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15.11.2018

Kontexte 02.09.2018


Gott rufet noch

Gerhard Tersteegen (1735) in: EG 392 http://www.christliche-gedichte.de/?pg=10242



Reinheit / Unreinheit / Reinigung (AT

Beate Ego https://www.bibelwissenschaft.de/stichwort/33086/


Beate Ego zu den Stichworten Reinheit, Unreinheit, Reinigung (AT)
https://www.bibelwissenschaft.de/stichwort/33086/



Reinheit

Eduard Kopp, Chrismon Mai 2007


Rein, unrein - Was bedeutet das? Unbeschwert von Schuld, unbefleckt an Körper und Seele: nur so konnten sich Menschen seit Urzeiten ihrem Gott nähern.
Was das heute heißt, unterscheidet sich sehr zwischen den Religionen.

chrismon.evangelisch.de/artikel/2007/rein-unrein-was-bedeutet-das-unbeschwert-von-schuld-unbefleckt-koerper-und-seele-nur-so

https://www.bibelwissenschaft.de/stichwort/33086/



Abgesondert

Stefan Burkhard, Predigt Mk. 7,1-23 http://predigtpreis.de/predigtdatenbank/predigt/article/predigt-ueber-markus-71-23.html


Zudem spricht es wohl Bände, dass das Wort „Pharisäer“ auf Deutsch „die Abgesonderten“ bedeutet; – denn die Pharisäer sonderten sich von allem ab, was für sie als unrein galt: von den Prostituierten genauso wie von den Aussätzigen, von den Zöllnern genauso wie von den Heiden.

Indes - ; Jesus verhielt sich in dieser Hinsicht anders: Er sonderte sich nicht ab von den Unreinen, von jenen, die man damals als „Sünder“ bezeichnete, womit man letztlich einfach den gesellschaftlichen Abschaum meinte.
[...]
Und: Verbunden nun mit all diesen Gedanken und Ausführungen möchte ich uns alle damit auch hellhörig und im Ansatz bereits schon misstrauisch machen, wenn irgendwo wieder eine so genannte „Lehre der Reinheit“ mit den damit verknüpften Heilsversprechungen die Runde macht:
Gerade die Geschichte des 20. Jahrhunderts hat uns gezeigt, in welche Unrats-Höllen die so genannten „Reinheitslehren“ führen.

Obwohl das Dritte Reich den arischen und völkisch reinen Übermenschen propagierte, hat das Dritte Reich gerade keine Übermenschen, sondern lauter Unmenschen hervorgerufen, welche die so genannten Untermenschen ins Konzentrationslager schickten, und am Ende des Krieges wurde dann auch die braune Drecksbrühe der nationalsozialistischen Reinheitslehre jedem ersichtlich.

Obwohl die an sich reine Idee des Kommunismus die Menschen von ihrem Besitzstreben befreien, entschlacken und reinigen wollte, hat auch diese Idee die Menschen Russlands nicht vor dem Besitzstreben Stalins und seinem totalitären Machtanspruch befreit und bewahrt, was wiederum viele mit dem Leben bezahlten.

Und obwohl es auch in unserer Zeit immer wieder Menschen gibt, die nun ganz und gar „rein“ christlich leben wollen, oder sich ganz und gar „rein“ – und das heißt wohl „fundamentalistisch“ – an die Bibel halten, wird sich die damit erhoffte Reinheit nie und nimmer einstellen, dessen bin ich mir ganz sicher;  denn gerade an den Reinheitslehren der Sekten wird überdeutlich, dass die erhoffte Reinheit sich auf diese Art nie und nimmer einstellen will und nie und nimmer einstellen kann.

Denn obwohl die Ideen vordergründig zwar rein und klar zu sein scheinen - da tragen wir wohl alle in einem gewissen Sinne die klassische Ideenlehre Platons in uns mit, nach dessen Auffassung die Ideen als solche rein und klar und gut und wahr sind –, glaube ich, dass es diese Form der Reinheit nie und nimmer gibt. Denn sämtliche Ideen – auch die vordergründig reinsten – sind immer durch das Menschlich-allzu-Menschliche eingefärbt und eingetrübt.

Aus diesem Grund plädiere ich in einem gewissen Sinne für das „Unreine“ an sich, und damit verbunden glaube ich auch an alle Mischformen, Amalgame und Bastarde des Lebens, wozu wir ja letztlich selber gehören!
Denn nie leben wir ganz und gar rein nach dieser oder nach jener Ideologie!

So funktionieren wir alle nie ganz rein nach ökologischen Gesichtspunkten, nie funktioniert das Leben rein nach der Lehre des Feng-Shui oder nach der Auffassung der Trennkost, und nie denken oder reden wir ganz in einer geschlechtsneutralen Sprache, sondern immer sind wir in einer gewissen Hinsicht unrein und konsequent und tragen unsere inneren und äußeren Widersprüche und Ungereimtheiten mit uns herum.

Aber von Jesus lerne ich: Genau so dürfen wir sein! Wir müssen gar nicht erst „rein“ zu werden versuchen! Denn in unserer Unreinheit und Unvollkommenheit und Ungereimtheit sind wir womöglich reiner und vollkommener, als so mancher, der wie ein Pharisäer nach Reinheit und Vollkommenheit strebt.

Lassen wir es also gut sein – und nehmen wir einander an, wie wir sind! Denn wenn Gott uns annimmt, wie wir sind, weshalb sollten wir es dann anders – und vermeintlich besser – zu machen versuchen? Wer gibt uns denn das Recht, das eine als „rein“ und das andere als „unrein“ einzustufen? Heisst es nicht im Titusbrief: „Den Reinen ist alles rein!“ ? ( Titus 1, 15)
[...]
Und ist es darum nicht auch so, dass jede Gesellschaftsideologie und jede Reinheitslehre, die den Menschen nicht annehmen konnte, wie er war – ihn nämlich nicht mit Haut und Haar und all seinen menschlich- allzu menschlichen Seiten nahm und akzeptierte, sondern ihn erst noch ein wenig zu ändern und zu verbessern versuchte, damit er am Ende auch ins dogmatische System passte – , letztlich an ihrem eigenen Reinheitsanspruch zerbrochen ist, und meist viel Unrat, Schmutz und Dreck geschaffen und hinterlassen hat?
[...]
Und darum ist es wahr – ja, es muss wahr sein (!) – was uns die Apostelgeschichte sagt: Was Gott für rein erklärt hat, das nenne du nicht unrein! (Apg. 10, 15)



„Viel Kälte ist unter den Menschen"

Aus: Sonntagsgruß 35/2015 (Jahrgang 90), Konvent der Kamillianer Freiburg 2015.



Reinigungsrituale der Alten Kirche

Aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Lavabo_Ritus



Sprich ein Wort in meine Ohren

Aus: Anton Rotzetter, Gott, der mich atmen läßt. Gebete. Herder Verlag, Freiburg Basel Wien 1985.



Der Mund spricht, auch ohne Worte

Aus: Adalbert Ludwig Balling, Aller guten Dinge sind drei. Missionsverlag Mariannhill, Würzburg 1997.



Sprichwort

Aus: Adalbert Ludwig Balling, Aller guten Dinge sind drei. Missionsverlag Mariannhill, Würzburg 1997.



Seelische Gesundheit

Aus: Eugen Roth, Sämtliche Menschen, Carl Hanser Verlag, München Wien 1983.



Gewissenserforschung

Aus: Eugen Roth, Sämtliche Menschen, Carl Hanser Verlag, München Wien 1983.



Die Weißen oder die Schwarzen

Aus: Anthony de Mello, Warum der Schäfer jedes Wetter liebt. Weisheitsgeschichten. Herder Verlag, Freiburg Basel Wien 1988, 1998 (3).



Gott im Müll

Aus: Dorothee Sölle, Erinnert euch an den Regenbogen. Texte, die den Himmel auf Erden suchen. Herder Verlag, Freiburg Basel Wien 1999.



Das Mysterium im Hauptbahnhof

Aus: Lorenz Marti, Wie schnürt ein Mystiker seine Schuhe? Die großen Fragen und der tägliche Kleinkram. Herder Verlag, Freiburg Basel Wien 2006.



Ich erlaube mir, nicht perfekt zu sein

Pierre Stutz in: Schenk deiner Seele ein Lächeln. Worte die gut tun. Herausgegeben von Sylvia Müller und Ulrich Sander. Herder Verlag, Freiburg Basel Wien 2009.



Saubere Gesellschaft

Aus: Bernhard Meuser, Lieber Hosenträger als gar keinen Halt im Leben. ...nebst 13 weiteren Methoden, den Sinn des Lebens zu finden. Pattloch Verlag, München 2010.



Von gegenseitigen Ausschließungen zu wechselseitigen Balancen

Internet



Etikette: Wie man sich danebenbenimmt



Wenn Waschen und Putzen zum Zwang wird



Ein reines Herz, Herr, schaff in mir

Heinrich Georg Neuß (1703) in EG 389.



"rein", "unrein", "koscher", "Kaschrut"

Österreichisches Jüdisches Museum: http://www.ojm.at/artikel/koscher02/



Reinheit

Heinrich Georg Neuß (1703) in EG 389.



Rein wie am Anfang

Jürgen Henkys (1987) 1990 nach dem englischen "Morning has broken" von Eleanor Farjeon (vor 1933) in: EG 455.



Abendmahlslied

Heinrich Georg Neuß (1703) in EG 389.



Aus dem Wörterbuch: Rein (Deutsch)

http://de.wiktionary.org/wiki/rein