Wählen Sie Ihre gewünschte Schriftgröße



Kontexte 26.03.2016

26. Mär `16
Osternacht (C)


Mit Ostern vermittelt Gott "Ich mag den Leib"

Copyright 2016 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich - (www.kathpress.at) Alle Rechte vorbehalten.


Linzer Bischof verortet Leibfreundlichkeit des Christlichen in Werken der Barmherzigkeit, in Sakramenten, in leiblicher Auferstehung und auch in der leiblichen Liebe.

Linz, 24.3.2016 (KAP) Mit Ostern setzt Gott ein "Ausrufezeichen" mit der Botschaft "Ich mag den Leib". Entgegen allen Klischees von christlicher Leibfeindlichkeit sieht der Linzer Bischof Manfred Scheuer viele Elemente ein "Leibfreundlichkeit des Christlichen". Er verortete diese in einem Oster-Interview der Linzer "KirchenZeitung" in den leiblichen Werken der Barmherzigkeit, in den sinnlich erfahrbaren Sakramente, und ebenso im Glauben an die Auferstehung auch des Fleisches, den die Christen bekennen. Als weitere Beispiele nannte Scheuer die leibliche Liebe, "in den Dimensionen von Agape, Caritas, aber auch von Freundschaft und Eros".

In der heutigen Gesellschaft gebe es zwar die "Betonung einer vordergründigen Leibfreundlichkeit", jedoch sind viele der alltäglichen Erfahrungen nach den Worten des Bischofs leibfeindlich. Bei der Arbeit werde der Leib oft losgelöst vom ganzen Menschen gesehen, in der Medizin werde der Leib manchmal "wie ein Motor" behandelt, "den man repariert" und der zu funktionieren habe. Es gehe aber vielmehr darum, "auf den Rhythmus des Leibes zu achten und auf seine Signale zu hören", erklärte der leidenschaftliche Bergwanderer.

Ostern ist für Scheuer "das Zusammen von Tod und Auferstehung" und somit mehr als nur ein Frühlingsfest, als welches von vielen der Palmsonntag empfunden werde. Auferstehung knüpfe an eine menschliche Ursehnsucht an, die über den Tod hinaus auf eine Versöhnung von Glück und Gerechtigkeit hofft.

Wenn Umfragen einen hohen Prozentsatz an Christen ergeben, die nicht an die Auferstehung glauben, stelle sich für ihn - so Scheuer - die Frage: "Finden sich die Leute einfach ab damit, dass Menschen kaputtgehen und das eigene Leben sinnlos ist? Das wäre schon ein Alarmzeichen." Denn das würde nach den Worten des Bischofs bedeuten, "dass todbringende Kräfte letztlich obenauf sind". Der Auferstehungsglaube sei auch ein Fingerzeig dafür, ob "wir das Leben lieben und annehmen können, oder finden wir uns eigentlich ab mit den offenen oder versteckten Formen des Todes?"

Für "kritische und solidarische Zeitgenossenschaft"

Zu Ostern ist laut Scheuer "die Gegenwart der leiblichen und auch durch das Leid hindurchgehenden Liebe Gottes" besonders erfahrbar. Gott fordere die Kirche zugleich auf, an den konkreten Menschen mit ihren Freuden und Hoffnungen, ihrer Trauer und Angst dranzubleiben. "Das gelingt uns manchmal besser, manchmal schlechter." Der Linzer Bischof plädierte für eine "Zeitgenossenschaft" der Kirche, die nicht einfach Angleichung bedeute. "Wer sich mit dem Zeitgeist verheiratet, erlebt sich schnell als Witwer", zitierte Scheuer den dänischen Philosophen Sören Kierkegaard. "Mir geht es um eine kritische und solidarische Zeitgenossenschaft", betonte der Bischof.



Ostern in verschiedenen Lebenssituationen

Aus: Augustin Schmied, Ostern – Licht und Leben, Verlag Neue Stadt, München, 2016.


Die Christen haben Ostern nie so gefeiert, dass sie sich die Augen zugehalten hätten, um das Leidvolle in der Welt nicht zu sehen. Diejenigen, die in der Anfangszeit des Christentums an den Auferstandenen geglaubt haben, hatten ja noch sein schreckliches Leiden und sein Sterben am Kreuz vor Augen, und sie hatten auch selbst zu leiden. Diese ersten Gläubigen waren bedroht, diskriminiert, verfolgt. Aber sie wussten sich gehalten und mit dem verbunden, der durch Leiden und Tod in ein unzerstörbares Leben eingegangen war. Die frühesten Osterbilder der christlich geprägten Kunst finden sich wohl nicht von ungefähr auf Sarkophagen, auf Särgen und in Begräbnisstätten. Menschen, die trauerten, haben sich den Ostersieg vor Augen gestellt. Es waren noch ganz einfache Darstellungen: zum Beispiel ein Kreuz mit einem Lorbeerkranz als Lebens- und Siegeszeichen.



Glaube an die Auferstehung

Aurelius Augstinus (354-430)


Darin liegt nichts Besonderes, zu glauben, dass Jesus gestorben ist; das glauben auch die Heiden, die Juden und Sünder, das glauben alle...
Der Glaube der Christen ist – die Auferstehung Christi. Das halten wir für das Entscheidende: dass wir an seine Auferstehung glauben!



Eine Utopie des Menschen ist Wirklichkeit geworden

Aus: Augustin Schmied, Ostern – Licht und Leben, Verlag Neue Stadt, München, 2016.


Weil Jesus auferstanden ist, hat er entscheidende Bedeutung für uns. Hier liegt das Kern- und Zentralstück des christlichen Glaubens. Dank der Tatsache der Auferstehung wissen wir, dass das Leben und die Sinnlosigkeit des Todes einen sicheren Sinn haben, der mit dem Auferweckungsgeschehen voll ans Licht tritt. Ein Tor zur absoluten Zukunft hat sich uns aufgetan, und eine unauslöschliche Hoffnung hat sich dem Menschen ins Herz gesenkt. Wenn Christus tatsächlich auferweckt worden ist, dann werden auch wir ihm folgen und "in Christus alle lebendig gemacht werden" (1 Kor 15,20. 22).



„Kirche ist keine Moralanstalt“

Aus: Interview in: Herder Korrespondenz, Freiburg, Nr. 3, März 2016.


Das Problem der Kirche, beider Kirchen ist: Die Leute glauben nicht mehr an Gott! Und wenn Gott nicht existiert, dann ist die Kirche natürlich ein gigantisches Kasperltheater. Anstatt der üblichen Kirchendebatten müssten Konservative und Progressive ihren Glauben an den menschgewordenen Gott mutig bekennen. […] Der Papst liefert uns da eine große Chance. Denn durch seine große Popularität weit über Kirchenkreise hinaus sind viele Menschen wieder an Glaubensfragen interessiert. Diese Evangelisierungschance wird im behäbigen deutschen Katholizismus aber nach meinem Eindruck noch viel zu wenig wahrgenommen.“



gerettet

Ingrid Penner
www.dioezese-linz.at/dl/.../4.Fastensonntag_2015.pdf



Auferstehung

Marie Luise Kaschnitz in: Georg Langenhorst, Gedichte zur Bibel. Texte – Interpretationen – Methoden. Ein Werkbuch für Schule und Gemeinde. Kösel Verlag, München 2001.



Ostern

Ingeborg Drewitz in: Georg Langenhorst, Gedichte zur Bibel. Texte – Interpretationen – Methoden. Ein Werkbuch für Schule und Gemeinde. Kösel Verlag, München 2001.



Licht, Freude, Hoffnung

Pater Heinrich Stummer, Redemptorist



Ostern an der Schwelle

Johann Pock, Ostern 2015



Den Tod nicht schauen

Aus: Jahr und Tag, Besinnungen zum Leben, Elmar Gruber, Don Bosco Verlag.



Ostern – ein Fest der Brüche

Johann Pock, Wien 04/2014



Ostern rüttelt am Tabu des Todes

Kathpresss 14.04.14 - Copyright 2014 Katholische Presseagentur, Wien, Österreich (www.kathpress.at) Alle Rechte vorbehalten.



Christen sind Widerstandskämpfer gegen den Tod

Kathpresss 15.04.14 - Copyright 2014 Katholische Presseagentur, Wien, Österreich (www.kathpress.at) Alle Rechte vorbehalten.



Auferstehung war demütiger Sieg und kein Triumph

Copyright 2014 Katholische Presseagentur, Wien, Österreich (www.kathpress.at) Alle Rechte vorbehalten.



Sterbenskranke Wienerin umrundet Wien

Kathpresss 15.04.14 - Copyright 2014 Katholische Presseagentur, Wien, Österreich (www.kathpress.at) Alle Rechte vorbehalten.



AN(GE)DACHT - Osterhoffnung

Elfi Decker-Huppert, Ev. Johannes-Kirchengemeinde Bad Kreuznach.
http://www.ev-johanneskirche.de/aktuelles/gemeindebriefe/archiv/2010/12010/1-angedacht-osterhoffnung.html



Ein Leben nach dem Tode

Marie-Luise KASCHNITZ: Ein Leben nach dem Tode, in: Gesammelte Werke in sieben Bänden. Bd. 5: Die Gedichte. Insel Verlag, Frankfurt/M. 1985.



Wie Auferstehung glauben

Karl Rahner, Das große Kirchenjahr. Herder Verlag, Freiburg Basel Wien 1990.



Ostergelächter

Almut Haneberg, woher-wohin-wozu, Gebete und Texte für junge Christen, Hrsg. Provinzialat der Redemptoristen, A-1010 Wien, 2007.



"Zufall ist, wo Gott inkognito agiert"

Tageszeitung Die Presse, Wien: 24.3.2013.
http://diepresse.com/home/presseamsonntag/1379827



Abel steht auf

Hilde Domin, Sämtliche Gedichte, hrsg. Nikola Herweg und Melanie Reinhold, Frankfurt: S. Fischer 2009.



Nacht eines Pfarrers

Dieter Wellershoff, Der Himmel ist kein Ort. Roman, Köln: Kiepenheuer & Witsch 2009.



Christ lag in Todesbanden

Martin Luther (1524) teilweise nach der Sequenz Victimae paschali laudes des Wipo von Burgund (vor 1048), in: EG 102.



Jesus, unser Trost und Leben

Ernst Christoph Homburg (1659) in: EG 561.



Wunderlicher, lieblicher Gott

Martin Luther, Das schöne Confitemini. Der 118. Psalm, Biblische Studien 18, Moers: Verlag der Buchhandlung des Erziehungsvereins Neukirchen 1957.



Der Glaube an die Auferstehung Jesu

Joseph Ratzinger, Benedikt XVI., Jesus von Nazareth, Herder-Verlag, Freiburg, 2011.



Das Wagnis, an die Auferstehung zu glauben

Karl Rahner, Das große Kirchenjahr, Herder-Verlag, Freiburg Basel Wien 1990.



Halleluja!

Georges Hourdin, Paris.



Was Sie immer schon über Ostern wissen wollten

http://www.heiligenlexikon.de/Kalender/Ostern.html



Auch das ist Auferstehung

Verfasser unbekannt



Zum Davonlaufen

Bernhard Rathmer, unveröffentlicht



Das Geheimnis der Osternacht

Aus: Joseph Ratzinger, Dogma und Verkündigung. München : Erich Wewel Verlag 1973.



Wenn du auferstehst

Aus: Ingeborg Bachmann, Sämtliche Gedichte, München: Piper Verlag 2002.



Osterwind

Aus: Hilde Domin, Sämtliche Gedichte, Frankfurt: S. Fischer Verlag 2. Aufl. 2009.



Qui resurrexit

Albrecht Haushofer , in: Hausbuch deutscher Gedichte. Mit über 550 Gedichten und geistlichen Liedern, einer Einführung von Karlheiz Schmidthüs, Freiburg : Herder Verlag 1961.



Am Tage der Auferstehung Christi

Andreas Gryphius, in: Hausbuch deutscher Gedichte. Mit über 550 Gedichten und geistlichen Liedern, einer Einführung von Karlheiz Schmidthüs, Freiburg : Herder Verlag 1961.



Die Ewigkeit der drei Tage



lautstark und vernehmlich

Graf, Beatrice; lautstark und vernehmlich; in: Beten durch die Schallmauer- Impulse und Texte; Neuss, KJG Verlagsgesellschaft mbH, 1997.



Steine bewegen

Johann Pock, Ostern 2008 - Siehe Liste der Mitarbeiter



Manchmal feiern wir mitten am Tag ein Fest der Auferstehung

Aus: Karlheinz May, Vom Duft der Auferstehung. Die vier Evangelien in Auszügen mit Meditationen, kommentierenden Texten und Zeichnungen. Im Eigenverlag (Holsteinstr 1, D-51065 Köln).



Der Erlöser der Welt

Aus: Egon Kapellari, Ein Fest gegen die Schwerkraft. Osterbetrachtungen. Styria Verlag Wien Graz Klagenfurt 1993.