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Kontexte 04.09.2016


Friedensfürst

Aus: Wilhelm Bruners, Und die Toten laufen frei herum. Patmos-Verlag 1994.


als er sich
von seinen Freunden
verabschiedete

hängte er ihnen
keine Orden
an die Brust

stufte er sie
keine Gehaltsgruppe
höher

beförderte er sie
nicht auf den
oberen Posten

verlieh er ihnen
keinen Titel

als er sich
von seinen Freunden
verabschiedete

gab
er ihnen
seinen
langen
Atem



Folge mir nach!

Wolfgang Oberröder in: Das große Buch der Gebete. Über 800 alte und neue Gebetstexte für jeden Anlass. Hrsg. Reinhard Kürzinger, Bernhard Sill. Hohe Verlag, Erfstadt 2007.


Jesus Christus, unser Herr und Bruder, deine Sendung in unserer Welt hast du immer mit deiner Person verbunden. Den Willen des Vaters im Himmel zu erfüllen bedeutet, auf dich zu schauen, deine Lehre zu hören und zu befolgen, in der Bezogenheit zu dir zu leben. Die ersten Jünger haben auf dein kurzes Wort »Folge mir nach!« ihr ganzes Leben verändert. Sie ließen ihren Beruf zurück, ihre angestammte Heimat, Freunde und Sicherheiten. Sie erklärten sich bereit, dein beschwerliches Wanderleben zu teilen und schließlich ihren eigenen Kreuzweg zu gehen.

Jesus Christus, auch ich bin in deine Nachfolge gerufen. Ich vernehme diesen Auftrag als die wichtigste Botschaft in meinem Leben. Zunächst danke ich dir, dass ich dir so viel bedeute, dass du mich persönlich ansprichst. Dann danke ich auch dafür, dass es viele Menschen gibt, die mir Vorleben, was es heißt, Christ zu sein. Es sind große Gestalten der Geschichte, unsere Heiligen. Es sind Menschen meiner Gegenwart, durch deren Leben ich vieles vom Glauben an dich und vom Befolgen deines Nachfolgerufes erfahre. Es sind gläubige Menschen in unserer Kirche, die mir helfen, meinen Glauben und mein Leben zu deuten.

Dazu aber, Herr, muss ich gestehen, dass ich mich immer noch schwer tue, dein Wort der Nachfolge in meinem Leben konsequent durchzuhalten. So vieles hält mich an mir selber fest. Dein Ruf ist radikal, geht an die Wurzeln meines Seins: Alles soll ich zurücklassen, Eltern und Geschwister, den Lebenspartner, Hab und Gut. Zwar hast du mir vorgelebt, was es bedeutet, alles hinzugeben, einschließlich des eigenen Lebens. Doch ich bin zu schwach dafür. So kann ich nur bitten, dass du meine bescheidenen Versuche annimmst, dein Jünger zu sein. Du weißt, dass ich dir nachfolgen möchte. Nimm mich an, wie ich bin, aber gestalte mich mehr nach deinem Willen.

Stärke, so bitte ich dich, meinen Glauben in mir, dass ich mehr erreichen kann, als ich selber für möglich halte. Schließlich führt der Weg deiner Nachfolge hinein in die unbegreifbare Liebe des Vaters. Du verheißt allen, die dir folgen, hundert-, ja tausendfachen Lohn. Lass mich dein Jünger sein, frei von Feigheit und Angst, geborgen in deiner Nähe, verbunden mit dir und den vielen, die dein Wort verwirklich haben: »Folge mir nach!«



Wenn man sich auf den Weg macht

Aus: Franz Kamphaus, Hinter Jesus her. Anstöße zur Nachfolge. Herder Verlag, Freiburg Basel Wien 2010.



Der Rat eines Wüstenvaters

Aus: Die Wüstenväter. Sag mir ein gutes Wort. Verlagsgemeinschaft topos plus, Kevelaer 2012.



Die evangelischen Räte

Aus: Anselm Grün / Andrea Schwarz, Alles lassen, weil Er mich nicht lässt. Lebenskultur aus dem Evangelium. Herder Verlag, Freiburg Basel Wien 2001.



Verweigerung

Aus: Anselm Grün / Andrea Schwarz, Alles lassen, weil Er mich nicht lässt. Lebenskultur aus dem Evangelium. Herder Verlag, Freiburg Basel Wien 2001.



Anfangen ist wichtig. Bleiben ist wichtiger

Aus: Ruth Pfau, Leben heißt anfangen. Worte, die das Herz berühren. Herder Verlag, Freiburg Basel Wien 2010.



Ein Christ ist einer,

Aus: Bruno Griemens, online to he@ven. Jugendgebete. Butzon & Bercker Verlag / Verlag Haus Altenberg 2009.



Dem unbekleideten Christus in Liebe und Armut nachfolgen

Aus: Leben und Legende der heiligen Elisabeth. Nach Dietrich von Apolda. Übersetzt und mit einem Nachwort versehen von Rainer Kößling. Frankfurt/M. und Leipzig: Insel Verlag 1997. S. 66, S. 67/68. Anm.: Dietrich von Apolda (um 1228 bis um 1300), Dominikaner in Erfurt. Er verfaßte, auf ausgiebigen Quellenstudien fußend, ab 1289 in lateinischer Sprache eine Biographie der heiligen Elisabeth.



Der Welt den Rücken kehren

Aus: Bruder Klaus. Eine Begegnung mit Nikolaus von Flüe. Mit einem Essay von Walter Nigg, Feiburg: Herder 1977, S. 20 - 23.



Unterscheidungen

Aus: Romano Guardini, Der Herr. Betrachtungen über die Person und das Leben Jesu Christi, Würzburg: Werkbund-Verlag 11. unveränderte Aufl. 1959, S. 343.



Es fängt so mancher weise Mann

Paul Gerhardt (1653), in: EG 497, 3.4.5.8.9



Stolze Menschenkinder

Matthias Claudius (1779), EG 482,3-5



Er weckt mich alle Morgen

Jochen Klepper (1938) in: EG 452, 1.4.5



Dem unbekleideten Christus in Liebe und Armut nachfolgen

Aus: Leben und Legende der heiligen Elisabeth. Nach Dietrich von Apolda. Übersetzt und mit einem Nachwort versehen von Rainer Kößling. Frankfurt/M. und Leipzig: Insel Verlag 1997.



Was wirst du tun, Gott ... ?

Rainer Maria Rilke, Vom mönchischen Leben (1899), in: Die Gedichte, itb 2246, Frankfurt und Leipzig: Insel Verlag 1998.