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Kontexte 13.03.2016


Drei Jahre Franziskus: Der barmherzige Papst und die arme Kirche

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Wo steht die Kirche nach drei Jahren unter der Führung des charismatischen Mannes "vom Ende der Welt"? - Kathpress-Korrespondentenbericht von Thomas Jansen.

Vatikanstadt, 9.3.2016 (KAP) [...] Wie viel Franziskus steckt nach drei Jahren in der katholischen Kirche? Was hat der erste Papst aus Südamerika verändert in der so häufig gescholtenen römischen Kirchenzentrale? Und wie wird er von Gläubigen und Ungläubigen weltweit wahrgenommen? Die Erwartungen, die Franziskus schon bald nach seiner Wahl weckte, waren enorm.

Seine unermüdlich vorgetragene Forderung nach mehr Barmherzigkeit, etwa im Umgang mit wiederverheirateten Geschiedenen oder Homosexuellen, ließ viele Katholiken auf Veränderungen der kirchlichen Ehe- und Sexualmoral hoffen. Doch sie wurden bislang enttäuscht. Konkrete Änderungen blieben bis heute aus. Ob sich das mit seinem in Kürze erwarteten Schreiben zur Familiensynode ändert, bleibt abzuwarten.

Sein unermüdliches Dringen auf Barmherzigkeit, sein Blick auf den konkreten Einzelfall, haben jedoch durchaus Früchte getragen: Der Papst hat ein Umdenken in der katholischen Kirche angestoßen. Die Bischöfe schwenkten größtenteils auf seinen Kurs der Barmherzigkeit ein. Die beiden Bischofssynoden über Ehe und Familie verabschiedeten sich vom moralischen Zeigefinger zugunsten der helfenden Hand. Nicht mehr verurteilen, sondern begleiten, lautet nun die Devise. Seelsorge kommt vor dem Dogma.
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Moraltheologe: Papst setzt auf das menschliche Gewissen

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Mainzer Theologe Goertz in "Christ & Welt": Franziskus zufolge darf man keinen Menschen definitiv abschreiben, ihm die Tür zur Vergebung endgültig verschließen und damit seine Freiheit missachten.

Bonn, 3.3.2016 (KAP/KNA) Papst Franziskus legt nach Einschätzung des Mainzer Moraltheologen Stephan Goertz großen Wert auf das menschliche Gewissen. Dem Kirchenoberhaupt folgend, dürfe man "einen Menschen nie definitiv abschreiben, ihm nicht die Tür zur Vergebung endgültig verschließen und damit seine Freiheit missachten", schreibt Goertz in einem Gastbeitrag für die in Bonn erscheinende "Zeit"-Beilage "Christ & Welt".

Franziskus wünsche sich nicht ein Christentum, "das auf Schuld mit Strafe und Vergeltung reagiert und dabei die eigene Selbstgerechtigkeit feiert", betont Goertz. Barmherzigkeit wirke gegen "herablassende Selbstgewissheit" und die Verurteilung anderer wie ein "Gegengift".

Entsprechende Äußerungen des Papstes seien auch ein "starkes Zeichen einer lehramtlichen Selbstkritik", so Goertz weiter. In der Vergangenheit hätten auch Päpste hohen Wert auf moralische Gebote gelegt. "Das Heil des Katholischen wurde zu lange in der Stabilisierung einer bestimmten moralischen Ordnung gesucht", schreibt der Theologe.

Franziskus dagegen, so Goertz weiter, habe "das indiskrete 'Übermaß an Neugier, vor allem in sexuellen Dingen'" als Fehlentwicklung offen beim Namen genannt. Daher müsse dem Papst "an der Gewissenskompetenz gelegen sein", schreibt der Moraltheologe am Schluss seines Beitrags und fragt weiter: "Ob dies in dem für Mitte März angekündigten Schreiben zur Familienpastoral bereits ins Gewicht fallen wird? Etwa beim Thema der wiederverheirateten Geschiedenen?"



Ich freu mich in dem Herren

Bartholomäus Helder 1646/48, in: EG 349



Jesus nimmt die Sünder an

Erdmann Neumeister 1718, in: EG 353



Gebet in der Krise

EG Rheinland 952



Liebeshindernis

Günter Saße, Die Ordnung der Gefühle. Das Drama der Liebesheirat im 18. Jahrhundert, Darmstadt: Wissenschaftliche Buchgesellschaft 1996.



L'Adultera

Theodor Fontane: L'Adultera. Stuttgart: Philipp Reclam Verlag 1995.



Mann rettete Mörder seiner Tochter vor Enthauptung

Kleine Zeitung, 09.03.2010 http://www.kleinezeitung.at/nachrichten/chronik/2309819/mann-rettete-moerder-seiner-tochter-vor-enthauptung.story



Genetik

Aus: Hans Magnus Enzensberger, Die Geschichte der Wolken. 99 Meditationen. Suhrkamp Verlag, Frankfurt am Main 2003.



Was ist Wahrheit?

Aus:Arnold Mettnitzer, Couch & Altar. Erfahrungen aus Psychotherapie und Seelsorge. Styria Verlag, Wien Graz Klagenfurt 2008.



Faszination Jesus Christus

Aus: Iris Mandl-Schmidt, Schaff meinen Gedanken einen Weg. Gebete ins Konkrete. Matthias-Gründewald-Verlag Mainz 2001.



Unsereiner

Aus: Lothar Zenetti, Sieben Farben hat das Licht. Worte der Zuversicht. Matthias Grünewald Verlag, Mainz 2006.