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9.12.2018

Kontexte 25.11.2018


Die Gute Nachricht von der Herrschaft Gottes

Aus: Richard Rohr, Das entfesselte Buch, Eine Einführung in die Bibel, Freiburg 1990.


Die Nachricht von der Herrschaft Gottes ist erstens gut, weil sie verkündet, dass Gott bei uns ist. Wenn wir uns selbst genug verlieren, um Gott zu finden, entdecken wir nicht nur seine Anwesenheit, sondern auch seine Liebe und Kraft. Matthäus eignet Jesus den prophetischen Namen Immanuel zu (das heißt: Gott ist mit uns; Matthäus 1,23); aber Jesus selbst geht weiter und sagt, Gott ist mit jeder und jedem von uns! Wir müssen nur umkehren, uns umdrehen und Gott ins Gesicht schauen, Gottes Gegenwart wahrnehmen.

Zweitens ist das eine gute Nachricht, weil sie verkündet, dass Gott uns liebt. Er liebt uns bedingungslos mit einer unendlichen Liebe, die wir niemals verdienen können. Matthäus sagt, dass der Vater Jesus seinen "geliebten Sohn" nannte (Matthäus 3,17); aber wenn Gott immer mit unendlicher Liebe liebt, dann kann er uns nicht weniger lieben als Jesus. Er liebt alle seine Söhne und Töchter ohne Bedingungen und Einschränkung.

Die Nachricht von der Herrschaft Gottes ist drittens gut, weil sie besagt, dass Gottes Kraft bei uns ist. Matthäus verknüpft Jesu Verkündigung vom Gottesreich mit seinen Krankenheilungen (Matthäus 4,23); aber Jesus selbst sagt, dass seine Nachfolgerinnen und Nachfolger mindestens ebensoviel bewirken könnten wie er selbst (Matthäus 17,20).



Jesus als König

Jesus 2000, Die faszinierendste Gestalt der Geschichte, hrsg. von Richard Bauckham und anderen. Damals, Heute, Morgen, Wuppertal Zürich 1991.


Jesus verkündete, dass Gott König ist. Aber dieser Verkündigung liegt damals und heute das wachsende Bewusstsein zugrunde, dass Jesus mehr ist als nur der Verkündiger des Königtums Gottes. Durch sein Werk wird dieses Königtum begründet, und er ist mehr als nur ein Untertan von vielen.
Im Matthäusevangelium wird diese Vorstellung sprachlich klar durch das "Reich des Menschensohnes" ausgedrückt. Die Vision in der Prophezeiung Daniels "einer wie eines Menschen Sohn", dem das allumfassende und ewig dauernde Königtum gegeben wird, liegt Jesu Gewohnheit zugrunde, sich als "der Menschensohn" zu bezeichnen. Daher kann er von der Zukunft sprechen, wenn der Menschensohn "in sein Reich kommen wird" und alles Schlechte aus seinem Königreich wie Unkraut entfernen wird, wenn er "auf seinem ruhmreichen Thron sitzen" wird und sich alle Völker vor ihm für das göttliche Gericht versammeln werden.
Jesus ist also nicht nur der "König der Juden", der gekommen ist, um das Volk Gottes als seinen Menschensohn anzuführen. Er ist der allumfassende König, der Urteile verfügt und Segnungen in der Welt, die kommen wird, verteilt. Das Königtum Gottes findet seine Erfüllung in dem Königtum des Menschensohnes.



König ist der Herr

Gotteslob, Lied Nr. 275.


König ist der Herr,
alle Macht hat er, thront auf Kerubim,
alles bebet vor ihm.
Seines Mantels Saum
füllt den Weltenraum.
Preiset seinen Namen.
Er ist heilig. Amen

König ist der Herr.
Alles Recht hat er,
gab dem Erdenrund
seine Ordnung kund.
Alle, Herr, wie Knecht,
finden gleiches Recht.
Preiset seinen Namen.
Er ist heilig. Amen

König ist der Herr.
Groß und gut ist er,
der die Knechtschaft brach,
aus der Wolke sprach,
der uns Schutz verleiht,
Tag um Tag verzeiht.
Preiset seinen Namen.
Er ist heilig. Amen.



Der als König herrscht

Wolfgang Weider in: Was er euch sagt, das tut. Mit Maria Jesus Christus begegnen. Erzbistum Köln (Hrsg), November 2003.


Jesus verliert auch als erniedrigter Gefangener nicht seine Königswürde, weil er seine Herrschaft nicht auf Kosten der Menschen, sondern zu ihrem Heil ausübt. Um die Macht des Bösen zu brechen, die hinter Pilatus steht, hat ihm sein Vater ein Reich übergeben, das nicht von dieser Welt ist: das Reich der Liebe und des Friedens. Er zeigt seine Macht in seinem großen Erbarmen und gewinnt dadurch Menschen wie den Schächer, den die Mächtigen der Welt nur mit brutaler Gewalt bändigen können. Wer bereit ist, diesem König zu dienen, wird nicht erniedrigt, sondern erhöht. Da werden Knechte zu Freunden und zerstrittene Jünger zu Friedensstiftern. Da wächst die Hoffnung auf neues Leben mitten im Untergang. Wo die Macht des Pilatus an ihre Grenze kommt, beginnt die Herrschaft Gottes in Jesus Christus. In dieser Herrschaft weiß sich die Kirche geborgen, auch wenn sie um des Himmelreiches willen Gewalt erleiden muss. Sie verehrt Maria als die Königin des Himmels, weil sie durch ihren mütterlichen Dienst die Herrschaft Christi in die Welt trägt.



Macht, Führung

Aus: Dag Hammarskjöld, Zeichen am Weg. Übertragen und eingeleitet von Anton Graf Knyphausen. Verlag Droemer Knaur, München Zürich 1967 (1963).



Dein Reich komme

Aus: Elmar Gruber, Im Himmel auf Erden. Betrachtungen zum Vaterunser. Topos Taschenbücher, Don Bosco Verlag, München 2000.



Der Archetyp des Königs

Aus: Anselm Grün, Kämpfen und lieben. Wie Männer zu sich selbst finden. Vier-Türme-Verlag, Münsterschwarzach 2003.



Bist du ein König?

Paul Weismantel in: Reinhard Kürzinger und Bernhard Sill, Das große Buch der Gebete. Über 800 alte und neue Gebetstexte für jeden Anlass. Verlag Hohe, Erfstadt 2007.



Demokratiekrise und Populismus: Wo der Schuh drückt

Kathpress am 17. 11. 2012



Kirche in China

Kathpress am 16. 11. 2012



Ein Haus voll Glorie schauet?

Intenet



Jesus - Zeuge der Wahrheit

Paul Ringseisen In: Reinhard Kürzinger und Bernhard Sill, Das große Buch der Gebete. Über 800 alte und neue Gebetstexte für jeden Anlass. Verlag Hohe, Erfstadt 2007.



Jesus Christus herrscht als König

Philipp Friedrich Hiller (1699 - 1769)



Lob sei dir, Christus, du ewiger König der Zeiten

Aus: Friedrich Dörr, In Hymnen und Liedern Gott loben, Regensburg 1983.



Das Leiden Gottes

Phil Bosmans



Ansprache des Heiligen Vaters beim Angelus am Christkönigsfest 2006

Ansprache des Heiligen Vaters beim Angelus am Christkönigsfest 2006