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24.10.2018

Kontexte 07.10.2018


Amoris Laetitia

Nachsynodales Apostolisches Schreiben AMORIS LAETITIA des Heiligen Vaters Papst Franziskus, Rom, März 2016.


12. Doch Jesus verweist uns in seiner Reflexion über die Ehe noch auf einen anderen Abschnitt aus dem Buch Genesis, auf das zweite Kapitel, wo ein wunderbares Bild des Paares mit leuchtenden Einzelheiten erscheint. Wir wählen nur zwei davon aus. Die erste ist die Unruhe des Mannes, der nach einer „Hilfe“ sucht, „die ihm entspricht“ (vgl. Verse 18.20), die fähig ist, die Einsamkeit aufzulösen, die ihn umtreibt und die durch die Nähe der Tiere und der gesamten Schöpfung nicht gemildert wird. Der originale hebräische Ausdruck verweist uns auf eine direkte, gleichsam „frontale“ Beziehung – Auge in Auge – in einem auch wortlosen Dialog, denn in der Liebe sind die Momente des Schweigens gewöhnlich beredter als die Worte. Es ist die Begegnung mit einem Gesicht, einem „Du“, das die göttliche Liebe widerspiegelt, das » den besten Gewinn« ausmacht, weil »eine Hilfe, die ihm entspricht, eine stützende Säule « für den Mann ist, wie ein weiser biblischer Autor sagt (Sir 36,29), beziehungsweise wie die Braut im Hohenlied in einem großartigen Bekenntnis der Liebe und der gegenseitigen Hingabe ausruft: » Der Geliebte ist mein, und ich bin sein […] Meinem Geliebten gehöre ich, und mir gehört der Geliebte « (2,16; 6,3).

13. Aus dieser Begegnung, die der Einsamkeit abhilft, gehen die Zeugung und die Familie hervor. Das ist das zweite Detail, das wir herausstellen können: Adam, der gewissermaßen der Mann aller Zeiten und aller Regionen unseres Planeten ist, gründet gemeinsam mit seiner Frau eine neue Familie, wie Jesus mit einem Zitat aus dem Buch Genesis bekräftigt: » Darum wird der Mann […] sich an seine Frau binden und die zwei werden ein Fleisch sein « (Mt 19,5; vgl. Gen 2,24). Das Verb „sich binden“ bezeichnet im hebräischen Original eine innige Übereinstimmung, ein physisches und inneres Sich-Anschließen, das so weit geht, dass es gebraucht wird, um die Vereinigung mit Gott zu beschreiben: » Meine Seele hängt an dir «, singt der Beter (Ps 63,9). So wird die eheliche Vereinigung nicht nur in ihrer geschlechtlichen und körperlichen Dimension angesprochen, sondern auch in ihrer freiwilligen liebenden Hingabe. Das Ergebnis dieser Vereinigung ist, » ein Fleisch « zu werden, sowohl in der physischen Umarmung als auch in der Vereinigung der Herzen und der Leben und vielleicht in dem Kind, das aus den beiden geboren wird und das in sich die beiden „Fleische“ tragen und sie nicht nur genetisch, sondern auch geistig vereinen wird.

241. In einigen Fällen verlangt die Geltendmachung der eigenen Würde und des Wohls der Kinder, dass den übertriebenen Ansprüchen des anderen, einer großen Ungerechtigkeit, der Gewalt oder einem chronisch gewordenen Mangel an Achtung eine unverrückbare Grenze gesetzt wird. Man muss zugeben, » dass es Fälle gibt, in denen die Trennung unvermeidlich ist. Manchmal kann sie sogar moralisch notwendig werden, wenn es darum geht, den schwächeren Ehepartner oder die kleinen Kinder vor schlimmeren Verletzungen zu bewahren, die von Überheblichkeit und Gewalt, von Demütigung und Ausbeutung, von Nichtachtung und Gleichgültigkeit verursacht werden «.257 Sie muss jedoch » als ein äußerstes Mittel angesehen werden, nachdem jeder andere vernünftige Versuch sich als vergeblich erwiesen hat «.



Herr, vor dein Antlitz

Viktor Friedrich von Strauß und Torney (1843) in: EG 238.


Herr, vor dein Antlitz treten zwei,
um künftig eins zu sein
und so einander Lieb und Treu
bis in den Tod zu weihn.

Sprich selbst das Amen auf den Bund,
der sie vor dir vereint;
hilf, dass ihr Ja von Herzensgrund
für immer sei gemeint.

Zusammen füge Herz und Herz,
dass nichts hinfort sie trennt;
erhalt sie eins in Freud und Schmerz
bis an ihr Lebensend.



Freuet euch im Herren allewege!

Jochen Klepper (1941) nach Phil. 4,4-7, in: EG 239.


Freuet euch im Herren allewege!
Abermals vernehmt es: Freuet euch!
Daß er Hand in Hand zum Bund euch lege,
neigt sich Gott zu euch vom Himmelreich.
Eure Liebe, die euch hier verbindet,
ist von seiner Liebeshuld verklärt.
Wo in Gott der Mensch zum Menschen findet,
ist der Segen stets noch eingekehrt.

Laßt die Lindigkeit, die ihr erfahren,
kund sein allen Menschen, die ihr zählt.
Kündet fortan von dem Wunderbaren,
das in dieser Stunde euch beseelt.
Euer Gott ist unter euch getreten!
Segnend war Er euren Herzen nah!
Ja, in euren Taten und Gebeten
sei bezeugt, was euch von Ihm geschah.

Sorget nichts! Vielmehr in allen Dingen
dürft ihr alles, was euch je bedrängt,
in Gebet und Flehen vor Ihn bringen,
der als Vater hört, als König schenkt.
Sorget nichts! Ihr kennt den Wundertäter!
Er weiß alles, was ihr hofft und bangt!
Der Mensch tritt vor Gott als rechter Beter,
der im Bitten schon voll Freude dankt.

Und der Friede Gottes, welcher höher
als Vernunft und Erdenweisheit ist,
sei in eurem Bund euch täglich näher
und bewahre euch in Jesu Christ.
Er bewahre euer Herz und Sinne!
Gottes Friede sei euch zum Geleit!
Er sei mit euch heute zum Beginne;
er vollende euch in Ewigkeit!

Freut euch. Doch die Freude aller Frommen
kenne auch der Freude tiefsten Grund.
Gott wird einst in Christo wiederkommen!
Dann erfüllt sich erst der letzte Bund!
Er, der nah war, wird noch einmal nahen.
Seine Herrschaft wird ohn' Ende sein.
Die sein Reich schon hier im Glauben sahen,
holt der König dann mit Ehren ein.



Du hast uns, Herr, in dir verbunden

Walter Heinecke (1968) in: EG 240.



Du hast uns, Herr, in dir verbunden, nun gib uns gnädig das Geleit.
Dein sind des Tages helle Stunden, dein ist die Freude und das Leid.
Du segnest unser täglich Brot, du bist uns nah in aller Not.

Lass unsre Liebe ohne Wanken, die Treue lass beständig sein.
Halt uns in Worten und Gedanken von Zorn, Betrug und Lüge rein.
Lass uns doch füreinander stehn, gib Augen, andrer Last zu sehn.

Lehr uns, einander zu vergeben, wie du in Christus uns getan.
Herr, gib uns teil an deinem Leben, dass nichts von dir uns scheiden kann.
Mach uns zu deinem Lob bereit, heut, morgen und in Ewigkeit.



Gott, wir preisen deine Wunder

Detlev Block (1978) in: EG 601.


Gott, wir preisen deine Wunder,
die es in der Schöpfung gibt,
und das größte ist darunter,
dass ein Mensch den andern liebt.
So hast du die Welt verschönt
und mit Gnade uns gekrönt.

Nun erhöre unsre Bitte
Und mach dein Versprechen wahr:
Segne Anfang, Ziel und Mitte
auch an diesem Ehepaar.
Sei du selber früh und spät
Schutz und Schirm, der mit ihm geht

Gib, dass sie sich glücklich machen
und vertrauen, Frau und Mann,
dass im Weinen und im Lachen
ihre Liebe reifen kann
und auch in Enttäuschung nicht
die versprochne Treue bricht.

Dass die Herzen nicht ersterben,
mach sie für einander wach;
lass sie täglich um sich werben
und sich finden hundertfach.
Einer, so will’s dein Gebot,
sei des andern täglich Brot.

Lass sie mehr und mehr dem gleichen,
der dein Bild ist: Jesus Christ;
immer neu die Hand sich reichen,
weil du lauter Hoffnung bist.
Guter Got, verlass sie nie,
trage und vollende sie.



Gebet im Traugottesdienst

Aus: Reformierte Liturgie, Wuppertal-Neukirchen Vluyn 1999, Trauung – Form A, S. 435f.


Lieber Vater im Himmel,
wir danken dir für deine Güte und Treue,
du uns allen zuwendest.
Du liebst und behütest uns,
wie immer unser Leben verläuft,
ob wir allein sind
oder unseren Weg mit einem anderen Menschen teilen.

In dieser Stunde danken wir die besonders dafür,
dass …. und …. sich gefunden haben
und ihr Leben miteinander teilen wollen.
Wir bitten dich für die beiden,
dass sie im Hören auf dein Wort zur Ruhe kommen
und Stärkung erfahren für heute
und für ihren künftigen Weg.

Wir bitten dich auch für uns.
An einem Tag wie heute
überdenken wir auch unsere eigenen Geschichten
mit Liebe und Partnerschaft, mit Ehe und Familie:
Glückliche Geschichten
und Geschichten von Versagen und Scheitern;
dankbare Erinnerungen steigen in uns auf,
aber auch Wehmut und Bitterkeit.
Gott, mit deinem guten Geist sei nun bei uns
und nimm dich unser an mit allem, was uns bewegt.



Papst Franziskus: Familie ist "Hoffnungsfabrik der Gesellschaft"

Copyright 2015 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich (www.kathpress.at) - Alle Rechte vorbehalten.



Theologin Polak: Synode soll Geliebtsein trotz Schuld betonen

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Bischof Küng hofft auf Impulse für Synode bei Weltfamilientreffen

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Kardinal Kasper hofft auf "sachliche und kollegiale Debatte bei der Synode".

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Pedro und Ines



Alle Lust will Ewigkeit

Aus: Friedrich Nietzsche, Also sprach Zarathustra. Und andere Schriften. Werke in drei Bänden. Band 2. Könemann Verlag, Köln 1994.



die hochzeit der liebe feiern



Megatrend: Lust auf Treue



Die Kunst des Liebens



Die Scheidung

Aus: Hans Magnus Enzensberger, Gedichte 1950-2010. Suhrkamp Verlag, Berlin 2010.



Von Kind und Ehe

Aus: Friedrich Nietzsche, Also sprach Zarathustra. Und andere Schriften. Werke in drei Bänden. Band 2. Könemann Verlag, Köln 1994.



Ketubba

http://de.wikipedia.org/wiki/Ketubba



Inneres Wachstum

Aus: David Schnarch, Die Psychologie sexueller Leidenschaft. Mit einem Vorwort von Jürg Willi. Aus dem Amerikanischen von Christoph Trunk und Maja Ueberle-Pfaff. Klett-Cotta Verlag 2007 (1997).



Zweiheit

Aus: Das Gesetz der Liebe. Texte und Meditationen von : Ernesto Cardenal, hrsgg. Von Christian Zippert. Kiefel/ Gütersloher Verlagshaus, Gütersloh 1996.



Zusammensein

Aus: Das Gesetz der Liebe. Texte und Meditationen von : Ernesto Cardenal, hrsgg. Von Christian Zippert. Kiefel/ Gütersloher Verlagshaus, Gütersloh 1996.