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18.07.2018

Pfarrer Bernd Kösling verstorben

Pfarrer Bernd Kösling
Pfarrer Bernd Kösling

Am 26. Juni 2018 ist Pfarrer Bernd Kösling, ein engagierter Mitarbeiter des Predigtforums, im Alter von 55 Jahren verstorben. - Anfang Februar bat Bernd Kösling mit folgenden Zeilen um eine Pause: "Ich muss leider sämtliche Termine für das Predigt Forum absagen. Leider habe ich eine schwere Krebsdiagnose bekommen ...  Tut mir leid. Wenn es wieder geht, melde ich mich natürlich und mache gerne auch weiter. Denn es macht mir viel Freude." - Wir vermissen einen engagierten Verkündiger der Frohen Botschaft. R.I.P.

Kontexte 25.12.2017


Die Theologie von Weihnachten

Aus: Dietrich Steinwede (Hg.), Jetzt ist die Zeit der Freude. Weihnachtliche Texte. Verlag Ernst Kaufmann, Lahr 2011.


Ihre bald 2000 Jahre alte Überlieferung, ihre sprachliche Form und ihre - bei aller Volkstümlichkeit des Inhaltes - theologische Tiefe haben der Weihnachtsgeschichte des Lukas (Lk 2,1-20) einen Glanz verliehen, der auch in unseren Tagen die gesellschaftliche und kommerzielle Überfremdung des Festes immer noch zu überstrahlen vermag.

Doch es gilt, der Entstehung dieser Geschichte nachzugehen. Detlev Block versucht das in seinen liedhaften Zeilen, die wichtige theologische Information weitergeben: Ostern ist Weihnachten vorgeordnet! Das den Auferstandenen umstrahlende Osterlicht ist Ursprung des Lichtes von Weihnachten. Die Ostersonne (Markus 16,2) hinter dem Kopf des Auferstandenen ist, dies wird vor allem in mittelalterlichen Bildern deutlich, identisch mit der Weihnachtssonne hinter dem Kopf des Krippenkindes. Da gibt es keine Differenz. Und darum kann Christian Keimann mit Blick auf Jesus in der Krippe 1646 bekennen:
            Wonne, Wonne über Wonne:
            Christus ist die Gnadensonne.
                        aus EG 34,1

Und Friedrich Spee sang schon 1622:
            O klare Sonn, du schöner Stern,
            dich wollten wir anschauen gern.
            O Sonn, geh auf, ohn deinen Schein
            in Finsternis wir alle sein.
                        EG 7,5

Entstanden etwa 60 Jahre nach dem Tod Jesu, ist die Weihnachtsgeschichte des Lukas Glaubenszeugnis. Niemand um das Jahr 90 wusste noch etwas von der realen Geburt des Kindes Jesus in der Zeit des Kaisers Augustus. Doch der auf Ostern gegründete Glaube an Christus als den Sohn Gottes erfüllte die christliche Gemeinde um 90 zutiefst. Und als die Frage nach der Geburt des Christus Jesus aufkam, konnte sie sich diese nur in Bildern des Alten Testamentes vorstellen. Der Messias konnte nur - zugleich zu den Armen - in Licht und Herrlichkeit Gottes gekommen sein. So entstand die Erzählung von der Armutsgeburt in der Höhle und der Lichtbotschaft gottgesandter Engel zugleich. Lukas schrieb sie auf, eine Geschichte, die das Weihnachtsfest der Christen auf Jahrtausende hin begründen sollte.


Historisch belegen lässt sich das alles nicht. Folgendes aber ist historisch wahrscheinlich: Im Jahr 7 vor wird Jesus als Sohn von Maria und Josef an unbekanntem Ort in Palästina geboren. Der Erwachsene wird von Johannes am Jordan getauft. Von 27 - 30 verkündet er in den Dörfern Galiläas in bildkräftig erzählender Rede den Anbruch der Herrschaft Gottes unter den Menschen. Zugleich heilt er viele. Junge Männer und Frauen folgen ihm. Mit Gesetzeslehrern diskutiert er die sachgemäße Auslegung der Tora. Im Jahr 30 beim Passafest in Jerusalem festgenommen und verurteilt, erleidet er einen elenden Tod am Schandkreuz der römischen Fremdherren. Danach aber als der Lebendige erfahren, wird er von den Seinen als ,Messias', ,Christus' ins Bekenntnis aufgenommen. Bald schon erzählt man wundersame Geschichten von ihm.



Sage, wo ist Bethlehem?

Rudolf Otto Wiemer in: Dietrich Steinwede (Hg.), Jetzt ist die Zeit der Freude. Weihnachtliche Texte. Verlag Ernst Kaufmann, Lahr 2011.


Sage, wo ist Bethlehem?
Wo die Krippe? Wo der Stall?
Mußt nur gehen, mußt nur sehen -
Bethlehem ist überall.

Sage, wo ist Bethlehem?
Komm doch mit, ich zeig es dir!
Mußt nur gehen,
mußt nur sehen -
Bethlehem ist jetzt und hier.

Sage, wo ist Bethlehem?
Liegt es tausend Jahre weit?
Mußt nur gehen,
mußt nur sehen -
Bethlehem ist jederzeit.

Sage, wo ist Bethlehem?
Wo die Krippe? Wo der Stall?
Mußt nur gehen,
mußt nur sehen -
Bethlehem ist überall.



In einer Gegend

Wilhelm Willms in: Dietrich Steinwede (Hg.), Jetzt ist die Zeit der Freude. Weihnachtliche Texte. Verlag Ernst Kaufmann, Lahr 2011.


plötzlich
unverhofft
mitten im kalten winter
in der nacht
in einem milieu
wo man es nicht vermutete
in einer gegend ...
die ...
ja die gegend
betlehems felder
wissen sie wo das ist
da ganz am rand der weit
da hat der himmel
die erde geküsst

maria

und da
ist ein ros entsprungen
aus einer wurzel zart
mitten im kalten winter
wohl zu der halben nacht

Wir danken dir, verborgener Gott

wir danken dir
verborgener gott
daß du uns deine stimme
hast hören lassen
deine stimme
im geburtsschrei
eines kindes
im geburtsschrei
einer neuen weit

Wir danken dir, weiser Gott

wir danken dir
weiser gott
für das kind
auf stroh
das uns menschen
einfacher
weiser
menschlicher
und göttlicher
macht



Der Heiland

Hermann Hesse in: Gedichte zur Weihnacht. Hg. Von Stephan Koranyi und Gabriele Seifert. Verlag Reclam, Stuttgart 2009.


Immer wieder wird er Mensch geboren,
Spricht zu frommen, spricht zu tauben Ohren,
Kommt uns nah und geht uns neu verloren.

Immer wieder muß er einsam ragen,
Aller Brüder Not und Sehnsucht tragen,
Immer wird er neu ans Kreuz geschlagen.

Immer wieder will sich Gott verkünden,
Will das Himmlische ins Tal der Sünden,
Will ins Fleisch der Geist, der ewige, münden.

Immer wieder, auch in diesen Tagen,
Ist der Heiland unterwegs, zu segnen,
Unsern Ängsten, Tränen, Fragen, Klagen
Mit dem stillen Blicke zu begegnen,
Den wir doch nicht zu erwidern wagen,
Weil nur Kinderaugen ihn ertragen.



Die Engelsbotschaft

Aus: Augustin Schmied, Für uns gekommen. Biblische Betrachtungen zur Advents- und Weihnachtszeit. Verlag Neue Stadt, München Zürich Wien 2016.


In der Botschaft „des Engels" an die Hirten und im Lobpreis der Engelchöre lässt Lukas die Bedeutung der Geburt Jesu voll zum Ausdruck kommen. Dem Volk Gottes und darüber hinaus den Menschen insgesamt (vgl. Lk 3,23.38) ist „der Retter" gesandt (2,11). „Große Freude" wird verkündet (2,10). „Freude" ist ein Stichwort, das im Evangelium des Lukas vom Anfang (1,14) bis zum Ende (24, 41.52) immer wieder aufklingt. Dem Wort des Engels an die Hirten folgt ein Lobpreis Gottes durch ein großes Engelheer: „Verherrlicht ist Gott in der Höhe, und auf Erden ist Friede bei den Menschen seiner Gnade" (2,13f). Was in der Geburt Jesu seinen Anfang nimmt, ist „Verherrlichung Gottes". Gott wird offenbar als der Große und Heilige - und zwar dadurch, dass er sich den Menschen mit seiner barmherzigen Liebe zuwendet. Die Menschen erfahren die „Gnade" Gottes, das heißt den Heilswillen Gottes. Es geht nicht unmittelbar um den „guten Willen" der sich öffnenden Menschen, wie das Engelwort oft gedeutet wurde. Wenn vom „Frieden" die Rede ist, den Gott schenkt, dann ist damit ein alle Bereiche umfassendes Heil („schalom") gemeint, ein Heil, das nur Gott schenken kann.

Den Hirten wurde gesagt, dass ihnen im Krippenkind ein „Zeichen" gegeben sei (2,12). „Die Vorstellung von dem ,Kind im Futtertrog' mag ähnlich wie die von ,Mose im Binsenkörbchen (Ex 2,3) zeichenhafte Bedeutung haben": Gott hat Großes vor mit diesem Kind. „Das eigentliche Paradoxon liegt jedoch in der Armut der Umstände. Eine Ermutigung „für die ,Armen im Lande', an die sich Lukas in besonderer Weise wendet" (Josef Ernst).  



Verrückte Weihnachten

(Johann Pock, Weihnachten 2017)


Gott muss verrückt sein!
Da ist er der Schöpfer der ganzen Welt,
lebt im Himmel,
umgeben von Engeln und Heiligen.

Und was macht Gott?
Er wird Mensch!
Er steigt aus der Unendlichkeit
in die Endlichkeit,
aus der Ordnung in das Chaos,
aus dem Paradies auf die Erde.

Damit aber
macht Gott auch die Menschen verrückt:
er ver-rückt sie in seine Nähe
er rückt ihre Schuld zurecht
er ent-rückt sie aus der Todessphäre.

Der Sohn Gottes in einer Krippe,
der Allmächtige als hilfsbedürftiges Kind
zeigt, dass man als gläubiger Mensch
wohl ein bisschen verrückt sein muss.

Aber gerade als Verrückte
sind wir Gott ähnlich,
und Weihnachten ist das Fest
eines verrückten Gottes.



Fürchtet euch nicht!

Hans Pock, Weihnachten 2016



Einer wird kommen

Ilse Pauls



Du, der du ein König bist

Ilse Pauls



Die Hirten auf dem Feld

Johannes Toegel. Weihnachten für Erwachsene. Verborgene Schätze. Styria Verlag, Wien Graz Klagenfurt 2015.



Krippe und Christbaum

Aus: Peter B. Steiner, Glaubensästhetik. Wie sieht unser Glaube aus? 99 Beispiele und einige Regeln. Verlag Schnell & Steiner GmbH, Regensburg 2008.



Gott ist Mensch geworden

Aus: Peter B. Steiner, Glaubensästhetik. Wie sieht unser Glaube aus? 99 Beispiele und einige Regeln. Verlag Schnell & Steiner GmbH, Regensburg 2008.



Adam und Eva an der Krippe

Aus: Peter B. Steiner, Glaubensästhetik. Wie sieht unser Glaube aus? 99 Beispiele und einige Regeln. Verlag Schnell & Steiner GmbH, Regensburg 2008.



Lichtblicke

Tageszeitung Die Presse am 18.12.2015 http://diepresse.com/home/politik/aussenpolitik/4890660



Fremdenliebe ist Nachahmung Gottes

Copyright 2015 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich - (www.kathpress.at) Alle Rechte vorbehalten.



NGOs schlagen Alarm für die Flüchtlingsversorgung

Copyright 2015 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich - (www.kathpress.at) Alle Rechte vorbehalten.



Wie uns Gott erscheint

Aus: Joop Roeland, Die Stimme eines dünnen Schweigens. Die Quelle Verlag Feldkirch 1992.



Von der Stille der Heiligen Nacht

Aus: Andrea Schwarz, Gib dem Engel eine Chance. Gedanken und Geschichten zu Weihnachten. Herder Verlag, Freiburg Basel Wien 2013.



Menschwerdung

Christine Philipsen in: Du bist der Atem meines Lebens. Das Frauengebetbuch. Herausgegeben von Benedikta Hintersberger OP, Andrea Kett, Hildegard Keul, Aurelia Spendel OP. Schwabenverlag / KlensVerlag, Ostfildern 2010.



Der christliche Menschwerdungsgedanke

Oscar Wilde in: Wahres Glück wächst in der Stille. Aus den Quellen der Weisheit. Herausgegeben von Christian Leven. Herder Verlag, Freiburg Basel Wien 2007.



Höchstes Licht

Johannes Zwick (1545), in: L EG 441



Engel und Sterne

Aus: joop roeland, wie die worte das fliegen lernten. Otto Müller Verlag, Salzburg 2006.



Stille Nacht! Heilige Nacht

Gotteslob



Weihnachten – Fest der Geschichte

Karl Rahner, Das große Kirchenjahr, Herder-Verlag, Wien-Freiburg, 1987.



Ein einziger Tag im Jahr gehört der Liebe.

Peter Rosegger, Zeitschrift „Heimgarten“, 24.12.1907



Jesus, die Gabe Gottes

Unser Glaube, Herder-Verlag,1990.



Gottes Traum

Johannes Bours, Der Mensch wird des Weges geführt, den er wählt, Freiburg 1986.



Was sollen wir bringen?

Josef Ratzinger, Benedikt XVI, Der Segen der Weihnacht, Meditationen, Freiburg 2005.



Gott begegnen im Mitmenschen

Roland Breitenbach, Sechs Minuten Predigten von A bis Z, Freiburg 2008.



"Jesus kommt aus einem armen Elternhaus" - Wirklich?

Werner Tiki Küstenmacher, Die 3 Minuten Bibel, München 2006.



Offener Himmel ...



Du leiseste aller Geburten

Nelly Sachs, Gedichte



Wie der heilige Franz

P. Anton Rotzetter http://downloads.directserver.org/1/10/1/76778834362312621016.pdf



Suchen und finden

Paul Weismantel http://downloads.directserver.org/1/10/1/76778834362312621016.pdf



Loben und preisen

Aus: Gustav Schörghofer, danke tausendmal. Wie positives Denken und Dankbarkeit das Leben verändern. Styria Verlag, Wien Graz Klagenfurt 2011.



Staunender Hirte

Paul Weismantel



Gebet

Heribert Arens ofm in: Reinhard Kürzinger / Bernhard Sill (Hrsg.), Das große Buch der Gebete. Über 800 alte und neue Gebetstexte für jeden Anlass. Lizenzausgabe für Verlag HOHE GmbH, Erfstadt 2007.



Auf Goldgrund

Aus: Hubertus Halbfas, Glaubensverlust. Warum sich das Christentum neu erfinden muss. Patmos Verlag, Ostfildern 2011.



Mit den Hirten will ich gehen

Emil Quandt (1880), EG 544 (Ausgabe Rheinland).



Geburt Christi

Rainer Maria Rilke, Sämtliche Werke. Hrsg. Rilke-Archiv. 1. Band: Gedichte. Erster Teil, Frankfurt: Insel 1955.



Verlässliches Paradies

Eva Demski, Frankfurter Anthologie - Kindheit als verlässliches Paradies, FAZ 17.12.2005.



Wie der Esel zu seinem Kreuzzeichen kam

Abt Albert Altenähr OSB, Weihnachtsbrief der Abtei Kornelimünster http://www.abtei-kornelimuenster.de/Spirituelles/Kirchenjahr/Weihnachten/Weihnachten%202005.htm



Wer sich auf den Weg nach Bethlehem macht

P. Benedikt Grimm OFM http://www.vierzehnheiligen.de/de/gebete-texte-lieder/texte-zum-nachdenken-nr65.php



Lieder und Gebete

Aus: Lothar Zenetti, Auf seiner Spur. Texte gläubiger Zuversicht. Matthias-Grünewald-Verlag Mainz 2000 (32002), Topos plus Taschenbücher Nr. 327.



Der Stern ist da und leuchtet

Aus: Karl Rahner, Kleines Kirchenjahr. Ein Gang durch den Festkreis. Herderbücherei, Bd. 901, Freiburg/Basel/Wien: Herder 1981. Karl Rahner, Von der seligen Reise des gottsuchenden Menschen Gedanken zum Fest der Erscheinung des Herrn, in: Geist und Leben 22 (1949).



Er ist schon da!

Bernhard von Clairvaux



Der Anfang des Gebetes

Bischof Klaus Hemmerle



Gehen

Karl Rahner



Ein Weg fängt an

Schwarz, Andrea; Wenn ich meinem Dunkel traue, Auf der Suche nach Weihnachten. Herder, Freiburg 1993.



Wohin

Edith Stein