23.05.2018

Kontexte 18.02.2018


Lass uns den Weg der Gerechtigkeit gehen

Nach dem spanischen Anunciaremos tu reino Senor von Maria Pilar Figuerea 1965, übertragen von Diethard Zils und Christoph Lehmann 1983 in: EG 675.


Lass uns den Weg der Gerechtigkeit gehen,
dein Reich komme, Herr, dein Reich komme.
Dein Reich in Klarheit und Frieden,
Leben in Wahrheit und Recht.
Dein Reich komme, Herr, dein Reich komme.

Lass uns den Weg der Gerechtigkeit gehen,
dein Reich komme, Herr, dein Reich komme.
Dein Reich des Lichts und der Liebe
lebt und geschieht unter uns.
Dein Reich komme, Herr, dein Reich komme.

Lass uns den Weg der Gerechtigkeit gehen,
dein Reich komme, Herr, dein Reich komme.
Wege durch Leid und Entbehrung
Führen zu dir in dein Reich.
Dein Reich komme, Herr, dein Reich komme.

Lass uns den Weg der Gerechtigkeit gehen,
dein Reich komme, Herr, dein Reich komme.
Sehen wir in uns einen Anfang,
endlos vollende dein Reich.
Dein Reich komme, Herr, dein Reich komme.



Die Erde ist des Herrn

Jochen Rieß 1985 in: EG 677.


Die Erde ist des Herrn. Geliehen ist der Stern, auf dem wir leben.
Drum sei zum Dienst bereit, gestundet ist die Zeit, die uns gegeben.

Gebrauche deine Kraft. Denn wer was Neues schafft, der lässt uns hoffen.
Vertraue auf den Geist, der in die Zukunft weist. Gott hält sie offen.

Geh auf den andern zu. Zum Ich gehört ein Du, um Wir zu sagen.
Leg deine Rüstung ab. Weil Gott uns Frieden gab, kannst du ihn wagen.

Verlier nicht die Geduld. Inmitten aller Schuld ist Gott am Werke.
Denn der in Jesus Christ ein Mensch geworden ist, bleibt unsre Stärke.



Die Apokalypse ist gut für die Menschheit

http://www.sueddeutsche.de/kultur/kulturgeschichte-die-apokalypse-ist-gut-fuer-die-menschheit-1.3075776 - 14. Juli 2016


Seit 2000 Jahren denkt der Mensch über das Ende der Welt nach. Das hinterlässt Spuren, sagt Historiker Johannes Fried: ohne Apokalypse kein Atomausstieg und keine Flüchtlingshilfe.

Interview von Hannes Vollmuth

Ganzer Beitrag:
http://www.sueddeutsche.de/kultur/kulturgeschichte-die-apokalypse-ist-gut-fuer-die-menschheit-1.3075776



Weltende

https://de.wikipedia.org/wiki/Weltende_(Jakob_van_Hoddis)


Dem Bürger fliegt vom spitzen Kopf der Hut,
In allen Lüften hallt es wie Geschrei,
Dachdecker stürzen ab und gehn entzwei
Und an den Küsten – liest man – steigt die Flut.

Der Sturm ist da, die wilden Meere hupfen
An Land, um dicke Dämme zu zerdrücken.
Die meisten Menschen haben einen Schnupfen.
Die Eisenbahnen fallen von den Brücken.

Weltende ist ein Gedicht von Jakob van Hoddis und ein Werk der in der Wiege liegenden expressionistischen Apokalypse. 1911 wurde es in der Berliner Zeitschrift Der Demokrat erstmals veröffentlicht.

In der ersten Strophe beschreibt der lyrische Sprecher das Weltende mit ungewöhnlichen Bildern: Bürger haben spitze Köpfe, Dachdecker „gehn entzwei“. Nur die steigende Flut ist ein Bild, das zumindest der judäo-christlich geprägte Leser erwarten würde, doch dieses realer erscheinende Bild wird nur durch ein Medium vermittelt, während die Verse davor eine unmittelbare Schilderung boten.

Die Flut wird in der zweiten Strophe wieder durch ein ungewöhnliches Bild aufgenommen: Die Meere hupfen. Gleichzeitig wird den Meeren eine Intention unterstellt (Personifizierung), nämlich „dicke Dämme zu zerdrücken“ (Stabreim). Der dritte und vierte Vers setzen wieder den Reihungsstil aus der ersten Strophe fort. Dabei kontrastiert der „Schnupfen“ mit dem Szenario, dass Eisenbahnen von den Brücken fallen.

Um 1910 existierte eine reale apokalyptische Angst vor dem Halleyschen Kometen: Man hatte Angst, dass er mit der Erde zusammenstößt...

Der Text sucht die Expression für die sich stark ändernde Wirklichkeit (das bröckelnde Kaiserreich, der technische Fortschritt) und entgleist semantisch wie die Eisenbahn. Die Bildlichkeit vermittelt dabei eine neue Art der Wahrnehmung, demgegenüber bleiben die formalen Aspekte (Metrum, Reim, Strophenbau) konventionell. Inwiefern das Gedicht sich über die Untergangsängste der Zeitgenossen lustig macht, muss offen bleiben. Die 1912 beginnende geistige Umnachtung des Dichters liefert eine weitere Interpretation für den in kuriosen Einzelbildern imaginierten Weltuntergang.



Fasten aus Solidarität: Kirche rät zu Auto- und Fleischverzicht

Copyright 2015 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich
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Zwangsbefreiung mit spirituellem Mehrwert

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Fasten der Benediktiner: Verzichten, Entrümpeln, Lesen und Beten

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Daß Jesus siegt, bleibt ewig ausgemacht

Johann Christoph Blumhardt (1852) in: EG 375.



Jesu, hilf siegen, du Fürste des Lebens

Johann Heinrich Schröder (1695): EG 373.



Invokavitpredigt

Martin Luther , 4. Invokavitpredigt 1522.



Zwielicht

Eberhard Jüngel, Unterbrechungen - Predigten IV, Stuttgart: Radius Verlag 2003.



Zeit zur Umkehr

Wolfgang Huber, Rede zum Johannisempfang der Evangelischen Kirche in Deutschland am 2.7.2009 in der Französischen Friedrichstadtkirche zu Berlin, in: ders., Wenn ihr umkehrt, wird euch geholfen oder: Anmerkungen zur globalen Finanzmarkt- und Wirtschaftskrise, Frankfurt: Hansisches Druck- und Verlagshaus 2010.



Politik des Brotes

Stephan U. Neumann, Redakteur der Wochenzeitschrift CHRIST IN DER GEGENWART, Freiburg i. Br. in: Mein Glaube in Bewegung. Stellungnahmen aus Religion, Kultur und Politik, hrsg von Johannes Röser. Herder Verlag Freiburg Basel Wien 2008.



Verbittert

Aus: Pierre Stutz, Du hast mir Raum geschaffen. Psalmengebete. Claudius Verlag 1997(2).



Meine Zeit in deinen Händen

Aus: Andrea Schwarz, Du Gott des Weges segne uns. Herder Verlag Freiburg Basel Wien, o. J.



Eine Kirche, die die Gesellschaft braucht

Aus: Helmut Krätzl, Eine Kirche, die Zukunft hat. 12 Essays zu scheinbar unlösbaren Kirchenproblemen. Styria Verlag Wien Graz Klagenfurt 2007.



Und dann müssten den schönen Worten noch konkrete Taten folgen

Markus Rohrhofer in: DER STANDARD, Printausgabe, 14./15.2.2009) http://derstandard.at/?id=1234507039665



Wie wär's mit Nachdenken?

MICHAEL FLEISCHHACKER in: DiePresse.com - 20.02.2009 | 19:00 michael.fleischhacker@diepresse.com



Der Super-Mega-Giga-Wahn

Josef Kirchengast in: DER STANDARD, Printausgabe, 23.2.2009 22. Februar 2009, 18:42 MEZ http://derstandard.at/?id=1234507709087 © 2009 derStandard.at