.
Denn es steht im Buch der Psalmen:
Sein Gehöft soll veröden, niemand soll darin wohnen!
und: Sein Amt soll ein anderer erhalten!
Einer von den Männern, die die ganze Zeit mit uns zusammen waren,
als Jesus, der Herr, bei uns ein und aus ging,
angefangen von der Taufe durch Johannes bis zu dem Tag,
an dem er von uns ging und (in den Himmel) aufgenommen wurde, -
einer von diesen muß nun zusammen mit uns Zeuge seiner Auferstehung sein.
Und sie stellten zwei Männer auf:
Josef, genannt Barsabbas, mit dem Beinamen Justus, und Matthias.
Dann beteten sie:
Herr, du kennst die Herzen aller;
zeige, wen von diesen beiden du erwählt hast,
diesen Dienst und dieses Apostelamt zu übernehmen.
Denn Judas hat es verlassen und ist an den Ort gegangen,
der ihm bestimmt war.
Dann gaben sie ihnen Lose; das Los fiel auf Matthias,
und er wurde den elf Aposteln zugerechnet.



Die Erzählung aus der Apostelgeschichte „spielt“ einige Tage vor Pfingsten. In jenen Tagen muss noch ein "Ersatzmann" für den "abhanden gekommenen" Apostel Judas gesucht werden. Dies ist insofern von Bedeutung, als alle Apostel bisher von Jesus selbst ausgesucht und bestimmt worden waren. Nun soll so eine "Wahl/Erwählung" erstmals ohne ihn, bzw. nicht durch ihn stattfinden. Die Voraussetzung zur Wahl lautet: er muss die ganze Zeit "mit uns (den anderen Aposteln, bzw. mit Jesus) zusammen gewesen sein", also von der Taufe am Jordan bis zur Himmelfahrt. Die eigentliche Wahl erfolgt nach einem altjüdischen Brauch mit sakralrechtlicher Bedeutung: entschieden wird - nach Gebeten - durch das Los. Es ist aber nicht die Münze, das Stäbchen oder gar der Zufall, der hier entscheidet, sondern es ist letztlich Gott, der sich diese Gegenstände zu seinem "Werkzeug" macht und so seinen Willen mitteilt. Implizit zeigt sich hier auch das Bewusstsein, dass Jesus wiederum selbst den Apostel sendet. Im alten Israel war die Zahl der zwölf Stämme eine fixe theologische Größe und für die Israeliten von eminenter Bedeutung. Analog dazu ist auch die Zahl der zwölf (!) Apostel zu sehen.


Antwortpsalm, 7. Sonntag in der Osterzeit (B)
Ps 103,1-2. 11-12. 19-20b


R: Der Herr hat seinen Thron errichtet im Himmel. - R
Oder: Halleluja.


Lobe den Herrn, meine Seele,
und alles in mir seinen heiligen Namen!
Lobe den Herrn, meine Seele,
und vergiss nicht, was er dir Gutes getan hat. - (R)

So hoch der Himmel über der Erde ist,
so hoch ist seine Huld über denen, die ihn fürchten.
So weit der Aufgang entfernt ist vom Untergang,
so weit entfernt er die Schuld von uns - (R)

Der Herr hat seinen Thron errichtet im Himmel,
seine königliche Macht beherrscht das All.
Lobt den Herrn, ihr seine Engel,
ihr starken Helden, die seine Befehle vollstrecken. - R


2. Lesung vom 7. Sonntag der Osterzeit, Lesejahr B:
1 Joh 4,11-16

Lesung aus dem ersten Johannesbrief:

Liebe Brüder,
wenn Gott uns so geliebt hat, müssen auch wir einander lieben.
Niemand hat Gott je geschaut;
wenn wir einander lieben, bleibt Gott in uns,
und seine Liebe ist in uns vollendet.
Daran erkennen wir, dass wir in ihm bleiben und er in uns bleibt:
Er hat uns von seinem Geist gegeben.
Wir haben gesehen und bezeugen,
dass der Vater den Sohn gesandt hat als den Retter der Welt.
Wer bekennt, dass Jesus der Sohn Gottes ist,
in dem bleibt Gott, und er bleibt in Gott.
Wir haben die Liebe, die Gott zu uns hat, erkannt
und gläubig angenommen.
Gott ist die Liebe,
und wer in der Liebe bleibt, bleibt in Gott,
und Gott bleibt in ihm.



Die Briefe, die Johannes geschrieben hat, variieren ein Thema: wie aus der Liebe Gottes Gemeinschaft entsteht, sein Geist in und unter uns wirkt und der Glaube sichtbar wird. Der Schüssel ist: Der Vater hat den Sohn gesandt als den Retter der Welt. Es ist eigentlich ein Vorgriff auf moderne Denkformen und Rückfragen: Niemand hat Gott je geschaut, aber: wir haben gesehen und bezeugen. In der Liebe, die wir einander geben, nehmen wir – und die anderen - wahr, wie tief und bleibend die Verbundenheit mit Gott verwurzelt ist. In seiner Liebe ist auch das Bekenntnis gegründet, das Jesus Gottes Sohn ist. In seinem Leben wird sichtbar, was sonst unsichtbar bleiben müsste: das Gott die Welt so sehr geliebt hat, dass er seinen Sohn hingab (Joh 3,14). Johannes wendet die Perspektive: Nicht über Gott reden, sondern aus Gott leben. Johannes kann sogar formulieren: Gott bleibt in uns. Für ihn ist das keine mystische Erfahrung, sondern eine alltägliche Verheißung.


In dieser Lesung tauchen die Zentralbegriffe der Theologie des Johannes auf: lieben, bleiben, Gott schauen, Gemeinschaft mit ihm haben sowie das Bekenntnis zu Jesus als dem Christus. Dieser Text nimmt mitunter Stellung gegen "Privatoffenbarungen" der damaligen Zeit, die sich etwa so zusammenfassen lassen könnten: "Man kann auch Erkenntnis Gottes haben, ohne die Liebe/Nächstenliebe beachten zu müssen." Der Text bezieht hier ganz klar Stellung und zeigt auf, dass wer nicht liebt, auch nicht die Liebe Gottes empfangen hat und dass eine Trennung von Gottes- und Nächstenliebe nicht möglich ist.


Ruf vor dem Evangelium am 7. Sonntag der Osterzeit (B)
(vgl. Joh 14,18; 16,22b)

Halleluja. Halleluja.
(So spricht der Herr:)
Ich lasse euch nicht als Waisen zurück.
Ich komme wieder zu euch.
Dann wird euer Herz sich freuen.
Halleluja.


Evangelium vom 7. Sonntag der Osterzeit, Lesejahr B:
Joh 17,6a. 11b-19

Aus dem heiligen Evangelium nach Johannes:

In jener Zeit erhob Jesus seine Augen zum Himmel
und betete:
Vater, ich habe deinen Namen den Menschen offenbart,
die du mir aus der Welt gegeben hast.
Heiliger Vater, bewahre sie in deinem Namen,
den du mir gegeben hast,
damit sie eins sind wie wir.
Solange ich bei ihnen war,
bewahrte ich sie in deinem Namen, den du mir gegeben hast.
Und ich habe sie behütet, und keiner von ihnen ging verloren,
außer dem Sohn des Verderbens, damit sich die Schrift erfüllt.
Aber jetzt gehe ich zu dir.
Doch dies rede ich noch in der Welt,
damit sie meine Freude in Fülle in sich haben.
Ich habe ihnen dein Wort gegeben,
und die Welt hat sie gehasst, weil sie nicht von der Welt sind,
wie auch ich nicht von der Welt bin.
Ich bitte nicht, dass du sie aus der Welt nimmst,
sondern dass du sie vor dem Bösen bewahrst.
Sie sind nicht von der Welt, wie auch ich nicht von der Welt bin.
Heilige sie in der Wahrheit;
dein Wort ist Wahrheit.
Wie du mich in die Welt gesandt hast,
so habe auch ich sie in die Welt gesandt.
Und ich heilige mich für sie,
damit auch sie in der Wahrheit geheiligt sind.



Das Evangelium ist den Abschiedsreden Jesu entnommen, der Form nach aber ein Gebet. Es wird als das hohepriesterliche Gebet Jesu bezeichnet. Ein sehr dichter Text, der uns erlaubt, in das Herz Jesu hinein zu horchen. Am Anfang steht die Offenbarung des Namens Gottes mit der Bitte, dass die in seinem Namen bewahrt werden, die zu Jesus gehören. Inhalt der Bitte ist: damit sie eins sind wie wir (Vater – Sohn). Gerade diese Bitte hat, angesichts vieler auseinander gegangener Wege, die ökumenische Bewegung angesprochen und bestimmt. Der Name Gottes ist unteilbar. Die Bewahrung, um die Jesus bittet, wird zur Bewährung in der Welt. Jesus spricht davon, dass sie – „die du mir aus der Welt gegeben hast“ – „mein Freude in Fülle in sich haben“. Typisch johanneisch: der Vater hat Jesus Menschen gegeben, Jesus gibt ihnen das Wort des Vaters. In dem Wort „geben“ ist eine Beziehung angesprochen, die ganz von Gott ausgeht und zu ihm zurückführt. Den Focus allerdings legt das Evangelium darauf, dass die Menschen, die an der Sendung Jesu teilhaben, nicht von der Welt sind. Sie haben ihr Wesen und ihren Namen von dem Sohn. Spätere Ausleger haben mit paradoxen Formulierungen versucht, das Geheimnis in Worte zu fassen. Jetzt können Menschen ganz in der Welt sein, ohne ihr einen letzten Wert zu geben oder sich vereinnahmen zu lassen. Das Evangelium erlaubt, Nähe und Distanz zu beschreiben. Nimmt aber nicht, dass Jesu Jünger gelegentlich Fremde sein müssen, die einen anderen Blick wählen und gewähren. Das Evangelium, wie wir es jetzt lesen, beginnt mit der Offenbarung des Namens und endet mit der Heiligung. Offenbarung und Heiligung des Namens sind untrennbar auf einander bezogen und legen sich gegenseitig aus. “ Wie du mich in die Welt gesandt hast, so habe auch ich sie in die Welt gesandt. Und ich heilige mich für sie, damit auch sie in der Wahrheit geheiligt sind.“ Übrigens: An dieser Stelle wird Johannes zu einem wichtigen Gesprächspartner im christlich-jüdischen Dialog. Offenbarung und Heiligung des Namens Gottes, der nicht auszusprechen oder zu vereinnahmen ist, ist das hervorgehobene Thema der jüdischen Theologie. Im Gebet des Herrn, im Vaterunser, heißt es: Dein Name werde geheiligt – dein Reich komme.


Das 17. Kapitel des Johannes Evangeliums bildet den Abschluss und Höhepunkt der so genannten Abschiedsreden Jesu im Johannesevangelium. Der Text des heutigen Evangeliums, gleichsam das Mittelstück des Kapitels, wird oft als das "Fürbittgebet des Hohenpriesters Jesus" für die Jünger, die Apostel und die spätere Gemeinde bezeichnet. Jesus Christus wird hier zum Mittler zwischen den Menschen und Gott. Sein Gebet ist geprägt von der Bitte um die Einheit der Jünger. Das Vorbild dieser Einheit ist die Einheit zwischen dem Sohn und dem Vater. Die Liebe des Heiligen Geistes kann so eine neue Einheit zwischen den Jüngern ermöglichen. - Christus kann diese Gemeinschaft nicht befehlen, er kann sie nur erbitten (erbeten). Die Jünger sollen also aus der Liebe des Heiligen Geistes leben und untereinander zur Nächstenliebe bereit sein.


Ungekürzte Fassung des Evangeliums Joh 17,1-19

Aus dem heiligen Evangelium nach Johannes:

Dies sagte Jesus.
Und er erhob seine Augen zum Himmel und sprach:
Vater, die Stunde ist da.
Verherrliche deinen Sohn, damit der Sohn dich verherrlicht.
Denn du hast ihm Macht über alle Menschen gegeben,
damit er allen, die du ihm gegeben hast, ewiges Leben schenkt.
Das ist das ewige Leben:
dich, den einzigen wahren Gott, zu erkennen
und Jesus Christus, den du gesandt hast.
Ich habe dich auf der Erde verherrlicht
und das Werk zu Ende geführt, das du mir aufgetragen hast.
Vater, verherrliche du mich jetzt bei dir mit der Herrlichkeit,
die ich bei dir hatte, bevor die Welt war.
Ich habe deinen Namen den Menschen offenbart,
die du mir aus der Welt gegeben hast.
Sie gehörten dir, und du hast sie mir gegeben,
und sie haben an deinem Wort festgehalten.
Sie haben jetzt erkannt, daß alles, was du mir gegeben hast, von dir ist.
Denn die Worte, die du mir gegeben hast, gab ich ihnen,
und sie haben sie angenommen.
Sie haben wirklich erkannt, daß ich von dir ausgegangen bin,
und sie sind zu dem Glauben gekommen,
daß du mich gesandt hast.
Für sie bitte ich; nicht für die Welt bitte ich,
sondern für alle, die du mir gegeben hast;
denn sie gehören dir.
Alles, was mein ist, ist dein,
und was dein ist, ist mein;
in ihnen bin ich verherrlicht.
Ich bin nicht mehr in der Welt, aber sie sind in der Welt,
und ich gehe zu dir.
Heiliger Vater, bewahre sie in deinem Namen, den du mir gegeben hast,
damit sie eins sind wie wir.
Solange ich bei ihnen war, bewahrte ich sie in deinem Namen,
den du mir gegeben hast.
Und ich habe sie behütet,
und keiner von ihnen ging verloren,
außer dem Sohn des Verderbens,
damit sich die Schrift erfüllt.
Aber jetzt gehe ich zu dir.
Doch dies rede ich noch in der Welt,
damit sie meine Freude in Fülle in sich haben.
Ich habe ihnen dein Wort gegeben,
und die Welt hat sie gehaßt,
weil sie nicht von der Welt sind,
wie auch ich nicht von der Welt bin.
Ich bitte nicht, daß du sie aus der Welt nimmst,
sondern daß du sie vor dem Bösen bewahrst.
Sie sind nicht von der Welt,
wie auch ich nicht von der Welt bin.
Heilige sie in der Wahrheit;
dein Wort ist Wahrheit.
Wie du mich in die Welt gesandt hast,
so habe auch ich sie in die Welt gesandt.
Und ich heilige mich für sie,
damit auch sie in der Wahrheit geheiligt sind.