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Kontexte 27.03.2016


Mit Ostern vermittelt Gott "Ich mag den Leib"

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Linzer Bischof verortet Leibfreundlichkeit des Christlichen in Werken der Barmherzigkeit, in Sakramenten, in leiblicher Auferstehung und auch in der leiblichen Liebe.

Linz, 24.3.2016 (KAP) Mit Ostern setzt Gott ein "Ausrufezeichen" mit der Botschaft "Ich mag den Leib". Entgegen allen Klischees von christlicher Leibfeindlichkeit sieht der Linzer Bischof Manfred Scheuer viele Elemente ein "Leibfreundlichkeit des Christlichen". Er verortete diese in einem Oster-Interview der Linzer "KirchenZeitung" in den leiblichen Werken der Barmherzigkeit, in den sinnlich erfahrbaren Sakramente, und ebenso im Glauben an die Auferstehung auch des Fleisches, den die Christen bekennen. Als weitere Beispiele nannte Scheuer die leibliche Liebe, "in den Dimensionen von Agape, Caritas, aber auch von Freundschaft und Eros".

In der heutigen Gesellschaft gebe es zwar die "Betonung einer vordergründigen Leibfreundlichkeit", jedoch sind viele der alltäglichen Erfahrungen nach den Worten des Bischofs leibfeindlich. Bei der Arbeit werde der Leib oft losgelöst vom ganzen Menschen gesehen, in der Medizin werde der Leib manchmal "wie ein Motor" behandelt, "den man repariert" und der zu funktionieren habe. Es gehe aber vielmehr darum, "auf den Rhythmus des Leibes zu achten und auf seine Signale zu hören", erklärte der leidenschaftliche Bergwanderer.

Ostern ist für Scheuer "das Zusammen von Tod und Auferstehung" und somit mehr als nur ein Frühlingsfest, als welches von vielen der Palmsonntag empfunden werde. Auferstehung knüpfe an eine menschliche Ursehnsucht an, die über den Tod hinaus auf eine Versöhnung von Glück und Gerechtigkeit hofft.

Wenn Umfragen einen hohen Prozentsatz an Christen ergeben, die nicht an die Auferstehung glauben, stelle sich für ihn - so Scheuer - die Frage: "Finden sich die Leute einfach ab damit, dass Menschen kaputtgehen und das eigene Leben sinnlos ist? Das wäre schon ein Alarmzeichen." Denn das würde nach den Worten des Bischofs bedeuten, "dass todbringende Kräfte letztlich obenauf sind". Der Auferstehungsglaube sei auch ein Fingerzeig dafür, ob "wir das Leben lieben und annehmen können, oder finden wir uns eigentlich ab mit den offenen oder versteckten Formen des Todes?"

Für "kritische und solidarische Zeitgenossenschaft"

Zu Ostern ist laut Scheuer "die Gegenwart der leiblichen und auch durch das Leid hindurchgehenden Liebe Gottes" besonders erfahrbar. Gott fordere die Kirche zugleich auf, an den konkreten Menschen mit ihren Freuden und Hoffnungen, ihrer Trauer und Angst dranzubleiben. "Das gelingt uns manchmal besser, manchmal schlechter." Der Linzer Bischof plädierte für eine "Zeitgenossenschaft" der Kirche, die nicht einfach Angleichung bedeute. "Wer sich mit dem Zeitgeist verheiratet, erlebt sich schnell als Witwer", zitierte Scheuer den dänischen Philosophen Sören Kierkegaard. "Mir geht es um eine kritische und solidarische Zeitgenossenschaft", betonte der Bischof.



Ostern in verschiedenen Lebenssituationen

Aus: Augustin Schmied, Ostern – Licht und Leben, Verlag Neue Stadt, München, 2016.


Die Christen haben Ostern nie so gefeiert, dass sie sich die Augen zugehalten hätten, um das Leidvolle in der Welt nicht zu sehen. Diejenigen, die in der Anfangszeit des Christentums an den Auferstandenen geglaubt haben, hatten ja noch sein schreckliches Leiden und sein Sterben am Kreuz vor Augen, und sie hatten auch selbst zu leiden. Diese ersten Gläubigen waren bedroht, diskriminiert, verfolgt. Aber sie wussten sich gehalten und mit dem verbunden, der durch Leiden und Tod in ein unzerstörbares Leben eingegangen war. Die frühesten Osterbilder der christlich geprägten Kunst finden sich wohl nicht von ungefähr auf Sarkophagen, auf Särgen und in Begräbnisstätten. Menschen, die trauerten, haben sich den Ostersieg vor Augen gestellt. Es waren noch ganz einfache Darstellungen: zum Beispiel ein Kreuz mit einem Lorbeerkranz als Lebens- und Siegeszeichen.



„Kirche ist keine Moralanstalt“

Aus: Interview in: Herder Korrespondenz, Freiburg, Nr. 3, März 2016.


Das Problem der Kirche, beider Kirchen ist: Die Leute glauben nicht mehr an Gott! Und wenn Gott nicht existiert, dann ist die Kirche natürlich ein gigantisches Kasperltheater. Anstatt der üblichen Kirchendebatten müssten Konservative und Progressive ihren Glauben an den menschgewordenen Gott mutig bekennen. […] Der Papst liefert uns da eine große Chance. Denn durch seine große Popularität weit über Kirchenkreise hinaus sind viele Menschen wieder an Glaubensfragen interessiert. Diese Evangelisierungschance wird im behäbigen deutschen Katholizismus aber nach meinem Eindruck noch viel zu wenig wahrgenommen.“



Glaube an die Auferstehung

Aurelius Augstinus (354-430)


Darin liegt nichts Besonderes, zu glauben, dass Jesus gestorben ist; das glauben auch die Heiden, die Juden und Sünder, das glauben alle...
Der Glaube der Christen ist – die Auferstehung Christi. Das halten wir für das Entscheidende: dass wir an seine Auferstehung glauben!



Eine Utopie des Menschen ist Wirklichkeit geworden

Aus: Augustin Schmied, Ostern – Licht und Leben, Verlag Neue Stadt, München, 2016.


Weil Jesus auferstanden ist, hat er entscheidende Bedeutung für uns. Hier liegt das Kern- und Zentralstück des christlichen Glaubens. Dank der Tatsache der Auferstehung wissen wir, dass das Leben und die Sinnlosigkeit des Todes einen sicheren Sinn haben, der mit dem Auferweckungsgeschehen voll ans Licht tritt. Ein Tor zur absoluten Zukunft hat sich uns aufgetan, und eine unauslöschliche Hoffnung hat sich dem Menschen ins Herz gesenkt. Wenn Christus tatsächlich auferweckt worden ist, dann werden auch wir ihm folgen und "in Christus alle lebendig gemacht werden" (1 Kor 15,20. 22).



Auferstehung

Marie Luise Kaschnitz in: Georg Langenhorst, Gedichte zur Bibel. Texte – Interpretationen – Methoden. Ein Werkbuch für Schule und Gemeinde. Kösel Verlag, München 2001.



Ostern

Ingeborg Drewitz in: Georg Langenhorst, Gedichte zur Bibel. Texte – Interpretationen – Methoden. Ein Werkbuch für Schule und Gemeinde. Kösel Verlag, München 2001.



Eine Altersfrage

Aus: Hans Magnus Enzensberger, Gedichte 1959-2010. Suhrkamp Taschenbuch, Berlin 2010.



Die Hoffnung des Menschen

Aus: Ludger Schulte, Gott suchen - Mensch werden. Vom Mehrwert des Christseins. Herder Verlag, Freiburg Basel Wien 2006.



Ostern an der Schwelle

Johann Pock, Ostern 2015



Licht, Freude, Hoffnung

Pater Heinrich Stummer, Redemptorist



Schönster Herr Jesu

Münster 1677; Str. 2 bei Heinrich August Hoffmann von Fallersleben 1842 in: EG 403



Wünsche

Rose Ausländer, Gedichte. Frankfurt am Main: S. Fischer Verlag 2001.



Es heilt die Zeit

Johannes Kühn, 1980er Jahre. In: Lyrikkalender 2009. Für jeden Tag ein Gedicht. Ausgewählt von Michael Braun. Verlag Das Wunderhorn, Heidelberg 2008, Kalenderblatt vom 29.April 2009.



Das elfte Gebot

Michael Krüger, in: Mit Gedichten durchs Jahr. Ein lyrischer Kalender mit 365 Gedichten. Ausgewählt von Daniel Kampa. Diogenes Verlag, Zürich 2012.



Zum Leben auferstehen

Hallesche Universitätspredigten, Band IX. Martin-Luther-Universität Halle/Wittenberg. Herausgegeben von Jörg Ulrich. Theologische Fakultät Halle/Saale 2007.



Widersprüchlichkeit und innerlich reich gewordenes Leben

Eugen Drewermann, Tiefenpsychologie und Exegese. Band II. Patmos Verlag, Walter Verlag, 6. Aufl. der Sonderausgabe, Düsseldorf und Zürich 2001.



Jesus, der Gottessohn

Mark Tully, Jesus - Prophet, Messias, Rebell? Aus dem Englischen von Sabine Lorenz und Felix Seewöster, Köln 1997.



Auferstehung Jesus und der Glaube

Joseph Ratzinger - Benedikt XVI., Jesus von Nazareth, Herder-Verlag, Freiburg, 2011.



Jesus: Der absolute Heilsbringer

Karl Rahner, Grundkurs des Glaubens, Herder-Verlag, Freiburg, 1985 (6.Aufl.).



Auferstehung

Verfasser unbekannt



auferstanden

Aus: Joop Roeland, Die Stimme eines dünnen Schweigens. Herausgeber: Die Quelle Verlag GmbH, Feldkirch 1992.



Gebet zur Osterzeit

Aus: Breite deinen Frieden in mir aus. Gebete der Religionen. Zusammengestellt und kommentiert von Walter Kühnelt. Verlag St. Gabriel, Mödling Wien 1989.



Österliches Gebet

Aus: Breite deinen Frieden in mir aus. Gebete der Religionen. Zusammengestellt und kommentiert von Walter Kühnelt. Verlag St. Gabriel, Mödling Wien 1989.



Auferstehung

Elisabeth Melzer-Geissler in: Im Dunkel glüht der Funke Hoffnung, hrsg. Von Claudia Peters. Verlag am Eschbach der Schwabenverlag AG, Eschbach 2010.



Dein Grab ist mir unwichtig geworden

Charlotte Knöpfli-Widmer in: Im Dunkel glüht der Funke Hoffnung, hrsg. Von Claudia Peters. Verlag am Eschbach der Schwabenverlag AG, Eschbach 2010.



Von Zeit und Ewigkeit

Aus: Wahres Glück wächst in der Stille. Aus den Quellen der Weisheit. Hrsg. Von Christian Leven. Herder Verlag Freiburg Basel Wien 2007.



Du bist unsere Auferstehung

Aus: Joop Roeland, Die Stimme eines dünnen Schweigens. Herausgeber: Die Quelle Verlag GmbH, Feldkirch 1992.



Glaube, der zum Leben befreit

Aus: Paul Maria Zulehner, Fundamentalpastoral, 2. Auflage 1992.



Wie lernt man sterben?

Aus: Christoph Schönborn, Barbara Stöckl, Wer braucht Gott? Barbara Stöckl im Gespräch mit Kardinal Schönborn, München 2009.



anweisungen (für christen) zur auferstehung

Aus: Wilhelm Willms, Der geerdete Himmel, zitiert nach Norbert Possmann, Lichtblicke, Gott feiern mit jungen Leuten, Kevelaer 1997.



loslassen

Aus: Manfred Hanglberger, Trauergebete, Traueransprachen, Regensburg, 2. Auflage 2006.