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Kontexte 06.01.2019


Binde dein Leben an deinen Stern

Martin Luther (1535) nach Offenbarung 12 https://www.youtube.com/watch?v=7E1yH0-LkEA


Steh auf! Nimm Licht in dich auf!
Vor dir ist ein Licht,
und der Glanz Gottes geht auf über dir.
Denn schau! Finsternis bedeckt die Erde
und Dunkel die Völker,
aber über dir geht Gott auf
und sein Glanz erscheint über dir
(Jesaja 60, 1 f)

"Binde deinen Karren an einen Stern", hatte Leonardo da Vinci gesagt. Ein paar Männer also wandern oder reiten in der Dunkelheit durch die syrische Wüste unter einem Stern. Es ist seltsam, dass auch in unserer Zeit, die in solchen Geschichten, Legenden, Fantasien, Erfindungen erblickt, diese Reise, von der wir wenig wissen, zu den von Künstlern immer und immer wieder beschworenen Urbildern des wandernden Menschen gehört. Dieses Vertrauen, nach den Zeichen eines Sterns auf unserer Erde einen Weg zu einem unbekannten Ziel zu suchen, und die Gnade, es tatsächlich zu finden, scheint uns Heutige tief zu berühren, uns, denen nichts so sehr fehlt wie das Vertrauen in unseren Weg, in unsere Ziele oder gar in einen Gott, der uns Zeichen gäbe, wohin die Reise zu gehen habe.

Wie sollte ein Naturereignis, noch dazu eines von außerhalb unserer Erde, einen zutreffenden Hinweis enthalten können auf einen Vorgang in der Geschichte des Menschen? Wie sollten die verschiedenen Schichten und Räume der Natur eine Botschaft füreinander haben? Wie sollte der Sternhimmel zu mir, dem beobachtenden Menschen, reden können. Wie sollten Stern und Erde, Natur und Menschen vom selben Ereignis berührt sein können? Das Erstaunliche ist das Vertrauen der fremden, unbekannten Männer, der Weg, den sie auf der Erde suchen, werde sie an den von den Zeichen am Himmel gemeinten Ort führen, und, was die Sterne sagten, werde sich auf der Erde als wahr erweisen.

Könnte es nicht sein, dass auch uns eine Wirklichkeit zugänglich würde, die wir vergessen oder verdrängt haben? Könnte unsere Aufgabe nicht die sein, dass wir uns bisher ausgesparten, verleugneten, vergessenen Wirklichkeiten neu öffnen und es in Kauf nehmen, dass man uns rückständig oder Schlimmeres schilt? Könnte es nicht sein, dass sich ein Weg zeigte, auf dem der notorische Mangel an Vertrauen, der das Daseinsgefühl der Menschen um uns her bestimmt, ausgefüllt würde auf dem sich uns eine größere, eine reichere, eine tiefere Wirklichkeit offenbarte als die, die wir kennen, und wir fähig würden, uns ihr mit einem neuen Vertrauen zuzuwenden?



Der Stern der heiligen Nacht

Aus: Josef Ratzinger, Benedikt XVI, Der Segen der Weihnacht, Meditationen, Freiburg, 2005.


Der Stern der heiligen Nacht - das ist zunächst der Mensch gewordene Sohn selber. Er ist das Licht, das den Weg durch die Straßen der Geschichte zeigt. Er zerbricht den Aberglauben, der umso üppiger blüht, je mehr der Glaube zerfällt. Er zeigt das Lächerliche der Sterndeuterei, die den Menschen in den Zwang des ewigen Kreislaufs einschließen will, in dem es nichts Neues, nur die Wiederholung des immer Gleichen gibt.

Die wahren Gestirne des Menschen sind die Menschen, die ihm den neuen Weg seines Herzens zeigen. Christus ist der Stern, der uns aufgegangen ist und der uns im Glauben selbst das Licht anzündet, das dann auch Menschen zu Sternen macht, die den Weg zu ihm weisen. Elisabeth von Thüringen ist uns ein solcher Stern geworden. In solchem Geist betet die Oration der zweiten Weihnachtsmesse: "Lass das in unseren Werken wieder strahlen, was durch den Glauben inwendig in uns leuchtet."

Damit wird Weihnachten ganz praktisch. Auf den Stern hinschauen bedeutet: Licht empfangen und Licht geben, das empfangene Licht hineinstrahlen lassen in die Welt um uns, damit es anderen Wegweisung wird. Der Gelegenheiten gibt es genug: Nicht nur Adveniat ruft uns; wer erst einmal wach geworden ist dem Herzen nach, der sieht um sich herum so viele, die auf ein Licht warten. Lassen wir uns nicht vergeblich rufen.



Orchideenfächer an der Uni: hübsch, teuer, nutzlos?

https://www.profil.at/portfolio/aufstieg/orchideenfaecher-uni-6181503



Frieden, Frieden will ich rufen

Christa Spilling-Nöker in: für jeden leuchtet ein Stern. Weihnachtliche Texte. Herder Verlag, Freiburg Basel Wien 2010.



Der Gottesstern

Gopal Singh in: Jetzt ist die Zeit der Freude. Weihnachtliche Texte. Hg. Von Dietrich Steinwede. Kaufmann Verlag, Lahr 2011.



Reise – Stern – Kind

Aus: Augustin Schmied, Für uns gekommen. Biblische Betrachtungen zur Advents- und Weihnachtszeit. Verlag Neue Stadt, München Zürich Wien 2016.



Drei wirklich Weise

Aus Walter Kardinal Kasper, Bedenke dein Geheimnis. Meditationen zu Advent und Weihnachten. Katholisches Bibelwerk, Stuttgart 2015.



Pastoraltagung 2016 über "Pluralität in Gesellschaft und Kirche"

Copyright 2015 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich - (www.kathpress.at) Alle Rechte vorbehalten.



Gold, Weihrauch und Myrrhe

http://www.aureliasan.de/index.php/die-welt-des-weihrauchs/gold-weihrauch-myrrhe - abgerufen am 1. Jänner 2015



Für Jesus nur das Beste

http://www.sueddeutsche.de/muenchen/ebersberg/gold-weihrauch-und-myrrhe-fuer-jesus-nur-das-beste-1.1565573 - abgerufen am 1. Jänner 2015



Zeit schenken

Franz Kamphaus in: "Lichtblicke" (Herder, Freiburg 2014)



Heilkräfte als Geschenk

http://info.kopp-verlag.de/neue-weltbilder/spiritualitaet-und-weisheitslehren/brigitte-hamann/gold-weihrauch-myrrhe-die-wundervollen-heilkraefte-der-drei-geschenke-fuer-das-jesuskind.html - abgerufen am 1. Jänner 2015



Geschenk der Epiphanie

Papst Johannes Paul II.



Hl. Johannes N. Neumann CSsR (1811-1860)



Krippensermon für unsere Zeit

Aus: Christine Busta, Salzgärten. Gedichte. Otto Müller Verlag, Salzburg 1978 (1975).



Begegnung am Dreikönigstag

Aus: Christine Busta, Salzgärten. Gedichte. Otto Müller Verlag, Salzburg 1978 (1975).



Haussegen der Sternsinger am Dreikönigstag

Aus: Herbert Jung, Das große Buch der Segensgebete. Herder Verlag Freiburg Basel Wien 2013.



Gespräch am Dreikönigstag

Aus: Ilse Pauls: Worte am Weg. Gedichte. Wolfgang Hager Verlag, Stolzalpe 2013.



Die Dreikönigsaktion der Katholischen Jungschar

Aus: http://www.dka.at



Die Heiligen Drei Könige-Reliquien

Vgl.: Manfred Becker-Huberti: Die Heiligen Drei Könige. Geschichten, Legenden und Bräuche. Greven, Köln 2005.



O König aller Ehren

Martin Behm 1606, in EG 71.



Auf, Seele, auf und säume nicht

Michael Müller 1700/1704, in EG 73.



Fest der Erscheinung

Pius Parsch, Die liturgische Predigt. Wortverkündigung im Geiste der liturgischen Erneuerung, II. Band: Die liturgische Evangelien-Homilie, Klosterneuburg: Volksliturgisches Apostolat 1948.



Die Heiligen Drei Könige

Rainer Maria Rilke, Die Gedichte, IT 2246, Frankfurt/Leipzig: Insel Verlag 1998.



Epiphaniegesang

Paul Claudel, Epiphaniegesang, in: Französische Weihnacht. Die schönsten Weihnachtsdichtungen aus Frankreich, hrsg. Armand Clair, Zürich: Arche 1974.



Das Kindlein kommt

Felix Timmermanns, Das Triptychon von den Heiligen Drei Königen, in: Weihnachten. Prosa aus der Weltliteratur, hrsg. B. Heinser, München: dtv 1993.



Der Stein der Weisen

Johannes Scheffler in: Egon Kapellari, Aber Bleibendes stiften die Dichter. Gedanken für den Tag. Styria Verlag, Graz Wien Köln 2001.



großer gott klein

Kurt Marti in: Gebete der Dichter. Große Zeugnisse aus 12 Jahrhunderten ausgewählt von Alois Weimer. Patmos Verlag, Düsseldorf 2006.



Anbetung

Manfred Hausmann in: Gebete der Dichter. Große Zeugnisse aus 12 Jahrhunderten ausgewählt von Alois Weimer. Patmos Verlag, Düsseldorf 2006.



Anbetung des Kindes

Josef Weinheber in: Gebete der Dichter. Große Zeugnisse aus 12 Jahrhunderten ausgewählt von Alois Weimer. Patmos Verlag, Düsseldorf 2006.



Das Geschenk der heiligen drei Narren

Aus: Weisheit für die Seele. Gute Gedanken für alle Tage. Sonderband 2007, Herausgegeben von Sylvia Müller und Ulrich Sander. Herder Verlag, Freiburg Basel Wien 2007.



Der Stern hat sich nicht geirrt

Klaus Hemmerle in: Manfred Scheuer, Und eine Spur Ewigkeit. Ein geistlicher Begleiter durch das Jahr. Herder Verlag, Freiburg im Breisgau 2006.



Auf dem Weg zum nahen Gott

Aus: Manfred Scheuer, Und eine Spur Ewigkeit. Ein geistlicher Begleiter durch das Jahr. Herder Verlag, Freiburg im Breisgau 2006.



"Wir haben seinen Stern gesehen ..."

Aus: Franz Kamphaus, Gott beim Wort nehmen. Zeitansagen. Herder Verlag, Freiburg im Breisgau 2006.



Ein nie vorher gesehener Stern

CARL ZUCKMAYER in: Gedichte zur Weihnacht. Herausgegeben von Stephan Koranyi und Gabriele Seifert. Philipp Reclam jun. Stuttgart 2009.



Wohin der Stern uns führt

Pierre Stutz in: Für jeden leuchtet ein Stern. Weihnachtliche Texte... Ausgewählt, eingeleitet und herausgegeben von Ulrich Sander. Herder Verlag, Freiburg Basel Wien 2010 (2006).



Zurück in den Alltag

Aus: Andrea Schwarz, Wenn ich meinem Dunkel traue. Auf der Suche nach Weihnachten. Herder Verlag Freiburg Basel Wien 1998.



Lichtstrahlen

Aus: Basil Hume, Selig die Suchenden. Texte für Menschen auf dem Weg. Verlag Neue Stadt, München Zürich Wien 2001.



Im Herzen aller Geschichte

Aus: Das Lächeln Gottes. Gebete unserer Zeit. Herausgegeben von Maria Otto und Ludger Hohn-Morisch. Herder Verlag, Freiburg Basel Wien 2003.



Aufbruch

Aus: Lothar Zenetti, Sieben Farben hat das Licht. Worte der Zuversicht. Matthias Grünewald Verlag, Mainz 2006.



Gott ist ganz anders

Aus: Andrea Schwarz, Du Gott des Weges segne uns. Gebete und Meditationen. Herder Verlag, Freiburg Basel Wien o.J.



Den Stern erkennen und glauben

Aus: Dietrich Bonhoeffer, Mitten im Leben Gott erkennen. Texte für das Kirchenjahr, Gütersloh: Gütersloher Verlagshaus 2003.



Es ist noch alles Zukunft

Karl Rahner



Eines Tages

Aus: Hans Magnus Enzensberger, Die Geschichte der Wolken. 99 Meditationen. Suhrkamp Verlag, Frankfurt am Main 2003.