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Lesungen 07.08.2016


1. Lesung vom 19. Sonntag im Jahreskreis:
Weish 18,6-9

Lesung aus dem Buch der Weisheit:

Die Nacht der Befreiung wurde unseren Vätern vorher angekündigt;
denn sie sollten zuversichtlich sein
und sicher wissen,
welchen eidlichen Zusagen sie vertrauen konnten.
So erwartete dein Volk
die Rettung der Gerechten und den Untergang der Feinde.
Während du die Gegner straftest,
hast du uns zu dir gerufen und verherrlicht.
Denn im Verborgenen
feierten die frommen Söhne der Guten ihr Opferfest;
sie verpflichteten sich einmütig auf das göttliche Gesetz,
daß die Heiligen in gleicher Weise Güter wie Gefahren teilen sollten,
und sangen schon im voraus die Loblieder der Väter.



Das Buch der Weisheit gehört zu den Schriften, die in der katholischen Kirche zum Schriftkanon, in der Lutherbibel aber zu den sogenannten Apokryphen gezählt werden: Bücher die nach Martin Luther "der Heiligen Schrift nicht gleichgehalten, und doch nützlich und gut zu lesen sind". Das Buch ist das jüngste im Alten Testament und wurde vermutlich Ende des 2. bzw. Anfang des 1. Jhdt. v. Chr. im ägyptischen Alexandrien geschrieben. Inhalt und Stil deuten hin auf einen gebildeten, griechisch sprechenden Diasporajuden als Verfasser. Die vorliegende Perikope ist dem dritten Teil des Buches entnommen, in dem an die Geschichte Israels, speziell an den Exodus erinnert wird. Bedrängnisse in der Vergangenheit, die bestanden werden konnten, können in der Not der Gegenwart trösten. Die Erinnerung an die Befreiung aus Not und Elend kann auch in der Gegenwart Hoffnung schenken. Eine Verbindung von Vergangenheit und Gegenwart schafft zudem unter den Zuhörern eine Identität. Sie stärkt den Glauben an Gott, der der Herr über alle und alles ist. Im Text ist das Stilmittel der "Synkrisis" (Vergleich) verwendet worden, das in der griechischen Literatur bekannt ist. Den Plagen an den Ägyptern werden die Wohltaten am Volk Israel gegenübergestellt. Mit "der Nacht der Befreiung" wird an den Exodus erinnert. Interessant an der Schilderung des Paschamahles ist die Bemerkung, dass Loblieder gesungen wurden. Lieder und Hymnen werden in der Exodus-Erzählung selber nicht erwähnt. Es handelt sich wohl um einen späteren liturgischen Brauch, der dann in die Vergangenheit zurückverlegt wurde. Dieser Brauch wird auch an anderen Stellen der Hl. Schrift erwähnt.


Das Buch der Weisheit stammt aus der Zeit 80-30 v. Chr. und gehört somit zu den jüngsten Büchern des Alten Testamentes. Entstehungsraum ist vermutlich der jüdische Kulturraum Ägyptens in Alexandria, wo orthodoxe von häretischen Juden verfolgt wurden. Der Autor lebte als akademischer Jude mit griechischer Bildung. Nach Weish 9,7 schreibt er aus der Sicht des Königs Salomo. Gegenstand der Auslegungen ist die Weisheit des Menschen, konkret des Salomo, der aber mit Namen nie genannt wird. Das Buch ist im Kontext des Neuen Testament vor allem von Paulus gelesen und verwendet worden. Die vorliegende Perikope gehört zum dritten Teil des Buches, der als ein großes Gebet gestaltet ist. Dort findet sich in sieben gegenüber stellenden Darstellungen (11,5 - 19,27) das strafende und rettende Eingreifen Gottes in die Geschichte seine Volkes.


In Weish 16,1 - 19,27 kommt der Verfasser des Weisheitsbuches zu seinem Grundthema und schildert das Walten des Herrn in der Geschichte Israels. Die Nacht der Befreiung - der Tod der Erstgeborenen der Ägypter (vgl. Ex 11,4-7) - wurde den Israeliten vorher angekündigt, damit sie den Mut nicht sinken ließen. So wird auch uns das Wiederkommen des Herrn angekündigt. Wir sollen an diese Rettung wie unsere Väter glauben und uns für den Tag, an dem der Herr kommt, vorbereiten. Im Unterschied zur Schilderung im Buch Exodus erfolgt diese Feier im Verborgenen und es werden vorher Loblieder der Väter, also Psalmen, gesungen. Diese Änderungen scheinen auf die Praxis und Gewohnheit des Leserkreises, nämlich der Juden in der ägyptischen Diaspora, Rücksicht zu nehmen, für welche diese Schrift als Trost in der Verfolgung geschrieben wurde.


Antwortpsalm am 19. Sonntag im Jahreskreis (C)
Ps 33,1. 12. 18-20. 22

R Selig das Volk,
das der Herr sich zum Erbteil erwählt hat. – R

Ihr Gerechten, jubelt vor dem Herrn;
für die Frommen ziemt es sich, Gott zu loben.
Wohl dem Volk, dessen Gott der Herr ist,
der Nation, die er sich zum Erbteil erwählt hat. - (R)

Doch das Auge des Herrn ruht auf allen, die ihn fürchten und ehren,
die nach seiner Güte ausschaun;
denn er will sie dem Tod entreißen
und in der Hungersnot ihr Leben erhalten. - (R)

Unsre Seele hofft auf den Herrn;
er ist für uns Schild und Hilfe.
Lass deine Güte über uns walten, o Herr,
denn wir schauen aus nach dir. - R


2. Lesung vom 19. Sonntag im Jahreskreis, Lesejahr C:
Hebr 11,1-2. 8-19

Lesung aus dem Hebräerbrief:

Schwestern und Brüder!
Glaube ist: Feststehen in dem, was man erhofft,
Überzeugtsein von Dingen, die man nicht sieht.
Aufgrund dieses Glaubens
haben die Alten ein ruhmvolles Zeugnis erhalten.
Aufgrund des Glaubens
gehorchte Abraham dem Ruf,
wegzuziehen in ein Land,
das er zum Erbe erhalten sollte;
und er zog weg,
ohne zu wissen,
wohin er kommen würde.
Aufgrund des Glaubens
hielt er sich als Fremder im verheißenen Land
wie in einem fremden Land auf
und wohnte mit Isaak und Jakob,
den Miterben derselben Verheißung, in Zelten;
denn er erwartete die Stadt mit den festen Grundmauern,
die Gott selbst geplant und gebaut hat.
Aufgrund des Glaubens
empfing selbst Sara die Kraft,
trotz ihres Alters noch Mutter zu werden;
denn sie hielt den für treu,
der die Verheißung gegeben hatte.
So stammen denn auch von einem einzigen Menschen,
dessen Kraft bereits erstorben war, viele ab:
zahlreich wie die Sterne am Himmel
und der Sand am Meeresstrand,
den man nicht zählen kann.
Voll Glauben sind diese alle gestorben,
ohne das Verheißene erlangt zu haben;
nur von fern haben sie es geschaut und gegrüßt
und haben bekannt, 
daß sie Fremde und Gäste auf Erden sind.
Mit diesen Worten geben sie zu erkennen,
daß sie eine Heimat suchen.
Hätten sie dabei an die Heimat gedacht,
aus der sie weggezogen waren,
so wäre ihnen Zeit geblieben zurückzukehren;
nun aber streben sie nach einer besseren Heimat,
nämlich der himmlischen.
Darum schämt sich Gott ihrer nicht,
er schämt sich nicht,
ihr Gott genannt zu werden;
denn er hat für sie eine Stadt vorbereitet.
Aufgrund des Glaubens
brachte Abraham den Isaak dar,
als er auf die Probe gestellt wurde,
und gab den einzigen Sohn dahin,
er, der die Verheißungen empfangen hatte
und zu dem gesagt worden war:
Durch Isaak wirst du Nachkommen haben.
Er verließ sich darauf,
daß Gott sogar die Macht hat, Tote zum Leben zu erwecken;
darum erhielt er Isaak auch zurück.
Das ist ein Sinnbild.



Der Hebräerbrief nennt keinen Verfasser. Er ist das erste Beispiel für eine christliche Lehrschrift, die sich nicht durch Nennung eines Verfassers aus der apostolischen Zeit besondere Autorität verschaffen möchte. Es ist auch kein Adressat genannt, ein Briefkopf fehlt. Lediglich die Verse am Schluss weisen auf einen Brief hin. Die Überschrift "An die Hebräer" ist ein späterer Zusatz. Der Brief wurde vermutlich zwischen 80 und 100 n. Chr. von einem hellenistischen Judenchristen geschrieben. Das Kapitel 11 beschreibt die 2Wolke der Zeugen" (Hebr 12,1). Vorbilder im Glauben werden genannt, um den Lesern und Hörern Mut zu machen, selber den Glauben zu leben und zu bezeugen. Es handelt sich um einen Paradigmenkatalog, der zur ethischen Unterweisung dienen sollte. Damit nimmt er die Stiltradition weisheitlicher Paradigmenreihen auf. Sprachlich wird die Aufzählung durch sich wiederholende gleiche Versanfänge deutlich gemacht. "Durch den Glauben" (griech. "pistin") kommt sieben mal vor. Der Einschub Vers 13-16 ist durch einen veränderten Versanfang "voll Glauben" (griech. "kata pistin") gekennzeichnet. Der Anfang spricht das Thema "Glaube" an. Die Definition von Glauben, die hier gegeben wird, betont eine objektive Haltung gegenüber den Glaubensfundamenten: feststehen in dem, was man erhofft. Das Subjektive, z.B. ein persönliches Überzeugtsein, wird weniger betont. Die Definition ist ganz allgemein gehalten. Ein persönliches Verhältnis zu Jesus spielt hier keine Rolle. Die Verse 8-22 haben Abraham zum Thema. Damit nimmt er als Einzelgestalt den größten Raum in diesem Kapitel ein. Das entspricht der Bedeutung, die Abraham als Vater des Glaubens von Anfang an gehabt hat und auch heute noch hat.


Glaube bedeutet Hoffnung. Durch den Glauben wird erkannt, daß das Sichtbare (die Welt) durch das Unsichtbare (Gott) begründet ist. Die vom Hebräerbrief vorgelegte Definition des Glaubens unterscheidet sich wesentlich vom paulinischen Glaubensbegriff und dem der Synoptiker. Bei Paulus und in den Evangelien ist Glaube unlösbar mit der Person und dem Wirken Jesu verbunden. Die hier vorgelegte Definition sieht im Glauben eine Haltung des Menschen gegenüber der zukünftigen, himmlisch-unsichtbaren Welt. Wer von der Existenz dieser "besseren Heimat", dieser "Stadt" überzeugt ist und sich von der irdischen Scheinwelt nicht täuschen läßt, beweist Glauben. Diese Haltung kann von allen Menschen, auch von frommen Heiden, in vorbildlicher Weise geübt werden. Die Geschichte Abrahams bietet reichen Stoff zu zeigen, was Glauben bedeutet und worauf er sich richtet. Abraham glaubt an Gottes Verheißung, verläßt seine irdische Heimat und wird zum Stammvater des wandernden Gottesvolkes und zahlreicher Nachkommenschaft. Er lebt aus dem Glauben an die Heimat, die er noch nicht sieht. Viele Gestalten der Heilsgeschichte hofften, ohne zu besitzen und starben, ohne die Erfüllung der Heilsgeschichte zu erleben. Abraham ist sogar bereit den Sohn, den Gott ihm verheißen und zuvor geschenkt hat, zu opfern, weil er daran glaubt, daß Gott auch die Macht hat, Tote zu neuem Leben zu erwecken.


Kurzfassung der
2. Lesung vom 19. Sonntag im Jahreskreis, Lesejahr C:
Hebr 11,1-2. 8-12

Lesung aus dem Hebräerbrief:

Schwestern und Brüder!
Glaube ist: Feststehen in dem, was man erhofft,
Überzeugtsein von Dingen, die man nicht sieht.
Aufgrund dieses Glaubens
haben die Alten ein ruhmvolles Zeugnis erhalten.
Aufgrund des Glaubens gehorchte Abraham dem Ruf,
wegzuziehen in ein Land,
das er zum Erbe erhalten sollte;
und er zog weg,
ohne zu wissen,
wohin er kommen würde.
Aufgrund des Glaubens
hielt er sich als Fremder im verheißenen Land
wie in einem fremden Land auf
und wohnte mit Isaak und Jakob,
den Miterben derselben Verheißung, in Zelten;
denn er erwartete die Stadt mit den festen Grundmauern,
die Gott selbst geplant und gebaut hat.
Aufgrund des Glaubens empfing selbst Sara die Kraft,
trotz ihres Alters noch Mutter zu werden;
denn sie hielt den für treu,
der die Verheißung gegeben hatte.
So stammen denn auch von einem einzigen Menschen,
dessen Kraft bereits erstorben war, viele ab:
zahlreich wie die Sterne am Himmel
und der Sand am Meeresstrand, den man nicht zählen kann.


Ruf vor dem Evangelium am 19. Sonntag im Jahreskreis (C)
Mt 24,42a. 44

Halleluja. Halleluja.
Seid wachsam und haltet euch bereit!
Denn der Menschensohn kommt
zu einer Stunde, in der ihr es nicht erwartet.
Halleluja.


Evangelium vom 19. Sonntag im Jahreskreis, Lesejahr C:
Lk 12,32-48

Aus dem heiligen Evangelium nach Lukas:

In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern:
Fürchte dich nicht, du kleine Herde!
Denn euer Vater hat beschlossen,
euch das Reich zu geben.
Verkauft eure Habe, und gebt den Erlös den Armen!
Macht euch Geldbeutel, die nicht zerreißen.
Verschafft euch einen Schatz,
der nicht abnimmt,
droben im Himmel,
wo kein Dieb ihn findet und keine Motte ihn frißt.
Denn wo euer Schatz ist, da ist auch euer Herz.
Legt euren Gürtel nicht ab,
und laßt eure Lampen brennen!
Seid wie Menschen,
die auf die Rückkehr ihres Herrn warten,
der auf einer Hochzeit ist,
und die ihm öffnen, sobald er kommt und anklopft.
Selig die Knechte,
die der Herr wach findet, wenn er kommt!
Amen, ich sage euch:
Er wird sich gürten, sie am Tisch Platz nehmen lassen
und sie der Reihe nach bedienen.
Und kommt er erst in der zweiten oder dritten Nachtwache
und findet sie wach - selig sind sie.
Bedenkt:
Wenn der Herr des Hauses wüßte,
in welcher Stunde der Dieb kommt,
so würde er verhindern,
daß man in sein Haus einbricht.
Haltet auch ihr euch bereit!
Denn der Menschensohn kommt zu einer Stunde,
in der ihr es nicht erwartet.
Da sagte Petrus:
Herr, meinst du mit diesem Gleichnis nur uns
oder auch all die anderen?
Der Herr antwortete:
Wer ist denn der treue und kluge Verwalter,
den der Herr einsetzen wird,
damit er seinem Gesinde zur rechten Zeit die Nahrung zuteilt?
Selig der Knecht,
den der Herr damit beschäftigt findet, wenn er kommt!
Wahrhaftig, das sage ich euch:
Er wird ihn zum Verwalter seines ganzen Vermögens machen.
Wenn aber der Knecht denkt:
Mein Herr kommt noch lange nicht zurück!,
und anfängt, die Knechte und Mägde zu schlagen;
wenn er ißt und trinkt und sich berauscht,
dann wird der Herr an einem Tag kommen,
an dem der Knecht es nicht erwartet,
und zu einer Stunde, die er nicht kennt;
und der Herr wird ihn in Stücke hauen
und ihm seinen Platz unter den Ungläubigen zuweisen.
Der Knecht, der den Willen seines Herrn kennt,
sich aber nicht darum kümmert
und nicht danach handelt,
der wird viele Schläge bekommen.
Wer aber, ohne den Willen des Herrn zu kennen,
etwas tut, was Schläge verdient,
der wird wenig Schläge bekommen.
Wem viel gegeben wurde,
von dem wird viel zurückgefordert werden,
und wem man viel anvertraut hat,
von dem wird man um so mehr verlangen.



Lk 12,32-48 gehört zum Reisebericht des Lukas (Lk 9,51 - 19,27), der die Reise Jesu nach Jerusalem in verschiedenen Berichten und Erzählungen nachzeichnet. In Lk 11,37 - 13,9 finden wir einen Redenzyklus, dem auch die vorliegende Perikope entnommen ist. Die ersten drei Verse der Perikope gehören thematisch noch zur davor stehenden Rede über das richtige und falsche Sorgen. In den Versen 33-34 geht es um den unvergänglichen Schatz. Der Stil entspricht jüdisch-weisheitlicher Redeweise. Einem Imperativ folgt ein Indikativ, dem Ratschlag eine Erklärung. Die folgenden Verse, Lk 12,35-48, haben das Kommen Christi im Blick. Dabei bilden die Verse 35-40 und 42-46 jeweils eine Einheit. Vers 41 ist ein redaktioneller Einschub. Die Verse 47-48 gehören zum lukanischen Sondergut, von Lukas an die Verse 42-46 angefügt. Es geht in den erzählten Gleichnissen um die Wachsamkeit und auch um das Dienen, den Einsatz für den Herrn. Die Reden und Gleichnisse in der vorliegenden Perikope richten sich an die Jünger bzw. die Gemeindeverantwortlichen (die Verwalter, die vom Herrn eingesetzt sind). Sie werden an ihren Auftrag zur Nachfolge erinnert. Es geht darum, nicht nachzulassen im gespannten Warten auf die Wiederkunft des Herrn.


Lukas vergleicht die Schar der Jünger mit einer "kleinen Herde". Trotz ihrer kleinen Zahl, ihrer Bedeutungs- und Machtlosigkeit wird sie Macht, Reich und Herrschaft über alle Reiche von Gott empfangen. Denn den Glaubenden gehört die Zukunft, das "Reich". Aber Jesus verlangt von den Jüngern, die ihm radikal nachfolgen wollen, auch konsequenten Verzicht auf Besitz und Hinwendung zu den Armen. Für seine Jünger stehen nicht mehr irdische Schätze, Geld oder Macht im Mittelpunkt, sondern allein Gott und sein Reich. Zur Zeit, als Lukas sein Evangelium schrieb, erwarteten die Christen das Kommen Jesu nicht mehr in nächster Zeit. Sie schauten als "Kirche" auf das Wirken Jesu zurück und auf seine Ankunft in Herrlichkeit voraus. Da aber niemand weiß, wann der Herr kommt, spricht Lukas einige Grundhaltungen an, die dem Christen in der Zeit der "Kirche" nicht fehlen dürfen: Der Christ muß wachsam sein und seine Situation in der Zeit dieser Welt begreifen; besonders die Vorsteher der Kirche, in deren Namen Petrus spricht, werden zu Treue und Verantwortlichkeit ermahnt.


Kurzfassung des
Evangeliums vom 19. Sonntag im Jahreskreis, Lesejahr C:
Lk 12,35-40

Aus dem heiligen Evangelium nach Lukas:

In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern:
Legt euren Gürtel nicht ab,
und laßt eure Lampen brennen!
Seid wie Menschen,
die auf die Rückkehr ihres Herrn warten,
der auf einer Hochzeit ist,
und die ihm öffnen,
sobald er kommt und anklopft.
Selig die Knechte,
die der Herr wach findet, wenn er kommt!
Amen, ich sage euch:
Er wird sich gürten,
sie am Tisch Platz nehmen lassen
und sie der Reihe nach bedienen.
Und kommt er erst in der zweiten oder dritten Nachtwache
und findet sie wach - selig sind sie.
Bedenkt:
Wenn der Herr des Hauses wüßte,
in welcher Stunde der Dieb kommt,
so würde er verhindern,
daß man in sein Haus einbricht.
Haltet auch ihr euch bereit!
Denn der Menschensohn kommt zu einer Stunde,
in der ihr es nicht erwartet.