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Lesungen 29.05.2016


1. Lesung am 9. Sonntag im Jahreskreis, Lesejahr C:
1 Kön 8,41-43


Lesung aus den ersten Buch der Könige.

In jenen Tagen betete Salomo im Tempel des Herrn:
Auch Fremde, die nicht zu deinem Volk Israel gehören,
werden wegen deines Namens aus fernen Ländern kommen; 
denn sie werden von deinem großen Namen,
deiner starken Hand und deinem hoch erhobenen Arm hören.
Sie werden kommen und in diesem Haus beten. 
Höre sie dann im Himmel, dem Ort, wo du wohnst,
und tu alles, weswegen der Fremde zu dir ruft.
Dann werden alle Völker der Erde deinen Namen erkennen.
Sie werden dich fürchten, wie dein Volk Israel dich fürchtet,
und erfahren, daß dein Name ausgerufen ist über diesem Haus,
das ich gebaut habe.



In der ersten Lesung hören wir einen Abschnitt aus dem großen Tempelweihgebet Salomos. Salomo war der dritte König Israels nach Saul und David. Anders als sein Vater David hatte Salomo wenig mit kriegerischen Auseinandersetzungen und Eroberungen zu tun. Ihm lag die Kultur und die Architektur am Herzen. So fällt die Niederschrift biblischer Texte, aber auch der Bau des großen Tempels in seine Zeit. Durch seine geschickte Politik lebte Israel in Frieden mit den anderen Völkern. Im Text geht es um fremde Menschen, die in Israel leben und an Jahwe, den Gott Israels glauben. Der kurze Text legt eine Weitsicht über den Umgang mit fremden Menschen an den Tag, von der wir auch 3000 Jahre nach seiner Entstehung noch lernen können. Hans Seidl - HansSeidl@gmx.de


Antwortpsalm am 9. Sonntag im Jahreskreis (C)
Ps 117,1-2


R Geht hinaus in die ganze Welt,
und verkündet allen das Evangelium. – R
(Oder: Halleluja.)

Lobet den Herrn, alle Völker,
preist ihn, alle Nationen! - (R)

Denn mächtig waltet über uns seine Huld,
die Treue des Herrn währt in Ewigkeit. - R


2. Lesung am 9. Sonntag im Jahreskreis, Lesejahr C:
Gal 1,1-2. 6-10


Lesung aus dem Brief des Apostel paulus an die Galater.

Paulus, zum Apostel berufen,
nicht von Menschen oder durch einen Menschen,
sondern durch Jesus Christus
und durch Gott, den Vater,
der ihn von den Toten auferweckt hat, 
und alle Brüder, die bei mir sind,
an die Gemeinden in Galatien: 
Ich bin erstaunt,
daß ihr euch so schnell von dem abwendet,
der euch durch die Gnade Christi berufen hat,
und daß ihr euch einem anderen Evangelium zuwendet. 
Doch es gibt kein anderes Evangelium,
es gibt nur einige Leute, die euch verwirren
und die das Evangelium Christi verfälschen wollen. 
Wer euch aber ein anderes Evangelium verkündigt,
als wir euch verkündigt haben,
der sei verflucht,
auch wenn wir selbst es wären
oder ein Engel vom Himmel. 
Was ich gesagt habe, das sage ich noch einmal:
Wer euch ein anderes Evangelium verkündigt,
als ihr angenommen habt,
der sei verflucht. 
Geht es mir denn um die Zustimmung der Menschen,
oder geht es mir um Gott?
Suche ich etwa Menschen zu gefallen?
Wollte ich noch den Menschen gefallen,
dann wäre ich kein Knecht Christi.



Die zweite Lesung ist dem Galaterbrief entnommen, den Paulus 55 nach Christus von Makedonien aus schrieb. Paulus hatte den Galatern den christlichen Glauben verkündet. Aber schon kurz nach seiner Abreise waren judenchristliche Missionare mit einer strengen Botschaft aufgetaucht. Sie waren davon überzeugt, dass auch Christen die jüdischen Vorschriften, insbesondere die Beschneidung einzuhalten hätten. In scharfer Form kritisiert er die Galater, weil sie sich so schnell verunsichern lassen. Gleich zu Beginn der Lesung verteidigt er sein Apostelamt, das ihm offensichtlich von Gegnern streitig gemacht wird. Ebenso wird ihm scheinbar vorgeworfen, er mache es den Menschen leicht und bequem. Paulus setzt dagegen, dass es ihm nicht darum geht, den Menschen zu gefallen. Ihm geht es darum, dass die Menschen als befreite Christen leben. Hans Seidl - HansSeidl@gmx.de


Ungekürzte Fassung der
2. Lesung am 9. Sonntag im Jahreskreis, Lesejahr C:
Gal 1,1-10


Lesung aus dem Brief des Apostel paulus an die Galater.

Paulus, zum Apostel berufen,
nicht von Menschen oder durch einen Menschen,
sondern durch Jesus Christus
und durch Gott, den Vater,
der ihn von den Toten auferweckt hat, 
und alle Brüder, die bei mir sind,
an die Gemeinden in Galatien: 
Gnade sei mit euch und Friede von Gott, unserem Vater,
und dem Herrn Jesus Christus, 
der sich für unsere Sünden hingegeben hat,
um uns aus der gegenwärtigen bösen Welt zu befreien,
nach dem Willen unseres Gottes und Vaters. 
Ihm sei Ehre in alle Ewigkeit. Amen.
Ich bin erstaunt,
daß ihr euch so schnell von dem abwendet,
der euch durch die Gnade Christi berufen hat,
und daß ihr euch einem anderen Evangelium zuwendet. 
Doch es gibt kein anderes Evangelium,
es gibt nur einige Leute, die euch verwirren
und die das Evangelium Christi verfälschen wollen. 
Wer euch aber ein anderes Evangelium verkündigt,
als wir euch verkündigt haben,
der sei verflucht,
auch wenn wir selbst es wären
oder ein Engel vom Himmel. 
Was ich gesagt habe, das sage ich noch einmal:
Wer euch ein anderes Evangelium verkündigt,
als ihr angenommen habt,
der sei verflucht. 
Geht es mir denn um die Zustimmung der Menschen,
oder geht es mir um Gott?
Suche ich etwa Menschen zu gefallen?
Wollte ich noch den Menschen gefallen,
dann wäre ich kein Knecht Christi.


Ruf vor dem Evangelium am 9. Sonntag im Jahreskreis (C)
Joh 3,16

Halleluja. Halleluja.

So sehr hat Gott die Welt geliebt,
dass er seinen einzigen Sohn hingab,
damit jeder, der an ihn glaubt, in ihm das ewige Leben hat.

Halleluja.


Evangelium vom 9. Sonntag des Jahreskreises, Lesejahr C:
Lk 7,1-10


Aus dem heiligen Evangelium nach Lukas.

In jener Zeit,
Als Jesus seine Rede vor dem Volk beendet hatte,
ging er nach Kafarnaum hinein. 
Ein Hauptmann hatte einen Diener,
der todkrank war und den er sehr schätzte. 
Als der Hauptmann von Jesus hörte,
schickte er einige von den jüdischen Ältesten zu ihm
mit der Bitte, zu kommen und seinen Diener zu retten. 
Sie gingen zu Jesus und baten ihn inständig.
Sie sagten:
Er verdient es, daß du seine Bitte erfüllst; 
denn er liebt unser Volk
und hat uns die Synagoge gebaut. 
Da ging Jesus mit ihnen.
Als er nicht mehr weit von dem Haus entfernt war,
schickte der Hauptmann Freunde und ließ ihm sagen:
Herr, bemüh dich nicht!
Denn ich bin es nicht wert, daß du mein Haus betrittst.
Deshalb habe ich mich auch nicht für würdig gehalten,
selbst zu dir zu kommen.
Sprich nur ein Wort, dann muß mein Diener gesund werden.
Auch ich muß Befehlen gehorchen,
und ich habe selber Soldaten unter mir;
sage ich nun zu einem: Geh!, so geht er,
und zu einem andern: Komm!, so kommt er,
und zu meinem Diener: Tu das!, so tut er es.
Jesus war erstaunt über ihn, als er das hörte.
Und er wandte sich um
und sagte zu den Leuten, die ihm folgten:
Ich sage euch:
Nicht einmal in Israel habe ich einen solchen Glauben gefunden.
Und als die Männer, die der Hauptmann geschickt hatte,
in das Haus zurückkehrten,
stellten sie fest, daß der Diener gesund war.