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Kontexte 20.03.2016

20. Mär `16
Palmsonntag (C)


Predigt eines Esels

Schulpfarrer Josef Ernst http://www.licht-in-der-dunkelheit.de/geschichten/134.htm


Ihr habt recht. Ich bin nur ein Esel. 
Einer meiner Vorfahren hat den Messias getragen. 
Anfangs hat er das nicht begriffen, damals, als die beiden Jünger kamen und sagten, sie bräuchten ein Reittier. 
"Warum ausgerechnet ich?" fragte der Esel."
Auf mir ist noch niemand geritten. ...
War es nicht ein Esel gewesen, der Maria mit ihrem Kind nach Ägypten
gebracht hatte? Hatte nicht der Esel des Bileam den Engel gesehen, der sich dem Propheten in den Weg stellte?
Manchmal sieht ein Esel weiter als ein Mensch.
Wir Esel hätten allen Grund, uns Höcker wachsen zu lassen wie die Kamele oder den Kopf herrisch zurückzuwerfen wie die Pferde.
Aber Gott hat uns mit den Tugenden des Messias beschenkt, mit Demut und Sanftmut. Darum dienen wir am liebsten den Armen. Oft sind wir ihr einziger Besitz. Zugegeben : Meistens denken auch wir Esel nur an das tägliche Fressen. Manchmal bleiben wir stehen. 

Ihr sagt dann, wir seien störrisch. In Wirklichkeit aber werden wir uns bewusst, wie wunderbar die Pläne Gottes sind. Und für die kann er sogar einen Esel gebrauchen...



Ein Abend bei Siegern

Hendrik Rost, FAZ 6.2.2004


Nach dem Rennen
ist die Form eine Last,
den Körper schmerzt, was dem Kopf egal ist,
am Knie entzündet sich
die Diskussion, wie es weitergeht.
Von hier aus erkaltet das Material,
alles eine Frage der Einstellung heißt, nichts
ist gestattet, die Schwäche
trinkt Tee und träumt von Triumphen
über den Ehrgeiz, Später im Spiegel
bist du dir um Jahre voraus, ganz Körper
auf dem Foto im Ziel,
von Experten betrachtet,
die graue Figur beim Übertritt.



ein unentschiedenes gebet zum palmsonntag

© Christoph Stender http://www.christoph-stender.de/ein-unentschiedenes-gebet-zum-palmsonntag/


Ich war ein Kind,
meine Erinnerung reicht noch aus.
Ich hielt Palmzweige in den Händen.
Warum wusste ich nicht.
Alle sangen sie dieses Lied: "Singt dem König".
Ich auch.
Warum wusste ich nicht.
Wir zogen in die Kirche ein, Ihm folgend.
Ich auch.
Warum wusste ich nicht.
Nach dem Gottesdienst nahm jeder einen Palmzweig mit nach Hause.
Ich auch.
Warum wusste ich nicht.
Heute halte ich keinen Palmzweig in der Hand.
Warum?
Ich wüsste nicht, warum!
Heute singe ich nicht mehr dieses Lied.
Warum?
Ich brauche keinen König!
Heute ziehe ich nicht in die Kirche ein.
Warum?
Dein Weg ist nicht mein Weg!
Heute habe ich keinen Palmzweig mehr zu Hause.
Warum?
Weil Du mich in Ruhe lassen sollst.
In meiner Kindheit wusste ich nicht, warum!
Heute weiß ich, warum nicht!
Doch eines möchte ich: Dich immer noch fragen:
"Warum"?



Komm, Jesus, komm!

Aus: Michael Meyer, Nachdenkliche Gebete im Gottesdienst. Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 1988.



Wenn der Messias kommt

Aus: Anthony de Mello, Warum der Schäfer jedes Wetter liebt. Weisheitsgeschichten. Herder Verlag, Freiburg Basel Wien 1988 (3).



Christliche Gewaltanschauung

Aus: Franz Kamphaus, Hinter Jesus her. Anstöße zur Nachfolge. Herder Verlag, Freiburg Basel Wien 2010.



Kettenreaktionen

Aus: Ruth Pfau, Leben heißt anfangen. Worte, die das Herz berühren. Herausgegeben von Rudolf Walter. Herder Verlag, Freiburg Basel Wien 2010.



Der Blick auf die Passion Jesu

Aus: Manfred Scheuer, Und eine Spur von Ewigkeit. Ein geistlicher Begleiter durch das Jahr. Herder Verlag, Freiburg Basel Wien 2006.



Die Wunden der Gewalttat

Aus: Franz Kamphaus, Um Gottes willen - Leben. Einsprüche. Herder Verlag Freiburg Basel Wien 2004.



Mit ausgebreiteten Armen

Aus: Lothar Zenetti, Leben liegt in der Luft. Worte der Hoffnung. Matthias-Gründewald Verlag , Ostfildern 2007.



Jesus

Kurt Marti in: Georg Langenhorst, Gedichte zur Bibel. Texte - Interpretationen - Methoden. Ein werkbuch für Schule und Gemeinde. Kösel Verlag München 2004 (2001).



Der Prophet

Jochen Klepper in: Georg Langenhorst, Gedichte zur Bibel. Texte - Interpretationen - Methoden. Ein werkbuch für Schule und Gemeinde. Kösel Verlag München 2004 (2001).