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Kontexte 21.08.2016


Nicht mit den bloßen Lippen oder mit halbem Herzen

Johann Michael Sailer (1751-1832) Aus: Mit Mystikern sich Gott nähern, Klemens Tilmann, Rex Verlag.


ER ist reich für alle, die ihn anrufen. Den Herrn anrufen heißt aber nicht: mit den bloßen Lippen oder auch mit halbem Herzen sprechen: Herr, Herr! Den Herrn anrufen heißt: ihn als den Herrn anerkennen, ihn als den Herrn mit voller Zuversicht anflehen, ihn als den Herrn mit dem innersten Gemüte anbeten, heißt: mit ganzer Seele zu ihm sprechen: Erlöser, erlöse mich doch von Finsternis, von Sünde und allem Geistestod. Erlöser, zerbrich auch in mir die Fesseln der Selbstsucht, verjage den Hass und die Lüge und alles Böse.



Beten und Tun

(Josef Ratzinger)


Das Beten ersetzt nicht das eigene Tun, aber auch das Tun ersetzt nicht das Beten.



Durch die Tür des Lebens eingehen

Walter Hilton (um 1325-1396) Aus: Mit Mystikern sich Gott nähern, Klemens Tilmann, Rex Verlag.


Wenn jemand meint, zum Wirken und vollen Gebrauch der Beschaulichkeit gelangen zu können, aber weder die kostbare Menschheit und das Leiden Christi bedenkt noch seine vollkommene Lebensführung, der geht nicht durch die Tür ein und wird deshalb als ein Dieb hinausgeworfen werden... Denn Christus ist die Pforte, und er ist der Pförtner...
Das soll heißen, dass niemand zur Beschauung der Gottheit gelangen kann, wenn er nicht zuerst durch die Fülle der Demut und der Liebe zum Ebenbild Jesu in seiner Menschheit umgeformt worden ist.



Psalm 139

Psalm


Herr, du hast mich erforscht und du kennst mich.
Ob ich sitze oder stehe, du weißt von mir.
Von fern erkennst du meine Gedanken.
Ob ich gehe oder ruhe, es ist dir bekannt;
du bist vertraut mit all meinen Wegen.
Noch liegt mir das Wort nicht auf der Zunge -
du, Herr, kennst es bereits.
Du umschließt mich von allen Seiten
und legst deine Hand auf mich.
Zu wunderbar ist für mich dieses Wissen,
zu hoch, ich kann es nicht begreifen.
Wohin könnte ich fliehen vor deinem Geist,
wohin mich vor deinem Angesicht flüchten?
Steige ich hinauf in den Himmel, so bist du dort;
bette ich mich in der Unterwelt, bist du zugegen.
Nehme ich die Flügel des Morgenrots
und lasse mich nieder am äußersten Meer,
auch dort wird deine Hand mich ergreifen
und deine Rechte mich fassen.
Würde ich sagen: «Finsternis soll mich bedecken,
statt Licht soll Nacht mich umgeben»,
auch die Finsternis wäre für dich nicht finster,
die Nacht würde leuchten wie der Tag,
die Finsternis wäre wie Licht.
Denn du hast mein Inneres geschaffen,
mich gewoben im Schoß meiner Mutter.
Ich danke dir, dass du mich so wunderbar gestaltet hast. I
ch weiß: Staunenswert sind deine Werke.
Als ich geformt wurde im Dunkeln,
kunstvoll gewirkt in den Tiefen der Erde,
waren meine Glieder dir nicht verborgen.
Deine Augen sahen, wie ich entstand.
In deinem Buch war schon alles verzeichnet.
Meine Tage waren schon gebildet,
als noch keiner von ihnen da war.
Wie schwierig sind für mich, o Gott, deine Gedanken,
wie gewaltig ist ihre Zahl!
Wollte ich sie zählen, es wären mehr als der Sand.
Käme ich bis zum Ende, wäre ich noch immer bei dir.



Schönborn: "Keine Politik mit der Nächstenliebe"

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Ja, die Nächstenliebe ist eine Zumutung - nicht nur für H.-C. Strache

E-Mails an: thomas.kramar@diepresse.com © DiePresse.com http://diepresse.com/home/meinung/marginalien/1441408/Ja-die-Naechstenliebe-ist-eine-Zumutung-nicht-nur-fuer-HCStrache



Wissen der Kirche ist Stachel gegen Machtanmaßung

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Niemand sucht aus

Aus: Gioconda Belli, Wenn du mich lieben willst, Peter Hammer Verlag, Wuppertal 1993.



Gustav Häusler zum Abschied

Aus: Martin Suter, Business Class. Geschichten aus der Welt des Managements. Diogenes Verlag, Zürich 2000.



Fürbitte für Zufriedene

Aus: Gioconda Belli, Wenn du mich lieben willst, Peter Hammer Verlag, Wuppertal 1993.



MRR glücklich im Kino

Aus: Franz Josef Görtz, »Fabelhaft! Aber falsch!« Marcel Reich-Ranicki in Anekdoten. Dumont Buchverlag, Köln 2010.



Kleine Theodizee

Aus: Hans Magnus Enzensberger, Die Geschichte der Wolken. 99 Meditationen. Suhrkamp, Frankfurt am Main 2003.