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Lesungen 03.07.2016


1. Lesung vom 14. Sonntag im Jahreskreis, Lesejahr C:
Jes 66,10-14c

Lesung aus dem Buch Jesaja:

Freut euch mit Jerusalem!
Jubelt in der Stadt, alle, die ihr sie liebt.
Seid fröhlich mit ihr, alle, die ihr über sie traurig wart.
Saugt euch satt an ihrer tröstenden Brust,
trinkt und labt euch an ihrem mütterlichen Reichtum!
Denn so spricht der Herr:
Seht her:Wie einen Strom leite ich den Frieden zu ihr
und den Reichtum der Völker wie einen rauschenden Bach.
Ihre Kinder wird man auf den Armen tragen
und auf den Knien schaukeln.
Wie eine Mutter ihren Sohn tröstet, so tröste ich euch;
in Jerusalem findet ihr Trost.
Wenn ihr das seht, wird euer Herz sich freuen,
und ihr werdet aufblühen wie frisches Gras.
So offenbart sich die Hand des Herrn an seinen Knechten.



Über Jahrhunderte hinweg haben Propheten das Werk des Jesaia (8. Jhdt.) für ihre Zeit aktualisiert und weitergeführt. Die Kapitel 56 bis 66 des "Tritojesaia" sind eine Sammlung von Prophetensprüchen, die die Heilsbotschaft im engeren Sinn (Kap. 60 bis 62) umrahmen und ergänzen. In einer Zeit großer Hoffnungslosigkeit und Niedergeschlagenheit wird die Weisagung des Trostpropheten der Exilszeit über Jerusalem, das herrlich wiedererstehen soll, neu aufgegriffen und überhöht.


Antwortpsalm am 14. Sonntag im Jahreskreis (C)
Ps
66,1-7. 16. 20.

R Jauchzt vor Gott, alle Länder der Erde! – R

Jauchzt vor Gott, alle Länder der Erde!
Spielt zum Ruhm seines Namens!
Verherrlicht ihn mit Lobpreis!
Sagt zu Gott: „Wie Ehrfurcht gebietend sind deine Taten;
vor deiner gewaltigen Macht müssen die Feinde sich beugen.“ - (R)

Alle Welt bete dich an und singe dein Lob,
sie lobsinge deinem Namen!
Kommt und seht die Taten Gottes!
Staunenswert ist sein Tun an den Menschen: - (R)

Er verwandelte das Meer in trockenes Land,
sie schritten zu Fuß durch den Strom;
dort waren wir über ihn voll Freude.
In seiner Kraft ist er Herrscher auf ewig;
seine Augen prüfen die Völker.
Die Trotzigen können sich gegen ihn nicht erheben. - (R)

Ihr alle, die ihr Gott fürchtet, kommt und hört;
ich will euch erzählen, was er mir Gutes getan hat.
Gepriesen sei Gott; denn er hat mein Gebet nicht verworfen
und mir seine Huld nicht entzogen. - R


2. Lesung vom 14. Sonntag im Jahreskreis, Lesejahr C:
Gal 6,14-18

Lesung aus dem Brief des Apostels Paulus an die Galater:

Ich aber will mich allein
des Kreuzes Jesu Christi, unseres Herrn, rühmen,
durch das mir die Welt gekreuzigt ist und ich der Welt.
Denn es kommt nicht darauf an,
ob einer beschnitten oder unbeschnitten ist,
sondern darauf, daß er neue Schöpfung ist.
Friede und Erbarmen komme über alle,
die sich von diesem Grundsatz leiten lassen,
und über das Israel Gottes.
In Zukunft soll mir niemand mehr solche Schwierigkeiten bereiten.
Denn ich trage die Zeichen Jesu an meinem Leib.
Die Gnade Jesu Christi, unseres Herrn,
sei mit eurem Geist, meine Brüder.
Amen.



Im Schlußwort des Briefes an die Galater, das Paulus "mit eigener Hand" dem seinem Schreiber diktierten Brief hinzufügt (Vers 11), greift der Apostel die Problematik wieder auf, die den ganzen Brief charakterisiert: Kreuz oder Beschneidung, Christusglaube oder Gesetz. Seine Gegner könnten Ruhm ernten, wenn ihre Forderung nach der Beschneidung Erfolg hätte. Der einzige Ruhm des Paulus ist das Kreuz Christi, und die Leidensgemeinschaft mit dem gekreuzigten Herrn ist sein Stigma (im Gegensatz zum Zeichen der Beschneidung). Für die ganze christliche Gemeinde, das Israel Gottes, ist das Kreuz Christi der Maßstab für den neuen Lebenswandel. Die sich von diesem Grundsatz leiten lassen, werden Frieden und Erbarmen erfahren.


Ruf vor dem Evangelium am 14. Sonntag im Jahreskreis (C)
Kol
3,15a.16a

Halleluja. Halleluja.

In euren Herzen herrsche der Friede Christi.
Das Wort Christi wohne mit seinem ganzen Reichtum bei euch.

Halleluja.


Evangelium vom 14. Sonntag im Jahreskreis, Lesejahr C:
Lk 10,1-12. 17-20

Aus dem heiligen Evangelium nach Lukas:

In jener Zeit suchte der Herr zweiundsiebzig andere aus
und sandte sie zu zweit voraus in alle Städte und Ortschaften,
in die er selbst gehen wollte.
Er sagte zu ihnen:
Die Ernte ist groß, aber es gibt nur wenig Arbeiter.
Bittet also den Herrn der Ernte,
Arbeiter für seine Ernte auszusenden.
Geht!
Ich sende euch wie Schafe mitten unter die Wölfe.
Nehmt keinen Geldbeutel mit,
keine Vorratstasche und keine Schuhe!
Grüßt niemand unterwegs!
Wenn ihr in ein Haus kommt, so sagt als erstes:
Friede diesem Haus!
Und wenn dort ein Mann des Friedens wohnt,
wird der Friede, den ihr ihm wünscht, auf ihm ruhen;
andernfalls wird er zu euch zurückkehren.
Bleibt in diesem Haus, eßt und trinkt, was man euch anbietet;
denn wer arbeitet, hat ein Recht auf seinen Lohn.
Zieht nicht von einem Haus in ein anderes!
Wenn ihr in eine Stadt kommt und man euch aufnimmt,
so eßt, was man euch vorsetzt.
Heilt die Kranken, die dort sind, und sagt den Leuten:
Das Reich Gottes ist euch nahe.
Wenn ihr aber in eine Stadt kommt,
in der man euch nicht aufnimmt,
dann stellt euch auf die Straße und ruft:
Selbst den Staub eurer Stadt, der an unseren Füßen klebt,
lassen wir euch zurück;
doch das sollt ihr wissen:
Das Reich Gottes ist nahe.
Ich sage euch:
Sodom wird es an jenem Tag nicht so schlimm ergehen
wie dieser Stadt.
Die Zweiundsiebzig kehrten zurück und berichteten voll Freude:
Herr, sogar die Dämonen gehorchen uns,
wenn wir deinen Namen aussprechen.
Da sagte er zu ihnen:
Ich sah den Satan wie einen Blitz vom Himmel fallen.
Seht, ich habe euch die Vollmacht gegeben,
auf Schlangen und Skorpione zu treten
und die ganze Macht des Feindes zu überwinden.
Nichts wird euch schaden können.
Doch freut euch nicht darüber,
daß euch die Geister gehorchen,
sondern freut euch darüber,
daß eure Namen im Himmel verzeichnet sind.



Während in Lk 9,1-6 nur die "Zwölf" ausgesandt werden, weitet sich in dieser Perikope der Kreis. Der universale Charakter der christlichen Mission wird durch die Zahl der Jünger angedeutet. (Man meinte damals, daß es 70 Heidenvölker gebe, vgl. Gen 10.) Auch das Bild von der Ernte entspricht dem Missionsgedanken des Lukas. Ernte ist Heilszeit (vgl. Ps 126,6). Ohne Machtmittel und nur mit dem Notwendigsten ausgerüstete sollen die Jünger in eine Welt gehen, die sie ablehnt und verfolgt. Aber gerade im Verzicht auf Macht und Besitz wird sich die Kraft der Botschaft erweisen. Bei ihrer Rückkehr können sie voll Freude berichten, daß durch die Verkündigung des Reiches Gottes dieses nun auch schon angebrochen ist. Durch die Macht des Wortes Gottes ist die Macht Satans gebrochen. Das Heil und der Friede Gottes (Schalom) bleibt bei den Menschen, die die Botschaft annehmen.


Kurzfassung des
Evangeliums vom 14. Sonntag im Jahreskreis, Lesejahr C:
Lk 10,1-9

Aus dem heiligen Evangelium nach Lukas:

In jener Zeit suchte der Herr zweiundsiebzig andere Jünger aus
und sandte sie zu zweit voraus in alle Städte und Ortschaften,
in die er selbst gehen wollte.
Er sagte zu ihnen:
Die Ernte ist groß, aber es gibt nur wenig Arbeiter.
Bittet also den Herrn der Ernte,
Arbeiter für seine Ernte auszusenden.
Geht!
Ich sende euch wie Schafe mitten unter die Wölfe.
Nehmt keinen Geldbeutel mit,
keine Vorratstasche und keine Schuhe!
Grüßt niemand unterwegs!
Wenn ihr in ein Haus kommt, so sagt als erstes:
Friede diesem Haus!
Und wenn dort ein Mann des Friedens wohnt,
wird der Friede, den ihr ihm wünscht, auf ihm ruhen;
andernfalls wird er zu euch zurückkehren.
Bleibt in diesem Haus, eßt und trinkt,
was man euch anbietet;
denn wer arbeitet, hat ein Recht auf seinen Lohn.
Zieht nicht von einem Haus in ein anderes!
Wenn ihr in eine Stadt kommt und man euch aufnimmt,
so eßt, was man euch vorsetzt.
Heilt die Kranken, die dort sind, und sagt den Leuten:
Das Reich Gottes ist euch nahe.


Ungekürzte Fassung des
Evangeliums des 14. Sonntag im Jahreskreis, Lesejahr C:
Lk 10,1-20


Aus dem heiligen Evangelium nach Lukas:

Danach suchte der Herr zweiundsiebzig andere aus
und sandte sie zu zweit voraus
in alle Städte und Ortschaften,
in die er selbst gehen wollte.
Er sagte zu ihnen:
Die Ernte ist groß, aber es gibt nur wenig Arbeiter.
Bittet also den Herrn der Ernte,
Arbeiter für seine Ernte auszusenden.
Geht!
Ich sende euch wie Schafe mitten unter die Wölfe. N
ehmt keinen Geldbeutel mit,
keine Vorratstasche und keine Schuhe!
Grüßt niemand unterwegs!
Wenn ihr in ein Haus kommt, so sagt als erstes:
Friede diesem Haus!
Und wenn dort ein Mann des Friedens wohnt,
wird der Friede, den ihr ihm wünscht, auf ihm ruhen;
andernfalls wird er zu euch zurückkehren.
Bleibt in diesem Haus,
eßt und trinkt, was man euch anbietet;
denn wer arbeitet, hat ein Recht auf seinen Lohn.
Zieht nicht von einem Haus in ein anderes!
Wenn ihr in eine Stadt kommt
und man euch aufnimmt,
so eßt, was man euch vorsetzt.
Heilt die Kranken, die dort sind,
und sagt den Leuten:
Das Reich Gottes ist euch nahe.
Wenn ihr aber in eine Stadt kommt,
in der man euch nicht aufnimmt,
dann stellt euch auf die Straße und ruft:
Selbst den Staub eurer Stadt,
der an unseren Füßen klebt,
lassen wir euch zurück;
doch das sollt ihr wissen:
Das Reich Gottes ist nahe.
Ich sage euch:
Sodom wird es an jenem Tag nicht so schlimm ergehen wie dieser Stadt.
Weh dir, Chorazin!
Weh dir, Betsaida!
Wenn einst in Tyrus und Sidon die Wunder geschehen wären,
die bei euch geschehen sind -
man hätte dort in Sack und Asche Buße getan.
Tyrus und Sidon wird es beim Gericht nicht so schlimm ergehen wie euch.
Und du, Kafarnaum,
meinst du etwa, du wirst bis zum Himmel erhoben?
Nein, in die Unterwelt wirst du hinabgeworfen.
Wer euch hört, der hört mich,
und wer euch ablehnt, der lehnt mich ab;
wer aber mich ablehnt, der lehnt den ab, der mich gesandt hat.
Die Zweiundsiebzig kehrten zurück und berichteten voll Freude:
Herr, sogar die Dämonen gehorchen uns,
wenn wir deinen Namen aussprechen.
Da sagte er zu ihnen:
Ich sah den Satan wie einen Blitz vom Himmel fallen.
Seht, ich habe euch die Vollmacht gegeben,
auf Schlangen und Skorpione zu treten
und die ganze Macht des Feindes zu überwinden.
Nichts wird euch schaden können.
Doch freut euch nicht darüber,
daß euch die Geister gehorchen,
sondern freut euch darüber,
daß eure Namen im Himmel verzeichnet sind.



Während in Lk 9,1-6 nur die "Zwölf" ausgesandt werden, weitet sich in dieser Perikope der Kreis. Der universale Charakter der christlichen Mission wird durch die Zahl der Jünger angedeutet. (Man meinte damals, daß es 70 Heidenvölker gebe, vgl. Gen 10.) Auch das Bild von der Ernte entspricht dem Missionsgedanken des Lukas. Ernte ist Heilszeit (vgl. Ps 126,6). Ohne Machtmittel und nur mit dem Notwendigsten ausgerüstete sollen die Jünger in eine Welt gehen, die sie ablehnt und verfolgt. Aber gerade im Verzicht auf Macht und Besitz wird sich die Kraft der Botschaft erweisen. Bei ihrer Rückkehr können sie voll Freude berichten, daß durch die Verkündigung des Reiches Gottes dieses nun auch schon angebrochen ist. Durch die Macht des Wortes Gottes ist die Macht Satans gebrochen. Das Heil und der Friede Gottes (Schalom) bleibt bei den Menschen, die die Botschaft annehmen.