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24.10.2018

Kontexte 29.07.2018


Wunderbericht

Aus: Alfons Jestl, Zwischen Liebe und Liebe gespalten, Verlagsanstalt Tyrolia, Innsbruck 1995.


Immer mehr
pfeif ich auf die Wunder die großmächtigen
nie fallen sie vom Himmel
Aus der Erde
aus deinem Körper
aus deinem Mund
aus dir
kommen die neuen Wundergeschichten
Aber
deine Worte schimmern
unscheinbar



Der große Herr Ich

Aus: Phil Bosmans, In dir liegt das Glück, Verlag Herder, Freiburg Basel Wien 1990.


Jeden Tag begegnen wir Herrn Ich.
Herr Ich ist leicht zu erkennen.
Er sagt immer: Ich, ich, ich.
Herr Ich ist voll von sich.
Seine Worte sind die wichtigsten,
seine Gedanken die besten,
seine Erlebnisse die aufregendsten,
seine Wünsche die dringendsten,
seine Leiden die schlimmsten.
Alles dreht sich um ihn.
Wo er ist, ist der Mittelpunkt der Welt.
Herr Ich ist sehr beschäftigt.
Er hat nie Zeit für andere.
Herr Ich wohnt in jedem Menschen.
Setzen wir diesen Egoisten vor die Tür!
Fühlen wir mit unseren Mitmenschen,
teilen wir ihre Freuden und Leiden.
Wir Menschen gehören zusammen,
wir sind füreinander unentbehrlich.



Ein unvergessliches Erlebnis

Aus: Lothar Zenetti, Die wunderbare Zeitvermehrung. Variationen zum Evangelium, Verlag Pfeiffer 1979.


„Fünf Gerstenbrote und zwei Fische..."
Eigentlich schade, daß wir die biblischen Geschehnisse, vor allem auch die Wunder nur aus den meist recht knappen Berichten der Evangelien kennen. In einem Fall stellte sich jetzt allerdings heraus, daß auch eine Gruppe deutscher Touristen zufällig dabei war. Einer davon berichtete in einem Brief an die Familie daheim.

Meine Lieben!
Viele Grüße aus dem Heiligen Land. Heute waren wir am See Gennesaret, der hier seltsamerweise Kinneret heißt. Wir haben auch Kafarnaum besichtigt, was alles unvergeßliche Eindrücke sind. Anschließend sind wir mit unserem Egged-Bus noch etwas in der Gegend herumgefahren, und da hatten wir ein tolles Erlebnis: Stellt Euch vor, plötzlich saß da eine ungeheure Masse Menschen, alles Einheimische, vor uns im Freien auf einer Wiese. Es gab auch ein paar Frauen und Kinder, aber in der Hauptsache Männer, bestimmt ein paar tausend. Wir schrien natürlich gleich: Anhalten! und dann raus und nichts wie hin, um zu fotografleren. Ich dachte erst, das ist 'ne Art Parteiversammlung oder so was. Aber Gideon, unser Geid, das ist, glaube ich englisch und heißt soviel wie Reiseleiter, also der Gideon, übrigens ein prima Kumpel, der sagte: Nein, da geht es um Religion. Das ist der Rabbi Jeschu. Wo der auftaucht und redet, da ist immer was los. Und meistens passiert auch ein Wunder. Vor kurzem erst hat er in Kana, einem Dorf drüben bei Nazaret, einen kleinen Jungen geheilt. Wenn wir Glück haben, gibt es heute wieder was zu sehen. Na, wir haben uns unter die Menge gesetzt, und mit meinem Fernglas konnte ich den Rabbi auch genau sehen. Also der Mann war schon ein Erlebnis. Der konnte reden, da könnt Ihr Euch keine Vorstellung von machen! Wir haben natürlich kein Wort verstanden, aber die Leute schienen alle sehr beeindruckt. Gideon übersetzte uns ein bißchen von seiner Rede. Also es ging ungefähr darum, daß Mose - hier sagen sie immer Mosche - ihr Richter sein wird, und sie müßten ihm, dem Rabbi, glauben, so ungefähr, er sage nur, was in den Schriften steht.

Und wie wir da so sitzen und fotografleren - ein ganzer Film, sechsunddreißig Dias gingen dabei drauf, einfach sagenhaft, die Motive! - da kommt auf einmal Bewegung in die Leute um uns rum. Ein Wunder, dachte ich schon, aber da sah ich, daß man Brot verteilte, so dünne runde Fladen. Auch uns hat man welches angeboten. Wir haben anstandshalber auch ein Stück genommen, sicher wären sie sonst beleidigt gewesen. Aber die andern ließen wir zurückgehen. Schlecht schmeckte es eigentlich nicht, nur - so ohne was drauf - ein bißchen fad. Eine ziemlich trockene Angelegenheit, zumal es nichts zu trinken gab. Nachher hat uns einer noch Fisch angeboten. Stellt Euch vor, bei dieser Hitze! Aber die Leute waren offensichtlich ganz aus dem Häuschen vor Begeisterung. Schade, daß unser Bus tutete, so mußten wir weiter. Wir wollten ja zum Abendessen in Tiberias sein. Aber es war schon ein Erlebnis. Morgen hört Ihr mehr.

PS. Stellt Euch vor, heute steht angeblich in der Zeitung, die Leute wollen den Rabbi Jeschu zum König machen. Und es hat gestern anscheinend doch ein Wunder gegeben: Das Brot soll sich auf unerklärliche Weise vermehrt haben. Ist das nicht toll? Und wer hat das miterlebt? Euer Vati! Ihr seht, mir geht es gut. Aus Jerusalem schreibe ich wieder. Es grüßt Euch mit „Schalom"!
Euer Vati.



Brotvermehrung

Aus: Luise Rinser, Mirjam. Fischer Verlag, Frankfurt 1983.



Sich kümmern

Aus: Ludger Hohn-Morisch (Hrsg), Für jeden Tag ein gutes Wort, Herder Verlag, Freiburg Basel Wien 2005.



Licht will ich sein

Aus: Anton Rotzettter, Gott, der mich atmen läßt. Gebete. Herder Verlag, Freiburg Basel Wien 1986.



Vorschlag für eine ökumenische Konzelebration

Aus: Max Thurian, Die eine Eucharistie. Topos Verlag 1979.



Segnen

Aus: Peter Modler, Die wunderbare Welt der Katholiken. Eine Art Liebeserklärung. Herder Verlag, Freiburg Basel Wien 2008.



Segensbrot

Aus: Theodor Schneider, Deinen Tod verkünden wir. Gesammelte Studien zum erneuerten Eucharistieverständnis. Patmos Verlag, Düsseldorf 1980.



We Feed the World

http://de.wikipedia.org/wiki/We_Feed_the_World



Das große Geschäft mit falschem Essen

18.07.2012 | 18:39 | von Susanna Bastaroli (Die Presse) © DiePresse.com http://diepresse.com/home/leben/ausgehen/1268895/



Wie heute

Wilhelm Wilms in: Manfred Frigger, Zeit für mich - Zeit für Gott. Junge Menschen beten. Herder Verlag Freiburg Basel Wien 1986.



Das wieder gewonnene Brot

Johanna Preißler, Töging/Inn, in: Alles, was passieren kann, passiert auch tatsächlich. 66 Geschichten, erzählt von Redemptoristen und anderen. Herausgegeben von P. Josef Steinle im Auftrag der Münchener Provinz der Redemptoristen, Forchheim 2011. Versand: Versandstelle "Briefe an unsere Freunde", Kirchplatz 10, D-83536 Gars am Inn.



Das Lied vom Geben und Nehmen

Aus: Lothar Zenetti, Sieben Farben hat das Licht. Worte der Zuversicht. Matthias Grünewald Verlag, Mainz 2006.



Speise, nicht Futter

Aus: Johanna Domek, Segen. Quelle heilender Kraft. Vier-Türme-Verlag, Münsterschwarzach 2011.



Danksagung

Johannes Calvin, Auslegung von Joh. 6,11 in: ders., Auslegung der Heiligen Schrift. 14. Band: Das Johannes-Evangelium, übers. M. Trebesius und H.Ch. Petersen, Neukirchen-Vluyn: Neukirchener Verlag 1964.



Das Lied vom Brot

Aus: Huub Oosterhuis, Mitten unter uns, übertragen von Peter Pawlowsky, Herder-Verlag 1982.



Bittsteller

Jochen Missfeldt, in FAZ Mittwoch 15.07.2009.



Abendmahl

Rainer Maria Rilke, Die Gedichte, itb 2246, Frankfurt und Leipzig: Insel Verlag 1998.



Hungern

Berthold Brecht, Geschichten vom Herrn Keuner, in: Werke: Prosa I, hrsg. W. Jeske, Frankfurt: Büchergilde Gutenberg 1991.



Fülle

Conrad Ferdinand Meyer, Fülle, in: Das Buch der Gedichte. Deutsche Lyrik von den Anfängen bis zur Gegenwart, zus.gest. Marianne Hochhuth, Gütersloh: Bertelsmann 1963.