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Kontexte 01.05.2016


O Heilger Geist, kehr bei uns ein

Michael Schirmer, in: EG 130.


O Heilger Geist, kehr bei uns ein / und laß uns deine Wohnung sein,
o komm du Herzens Sonne. Du Himmelslicht, laß deinen Schein
bei uns und in uns kräftig sein / zu steter Freud und Wonne.
Sonne, Wonne, / himmlisch Leben willst du geben, wenn wir beten
zu dir kommen wir getreten.

Du Quell, draus alle Weisheit fließt, / die sich in fromme Seelen gießt,
laß deinen Trost uns hören, / daß wir in Glaubenseinigekeit
auch können alle Christenheit / dein wahres Zeugnis lehre.
Höre, lehre, daß wir können / Herz und Sinnen dir ergeben,
dir zum Lob und uns zum Leben.

Steh uns stets bei mit deinem Rat / und führ uns selbst auf rechtem Pfad,
die wir den Weg nicht wissen. / Gib uns Beständigkeit,
daß wir getreu dir bleiben / für und für, auch wenn wir
leiden müssen. Schaue, baue, / was zerissen und beflissen,
dich zu schauen und au fdeinen Trost zu bauen.

Laß uns dein edle Balsamkraft / empfinden und zur Ritterschaft
dadurch gestärket werden, / auf daß wir unter deinem Schutz
gegegnen aler Feinde Trutz / mit freudigen Gebärden.
Laß dich reichlich auf uns nieder, / daß wir wieder Trost empfinden,
alles Unglück überwinden.

O starker Fels und Lebenshort, / laß uns dein himmelsüßes Wort
in unsern Herzen brennen, / daß wir uns mögen nimmermehr
von deiner weisheitsreichen Lehr / und treuen Liebe trennen.
Fließe, gieße deine Güte / ins Gemüte, daß wir können
Christum unsern Heiland nennen.

Du süßer Himmelstau, / laß dich in unsre Herzen kräftiglich
und schenk uns deine Liebe, / daß unser Sinn verbunden
sei dem Nächsten stehts mit Liebestreu / und sich darinnen übe.
Kein Neid, kein Streit dich betrübe, / Fried und Liebe müssen schweben,
Fried und Freude wirst du geben.

Gib, daß in reiner Heiligkeit / wir führen unsre Lebenszeit,
sei unsers Geistes Stärke, / daß uns forthin sei unbewußt
die Eitelkeit, des Fleisches Lust / und seine toten Werke.
Rühre, führe unser Sinnen / und Beginnen von der Erden,
daß wir Himmelserben werden.



Ich bin der Geist, der stets verneint

Goethe, Faust. Der Tragödie erster Teil, 1808. http://gutenberg.spiegel.de/buch/-3664/6


Faust:
Bei euch, ihr Herrn, kann man das Wesen
Gewöhnlich aus dem Namen lesen,
Wo es sich allzu deutlich weist,
Wenn man euch Fliegengott, Verderber, Lügner heißt.
Nun gut, wer bist du denn?

Mephistopheles:
Ein Teil von jener Kraft,
Die stets das Böse will und stets das Gute schafft.

Faust:
Was ist mit diesem Rätselwort gemeint?

Mephistopheles:
Ich bin der Geist, der stets verneint!
Und das mit Recht; denn alles, was entsteht,
Ist wert, daß es zugrunde geht;
Drum besser wär's, daß nichts entstünde.
So ist denn alles, was ihr Sünde,
Zerstörung, kurz, das Böse nennt,
Mein eigentliches Element.



Beistand

https://de.wikipedia.org/wiki/Beistand_%28Recht%29


Ein Beistand (spätmhd. bīstant: Hilfe, Unterstützung) darf in Verwaltungs- und Gerichtsverfahren neben den Beteiligten oder Parteien auftreten.

Anders als ein Bevollmächtigter ist der Beistand nicht vertretungsberechtigt. Seine Verfahrenshandlungen wirken daher grundsätzlich nicht für und gegen den Beteiligten oder die Partei. Das von Beiständen Vorgetragene gilt jedoch als von dem Beteiligten vorgebracht, sofern es von diesem nicht unmittelbar widerrufen oder berichtigt wird (Beispiel: § 12 Satz 4 FamFG).

Beistände werden häufig unentgeltlich im Rahmen familiärer, nachbarschaftlicher oder ähnlich enger persönlicher Beziehungen tätig und unterfallen nicht der Strafvorschrift des § 356 StGB (Parteiverrat). Beistände brauchen weder eine volljuristische Ausbildung noch eine spezielle Berufshaftpflichtversicherung.



Paraklet

Christoph Gestrich, Christentum und Stellvertretung. Religionsphilosophische Untersuchungen zum Heilsverständnis und zur Grundlegung der Theologie, Tübingen: Mohr Siebeck 2001.


... Es geht auch um die Lösung des Problems der Kontinuität. Als das Johannesevangelium geschrieben wurde, gab es bereits die Gefahr, dass christliche Gemeinden in einen Alterungsprozess gerieten. In dieser Situation war (und ist) es ein einzigartiges Geschenk, dass der Paraklet auch einer alternden und gealterten Kirche weiterhin das Bleiben bei Jesus Christus und so die geistliche Erneuerung ermöglicht.



Brot, das anders schmeckt

Jesús Hernándes Aristu: Brot, das anders schmeckt. Entnommen aus Lebensbrot Kommunionkurs, Düsseldorf 2004.



Predigen über den Frieden

Aus: Hermann Josef Coenen, Meine Jakobsleiter. Patmos Verlag, Düsseldorf 1986.



Liebe und tu, was du willst

Aus: Gerhard Bauer, Drei Minuten für die Seele. Impulse für den Start in den Tag. Verlag Neue Stadt, München Zürich Wien 2006.



Christus ist in den liturgischen Handlungen gegenwärtig

Liturgiekonstitution Sacrosanctum Concilium Nr. 7.



Das Ideal des Friedens

Aus: Basil Hume, Selig die Suchenden. Texte für Menschen auf dem Weg. Verlag Neue Stadt, München Zürich Wien 2001.



Dein Lächeln, Mutter!

Aus: Nachdenken mit Martin Gutl. Texte Meditationen Gebete. Styria Verlag, Graz Wien Köln 1983.



"Ohne Bewahrung der Schöpfung kein Weltfriede"

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