Diese Webseite nutzt Cookies

Wir verwenden Cookies, um Ihnen den bestmöglichen Service zu bieten. Durch die Nutzung der Website sind Sie mit unseren Datenschutzbestimmungen einverstanden.> Mehr dazu

Schließen
24.10.2018

Kontexte 23.09.2018


Wer Gott nahe sein will, muss sich langsam hocharbeiten

Aus: Martin Dreyer, Jesus Rockt, München 2011.


Viele Leute denken, wer ein Christ ist, steckt so in einem Leistungssystem, in dem man sich so langsam zu Gott hocharbeiten muss. Dabei lehrt Jesus genau das Gegenteil. Wer das glaubt, der denkt auch, dass das ganze Leben im Grunde so eine Art Test ist. Wir müssen uns alle zu Gott hochkämpfen, es ist eine ständige Prüfung, die man ablegen muss. Fast so wie bei einer Berufskarriere, wo man sich in der Firma ganz nach oben schleimen muss. „Erst, wenn ich es geschafft habe, für ein paar Wochen heilig zu leben, dann komme ich Gott ein paar Zentimeter näher und er liebt mich ein bisschen mehr als vorher.“ Mit jedem guten Tag bin ich ihm einen Schritt näher, mit jeder Sünde aber wieder ein Stück weiter weg. Das ist absoluter Quatsch. Jesus liebt uns so wie wir sind. Wir müssen nur zu ihm kommen, dann sind wir sofort in der Chefetage, direkt bei Gott. Es gibt viele Religionen, die so ein Bild von Gott haben, wo man sich durch gute Taten zu ihm langsam hocharbeiten muss. (Einige nenne das auch Karma.) Aber bei Jesus ist genau das Gegenteil der Fall: Gott kommt zu uns, er kommt uns entgegen. Noch mal zur Erinnerung: Als die Geburt von Jesus angekündigt wird, kommt ein Engel zu Maria und sagt: „Er soll Immanuel heißen!“ Immanuel heißt richtig übersetzt: „Gott ist bei uns“ Es ist also genau das Gegenteil der Fall: Nicht wir müssen uns zu Gott hocharbeiten, sondern Gott kommt in Jesus zu uns, er kommt uns entgegen!



Wie es zur Kreuzigung kam

Aus: Glauben ist schön, ein katholischer Familienkatechismus, Köln Harsum 2001.


Ich möchte dir erzählen, wie es zur Kreuzigung Jesu kam, und auch, wie er selber seinen Tod verstanden hat. Zu beidem gibt uns die Bibel deutliche Hinweise.
Eigentlich war das Ganze ja unbegreiflich und furchtbar: Ein Mann muss sterben, der nur Liebe gepredigt und gelebt hat! Doch dabei darf man nicht vergessen, wie sehr Jesus mit seiner Offenheit die Mächtigen in Israel gegen sich aufgebracht - zum Beispiel als er den Pharisäern ihre Scheinheiligkeit vorhielt. Und auch die Leute, die ihm gefolgt sind, haben ihn ja nicht wirklich verstanden, so dass sie umkippten, als es ernst wurde. Der Römer Pilatus hat Jesus als “König der Juden“, also al politischen Aufrührer verurteilt. Jüdische und römische Machthaber haben ihn gemeinsam zu Fall gebracht. Deshalb ist es übrigens falsch, von einer Alleinschuld der Juden am Tode Christi zu sprechen.
Viel wichtiger ist es, wie Jesus selbst zu alldem stand. Er hat ja seinen Tod geahnt, ihn schließlich als Willen des Vaters bejah und zum Heil aller auf sich genommen. Er hat alles erduldet, was einen Menschen erniedrigen kann: Ungerechtigkeit, Verrat, Folterung, politisches Herumschachern auf seinem Rücken, Spott, Wehrlosigkeit, Todesurteil, körperlichen Zusammenbruch, gaffende Menschen, Gottverlassenheit. Für uns hat er das alles getragen!
Sein Tod ist das äußerste Zeichen der Liebe Gotte zu den Menschen. Auch mit dem Verlassensten auf dieser Erde ist der Sohn Gottes eins.



Dienst am Nächsten

Aus: Gerhard Bauer, Für euch – mit euch, was der Priester ist und was er nicht ist., München 2013.


Das Neue und Faszinierende am Christentum war sein Anbeginn die konkret gelebte Diakonie: „Seht, wie sie einander lieben!“
Aus der Todeszelle schreibt Alfred Delp SJ, Blutzeuge unter Hitlers Fallbeil: Ob die Kirche noch einmal einen Weg zu den Menschen finde, hänge an der Rückkehr der Kirchen in die Diakonie: in den Dienst an der Menschheit“. Er erklärt: „Damit meine ich das Sich-Gesellen zum Menschen in allen Situationen mit der Absicht, sie ihm meistern zu helfen… Damit meine ich das Nachgehen und Nachwandern auch in die äußerste Verlorenheiten und Verstiegenheiten des Menschen, um bei ihm zu sein genau und gerade dann, wenn ihn Verlorenheit und Verstiegenheit umgibt. ‚Geht hinaus‘, hat der Meister gesagt und nicht ‚Setzt euch hin und wartet, bis einer Kommt‘“
Das „Sakrament der Fußwaschung“ können alle spenden. Den Aposteln, seinen Jüngern hat es Jesus jedenfalls sinnenfällig ins Herz gelegt, als er sich selbst vor ihnen niederkniete und die Seligpreisung anschloss: „Ich habe euch ein Beispiel gegeben, damit auch ihr so handelt, wie ich an euch gehandelt... Selig seid ihr, wenn ihr das wisst und danach handelt“ (Joh. 13, 15)
Louis Evely schreibt: „Ihr könnt von allen Sakramenten dispensiert werden...; aber es gibt ein Sakrament, eine Gegenwart Christi, an der ihr immerwährend teilnehmen könnt: an dem demütigen Dienst für den Nächsten. – Es wird immer die Füße des Nächsten geben ... Der heilige Johannes wollte uns durch den Bericht von der Fußwaschung zu verstehen geben, dass es ein unbedingt notwendiges Sakrament gibt, und über dieses werdet ihr gerichtet werden, nicht über eure Kommunionen, nicht über eure Beichten, nicht über eure Taufe, sondern über eure Fußwaschung.“



Sanftmut als Zeichen des geistlichen Menschen

Aus: Anselm Grün, Der Himmel beginnt in dir, Das Wissen der Wüstenväter für heute, Freiburg 2002.


Immer wieder spricht Evagius davon, dass die Askese allein nicht genügt für den geistlichen Weg. Entscheidend ist die Sanftmut. Sie allein verwandelt das Herz des Menschen und macht es offen für Gott.

Die Sanftmut ist für Evagius die Quelle der Erkenntnis Christi. Ohne Sanftmut kann man noch so viel in der Bibel lesen und eine noch so harte Askese üben, man wird das Geheimnis Christi nie verstehen. So schreibt er an einen seiner Schüler: "Vergiss aber vor allem die Sanftmut und die Besonnenheit nicht, die die Seele reinigen und der Erkenntnis Christi nahe bringen." (Brief 34).
Die Erkenntnis Christi ist ein anderer Ausdruck für Kontemplation. Ohne Sanftmut gibt es keine Kontemplation. An Rufinus schreibt Evagius: "Ich bin nämlich überzeugt, dass deine Sanftmut dir zu einer Ursache großer Erkenntnis geworden ist. Denn keine einzige Tugend bringt so die Weisheit hervor wie die Sanftmut, um derentwillen auch Mose gelobt ward, er sei sanftmütiger als alle anderen Menschen gewesen. Und auch ich bete darum, ein Schüler des Sanftmütigen zu werden und genannt zu werden." (Brief 36).

Ein sanftmütiger Mensch ist anziehend für viele. Er muss Andersgläubige nicht von seiner Rechtgläubigkeit bekehren überzeugen, er hat es nicht nötig, sie zu missionieren. Seine Sanftmut ist Zeugnis für Christus genug. Wer seiner Sanftmut begegnet, begegnet Christus und wird ihn darin erkennen.
Sanftmut und Barmherzigkeit sind Kriterien echter Spiritualität....
Nur wenn Menschen sanftmütig geworden sind und barmherzig mit ihren Mitmenschen umgehen, künden sie von einer Spiritualität, die christusgemäß ist.



13 Millionen Kinder ohne Schule

diepresse.com/home/politik/aussenpolitik/4813193 - 03.09.2015 | 18:22 | (Die Presse) - abgerufen am 14. Sept. 2015



Gebet für unsere Erde

Aus: Enzyklika Laudato si’, von Papst Franziskus, Rom 2015.



Erziehung zum Bündnis zwischen der Menschheit und der Umwelt

Aus: Enzyklika Laudato si’, von Papst Franziskus, Rom 2015.



sich beugen

Peter Rosegger (1843-1918) In: Reinhard Abeln, Das große Buch der Gebete für die ganze Familie. Benno Verlag, Leipzig o.J.



Ein Kind kommt

Aus: Lothar Zenetti, Sieben Farben hat das Licht. Worte der Zuversicht. Matthias-Grünewald-Verlag, Mainz 2006.



Geburtsanzeige

Aus: Hans Magnus Enzensberger, Gedichte 1950-2010. Suhrkamp Verlag, Berlin 2010.



Bitte um ein kindliches Herz

Johann Michael Sailer in: Gebete großer Menschen. Zusammengestellt von Sr. M. Lucia OCD, Styria Verlag Graz Wien Köln 1978.



Segen für ein neugeborenes Kind

Christiane Bundschuh-Schramm in: Du bist der Atem meines Lebens. Das Frauengebetbuch. Herausgegeben von Benedikta Hintersberger OP, Andrea Kett, Hildegard Keul, Aurelia Spendel OP, Schwabenverlag /Klens Verlag, Ostfildern 2010.



Segensgebet für Mädchen

Christiane Bundschuh-Schramm in: Du bist der Atem meines Lebens. Das Frauengebetbuch. Herausgegeben von Benedikta Hintersberger OP, Andrea Kett, Hildegard Keul, Aurelia Spendel OP, Schwabenverlag /Klens Verlag, Ostfildern 2010.



Ehrgeiz

George Savile Marquis of Halifax, (1633 - 1695), englischer Politiker und Schriftsteller.



Ehrung

Joachim Ringelnatz (1883-1934)



Nachfolge für Kardinal Murphy-O'Connor in England schwierig

Quelle: kathpress-Meldung K200902594 vom 16.03.2009 um 08:21



Träume mit dem langen Atem

Klaus Breuning in: Mit anderen Augen sehen, Limburg 1993.



Unauffällig

Holländischer Erwachsenenkatechismus.



Für jene, die gebeugt sind

Florence Nightingale in: "Bevollmächtigt, Zukunft zu gestalten", hrsg. von Anneliese Knippenkötter, Düsseldorf 1996.