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Kontexte 14.08.2016


Glaubensbekenntnis

Kurt Marti


Ich glaube an Gott der Liebe ist
den Schöpfer des Himmels und der Erde

Ich glaube an Jesus
sein menschgewordenes Wort
den Messias der Bedrängten und Unterdrückten
der das Reich Gottes verkündet hat
und gekreuzigt wurde deswegen
ausgeliefert wie wir der Vernichtung des Todes
aber am dritten Tag auferstanden
um weiterzuwirken für unsere Befreiung
bis dass Gott alles in allem sein wird

Ich glaube an den heiligen Geist
der uns zu Mitstreitern des Auferstandenen macht
zu Brüdern und Schwestern derer
die für Gerechtigkeit kämpfen und leiden

Ich glaube an die Gemeinschaft der weltweiten Kirche an die Vergebung der Sünden an den Frieden auf Erden, für den zu arbeiten Sinn hat und an die Erfüllung des Lebens über unser Leben hinau



Such, wer da will, ein ander Ziel

Kurt Marti


Such, wer da will, ein ander Ziel,
die Seligkeit zu finden;
mein Herz allein bedacht soll sein,
auf Christus sich zu gründen.
Sein Wort sind wahr, sein Werk sind klar,
sein heilger Mund hat Kraft und Grund,
all Feind zu überwinden.

Such, wer da will, Nothelfer viel,
die uns doch nichts erworben;
hier ist der Mann, der helfen kann,
bei dem nie was verdorben.
Uns wird das Heil durch ihn zuteil,
uns macht gerecht der treue Knecht,
der für uns ist gestorben.

Ach sucht doch den, lasst alles stehn,
die ihr das Heil begehret;
er ist der Herr, und keiner mehr,
der euch das Heil gewähret.
Sucht ihn all Stund von Herzensgrund,
sucht ihn allein; denn wohl wird sein
dem, der ihn herzlich ehret.

Meins Herzens Kron, mein Freudensonn
sollst du, Herr Jesu, bleiben;
lass mich doch nicht von deinem Licht
durch Eitelkeit vertreiben;
bleib du mein Preis, dein Wort mich speis,
bleib du mein Ehr, dein Wort mich lehr,
an dich stets fest zu glauben.

Wend von mir nicht dein Angesicht,
lass mich im Kreuz nicht zagen;
weich nicht von mir, mein höchste Zier,
hilf mir mein Leiden tragen.
Hilf mir zur Freud nach diesem Leid;
hilf, dass ich mag nach dieser Klag
dort ewig dir Lob sagen.



Entscheidungen

Die ZEIT, ZEIT Wissen Nr. 6, 11.10.2011


Entscheidungen – wie viele davon treffen wir jeden Tag? Manchmal scheint das Leben ein endloses Herumirren in einem Wald von Möglichkeiten zu sein. Die Menschen können heute so viel entscheiden wie nie zuvor. Es wirkt wie die große Freiheit. Aber es hat die Menschen nicht glücklicher gemacht. Im Gegenteil. Psychologen sprechen von einer »Tyrannei der Wahl«. Warum zu viel Auswahl unglücklich macht, ist nicht eindeutig geklärt. Die Forscher haben erst angefangen zu verstehen, was bei Entscheidungen in uns vorgeht. Und sie entdecken dabei, wie sehr wir beeinflusst werden: von den Hormonen, den Tricks von Verkäufern, der eigenen Herkunft und der Familie und natürlich von unseren spontanen Gefühlen. Sie zeigen aber auch, warum es so schwierig ist, sich bewusst gegen gesellschaftliche Konventionen zu entscheiden und wie wir mit Fehlentscheidungen umgehen.



Die letzte Entscheidung

Film: Die letzte Entscheidung, USA 1952 http://www.moviepilot.de/movies/die-letzte-entscheidung


Die Story dreht sich um Colonel Paul Tibbets, der Pilot des Flugzeugs, das im Zweiten Weltkrieg die Atombombe über Hiroshima abgeworfen hat. Es geht in erster Linie um seinen inneren Konflikt darüber, daß er einerseits weiß, welche Zerstörungskraft diese Waffe besitzt und wie viele Menschen sterben werden, und andererseits, wie viele Menschen im konventionellen Kampf ihr Leben lassen werden, wenn er bzw. die Armee durch den Abwurf dieser Bombe das Ende des Krieges nicht beschleunigt herbeiführt.



Wolke von Zeugen

Anne Henning, Einer für alle, alle für einen - eine Wolke von Zeugen, in: Stimmen der Zeit http://www.stimmen-der-zeit.de/zeitschrift/archiv/beitrag_details?k_beitrag=4036832


Der Verfasser des Hebräerbriefes spricht von Glaubenszeugen. Er erinnert an Schwestern und Brüder, von denen in der hebräischen Bibel, unserem Alten Testament, die Rede ist. Weil es so viele sind, nennt er sie eine Wolke oder im Griechischen einen Nebel von Zeugen. Diese Wolke umgab bereits die Adressaten des Briefes und diese Wolke umgibt uns heute noch immer. Sie ist sogar größer und dichter geworden, angereichert durch all die Christinnen und Christen, die seit zweitausend Jahren zu ihrem Glauben stehen und ihn leben. Wer schon mal im Nebel gewandert ist, weiß, wie dicht so eine Wolke sein kann. Die Glaubenszeugen und Zeuginnen sind also so zahlreich wie viele kleine Wassertröpfchen, die zusammen eine dicke Wolke bilden. Zu Zeugen und Zeuginnen sind diese Menschen durch ihre eigene Lebens- und Glaubensgeschichte geworden. Ihr Leben zeigt uns, wie der Glaube ein Leben von innen her prägen kann. Die katholische Kirche kennt die Heiligen als Glaubenszeugen. Ihnen sind bestimmte Tage im Kirchenjahr gewidmet, damit Christinnen und Christen an ihre Biographien erinnert werden. Auch in der evangelischen Kirche gibt es Menschen, die besonders verehrt werden. Dietrich Bonhoeffer, Martin Luther oder auch Martin Luther King seien als große Beispiele genannt. Doch spannend sind für mich auch die Geschichten, die von Menschen erzählen, deren Gesicht niemals in irgendeiner Zeitung oder einem Geschichtsbuch aufgetaucht ist, die wir aber selbst erlebt haben. Vielleicht ist es das Leben der eigenen Großmutter, eines Onkels oder eines Menschen aus der Gemeinde, das Ihren eigenen Glaubensweg geprägt hat. Nehmen Sie sich ruhig einen Moment Zeit, um darüber nachzudenken. Wer fällt Ihnen spontan ein und wann haben Sie das letzte Mal an ihn oder sie gedacht? Was hat diese Person Ihnen, vielleicht ohne es selbst zu merken, mitgegeben? In welcher Weise zehren Sie davon noch heute?



Besonderheit der Menschen Gottes

Hansjörg Biener http://www.predigten.uni-goettingen.de/predigt.php?id=836&kennung=20080316de


Nicht ein Superstar nach der Art und dem Willen Dieter Bohlens, sondern „um Gottes Willen etwas Besonderes sein", das ist unsere Berufung. In einer Reihe mit, sagen wir, Mose, der Israel aus der Knechtschaft Ägyptens geführt hat, oder mit Abraham, den mittlerweile drei Weltreligionen auf verschiedene Weise als Vater des Glaubens ehren. Manchem mag das zu hoch gegriffen sein, aber erinnern wir uns, wie viele in einer Reihe mit Robbie Williams, den Spice Girls und No Angels stehen wollen. Und wo die Bibel neben der Sara auch die Hure Rahab in der „Wolke von Glaubenszeugen" nennt, kann es sich bei der Besonderheit der Menschen Gottes nicht einfach um Rekord-Menschen handeln. Die „Gemeinschaft der Heiligen", die wir im Glaubensbekenntnis bekennen, hat nicht nur eine moralische Qualität, auch wenn Heiligkeit etwas mit integrem Leben zu tun hat. In dieser „Wolke von Zeugen" einen Platz zu haben, heißt, durch Gott seinen Platz in dieser Welt gefunden zu haben, selbst wenn es da Irrungen und Wirrungen gab und manchmal immer noch.



„Es gibt nur eine Wahrheit - sie hat 1000 Gesichter"

meinung@diepresse.com - © DiePresse.com diepresse.com/home/meinung/rundschau/579797/Es-gibt-nur-eine-Wahrheit-sie-hat-1000-Gesichter



Der Feind in meinem Haus: Ein Pontifikat gegen den Relativismus

ANNE-CATHERINE SIMON (Die Presse) - © DiePresse.com 11.02.2013 | 18:22 http://diepresse.com/home/panorama/religion/1343565/Der-Feind-in-meinem-Haus_Ein-Pontifikat-gegen-den-Relativismus



Kardinal Lehmann kritisiert Intoleranz in muslimischen Staaten

Kathpress 17.02.2013 Copyright 2013 Katholische Presseagentur, Wien, Österreich (www.kathpress.at) Alle Rechte vorbehalten.



Die ernährungsstörungen nehmen zu

dorothee sölle, spiel doch von brot und rosen. gedichte. Wolfgang Fietkau Verlag, Berlin 1998.



Eucharistein oder Danksagen

Wolfgang Dettenkofer, vertont von Christine Klinger. Wolfgang Dettenkofer, ehem. Berufsschulreligionslehrer, Eisenbartlingerweg 2, D-83093 Bad Endorf, e-mail: hwdkha@t-online.de.



fleisch

Aus: Said, Psalmen. C. H. Beck Verlag München 2007.



Leib Christi

Karl Kardinal Lehmann, Mut zum Umdenken. Klare Positionen in schwieriger zeit. Herder Verlag Freiburg Basel Wien 2000.



konkret, leibhaft

Aus: Anselm Grün, Jesus – Wege zum Leben. Kreuz Verlag Stuttgart 2005.