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9.12.2018

Kontexte 02.12.2018


Advent

https://www.elk-wue.de/glauben/kirchenjahr/advent/


Glühwein, Bratwurst und gebrannte Mandeln, dazu viele Lichter und Klimbim, Shopping und Hektik. Von einer besinnlichen Zeit ist im Advent wenig zu spüren, so viele Kritiker eines weihnachtlichen Konsumrauschs. Dabei war die Adventszeit traditionell eine Zeit des Verzichts und des Fastens.

Adventszeit als Fastenzeit? Zumindest ist sie das in der Liturgie der Kirche(n). Die liturgische Farbe im Advent ist violett. Violett entsteht aus Rot als Farbe für Fleisch und Blut und Blau als Symbol für den Himmel, als Symbol für den Bereich Gottes. Die Farbe steht für Besinnung und Gebet, für Buße und Umkehr. Sie wird in der Vorbereitungszeit auf die hohen, kirchlichen Feste verwendet – in der Advents- und Passionszeit und am Buß- und Bettag.

Im christlichen Rom ab etwa 400 nach Christus war der Advent eine Zeit der Vorbereitung auf die Ankunft des Erlösers in seiner Menschwerdung. Es spricht vieles dafür, dass es dort insgesamt sechs Adventssonntage gab. In Gallien hingegen gedachte man eher der endzeitlichen Wiederkunft Christi. Beides findet sich bis heute in der Prägung der Adventssonntage und natürlich in den Adventsliedern, etwa in „Der jüngste Tag ist nun nicht fern“ (Evangelisches Gesangbuch 6,2).

Fasten vom Martinstag bis Epiphanias

Das erste schriftliche Zeugnis für die Adventszeit findet sich bei Bischof Perpetuus von Tours (nach 490 nach Christus). Er fordert, dass in der Zeit zwischen dem 11. November und dem Weihnachtsfest dreimal in der Woche gefastet wird und deutet an, dass es früher ein achtwöchiges Fasten zwischen dem 11. November und dem Epiphaniasfest (6. Januar) gab. Warum der 11. November? Perpetuus, der Nachfolger des Heiligen Martin von Tours, legte dessen Gedenktag auf den 11. November, dem Tag von Martins Bestattung. In der Folge hatte Perpetuus ein geistliches und kirchenpolitisches Interesse, diesen Tag gebührend zu feiern und in der Gemeinde zu verankern.

Im Lauf des Mittelalters wurde die Adventszeit auf vier Sonntage beschränkt. Dies wurde auf dem Konzil von Trient in der Zeit um 1550 bestätigt und von Papst Pius V. 1570 für verbindlich erklärt. In einigen Diözesen, etwa in Mailand, gilt aber bis heute eine sechswöchige Adventszeit. Allerdings ist das Adventsfasten heute nicht mehr verbindlich.

In der Ostkirche nur Gemüse, Kartoffeln und Brot erlaubt

In der Ostkirche spricht man nicht vom Adventsfasten, sondern vom Philippusfasten. Es reicht vom Gedenktag des Apostels Philippus am 14. November bis Weihnachten, beziehungsweise vom 28. November bis zum 6. Januar in der russisch-orthodoxen Kirche. Dabei werden die Fastenregeln immer strenger, je näher das Weihnachtsfest rückt. In den letzten Tagen vor Weihnachten sind nur noch Gemüse, Kartoffeln und Brot erlaubt.



Wie soll ich dich empfangen

Paul Gerhardt (1653) in: EG 11.


1.Wie soll ich dich empfangen
und wie begegn ich dir,
o aller Welt Verlangen,
o meiner Seelen Zier?
O Jesu, Jesu, setze
mir selbst die Fackel bei,
damit, was dich ergötze,
mir kund und wissend sei.

2. Dein Zion streut dir Palmen
und grüne Zweige hin,
und ich will dir in Psalmen
ermuntern meinen Sinn.
Mein Herze soll dir grünen
in stetem Lob und Preis
und deinem Namen dienen,
so gut es kann und weiß.

3. Was hast du unterlassen
zu meinem Trost und Freud,
als Leib und Seele saßen
in ihrem größten Leid?
Als mir das Reich genommen,
da Fried und Freude lacht,
da bist du, mein Heil, kommen
und hast mich froh gemacht.

4. Ich lag in schweren Banden,
du kommst und machst mich los;
ich stand in Spott und Schanden,
du kommst und machst mich groß
und hebst mich hoch zu Ehren
und schenkst mir großes Gut,
das sich nicht lässt verzehren,
wie irdisch Reichtum tut.

5. Nichts, nichts hat dich getrieben
zu mir vom Himmelszelt
als das geliebte Lieben,
damit du alle Welt
in ihren tausend Plagen
und großen Jammerlast,
die kein Mund kann aussagen,
so fest umfangen hast.

6. Das schreib dir in dein Herze,
du hochbetrübtes Heer,
bei denen Gram und Schmerze
sich häuft je mehr und mehr;
seid unverzagt, ihr habet
die Hilfe vor der Tür;der eure Herzen labet
und tröstet, steht allhier.

7. Ihr dürft euch nicht bemühen
noch sorgen Tag und Nacht,
wie ihr ihn wollet ziehen
mit eures Armes Macht.
Er kommt, er kommt mit Willen,
ist voller Lieb und Lust,
all Angst und Not zu stillen,
die ihm an euch bewusst.

8. Auch dürft ihr nicht erschrecken
vor eurer Sünden Schuld;
nein, Jesus will sie decken
mit seiner Lieb und Huld.
Er kommt, er kommt den Sündern
zu Trost und wahrem Heil,
schafft, dass bei Gottes Kindern
verbleib ihr Erb und Teil.

9. Was fragt ihr nach dem Schreien
der Feind und ihrer Tück?
Der Herr wird sie zerstreuen
in einem Augenblick.
Er kommt, er kommt, ein König,
dem wahrlich alle Feind
auf Erden viel zu wenig
zum Widerstande seind.

10. Er kommt zum Weltgerichte:
zum Fluch dem, der ihm flucht,
mit Gnad und süßem Lichte
dem, der ihn liebt und sucht.
Ach komm, ach komm, o Sonne,
und hol uns allzumal
zum ewgen Licht und Wonne
in deinen Freudensaal.



Empfangen - Umfangen

Susanne Sandherr
https://www.ojc.de/brennpunkt-seelsorge/2011/warum-muessen-wir-leiden/adventsmeditation-paul-gerhardt/


Paul Gerhardts Adventslied (EG 11) „Wie soll ich dich empfangen?“ ist vielen Menschen aus dem Bachschen Weihnachtsoratorium vertraut. ­Johann Sebastian Bach hat die erste Liedstrophe, allerdings mit der für „O Haupt voll Blut und Wunden“ verwendeten Melodie Hans Leo Hasslers, in die erste Kantate des Weihnachtsoratoriums aufgenommen. (…)

Wie soll ich dich empfangen? Der, dem diese ­Frage in Paul Gerhardts Lied gilt, ist niemand anderes als Jesus selbst, „aller Welt Verlangen“ und „meiner Seele Zier“ (erste Strophe). Der Geliebte, dem ich begegnen will, ist nicht nur mein Ge­liebter, sondern der eine, nach dem die ganze Welt sich sehnt und sich ausstreckt, wie auch der einhellige dreifache, hoch emotionale Ausruf „o“ ­ (erste Strophe) unterstreicht.
Wie soll ich dich empfangen? Die ersten fünf Strophen entfalten in reichen Variationen die überraschende, aber wohl einzig mögliche Antwort. Es ist eine Antwort, die sich das Ich nicht selbst geben kann, höchstens ein Ich, dem der andere, Jesus selbst, ein Licht, sein Licht, aufgesteckt hat. Das nüchterne Licht unserer Alltagsvernunft reicht wohl nicht aus, eine solche Antwort zu ­finden, so hoch Nüchternheit zu schätzen ist. Schon gar nicht genügte hier das trübe Licht einer verkümmerten Rationalität, die nur noch in Tausch- und Marktwerten denkt, die also nicht denkt, sondern rechnet, selbstsüchtig und ignorant.
Wie soll ich dich empfangen? Das von Jesus, dem Mensch gewordenen Wort, erleuchtete Ich findet die Antwort, nähert sich ihr an oder wird von ihr ergriffen, denn es erinnert sich in vielgestaltigen biblischen Bildern an all das Liebe und Gute, das ihm von Jesus her wiederfahren ist. Es ist Rettung, es ist Befreiung, es ist Geschenk, es ist Erhebung, es ist Freude. Es ist überwältigend.
Die fünfte Strophe verdeutlicht, was hinter diesen existenziellen Wohltaten steht – und was gewiss nicht: kein noch so subtiles und sublimes Kalkül, in dem der Mensch am Ende doch funktionalisiert und verzweckt würde. Nein, „nichts , nichts hat dich getrieben / zu mir vom Himmelszelt / als das geliebte Lieben“.
Aus lauter Liebe, aus lauterer Liebe, aus Lieb‘ ­allein, aus der Liebe des einen, der sich der Liebe Gottes ganz geöffnet hat, ist das ewige Wort zur Welt gekommen, dem Ich und zugleich „aller Welt“ (vgl. erste und fünfte Strophe) zu Hilfe, zur Freude, zum Heil.
Fragen können beflügeln, aber auch belasten und bedrängen. Die bange Frage: Wie soll ich dich empfangen? verliert nun ihre bedrängende, ­beschwerende Macht. Ein Knoten hat sich gelöst, dem Liebenden wird es leichter ums Herz. Er kann Jesus „empfangen“ – weil Jesus ihn immer schon „so fest umfangen“ hat (fünfte Strophe). So fest umfangen, darf und kann ich dich empfangen. So soll ich dich empfangen.



Wir sollen uns fürchten

Sebastian Pumberger, Noura Maan - derStandard.at (22. November 2015, 10:20) http://derstandard.at/2000026111331/Wir-sollen-uns-fuerchten



Wir sind nicht Gott

Aus:Enzyklika Laudato Si' von Papst Franziskus, gegeben zu Rom, Sankt Peter, am 24. Mai, dem Hochfest von Pfingsten im Jahr 2015.



Dem Herrn entgegen

Aus: Walter Kardinal Kasper, Bedenke dein Geheimnis. Meditationen zu Advent und Weihnachten. Verlag Katholisches Bibelwerk, Stuttgart 2015.



Der ferne Gott – die Nähe Gottes entdecken

Aus: Tomáš Halík, Ich will, dass du bist. Über die Liebe Gottes. Aus dem Tschechischen von Markéta Barth unter Mitarbeit von Benedikt Barth. Herder Verlag, Freiburg Basel Wien 2015.



Jesus kommt am Ende der Zeit wieder. - Nicht wirklich!

Aus: Werner Tiki Küstenmacher, Die neue 3-Minuten-Bibel. Knaur Taschenbuch, München 2015 (2013 Pattloch).



Herr, du kennst meinen Weg

Charles de Foucauld in: Manager-Gebetbuch. Herasgegeben von Michael Bommers, Mechthild Löhr und Lothar Roos. Verlag Butzon & Bercker, Kevelaer 2001.



Verborgene Weisen des Segens

Joyce Rupp in: Begleitet von guten Mächten. Segensworte für ein ganzes Leben. Herausgegeben von Ulrich Sander. Herder Verlag, Freiburg Basel Wien 2004.



Zukunftsforscher

Aus: Joop Roeland, Die Stimme eines dünnen Schweigens. Die Quelle Verlag, Feldkirch 1992.



Was uns anvertraut ist

Joop Roeland



Du kannst der erste Ton in einem Liede sein

Christa Peikert-Flaspöhler



2012

http://de.wikipedia.org/wiki/2012_(Film)



Das Jahr-2000-Problem

http://de.wikipedia.org/wiki/Jahr-2000-Problem



Das Kometenlied

http://de.wikipedia.org/wiki/Kometenlied