Lesung aus dem Buch Ezéchiel.
So spricht Gott, der Herr:
Ich selbst nehme vom hohen Wipfel der Zeder
und setze ihn ein.
Einen zarten Zweig aus ihren obersten Ästen breche ich ab,
ich selbst pflanze ihn auf einen hohen und aufragenden Berg.
Auf dem hohen Berg Israels pflanze ich ihn.
Dort treibt er dann Zweige,
er trägt Früchte und wird zur prächtigen Zeder.
Alle Vögel wohnen darin;
alles, was Flügel hat, wohnt im Schatten ihrer Zweige.
Dann werden alle Bäume des Feldes erkennen,
dass ich der Herr bin.
Ich mache den hohen Baum niedrig,
den niedrigen Baum mache ich hoch.
Ich lasse den grünenden Baum verdorren,
den verdorrten Baum lasse ich erblühen.
Ich, der Herr, habe gesprochen
und ich führe es aus.
(Lektionar 2018 ff. © 2024 staeko.net)
Lesung aus dem zweiten Brief des Apostels Paulus
an die Gemeinde in Korínth.
Schwestern und Brüder!
Wir sind immer zuversichtlich,
auch wenn wir wissen,
dass wir fern vom Herrn in der Fremde leben,
solange wir in diesem Leib zu Hause sind;
denn als Glaubende gehen wir unseren Weg,
nicht als Schauende.
Weil wir aber zuversichtlich sind,
ziehen wir es vor, aus dem Leib auszuwandern
und daheim beim Herrn zu sein.
Deswegen suchen wir unsere Ehre darin, ihm zu gefallen,
ob wir daheim oder in der Fremde sind.
Denn wir alle
müssen vor dem Richterstuhl Christi offenbar werden,
damit jeder seinen Lohn empfängt
für das Gute oder Böse, das er im irdischen Leben getan hat.
(Lektionar 2018 ff. © 2024 staeko.net)
Gott,
du unsere Hoffnung und Kraft,
ohne dich vermögen wir nichts.
Steh uns mit deiner Gnade bei,
damit wir denken, reden und tun, was dir gefällt.
Darum bitten wir im heiligen Geist durch Jesus Christus.
MB 11. Sonntag im Jahreskreis
Bittmesse
Herr, durch diese Gaben
nährst du den ganzen Menschen:
du gibst dem irdischen Leben Nahrung
und dem Leben der Gnade Wachstum.
Lass uns daraus immer neue Kraft schöpfen
für Seele und Leib.
Darum bitten wir im heiligen Geist durch Jesus Christus, unseren Herrn.
MB 11. Sonntag im Jahreskreis
Kehrvers:
Danket dem Herrn, denn ewig währt seine Liebe. (GL 444)
Gott und Schöpfer der ganzen Welt,
wir treten vor dich, um dir zu danken.
Denn du hast alles hervorgerufen, was ist,
allem, was lebt, hast du deinen Atem eingehaucht.
Wunderbar sind deine Werke, o Herr.
Kehrvers
Das Volk, das du dir erwählt hast,
hast du geschützt und genährt, wie Eltern ihr Kind umsorgen.
Wie ein Winzer den Weinstock hegt und pflegt,
hast du es wachsen und groß werden lassen.
Als es sich von dir abwandte,
hast du deinen Sohn gesandt,
damit er die Liebe deines Volkes zurückgewinne.
Kehrvers
Er hat dir aus allen Menschen, die auf seine Stimme hörten,
und aus allen, die dein Wort annahmen,
ein neues Volk erworben.
In ihnen keimt und wächst dein Reich.
Es treibt große Zweige und bringt reife Früchte.
Die Vögel des Himmels nisten in seinem Schatten.
Kehrvers
Auch uns hast du berufen,
diesem deinem Volk anzugehören,
Kinder und Erben deines Reiches zu sein.
Auch uns nährst und stärkst du mit deinem Wort.
Dafür loben und danken wir dir,
mit der ganzen Schöpfung
und mit allen Menschen, die auf dich hören,
preisen wir deine Größe.
Danklied, z.B. Erfreue dich, Himmel, erfreue dich, Erde (GL 467)
In Wahrheit ist es würdig und recht,
dir, Herr, heiliger Vater,
allmächtiger, ewiger Gott,
immer und überall zu danken
durch unseren Herrn Jesus Christus.
Denn er hat Großes an uns getan:
durch seinen Tod und seine Auferstehung
hat er uns von der Sünde
und von der Knechtschaft des Todes befreit
und zur Herrlichkeit des neuen Lebens berufen.
In ihm sind wir ein auserwähltes Geschlecht,
dein heiliges Volk,
dein königliches Priestertum.
So verkünden wir die Werke deiner Macht,
denn du hast uns aus der Finsternis
in dein wunderbares Licht gerufen.
Darum singen wir
mit den Engeln und Erzengeln,
den Thronen und Mächten
und mit all den Scharen
des himmlischen Heeres den Hochgesang
von deiner göttlichen Herrlichkeit:
Heilig ...
MB Sonntage 1
Herr, unser Gott,
das heilige Mahl ist ein sichtbares Zeichen,
dass deine Gläubigen in dir eins sind.
Lass diese Feier wirksam werden
für die Einheit der Kirche
Darum bitten wir im heiligen Geist
durch Jesus Christus, unseren Herrn.
MB 11. Sonntag im Jahreskreis
Gott, der allmächtige Vater, segne euch
und schenke euch gedeihliches Wetter;
er halte Blitz, Hagel und jedes Unheil von euch fern. - Amen.
Er segne die Felder, die Gärten und den Wald,
und schenke euch die Früchte der Erde. - Amen.
Er begleite eure Arbeit,
damit ihr in Dankbarkeit und Freude gebrauchet,
was durch die Kräfte der Natur und die Mühe des Menschen gewachsen ist. - Amen.
Das gewähre euch der dreieinige Gott,
der Vater und der Sohn und der Heilige Geist. – Amen.
(Wettersegen, MB oder Benediktionale Nr. 8)

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Ezechiel, Prophet und Begleiter Israels im babylonischen Exil, erzählt die Geschichte von einem neuen Anfang, mit Bildern, die über sich hinaus wachsen: kleine Ableger wachsen auf der Höhe in die Höhe, alles, was Flügel hat, wohnt im Schatten der übermächtigen Zweige und die Bäume, die in der Ebene wachsen, erkennen Gott als den Herren. Es sind Bilder, die in einer ausweglosen und verunsichernden Situation Hoffnung machen: Israel wird neu eingepflanzt, wird von weitem gesehen, wird zu einem Lebensraum in der Nähe des Himmels und lädt ein, Gottes Größe zu entdecken. Das alles wird im Exil verkündet und erwartet.. Es ist eine Zeit, in der das Volk Gottes in schuldbeladener Geschichte sich und Gott neu entdeckt
Der Schlussteil "Ich mache den hohen Baum niedrig, den niedrigen mache ich hoch. Ich lasse den grünenden Baum verdorren, den verdorrten erblühen" setzt den Akzent noch einmal anders. Der hohe und grünende Baum steht für Babylon, der niedrige und verdorrte für Israel. Im Magnificat, Lk 1, finden wir ähnliche Formulierungen: Er (Jahwe) stößt die Gewaltigen vom Thron und erhebt die Niedrigen, er sättigt die Hungrigen mit Gütern und lässt die Reichen leer ausgehen. Jahwe steht zu dem Wort, dass er seinem Volk gegeben hat.
Im Vers 23 beginnt der Neuanfang Gottes. Er selbst handelt und schafft den Boden für das, was möglich werden soll. Es ist Heilung und Neuerweckung aus dem kleinen Rest.