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16.10.2018

Kontexte 10.06.2018


Mein Glaube

August Strindberg in: Die schönsten Gebete der Welt. Der Glaube großer Persönlichkeiten. Zusammengestellt von Christop Einiger. Südwest Verlag, München 1964.


Wenn ich mich Christ nenne, so geschieht es, weil ich Christus als eine Macht, eine Kraftquelle anerkenne, aus der ich durch das Gebet Kraft schöpfe, die Beschwerden des Lebens einigermaßen zu ertragen. Gleichzeitig aber gestehe ich, daß ich die Versöhnungslehre mit dem Opfertod nicht zu fassen oder zu erklären vermag; das ist jedoch kein Fehler der Lehre, sondern ein Mangel auf meiner Seite, und ich habe nicht das Recht, die Tatsache zu leugnen, nur weil ich sie nicht verstehe.

... Kampf zwischen Heidentum und Christentum, das ist der Streit, der heute die Welt erfüllt. Aber ebenso sicher wie das Christentum neueren Datums als das Heidentum ist, ebenso sicher wird auch die Zukunft dem Christentum gehören, selbst wenn die Äfflinge auch augenblicklich in Mehrheit sind.

... Fällt der Gottesfürchtige zu Boden, so steht er wieder auf, bürstet sich ab und geht weiter; der Gottlose aber bleibt im Dreck liegen.

... Beten aber arbeiten, leiden aber hoffen, das eine Auge zur Erde, das andere zu den Sternen gerichtet; sich nicht festsetzen noch niederlassen; es gilt ja eine Fußwanderung; kein Heim, sondern eine Gastwirtschaft, eine Posthalterei; die Wahrheit suchen, denn sie existiert ...

August Strindberg, 1849—1912; Schwedens größter Naturalist und einflußreichste Gestalt der Jahrhundertwende, hervorragender Dramatiker.



Indisches Gebet

Aus: Die schönsten Gebete der Welt. Der Glaube großer Persönlichkeiten. Zusammengestellt von Christop Einiger. Südwest Verlag, München 1964.


Du bist meine Mutter,
Du bist auch mein Vater;
Du bist mein Verwandter,
Du bist auch mein Freund;
Du bist meine Erziehung,
Du bist auch mein Reichtum.
Oh Gott der Götter —
Du bist für mich alles!

(Hinduistisch)



Licht sein

Gebet zu Psalm 146: LPs 590, aus: Altspanische Gebete zum Kirchenjahr. Ausgewählt, übersetzt und kommentiert von Anton Thaler. Benziger Verlag, Zürich Einsiedeln Köln 1980.


Herr, du baust dein Jerusalem in den Heiligen auf.
Du sammelst die Gläubigen,
die zerstreut sind
in deine Einheit.
Wir bekennen dir reuigen Herzens
mit Zither und Psalmengesang unsern Glauben:
Du zählst die Gläubigen wie die Zahl der Sterne
und sorgst dich um ihre Plage; und Wunden.
Du bedeckst den Himmel mit Wolken
und bereitest der Erde Regen.
Hilf allen, die deiner Kirche anhangen,
an deinem Firmament wie Sterne zu leuchten
und durch das Geschenk deiner Gnade
auch von deinem Lohn empfangen zu dürfen.



Heilger Geist, du Tröster mein

Martin Moller (1584) nach der Sequenz "Veni sancte Spiritus et emitte" des Stephan Langton um 1200, in: EG 128.



Jesu, hilf siegen, du Fürste des Lebens

Johann Heinrich Schröder (1695) in: EG 373.



Christe, du bist der helle Tag,

Erasmus Alber um 1536 nach dem Hymnus »Christe qui lux es et dies« vor 534 In: EG 469.



Laß uns den Weg der Gerechtigkeit gehn

Nach dem spanischen "Anunciaremos tu reino Señor" von Maria Pilar Figuera 1965 übertragen von Diethard Zils und Christoph Lehmann 1983 in: EG 675.