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12.12.2018

Lesungen 08.06.2018


1. Lesung am Fest Heiligstes Herz Jesu, Lesejahr B:
Hos 11,1. 3-4. 8a.c-9


Lesung aus dem Buch Hosea:

Als Israel jung war, gewann ich ihn lieb,
ich rief meinen Sohn aus Ägypten.  
Ich war es, der Efraim gehen lehrte,
ich nahm ihn auf meine Arme.
Sie aber haben nicht erkannt, daß ich sie heilen wollte. 
Mit menschlichen Fesseln zog ich sie an mich,
mit den Ketten der Liebe.
Ich war da für sie wie die Eltern,
die den Säugling an ihre Wangen heben.
Ich neigte mich ihm zu und gab ihm zu essen. 
Wie könnte ich dich preisgeben, Efraim,
wie dich aufgeben, Israel?  
Mein Herz wendet sich gegen mich,
mein Mitleid lodert auf. 
Ich will meinen glühenden Zorn nicht vollstrecken
und Efraim nicht noch einmal vernichten.
Denn ich bin Gott, nicht ein Mensch,
der Heilige in deiner Mitte.
Darum komme ich nicht in der Hitze des Zorns.



JHWH der Herr, hat sein Volk Israel aus der Knechtschaft in Ägypten errettet und mit ihm am Berg Sinai einen Bund geschlossen (Ex 24 - 1. Lesung von Fronleichnam). Dieser Bund Gottes mit Israel geht aber in seiner Tiefendimension weit über einen "normalen" Vertrag hinaus. Der Prophet Hosea vergleicht diesen Vertrag mit der liebenden Beziehung zwischen Eltern und deren Kind. Diese Liebe, Zuwendung und Sorge ist gleichsam die erste Erfahrung im Leben Israels. Die Geschichte des Volkes Israels mit seinem Gott ist aber geprägt durch die ständige Annahme des "Kindes", obwohl dieses immer wieder gegen seine "Eltern" rebelliert oder sich von diesen abwendet. Das Unbegreifliche ist aber auch hier in dem Hosea-Text, dass Gott weder Rache noch Zorn gegen sein Volk richtet und es wiederum in Liebe annimmt.


Ungekürzte Fassung der
1. Lesung am Fest Heiligstes Herz Jesu, Lesejahr B:
Hos 11,1-9


Lesung aus dem Buch Hosea:

Als Israel jung war, gewann ich ihn lieb,
ich rief meinen Sohn aus Ägypten. 
Je mehr ich sie rief, desto mehr liefen sie von mir weg.
Sie opferten den Baalen
und brachten den Götterbildern Rauchopfer dar. 
Ich war es, der Efraim gehen lehrte,
ich nahm ihn auf meine Arme.
Sie aber haben nicht erkannt,
daß ich sie heilen wollte. 
Mit menschlichen Fesseln zog ich sie an mich,
mit den Ketten der Liebe.
Ich war da für sie wie die (Eltern),
die den Säugling an ihre Wangen heben.
Ich neigte mich ihm zu und gab ihm zu essen. 
Doch er muß wieder zurück nach Ägypten,
Assur wird sein König sein;
denn sie haben sich geweigert umzukehren. 
Das Schwert wird in seinen Städten wüten;
es wird seinen Schwätzern den Garaus machen
und sie wegen ihrer Pläne vernichten. 
Mein Volk verharrt in der Treulosigkeit;
sie rufen zu Baal, doch er hilft ihnen nicht auf. 
Wie könnte ich dich preisgeben, Efraim,
wie dich aufgeben, Israel?
Wie könnte ich dich preisgeben wie Adma,
dich behandeln wie Zebojim?
Mein Herz wendet sich gegen mich,
mein Mitleid lodert auf. 
Ich will meinen glühenden Zorn nicht vollstrecken
und Efraim nicht noch einmal vernichten.
Denn ich bin Gott, nicht ein Mensch,
der Heilige in deiner Mitte.
Darum komme ich nicht in der Hitze des Zorns.


Antwortpsalm am Herz-Jesu-Fest (B)
Jes 12,2-6

R: Ihr werdet Wasser schöpfen voll Freude den Quellen des Heils. – R


Gott ist meine Rettung,
ihm will ich vertrauen und niemals verzagen.
Denn meine Stärke und mein Lied ist der Herr.
Er ist für mich zum Retter geworden. - (R)

Ihr werdet Wasser schöpfen voll Freude
aus den Quellen des Heils.
Dankt dem Herrn! Ruft seinen Namen an!
Macht seine Taten unter den Völkern bekannt,
verkündet: Sein Name ist groß und erhaben! - (R)

Preist den Herrn; denn herrliche Taten hat er vollbracht;
auf der ganzen Erde soll man es wissen.
Jauchzt und jubelt, ihr Bewohner von Zion;
denn groß ist in eurer Mitte der Heilige Israels. - R


2. Lesung am Fest Heiligstes Herz Jesu. Lesejahr B:
Eph 3,8-12. 14-19


Lesung aus dem Brief des Apostel Paulus an die Epheser:

Mir, dem Geringsten unter allen Heiligen,
wurde diese Gnade geschenkt:
Ich soll den Heiden als Evangelium
den unergründlichen Reichtum Christi verkündigen 
und enthüllen, wie jenes Geheimnis Wirklichkeit geworden ist,
das von Ewigkeit her in Gott, dem Schöpfer des Alls, verborgen war. 
So sollen jetzt die Fürsten und Gewalten des himmlischen Bereichs
durch die Kirche Kenntnis erhalten
von der vielfältigen Weisheit Gottes, 
nach seinem ewigen Plan,
den er durch Christus Jesus, unseren Herrn, ausgeführt hat. 
In ihm haben wir den freien Zugang
durch das Vertrauen, das der Glaube an ihn schenkt. 
Daher beuge ich meine Knie vor dem Vater, 
nach dessen Namen
jedes Geschlecht im Himmel und auf der Erde benannt wird, 
und bitte,
er möge euch aufgrund des Reichtums seiner Herrlichkeit schenken,
daß ihr in eurem Innern durch seinen Geist an Kraft und Stärke zunehmt. 
Durch den Glauben wohne Christus in eurem Herzen.
In der Liebe verwurzelt und auf sie gegründet, 
sollt ihr zusammen mit allen Heiligen dazu fähig sein,
die Länge und Breite,
die Höhe und Tiefe zu ermessen 
und die Liebe Christi zu verstehen,
die alle Erkenntnis übersteigt.
So werdet ihr mehr und mehr von der ganzen Fülle Gottes erfüllt.



In Jesus Christus hat sich Gott den Menschen in vollkommener Weise offenbart und der Apostel Paulus ist nun berufen, dies den Heiden mitzuteilen. Hierbei handelt es sich gleichsam um den "Plan der Liebe Gottes" allen Menschen gegenüber. Der Apostel bittet daher im zweiten Teil der Lesung folgerichtig für die Erkenntnis der Gemeinden, damit sie fähig werden, die ganze Tiefe und Dimension der Liebe Gottes zu den Menschen zu ermessen. Diese Erkenntnis ist zugleich Glaube und Liebe.


Ungekürzte Fassung der
2. Lesung am Fest Heiligstes Herz Jesu, Lesejahr B:
Eph 3,8-19


Lesung aus dem Brief des Apostel Paulus  an die Epheser:

Mir, dem Geringsten unter allen Heiligen,
wurde diese Gnade geschenkt:
Ich soll den Heiden
als Evangelium den unergründlichen Reichtum Christi verkündigen 
und enthüllen, wie jenes Geheimnis Wirklichkeit geworden ist,
das von Ewigkeit her in Gott, dem Schöpfer des Alls, verborgen war. 
So sollen jetzt die Fürsten und Gewalten des himmlischen Bereichs
durch die Kirche Kenntnis erhalten von der vielfältigen Weisheit Gottes, 
nach seinem ewigen Plan,
den er durch Christus Jesus, unseren Herrn, ausgeführt hat. 
In ihm haben wir den freien Zugang
durch das Vertrauen, das der Glaube an ihn schenkt. 
Deshalb bitte ich euch, nicht wegen der Leiden zu verzagen,
die ich für euch ertrage,
denn sie sind euer Ruhm. 
Daher beuge ich meine Knie vor dem Vater, 
nach dessen Namen jedes Geschlecht
im Himmel und auf der Erde benannt wird, 
und bitte, er möge euch aufgrund des Reichtums seiner Herrlichkeit schenken,
daß ihr in eurem Innern durch seinen Geist an Kraft und Stärke zunehmt. 
Durch den Glauben wohne Christus in eurem Herzen.
In der Liebe verwurzelt und auf sie gegründet, 
sollt ihr zusammen mit allen Heiligen dazu fähig sein,
die Länge und Breite,
die Höhe und Tiefe zu ermessen 
und die Liebe Christi zu verstehen,
die alle Erkenntnis übersteigt.
So werdet ihr mehr und mehr von der ganzen Fülle Gottes erfüllt.


Ruf vor dem Evangelium zum Hochfest des Heiligsten Herzens Jesu
Mt 11,29ab

Halleluja. Halleluja.
(So spricht der Herr:)
Nehmt mein Joch auf euch und lernt von mir;
denn ich bin gütig und von Herzen demütig.
Halleluja.

Oder:
vgl. 1 Joh 4,10b

Halleluja. Halleluja.
Gott hat uns geliebt
und seinen Sohn gesandt als Sühne für unsere Sünden.
Halleluja.


Evangelium am Fest Heiligstes Herz Jesu, Lesejahr B:
Joh 19,31-37


Aus dem heiligen Evangelium nach Johannes:

Weil Rüsttag war
und die Körper während des Sabbats nicht am Kreuz bleiben sollten,
baten die Juden Pilatus,
man möge den Gekreuzigten die Beine zerschlagen
und ihre Leichen dann abnehmen;
denn dieser Sabbat war ein großer Feiertag. 
Also kamen die Soldaten
und zerschlugen dem ersten die Beine,
dann dem andern, der mit ihm gekreuzigt worden war. 
Als sie aber zu Jesus kamen
und sahen, daß er schon tot war,
zerschlugen sie ihm die Beine nicht, 
sondern einer der Soldaten stieß mit der Lanze in seine Seite,
und sogleich floß Blut und Wasser heraus. 
Und der, der es gesehen hat,
hat es bezeugt, und sein Zeugnis ist wahr.
Und er weiß, daß er Wahres berichtet,
damit auch ihr glaubt. 
Denn das ist geschehen, damit sich das Schriftwort erfüllte:
Man soll an ihm kein Gebein zerbrechen. 
Und ein anderes Schriftwort sagt:
Sie werden auf den blicken, den sie durchbohrt haben.



Die drei anderen Evangelisten berichten von außerordentlichen Ereignissen (Erdbeben, Tempelvorhang zerreißt...) beim Tod Jesu. Nur Johannes erzählt eine Begebenheit, deren Bedeutung zuerst nicht offen zutage liegt. Im Anschluss an Ex 12 stirbt Jesus - das Lamm Gottes - gerade zu der Stunde, in der die Paschalämmer im Tempel geschlachtet werden. In der Durchbohrung der Seite Jesu sieht der Evangelist die Erfüllung zweier Schriftstellen. Einerseits ist Jesus das Paschalamm, dem man keinen Knochen zerbricht (Ex 12,46), und er ist der Hirt, von dem der Prophet Sacharja (Sach 12,10) ähnlich spricht wie der Prophet Jesaja vom leidenden Gottesknecht. Blut und Wasser bedeuten die sich verströmende Liebe Christi, die alle Menschen errettet und zum Heil führt.