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Kontexte 01.10.2016


Die Erde schützen, beaufsichtigen, bewahren, erhalten, bewachen

Aus: Papst Franziskus, Laudato si'. Über die Sorge für das gemeinsame Haus. Katholisches Bibelwerk, Stuttgart 2015.


67.
Wir sind nicht Gott. Die Erde war schon vor uns da und ist uns gegeben worden. Das gestattet, auf eine Beschuldigung gegenüber dem jüdisch-christlichen Denken zu antworten: Man hat gesagt, seit dem Bericht der Genesis, der einlädt, sich die Erde zu »unterwerfen« (vgl. Gen 1,28), werde die wilde Ausbeutung der Natur begünstigt durch die Darstellung des Menschen als herrschend und destruktiv. Das ist keine korrekte Interpretation der Bibel, wie die Kirche sie versteht. Wenn es stimmt, dass wir Christen die Schriften manchmal falsch interpretiert haben, müssen wir heute mit Nachdruck zurückweisen, dass aus der Tatsache, als Abbild Gottes erschaffen zu sein, und dem Auftrag, die Erde zu beherrschen, eine absolute Herrschaft über die anderen Geschöpfe gefolgert wird. Es ist wichtig, die biblischen Texte in ihrem Zusammenhang zu lesen, mit einer geeigneten Hermeneutik, und daran zu erinnern, dass sie uns einladen, den Garten der Welt zu »bebauen« und zu »hüten« (vgl. Gen 2,15). Während »bebauen« kultivieren, pflügen oder bewirtschaften bedeutet, ist mit »hüten« schützen, beaufsichtigen, bewahren, erhalten, bewachen gemeint. Das schließt eine Beziehung verantwortlicher Wechselseitigkeit zwischen dem Menschen und der Natur ein. Jede Gemeinschaft darf von der Erde das nehmen, was sie zu ihrem Überleben braucht, hat aber auch die Pflicht, sie zu schützen und das Fortbestehen ihrer Fruchtbarkeit für die kommenden Generationen zu gewährleisten. Denn »dem Herrn gehört die Erde« (Ps 24,1), ihm gehört letztlich »die Erde und alles, was auf ihr lebt« (Dtn 10,14). Darum lehnt Gott jeden Anspruch auf absolutes Eigentum ab: »Das Land darf nicht endgültig verkauft werden; denn das Land gehört mir, und ihr seid nur Fremde und Halbbürger bei mir« (Lev 25,23)



SchöpfungsZeit

http://www.oeku.ch/de/index.php


Der Hörsinn und damit das Hören spielt in den abrahamitischen Religionen Judentum, Christentum und Islam eine zentrale Rolle. Denn diese Religionen haben ihren Ursprung im Wort Gottes, das den Menschen offenbart worden ist. Sogar die Schöpfung selbst geschieht durch das Wort (Gen 1; Joh 1,1). In der ersten Schöpfungsgeschichte gestaltet Gott die Welt durch sein Wort - Gott spricht und die Erde gehorcht, bringt Pflanzen, Wasserlebewesen, Vögel, Landtiere und den Menschen hervor. Hören und Gehorsam werden im Einklang gesehen - doch der Mensch ist eigenwillig. Er hört und gehorcht doch nicht (Jes 6,8). Er nimmt die Klage der Armen und das Seufzen der Schöpfung (Röm 8,22) oft nicht wahr.
Die SchöpfungsZeit bietet Kirchgemeinden und Pfarreien die Gelegenheit, die Aufmerksamkeit auf die Klänge der Schöpfung zu richten: Vogel- und Froschkonzert, Wind und Wetter, Worte und Musik. Es gilt aber auch, den Lärm wahrzunehmen, der die Schöpfung beeinträchtigt, oder den Wert der Stille zu entdecken - in der Meditation und in der Natur. Auch Sinneswahrnehmungen, die uns Menschen nicht zugänglich sind, werden thematisiert. Fledermäuse, Katzen und Hunde beispielsweise nehmen mit ihren Ohren mehr wahr als wir Menschen.



Segnend mitfühlend da sein

Aus: Pierre Stutz, Atempause für die Seele. Herder Verlag, Freiburg Basel Wien 2004.


Segnend mitfühlend da sein
den Tieren mit Respekt begegnen
weil sie beseelt sind
Ausdruck des Ursegens Gottes

Segnend-mitleidend dasein
den Fremden mit Achtung begegnen
weil die Schöpfung keine Ausländer kennt
sondern nur Mitmenschen wie dich und mich

Segnend-Iebensfroh dasein
mit allen Sinnen
sich zum Lebenstanz anstiften lassen
in staunender Dankbarkeit



Der Marder

Dieses Lied ist erschienen auf: Einhandsegler. Solo - Die Einhandsegler Tour. "Frei!" Aus: http://www.reinhard-mey.de/start/texte/alben/der-marder



Die Schöpfung bewahren

Norbert Copray in: Reinhard Kürzinger / Bernhard Sill, Das große Buch der Gebete. Über 800 alte und neue Gebetstexte für jeden Anlass. HOHE Verlag, Erfstadt. 2007.



Gebet

Bernhard Meuser in: Reinhard Kürzinger / Bernhard Sill, Das große Buch der Gebete. Über 800 alte und neue Gebetstexte für jeden Anlass. HOHE Verlag, Erfstadt. 2007.



Tier und Mensch

Pierre Stutz nach Psalm 36,7 in: Reinhard Kürzinger / Bernhard Sill, Das große Buch der Gebete. Über 800 alte und neue Gebetstexte für jeden Anlass. HOHE Verlag, Erfstadt. 2007.



Stabiles Wertefundament

Copyright 2014 Katholische Presseagentur, Wien, Österreich - (www.kathpress.at) Alle Rechte vorbehalten.



Geliebte Erde

Quelle: Dein Wort. Mein Weg. Alltägliche Begegnungen mit der Bibel 3/14.



Lobgesang der Schöpfung

Paul Weismantel in: Reinhard Kürzinger / Bernhard Sill, Das große Buch der Gebete. Über 800 alte und neue Gebetstexte für jeden Anlass. HOHE Verlag, Erfstadt. 2007.



Danke

Christa Peikert-Flaspöhler in: Du bist der Atem meines lebens. Das Frauengebetbuch. Schwabenverlag / KlensVerlag, Ostfildern 2010.



Gott in den Früchten

Aus: Ulrich Schaffer, Gott in der Welt meiner Fantasie. Kreuz Verlag Stuttgart 2008.



Ökumenischer Patriarch warnt vor Ausbeutung der Natur

Copyright 2013 Katholische Presseagentur, Wien, Österreich (www.kathpress.at) Alle Rechte vorbehalten.



Religionen wichtige Partner in Ökologie

Copyright 2013 Katholische Presseagentur, Wien, Österreich (www.kathpress.at) Alle Rechte vorbehalten.



Lebensraum Gewässer



Fülle an einem einzigen Tag

Wolfgang Huber, 1. Teil seiner Predigt am 3.10.2004 im Berliner Dom http://www.ekd.de/predigten/huber/huber_erntedank_berliner_dom.html



Erntedankfest

http://www.kigo-tipps.de/html/erntdank.htm



Wir pflügen, und wir streuen

Matthias Claudius, 1782



Die Ernt ist nun zu Ende

Gottfried Tollmann (1680-1766) http://www.christliche-gedichte.de/?pg=10815



Ökumenischer Tag der Schöpfung

SELK-News 5.9.2011



Uraltes Brot

http://www.chrischona-eichstetten.de/predigten/7.htm



Meine Exerzitien

Aus: Das Lächeln Gottes, Gebete unserer Zeit, hrsg. Von Maria Otto und Ludger Hohn-Morisch. Herder Verlag, Freiburg Basel Wien 2003.



Für die Tiere

Aus: Das Lächeln Gottes, Gebete unserer Zeit, hrsg. Von Maria Otto und Ludger Hohn-Morisch. Herder Verlag, Freiburg Basel Wien 2003.



Alles spricht uns von dir

Aus: Das Lächeln Gottes, Gebete unserer Zeit, hrsg. Von Maria Otto und Ludger Hohn-Morisch. Herder Verlag, Freiburg Basel Wien 2003.



Wem sonst könnte ich danken?

Stefan Kiechle, Jesuit, City-Seelsorger, Exerzitienbegleiter und Autor, Mannheim, in: Johannes Röser (HG.) Mein Glaube in Bewegung. Stellungnahmen aus Religion, Kultur und Politik. Herder Verlag Freiburg Basel Wien 2008.



Der Tisch der Armen

Aus Huub Oosterhuis, Ich steh vor dir. Meditationen, Gebete und Lieder. Herder Verlag Freiburg Basel Wien 2004.



Drei christliche ökologisch-ethische »Grundwerte«

Aus: Josef Römelt, Christliche Ethik in moderner Gesellschaft. Band 2 Lebensbereiche. Herder Verlag Freiburg Basel Wien 2009.



Globale Tischgemeinschaft

Aus: Leonardo Boff, Tugenden für eine bessere Welt. Publik-Forum Edition, Butzon & Berker Verlag Kevelaer 2009.



Das Lied vom Geben und Nehmen

Aus Lothar Zenetti, Sieben Farben hat das Licht. Worte der Zuversicht. Matthias-Grünewald-Verlag 2006.



Der Wanderer

(Christine Busta)



Gebet

Aus: Peter Köster, Das Lukas-Evangelium, Orientierung am Weg Jesu; S.163.



Das Brot ist der Himmel

Kim Chi Ha Der südkoreanische katholische Dichter Kim Chi Ha sitzt wegen seiner Bücher in lebenslänglicher Einzelhaft. Das Lied vom Brot stammt aus einer Ballade, in der dieses Lied zu einem Sturm anschwillt, der über das ganze Land hinwegbraust.



"Komm, wir teilen, mein Bruder"

J. E. Stringfellow



Parabel

Matthias Claudius