Die biblischen Lesungen wurden mit freundlicher Genehmigung der Ständigen Kommission für die Herausgabe der gemeinsamen liturgischen Bücher im deutschen Sprachgebiet den Lektionaren 2018 ff entnommen. - © 2024 staeko.net. - vgl. Impressum.
Die Katholischen Bibelwerke in Deutschland, Österreich und Schweiz stellen auf ihren Webseiten ausführliche Kommentare und Anleitungen zum Lesen der biblischen Lesungen für Sonn- und Feiertage zum Download im PDF-Format zur Verfügung. Mit freundlicher Genehmigung der Katholischen Bibelwerke übernehmen wir die Kurzeinleitungen zu den Lesungen.
Lesung aus dem zweiten Buch der Makkabäer.
In jenen Tagen
geschah es,
dass man sieben Brüder mit ihrer Mutter festnahm.
Der König Antíochus wollte sie zwingen,
entgegen dem göttlichen Gesetz Schweinefleisch anzurühren,
und ließ sie darum mit Geißeln und Riemen peitschen.
Einer von ihnen ergriff für die andern das Wort
und sagte: Was willst du uns fragen
und was willst du von uns lernen?
Eher sterben wir,
als dass wir die Gesetze unserer Väter übertreten.
Als der Erste der Brüder auf diese Weise gestorben war,
führten sie den Zweiten zur Folterung.
Als er in den letzten Zügen lag,
sagte er: Du Unmensch!
Du nimmst uns dieses Leben;
aber der König der Welt
wird uns zu einem neuen, ewigen Leben auferstehen lassen,
weil wir für seine Gesetze gestorben sind.
Nach ihm folterten sie den Dritten.
Als sie seine Zunge forderten,
streckte er sie sofort heraus
und hielt mutig die Hände hin.
Dabei sagte er gefasst:
Vom Himmel habe ich sie bekommen
und wegen seiner Gesetze achte ich nicht auf sie.
Von ihm hoffe ich sie wiederzuerlangen.
Sogar der König und seine Leute
staunten über den Mut des jungen Mannes,
dem die Schmerzen nichts bedeuteten.
Als er tot war,
quälten und misshandelten sie den Vierten genauso.
Dieser sagte, als er dem Ende nahe war:
Gott hat uns die Hoffnung gegeben,
dass er uns auferstehen lässt.
Darauf warten wir gern,
wenn wir von Menschenhand sterben.
Für dich aber
gibt es keine Auferstehung zum Leben.
(Lektionar 2018 ff. © 2024 staeko.net)
Kv: Dein Angesicht werde ich schauen, wenn ich erwache. – Kv
Oder: GL 664,1
Höre, Herr, die gerechte Sache, /
achte auf mein Flehen, *
vernimm mein Bittgebet von Lippen ohne Falsch!
Ich habe mich besonnen, dass mein Mund sich nicht vergeht. /
Bei allem, was Menschen tun, hielt ich mich an das Wort deiner Lippen. *
Ich habe mich gehütet vor den Pfaden der Gewalt. – (Kv)
Fest blieben meine Schritte auf deinen Bahnen, *
meine Füße haben nicht gewankt.
Ich habe zu dir gerufen, denn du, Gott, gibst mir Antwort. *
Wende dein Ohr mir zu, vernimm meine Rede! – (Kv)
Behüte mich wie den Augapfel, den Stern des Auges, *
birg mich im Schatten deiner Flügel.
Ich, in Gerechtigkeit werde ich dein Angesicht schauen, *
mich sattsehen an deiner Gestalt, wenn ich erwache. – Kv
Lesung aus dem zweiten Brief des Apostels Paulus
an die Gemeinde in Thessalónich.
Schwestern und Brüder!
Jesus Christus selbst aber, unser Herr,
und Gott, unser Vater, der uns liebt
und uns in seiner Gnade
ewigen Trost und sichere Hoffnung schenkt,
ermutige eure Herzen
und gebe euch Kraft zu jedem guten Werk und Wort.
Im Übrigen, Brüder und Schwestern, betet für uns,
damit das Wort des Herrn sich ausbreitet und verherrlicht wird,
ebenso wie bei euch!
Betet auch darum,
dass wir vor den bösen und schlechten Menschen gerettet werden;
denn nicht alle nehmen den Glauben an.
Aber der Herr ist treu;
er wird euch Kraft geben und euch vor dem Bösen bewahren.
Wir vertrauen im Herrn auf euch,
dass ihr jetzt und auch in Zukunft tut, was wir anordnen.
Der Herr richte eure Herzen auf die Liebe Gottes aus
und auf die Geduld Christi.
(Lektionar 2018 ff. © 2024 staeko.net)
Halleluja. Halleluja.
Jesus Christus ist der Erstgeborene der Toten.
Ihm sei die Herrlichkeit und die Macht in alle Ewigkeit.
Halleluja.
Aus dem heiligen Evangelium nach Lukas.
In jener Zeit
kamen einige von den Sadduzäern,
die bestreiten, dass es eine Auferstehung gibt,
zu Jesus
und fragten ihn:
Meister, Mose hat uns vorgeschrieben:
Wenn ein Mann, der einen Bruder hat, stirbt
und eine Frau hinterlässt, ohne Kinder zu haben,
dann soll sein Bruder die Frau nehmen
und seinem Bruder Nachkommen verschaffen.
Nun lebten einmal sieben Brüder.
Der erste nahm sich eine Frau,
starb aber kinderlos.
Da nahm sie der zweite,
danach der dritte
und ebenso die anderen bis zum siebten;
sie alle hinterließen keine Kinder, als sie starben.
Schließlich starb auch die Frau.
Wessen Frau wird sie nun bei der Auferstehung sein?
Alle sieben haben sie doch zur Frau gehabt.
Da sagte Jesus zu ihnen:
Die Kinder dieser Welt heiraten und lassen sich heiraten.
Die aber, die gewürdigt werden,
an jener Welt
und an der Auferstehung von den Toten teilzuhaben,
heiraten nicht, noch lassen sie sich heiraten.
Denn sie können auch nicht mehr sterben,
weil sie den Engeln gleich
und als Kinder der Auferstehung
zu Kindern Gottes geworden sind.
Dass aber die Toten auferstehen,
hat schon Mose in der Geschichte vom Dornbusch angedeutet,
in der er den Herrn
den Gott Abrahams, den Gott Ísaaks und den Gott Jakobs nennt.
Er ist doch kein Gott von Toten,
sondern von Lebenden;
denn für ihn leben sie alle.
(Lektionar 2018 ff. © 2024 staeko.net)
Aus dem heiligen Evangelium nach Lukas.
In jener Zeit sprach Jesus
zu einigen von den Sadduzäern,
die bestreiten, dass es eine Auferstehung gibt:
Die Kinder dieser Welt heiraten und lassen sich heiraten.
Die aber, die gewürdigt werden,
an jener Welt
und an der Auferstehung von den Toten teilzuhaben,
heiraten nicht, noch lassen sie sich heiraten.
Denn sie können auch nicht mehr sterben,
weil sie den Engeln gleich
und als Kinder der Auferstehung
zu Kindern Gottes geworden sind.
Dass aber die Toten auferstehen,
hat schon Mose in der Geschichte vom Dornbusch angedeutet,
in der er den Herrn
den Gott Abrahams, den Gott Ísaaks und den Gott Jakobs nennt.
Er ist doch kein Gott von Toten,
sondern von Lebenden;
denn für ihn leben sie alle.
(Lektionar 2018 ff. © 2024 staeko.net)
Gibt es ein Leben nach dem Tod? Diese Frage stellen sich Menschen, seit es Menschen gibt. Jede Kultur hat dazu ihre eigenen Bilder und Vorstellungen entwickelt. Natur-wissenschaftlich beweisen können wir diesbezüglich nichts. Diese Frage bleibt eine besondere Herausforderung für den Glauben.
Die Bestattungskultur hat in den letzten Jahren einen großen Wandel erfahren. Auffällig ist die Zunahme der Feuerbestattungen. Für Christen war diese lange Zeit tabu. Die erhöhte Mobilität vieler Menschen in unserer Gesellschaft erschwert eine kontinuierliche Grabpflege. Da bietet sich oft eine Urnenbeisetzung als Alternative an. Kirchliche Riten sind bei vielen nicht mehr gefragt. Alternative Formen der Verabschiedung und der Beisetzung werden von den Bestattungsinstituten angeboten. Neue Berufe sind daraus entstanden.
Die Gründe für diese Entwicklung sind ebenso vielfältig wie die Formen der Bestattungen. Ein Grund besteht wohl auch in unterschiedlichen Vorstellungen darüber, was der Tod für die Betroffenen bedeutet, ob sie von einem Weiterexistieren nach dem Tod überzeugt sind und wie sie sich ein solches vorstellen. Lebt ein Mensch nur in der Erinnerung der Hinterbliebenen weiter? Oder glaubt man an eine unsterbliche Seele, die weiterlebt? Vielleicht in einer ganz anderen Dimension, die wir uns gar nicht mehr vorstellen können? Was bedeutet vor diesem Hintergrund ein Glaube an die "Auferstehung des Fleisches", wie wir im Glaubensbekenntnis beten?
Im Evangelium wird uns von Menschen erzählt, die nicht an eine Auferstehung der Toten glauben und dazu Jesus eine Geschichte von einer Frau und sieben Brüdern, die nacheinander sterben, vorlegen. Sie meinen, damit ein einleuchtendes Argument gegen ein Glauben an eine Auferstehung gefunden zu haben.
Die Antwort, die Jesus ihnen gibt, halte ich auch für unsere Zeit richtungweisend. Er geht gar nicht auf ihren etwas sonderbaren Fall ein, sondern wechselt auf eine ganz andere, auf eine theologische Ebene. Diese fasst er zusammen in der Feststellung: "Er [Gott] ist doch kein Gott von Toten, sondern von Lebenden; für ihn leben sie alle."
Die Fragen, wie geht es mit unseren Toten weiter und wie wird es einmal mit uns nach dem Tod weitergehen, stellt sich in irgend einer Weise einem jeden von uns. Wissenschaftlich betrachtet müssen wir sagen: Wir wissen es schlichtweg nicht. Alle bekannten Vorstellungen darüber lassen sich wissenschaftlich nicht beweisen. Sie bleiben Vermutungen und sind letztlich eine Glaubensfrage.
Ich kann mir aber auch nicht vorstellen, dass dieses großartige Leben, das ich in der Welt vorfinde, in ein Nichts mündet. Kern meines Gottesglaubens ist, dass ich mein Leben einem liebenden Schöpfer verdanke. Einem Gott des Lebens, der leben schenkt und der Leben schenken kann, wo wir es uns nicht mehr vorstellen können. Wenn ich singe: "ich weiß, dass mein Erlöser lebt…", dann ist das kein Wissen in einem naturwissenschaftlichen Sinn, sondern entspringt der Gewissheit meines Glaubens.
Ein solcher Glaube ist etwas sehr Persönliches. Ich begrüße es, dass sich Menschen darüber Gedanken machen, wie sie einmal bestattet werden möchten, bzw. wie sie ihre Lieben bestatten wollen. Jede Bestattungsform drückt etwas von der Lebenseinstellung und vom Glauben der Betroffenen aus. Wir sollten gut überlegen, was wir damit ausdrücken wollen, und ob das auch im Sinne des Verstorbenen ist. Wir sollten aber auch überlegen, ob wir irgend einem Modetrend folgen, der momentan in ist aber einer kritischen Betrachtung nicht standhält. Welche Form der Bestattung wir auch immer wählen, sie ist immer auch ein Statement, das eine Geisteshaltung zum Ausdruck bringt.
Als Kind habe ich bei vielen Begräbnissen ministriert, das Kreuz vorangetragen, oder Weihwasser und Weihrauch mitgetragen und den Rosenkranz mitgebetet. Ohne dass mir das jemand erklärt hätte, habe ich gespürt, dass der kirchliche Ritus den Mitfeiernden und Mittrauernden Halt, Trost und Hoffnung gegeben hat. Nachhaltig hängen geblieben ist mir auch der Satz: "Von der Erde bist du genommen, zur Erde kehrst du zurück…". Es hat mich überrascht, dass es in vielen hochzivilisierten Ländern einen neuen Trend zu naturnahen Bestattungsformen gibt. Wenn nicht gewichtige Gründe dagegen sprechen und etwas anderes notwendig machen, möchte auch ich einmal "zur Erde zurückkehren". Noch viel wichtiger ist mir aber, dass eine christliche Bestattung etwas vom Glauben des Verstorbenen und vom Glauben der Hinterbliebenen zum Ausdruck bringt.
Die Auseinandersetzung mit der Frage, ob es nach dem Tod ein Weiterleben gibt, beschäftigt alle Menschen und alle Religionen. Die Lesungen des 32. Sonntags im Jahreskreis bieten einen Einblick in diese Diskussionen, wie sie in den Heiligen Schriften der Juden und der Christen geführt wurden.
Die Frage nach dem Tod, nach dem Weiterleben nach dem Tod und ob bald die Endzeit kommt (2. Lesung) ist die Kernfrage aller Generationen und auch aller Religionen. Diese Themen passen gut in den Jahresablauf des November kurz nach Allerheiligen / Allerseelen und zum bevorstehenden Ende des Kirchenjahres.
Das Makkabäerbuch - es sind genaugenommen vier - kommt in den Lesejahren der Sonntage kaum vor. Unter den Makkabäern wurden die Juden selbstständig, die sich dann viel später gegen die römische Besatzung, vor allem im zweiten nachchristlichen Jahrhundert, zur Wehr setzten. Geschichtlicher Hintergrund der 1. Lesung war die Gier des Seleukidenkönigs Antiochos IV., der vom reichen Tempelschatz in Jerusalem hörte und diesen auch in seinen Besitz bringen wollte. Er fand dazu auch Helfershelfer, einer davon war der korrupte Tempelvorsteher. In diesen Auseinandersetzungen kommen auch Unschuldige zum Handkuss. Aus heutiger Sicht könnten wir von Zivilisten sprechen, damals die sieben Brüder mit ihrer Mutter. Sieben als Zahl der Vollkommenheit gegen das Böse, die Habgier in der Person des Königs. Diese Familie - so könnte man sie nennen - will die Speisegesetze einhalten, ein wesentliches Identitätsmerkmal der jüdischen Religion. Die Begründung dafür, „…weil der König der Welt uns zu einem neuen ewigen Leben auferwecken wird.“ Hier wird uns bewusst gemacht, dass das Sterben bereits im irdischen Leben beginnt und das ewige Leben nach dem Tod anfängt. Das Umfeld in diesem Text ist sehr grausam, brutal, menschenverachtend.
Auch heute werden uns furchtbare Bilder von Folterungen, Sadismus, viel Leid von unschuldigen Menschen ins Haus geliefert, und gar nicht wenige erleiden Qualen, weil sie zu ethischen und/oder religiösen Grundsätzen stehen.
Dazu die Trostworte in der 2. Lesung: „Der Herr ist treu, er wird euch Kraft geben und euch vor dem Bösen bewahren.“ Das nennen wir Gnade als liebende Zuwendung Gottes in schwierigen und jetzt auch brandgefährlichen Zeiten.
Im Evangelium werden wir in der Auseinandersetzung mit den Sadduzäern daran erinnert, dass „Gott ein Gott der Lebenden und nicht ein Gott der Toten ist; denn für ihn sind alle lebendig.“ Die Sadduzäer, eine Aristokratengruppe, sehr reich, stellten Tempelpriester und auch den Hohenpriester. Sie glaubten nicht an die Auferstehung im Gegensatz zu den Pharisäern, die sehr gläubige Menschen waren.
„Mit dem Tod ist alles aus“ bekommen auch wir heute immer wieder zu hören, „kaner is no zruckumma“ (keiner ist noch zurückgekommen). O ja, einer ist zurückgekommen: Jesus Christus (siehe 1 Kor 15,54). Tatsächlich aber zerstört der Tod sehr viel: zuerst das Menschenleben, oft ganz plötzlich, unersetzlich, unwiederbringlich, bedroht die Existenz von Familien. Mit dem Tod eines Menschen geht oft Erfahrung, Lebensweisheit mit ins Grab. Gelerntes kann nicht vererbt werden. Jede Generation muss Schätze an Erfahrung neu erwerben. Viele Fragen der Unsicherheit bleiben offen: Wie werden wir weiter existieren? Alt, jung, besonders hübsch? Ist „ewig“ eine angenehme Verlängerung des irdischen Lebens? Werde ich meinen treuen Hund wiedersehen?
Vielleicht ist dieser Textabschnitt auch ein Exerzierfeld für Kirchenrechtler und Diözesanrichter. Man sagt und schreibt oft von Totenruhe. „Man sagt: Tote lässt man ruhen. Wir sagen nein, Tote lässt man auferstehen.“ (Wilhelm Willms, 1930-2002). Sie leben jetzt schon weiter in unserer Erinnerung. Sie leben weiter in Bildern, Gegenständen, Dokumenten. Leben heißt auch Beziehung haben über den Tod hinaus, Beziehung auch zu Gott, weil Gott selbst Liebe ist. „Da ist ein Land der Lebenden und ein Land der Toten und die Brücke zwischen ihnen ist die Liebe - das einzig Bleibende, der einzige Sinn.“ (Thornton Wilder, 1897-1975).
Der Glaube an ein ewiges Leben nach dem Tod fällt vielen Menschen schwer. Daran zu glauben, ist eine persönliche Glaubensüberzeugung, die den Wert des irdischen Lebens nicht herabsetzt sondern ihm einen tieferen Sinn gibt. Die Märtyrer geben Zeugnis davon.
Es sind keine einfachen Gespräche: gibt es ein Leben nach dem Tod oder nicht? Selbst Christinnen und Christen, sogar regelmäßige Gottesdienstbesucher, tun sich schwer, daran zu glauben, dass es wirklich ein Leben nach dem Tod gibt. Ich selbst kann an ein Leben nach dem Tod kann ich nur glauben; glauben, aber beweisen kann ich es nicht. Wie oft habe ich als Priester schon auf dem Friedhof gestanden und Texte gebetet, in denen immer wieder geschrieben steht: „Der Tod ist nicht das Ende, sondern der Beginn eines neuen Lebens“. Wie oft habe ich an Ostern über die Hoffnung auf das ewige Leben gepredigt. Wenn ich über diese Frage nachdenke, dann habe ich immer wieder auch den Gedanken im Ohr: der Glaube an ein ewiges Leben kann auch eine billige Vertröstung sein. Geht es dir hier schlecht, dann geht es dir im anderen Leben besser. Ertrage dein Schicksal!
Ich muss mich immer wieder damit auseinandersetzen. Immer wieder werde ich als Seelsorger und auch im Religionsunterricht von jungen Leuten mit dieser Frage konfrontiert. Sie wollen das Leben vor dem Tod gut nutzen. Was, wenn alles vorbei ist? Ich versuche, die Menschen, die sich mit dem Glauben an ein Leben nach dem Tod schwer tun, ernst zu nehmen und ihre Fragen anzunehmen. Denn sie stellen mich vor der Herausforderung, mich immer wieder mit mir selbst auseinanderzusetzen. Die Frage, gibt es ein Leben nach dem Tod oder nicht, beschäftigt viele Menschen, sie beschäftigt auch mich persönlich.
Ich selbst glaube und hoffe fest auf ein Leben nach dem Tod. Die Lesungen und auch das Evangelium machen uns diese Hoffnung. Wenn ich mir die erste Lesung aus dem Bauch der Makkabäer anschaue, dann wird uns ein sehr bewundernswerter Mut beschrieben. Sieben junge Männer haben den Mut, grausam zu sterben. Sie sind zutiefst überzeugt: das, was Gott ihnen nach diesem Leben geben wird, ist viel mehr wert.
Unzählige Menschen haben für ihren Glauben an Jesus und vor allem an die Auferstehung der Toten, ihr Leben hingegeben. Sie haben dieses irdische Leben sicher als wertvoll geschätzt. Was Jesus verkündete, war für diese Menschen viel mehr wert. In Jesus haben sie den wahren Sinn des Lebens gefunden. Sie haben offenbar gespürt, wie stark die Macht der Liebe ist. Der tiefe Glaube an Gott, der sicher gewachsen ist, muss all diesen Männern und Frauen Mut und Kraft gegeben haben, das Leben hinzugeben.
Einen solchen Glauben wünsche ich mir für mich selbst, wünsche ich mir für alle meine Hörer. Ich lasse, wenn es darauf ankommt, dieses Leben hinter mir, um etwas Besseres zu bekommen. Menschen, die für ihren Glauben an Jesus das Leben hingeben, die verfolgt werden, gibt es auch heute noch. Sie müssen die Botschaft der Auferstehung als wahr und richtig erfahren haben. Sie zeigen mir immer wieder, dass es noch mehr gibt, als das irdische Leben. Sie zeigen mir, dass es sich auch dafür zu leben lohnt.
Auch wenn wir Menschen zu einem Leben bei Gott berufen sind, so hat dieses irdische Leben auch Sinn und Wert. Die Märtyrer und alle Verstorbenen, an die wir noch vor einigen Tagen gedacht haben, haben etwas hinter sich gelassen, was wertvoll ist. Doch darüber hinaus haben sie Größeres bekommen. Es ist die Nähe bei Gott. Ein größeres Zeugnis für seinen Glauben an Jesus zu sterben, kann niemand geben als Martyrer.
Sicher: es gibt es auch negative Beispiele, bei dem jemand für seine Überzeugung stirbt. Ich denke an Selbstmordattentäter. Sie sind darin vermeintlich ihrem Glauben gefolgt. Doch sie haben Leben zerstört. Sie haben selbst ihrem Leben ein Ende gesetzt. Es war eher Verblendung. Christliche Märtyrer haben niemals das Leben anderer zerstört oder getötet.
Ich bin überzeugt, dass gerade durch den Glauben an die Auferstehung dieses Leben Sinn bekommt. Wir glauben an einen Gott der Lebenden und nicht der Toten. Wir glauben an einen Gott, der das Leben bejaht, der Leben schafft. Wir setzen uns für das Leben ein. Das kann auch bedeuten, dass wir uns für das ungeborene Leben einsetzen. Es kann bedeuten, dass wir die Lebensbedingungen anderer Menschen verbessern helfen. Auch der Einsatz für den Klimaschutz kann dazu gehören. Wer sich für den Klimaschutz einsetzt, setzt sich ein für Gottes gute Schöpfung. In allem zeigt sich, dass wir das Leben bejahen, es für wertvoll achten.
Doch unsere Hoffnung als Christen geht über diese Welt hinaus. Fest glauben wir daran, dass unser Einsatz und unser Mühen sich auf Gottes neue Welt, auf unser Leben bei Gott, auswirken werden. Bereits hier kann Gottes neue Welt beginnen. Der Glaube an das ewige Leben gibt Kraft, dieses Leben als wertvoll anzusehen. Der Glaube an die Auferstehung hilft mir, bewusst zu leben, mein Bestes zu tun, damit schon jetzt in dieser Zeit etwas von dem zu erahnen ist, was Jesus uns verheißt.
Gott hat uns auch dieses irdische Leben geschenkt. Es endet einmal mit dem leiblichen Tod. Doch ich glaube dieses irdische Leben wird sich auswirken auf mein Leben bei Gott. Ich spüre, wie sehr ich mich mühe zu begründen, warum ich an ein Weiterleben glaube, warum ich darauf hoffe. Ich habe ein Ziel, ich habe einen tieferen Sinn entdeckt. Ich weiß mich geborgen in der Liebe Gottes.
Während ich diese Gedanken hege, kommen mir Menschen in den Sinn, die all das nicht glauben können. Vielleicht hilft es uns, wenn wir um diesen Glauben an die Auferstehung beten. Gerade in der heutigen Zeit.
Viele versuchen diesen Glauben an die Auferstehung auch lächerlich zu machen, halten ihn, wie ich es schon gesagt habe, für Weltflucht. Das haben auch einige Sadduzäer – eine religiöse Bewegung der Juden, die sich keine Auferstehung der Toten vorstellen konnten - versucht. Mit ihrem Beispiel wollen sie Jesus eine Falle stellen und seine Botschaft als lächerlich entlarven. Das gelingt ihnen aber nicht. Jesus zeigt, dass wir uns den Himmel ganz anders vorstellen müssen. Nicht alles, was in dieser Welt notwendig ist, gibt es auch im Himmel. Die Ehe, hier eine Keimzelle jeder Gesellschaft, wird es nicht geben. Die Menschen werden dort nicht mehr heiraten. Doch sie werden im Himmel vereint sein, alle miteinander. Wie das Leben einmal sein wird, keiner weiß es. Paulus schreibt an die Christen in Korinth: "Wir verkündigen, wie es in der Schrift heißt, was kein Auge gesehen und kein Ohr gehört hat, was keinem Menschen in den Sinn gekommen ist: das Große, das Gott denen bereitet hat, die ihn lieben." (1 Kor 2,9).
Glauben wir daran, hoffen wir darauf und gestalten wir unser derzeitiges Leben aus dieser Hoffnung heraus.
Nach seiner Bekehrung tritt Paulus mit vollem Engagement für die Verkündigung der Frohbotschaft Christi ein. In allen Widrigkeiten, die er erlebt, schöpft er Kraft aus seinem Glauben an die Liebe Gottes. Darin möchte er auch den Christen in den von ihm gegründeten Gemeinden Vorbild sein.
Nach seiner Bekehrung auf dem Weg nach Damaskus und einem längeren Aufenthalt in der christlichen Gemeinde dort zieht sich Paulus drei Jahre in die Wüste zurück. Hier überdenkt er sein Leben und entscheidet sich am Ende, nicht nur Mitglied einer christlichen Gemeinde zu sein, sondern mit der ihm von Gott geschenkten Kraft künftig als Missionar für Christus aufzutreten, so wie er vorher mit Hingabe und Leidenschaft für den Erhalt des jüdischen Glauben eingetreten war. In den Christen sah Paulus zunächst die Zerstörer der jüdischen Religion. Daher verfolgte er sie gnadenlos.
Paulus, geboren in Tarsus in Zilizien, am Südufer der heutigen Türkei, war mit den Kulturen und Sprachen der damaligen Westlichen Welt vertraut. Außerdem besaß er das römische Bürgerrecht. Wahrscheinlich war dies mit ein Grund, sich dafür zu entscheiden, Missionar in den Gebieten des Römerreiches zu werden.
Auf seiner zweiten Missionsreise steuerte er vor allem Städte in Griechenland an. So kam er auch nach Thessalonich. Die Missionsmethode des Paulus bestand darin, vor Ort Christus zu verkünden und die gläubig Gewordenen zu einer Gemeinschaft zusammen zu führen, also Gemeinden zu gründen. Sobald sich eine Gemeinde als feste Gemeinschaft stabilisiert hatte, zog Paulus weiter. Kontakt hielt er zu den einzelnen Gemeinden durch Briefe.
Die Thessalonicher scheinen zunächst eine vorbildliche Gemeinde gewesen zu sein. Im Laufe der Zeit aber traten Spannungen auf, die für Unruhe sorgten. Nicht alle Juden in der Stadt waren zum Christentum übergetreten. Diese empfanden – wie einst Paulus – die Christen als Zerstörer ihrer Religion. Daher traten sie öffentlich gegen die Christen auf, indem sie diese vor den Behörden mit dem Vorwurf verklagten: Sie, die Christen, würden sich dem Kaiser widersetzen. Denn sie würden nicht diesen, sondern Christus als ihren höchsten Herrn verehren. Verfolgung, Gefängnis, Benachteiligungen aller Art waren die Folge, sodass die Christen immer wieder um ihres Glaubens willen viel Leid erfuhren.
Paulus möchte den Thessalonichern zu Hilfe kommen. Er schlägt ihnen vor, auszunutzen was er – als ebenfalls immer wieder verfolgter Christ – für sich als Kraftquelle handhabt: das stete Gebet in Hingabe an Gott und die Ausrichtung auf Jesus, der sich trotz aller Nachstellungen und Leiden nicht von seinem Weg abbringen ließ. In seiner Treue erfuhr er Auferstehung. Diese ist allen zugesagt, die sich vom Christentum nicht abbringen lassen und dieses durch ihre Glaubenstreue weiter unter den Menschen verbreiten. Paulus betont, vor allem das Gebet nicht zu vernachlässigen, um sich von Gott Kraft fürs Durchhalten und Trost im Leiden zu erbitten.
Neben der Verfolgung von außen gab es in der Gemeinde ein inneres Problem. Es verbreiteten sich nach der Abreise des Paulus zunehmend wilde Spekulationen über das Ende der Welt. Dabei war zu beobachten, dass viele Bilder vom menschlichen Denken her geprägt waren. Wir Menschen neigen leicht dazu, uns für das Unrecht, das uns jemand antut, rächen zu wollen. Auch wo wir uns zwingen, es zu unterlassen, spüren wir oft deutlich den Wunsch in uns: Wer uns Böses angetan hat, möge seine Strafe dafür bekommen. Gott soll das auf seine Weise für uns in die Wege leiten. Auf diesem Hintergrund menschlichen Denkens kommen uns Bilder, die ein scharfes Endgericht beschreiben, oftmals sehr entgegen. Paulus möchte jedoch aus diesem Denken, das vom Wunsch nach Strafe für Übeltäter bestimmt ist, herausführen. Die Gläubigen sollen sich keine ausschweifenden Gedanken darüber machen, wie Gott am Ende der Welt einmal handeln wird. Er wird die Menschen zur Rechenschaft ziehen, aber ohne wild und wütend dreinzuschlagen. Befasst euch mit euch selbst und nicht mit den umlaufenden Spekulationen, ist das Anliegen des Paulus.
Daher fordert er die Gläubigen auf: „Richtet eure Herzen auf die Liebe Gottes und auf die Geduld Christi“. Dem Glauben von der Liebe Gottes her Fundament geben und sich Jesus zum Vorbild des Handelns nehmen, auf diesen Weg möchte Paulus die Gemeinde führen. Dann wird Mut die Herzen erfassen und Zuversicht sie stärken. So lässt sich das Leiden infolge zugefügten Unrechts trotz aller Härte durchstehen.
Alle Spekulationen über das Weltenende sind für Paulus Zeitvergeudung. Wie Gott einmal in seiner Güte und Barmherzigkeit verfahren wird, das sollen wir getrost ihm überlassen. Zeuge sein für einen uns liebenden Gott und intensive Ausrichtung auf Christus, damit sollen wir uns intensiv befassen und um Nachahmung bemühen.
Lassen wir uns von Paulus anregen, uns ganz bewusst neu auf Gott und Christus auszurichten, um mit ihrer Gnade und ihrem Beistand viel Gutes zu vollbringen. Helfen wir mit, unsere Gemeinde oder Gemeinschaft in der Liebe und Sorge füreinander auszubauen und stabil zu erhalten. Zu diesem Bemühen wird uns Gott seinen Beistand gewähren.
Ist unser Leben mit dem Tod für immer zu Ende? Die Sadduzäer versuchten, den Glauben an die Auferstehung der Toten ad absurdum zu führen. Jesus antwortet mit dem Satz, Gott sei ein Gott der Lebenden. Welche Grundlage haben Hoffnungen, dass unser Leben über den Tod darüber hinausreicht?
Wie die Sadduzäer zur Zeit Jesu tun sich heute auch viele Menschen schwer mit dem Glauben an eine Auferstehung und ein Weiterleben nach dem Tod. Jesus Christus ist der Garant der christlichen Hoffnung. Durch ihn sind wir Töchter und Söhne Gottes geworden und als solche werden wir auferstehen.
Am Gedenktag Allerseelen haben wir unserer Verstorbenen gedacht und für sie gebetet. An der Frage, was erwartet uns nach dem Tod, scheiden sich oft die Geister. Dabei geht es nicht nur um unsere Verstorbenen. Die Frage betrifft auch unsere eigene Zukunft. In der Taufe sind wir Töchter und Söhne Gottes geworden. Es wurde uns zugesagt, dass wir "ewiges Leben" haben. Das irdische Leben ist ein Geschenk des Schöpfers. Von ihm erwarten wir auch das Leben, das über das irdische Leben hinausgeht.
Vor ihn treten wir hin und ihn bitten wir um Zuwendung und Erbarmen.
Wir sind nicht nur für das Leben hier in dieser Welt geboren, sondern für ein ewiges Leben in der Nähe Gottes. Diese Hoffnung beschreibt Jesus am Ende des Evangeliums. „Gott ist kein Gott von Toten, sondern von Lebenden.“ Diese Hoffnung soll unser Leben bestimmen. Von dieser Hoffnung sprechen auch die Lesungen. Stärken wir unsere Hoffnung. Hören wir die Worte, die uns ewiges Leben verheißen. Feiern wir, dass Jesus in Brot und Wein als lebendiger gegenwärtig ist. Grüßen wir IHN, den Auferstandenen in unserer Mitte und bitten wir um sein Erbarmen.
Wir Menschen malen uns gern Bilder von der Zukunft aus. Aber wir kennen sie nicht. Je nach innerer Einstellung fallen die Entwürfe daher von sehr bedrohlich bis sehr erhaben aus. Paulus lädt heute in seinem Brief an die Thessalonicher die Gläubigen ein, sich auf das zu konzentrieren, was sicher ist:
Gott ist ein Gott der Liebe und Barmherzigkeit.
Sich mit ihm und Christus zu verbinden, darin besteht unser Heil.
Durch das Gebet können wir uns zusätzlich Kraft und Gnade für ein Streben nach dem Guten erbitten.
Wenden wir uns im Kyrie an Jesus und bitten wir ihn:
Herr, Jesus Christus,
du bist von den Toten auferstanden
und sitzest zur Rechten des Vaters.
Herr, erbarme dich.
Du wirst wiederkommen
und uns in die himmlischen Wohnungen heimholen.
Christus, erbarme dich unser.
Du vollendest,
was an unserem Leben noch unvollkommen ist.
Herr, erbarme dich unser.
Herr Jesus Christus, Sohn des lebendigen Gottes
Du verkündest den Gott der Lebenden.
Du, unser Glaube, erbarme dich unser.
Du bist die Auferstehung und das Leben.
Du, unsere Hoffnung, erbarme dich unser.
In Wort und Tat hast du Zeichen für das Leben gesetzt.
Du, unsere Liebe, erbarme dich unser.
Herr Jesus Christus,
du hast uns das Wesen Gottes kundgetan.
Herr, erbarme dich.
Uns der Liebe Gottes und seinem Willen zu öffnen,
legst du uns immer wieder an Herz.
Christus, erbarme dich.
Wohin die Treue zu Gott führt, hast du uns mit deiner Auferstehung gezeigt.
Herr, erbarme dich.
Allmächtiger und barmherziger Gott,
wir sind dein Eigentum,
du hast uns in deine Hand geschrieben.
Halte von uns fern, was uns gefährdet,
und nimm weg, was uns an Seele und Leib bedrückt,
damit wir freien Herzens deinen Willen tun.
Darum bitten wir durch Jesus Christus.
MB 32 Sonntag im Jahreskreis
Gott des Lebens.
Durch die Auferstehung deines Sohnes wissen wir :
Der Tod ist überwunden,
der Weg zu dir steht offen,
unser Leben ist unvergänglich.
Hilf uns,
in dieser Gewißheit unser Leben anzunehmen
und daraus zu machen, was du von uns erwartest.
Darum bitten wir durch Jesus Christus.
MB Auswahl 9
Allmächtiger Gott,
in der Auferstehung und Himmelfahrt deines Sohnes
öffnest du uns das Tor zum ewigen Leben.
Lenke unser Herz, daß wir auf ihn schauen,
den Urheber unseres Heiles,
der zu deiner Rechten thront,
und schenke allen Getauften das unsterbliche Leben,
wenn er in Herrlichkeit wiederkommt,
der in der Einheit des Heiligen Geistes
mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit.
MB 6. Freitag der Osterzeit
Allmächtiger Gott,
wir glauben und bekennen,
dass unser Herr Jesus Christus
für uns gestorben und auferstanden ist.
Erwecke auch uns
durch die Kraft des Heiligen Geistes
zum neuen Leben.
Darum bitten wir durch Jesus Christus.
MB 3 Freitag der Osterzeit
Gott,
nur du kannst ewiges Leben schenken.
Stärke unseren Glauben an das Weiterleben nach dem Tode -
in der Gemeinschaft mit dir
und mit allen, die uns vorausgegangen sind.
Durch Christus, unseren Herrn.
Wir sind zum Leben geschaffen –
Hier in dieser Welt sollen wir es gestalten.
Wir sind auch zu einem Leben in deiner Liebe erschaffen.
Das ist unsere Hoffnung und unser Ziel.
Doch glauben wir wirklich immer daran?
Viele zweifeln.
Dein Wort ist Leben, dein Wort ist Hoffnung.
Stärke jetzt unseren Glauben durch dein Wort.
Am Ende unseres Lebens möchten wir, dass dieses ins rechte Licht gerückt wird und alles Gute unseres Lebens auch gesehen wird.
Als Kinder Gottes erwarten wir jedoch noch mehr, als wir uns vorstellen und wünschen können: Ewiges Leben.
Dem Gott und Schöpfer allen Lebens tragen wir unsere Bitten vor:
Wir beten für alle, die unvollendet mitten aus dem Leben gerissen worden sind.
Für die Opfer von Kriegen und Gewalt
und für alle, die durch Krankheit allzu früh ihr Leben lassen mussten.
Herr, vollende an ihnen, was sie nicht erleben und verwirklichen konnten.
Wir beten für alle, die vom Leben enttäuscht sind
und sich vom Leben nichts mehr erwarten.
Zeige ihnen, dass du mit ihnen noch Großes vorhast..
Wir beten für alle, die sich ihres Lebens freuen und es genießen können.
Lass sie dafür dankbar sein
und lass sie die Menschen, denen es nicht so gut geht, nicht vergessen.
Wir beten für alle, die um ihren Lebensunterhalt kämpfen müssen,
die durch Trockenheit oder Katastrophen ihre Lebensgrundlagen verloren haben, die hungern,
und für alle, die nicht wissen, wie sie sich selbst und ihre Angehörigen über den kommenden Winter bringen können.
Wir beten für alle, die durch Krankheit oder auf Grund ihres Alters das Ende ihres Lebens vor sich haben.
Lass sie sich mit ihrem Schicksal versöhnen
und schenke ihnen Hoffnung durch deine Frohe Botschaft.
Wir beten für unsere versorbenen Angehörigen und Freunde.
Lass sie bei dir Frieden und nie endende Erfüllung ihres Lebens finden.
Guter Gott und Vater,
dein Sohn hat uns zugesichert, dass du deine Kinder nicht vergisst und nicht im Stich lässt.
Dir vertrauen wir uns in den Unsicherheiten unseres Lebens an. - Amen.
Im Glauben an Gott, dessen Kraft unseren Alltag mit seinem ewigen Sein verbindet, lasst uns bitten:
Für alle, die durch ihr Leben aus dem Glauben an die Auferstehung deine Kirche lebendig und dich für andere erfahrbar machen.
Für eine Gesellschaft, die auch gegen wirtschaftlich dominiertes Denken an einem möglichst für alle arbeitsfreien Sonntag festhält und so zum Zeichen dafür wird, dass Leben mehr ist als Gewinnmaximierung.
Für eine zwischenmenschliche Kommunikation, die sich in ihrer Wortwahl weniger um totale Korrektheit der Sprache als um den Ausdruck liebevoller Hinwendung zu anderen bemüht.
Für uns selbst: um einen starken Glauben an unsere Geborgenheit in dir, der uns hilft, die Menschen, die mit uns am Weg sind, nicht mit unerfüllbaren Erwartungen zu überfordern.
Für unsere Verstorbenen. Im liebevollen Gedenken an sie öffnen sich für uns Verbindungstüren vom Hier und Jetzt in die Ewigkeit hinein.
Denn du, ewiger Gott, schenkst uns den Glauben an deine Vaterliebe, gibst unserer Hoffnung in Jesus ein Gesicht und im Heiligen Geist eine Kraft, die in uns schon jetzt ewiges Leben schafft. - Amen.
Wir beten voll Vertrauen zu unserem Herrn Jesus Christus,
der durch seine Auferstehung den Tod überwunden hat:
Lass alle Menschen, die nicht an dich und deine frohe Botschaft von der Auferstehung glauben können, echte Zeugen kennen lernen.
Tröste durch die Zuwendung ihrer Mitmenschen alle, die um einen Menschen trauern und weinen.
Sei den Schwerkranken nahe und allen, deren Leben zu Ende geht.
Gib allen Mut, die sich für gute Lebensbedingungen und für deine Schöpfung einsetzen.
Hilf Frieden und Gerechtigkeit zu schaffen.
Stärke den Einsatz aller für das ungeborene Leben.
Lass unsere Toten in deiner Nähe das ewige Glück erfahren.
Dir sei Lob und Preis, du lebensspendender Gott. - Amen.
Guter Gott,
Verfolgungen wegen ihres Glaubens sind weltweit Menschen immer wieder ausgesetzt.
Für sie und um Stärkung des eigenen Glaubens wollen wir dich bitten.
Bewege, rüttele auf das Gewissen aller, die Menschen um ihres Glaubens willen bedrängen.
Gott, du unser Beistand und Helfer…
Sende verfolgten Gläubigen aller Konfessionen mutige Helfer und Verteidiger.
Hilf uns, auf Christus zu schauen, um unseren eigen Glauben lebendig zu gestalten.
Öffne unsere Augen und Herzen für Menschen, denen wir helfen und beistehen könnten.
Stärke uns, unseren Glauben auch dann zu bekennen, wenn wir dadurch Ablehnung erfahren.
Nimm die Verstorbenen auf in die Gemeinschaft mit dir.
Guter Gott,
wir danken dir für alle Hilfe, die du uns immer wieder gewährst, wenn wir dich darum bitten.
Fest mit dir verbunden wollen wir sein und bleiben. - Amen.
Wenn in unserem Leben Bedrängnis und Not groß werden, können wir aus unserem Glauben an die Auferstehung Jesu und Gottes ausgleichende Gerechtigkeit neue Hoffnung schöpfen.
Zu ihm, dem allmächtigen und allwissenden Gott, lasst uns beten:
Beten wir für alle jene, die aufgrund ihres Glaubens verfolgt werden.
Vater, bestärke sie in der Hoffnung auf deine Macht.
Beten wir für die Menschen in den zahlreichen Flüchtlings- und Kriegsgefangenenlagern dieser Welt.
Vater, bestärke die Weltgemeinschaft in ihren humanitären Bemühungen um sie.
Beten wir für alle Menschen die meinen, alles in ihrem Leben aus eigener Kraft schaffen zu müssen.
Vater, führe sie durch die Erkenntnis ihrer Begrenztheit auf den Weg zu dir.
Beten wir für uns selbst, wenn Schmerz und Leid in unserem Leben übermächtig werden.
Vater, stärke in uns den Glauben an deine Treue.
Beten wir für unsere Verstorbenen.
Vater erfülle ihre Hoffnung auf Aufnahme in deinem Reich.
Denn nur du, Vater, kannst vollenden, was du in uns begonnen hast.
Deine Größe und Allmacht beten wir an, jetzt und allezeit an. - Amen.
Gott, unser Vater,
nimm unsere Opfergaben gnädig an
und gib, dass wir mit gläubigem Herzen
das Leidensgeheimnis deines Sohnes feiern,
der mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit.
MB 32. Sonntag im Jahreskreis
MB Mittwoch in der Karwoche
Herrn, unser Gott,
dieses Opfer erwirke uns deine Gnade
und lasse uns teilhaben
am ewigen Leben deines Sohnes.
Denn er ist in unser vergängliches Leben eingetreten,
um uns von unserer Sterblichkeit zu heilen.
Er, der mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit.
MB Advent 18. Dezember
Herr, du trägst Sorge für uns,
du hast uns Brot und Wein geschenkt
als Nahrung für unser vergängliches Leben.
Wir bringen diese Gaben zum Altar;
reiche sie uns neu als Sakrament der Unsterblichkeit.
Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.
MB 4. Dienstag der Fastenzeit
Die Bittmesse
Wir feiern mit dir Mahl,
in Brot und Wein.
Sie sind dein Leib, der für uns hingegeben wurde,
dein Blut, das für uns vergossen wurde.
Sie sind Zeichen, dass du uns Leben schenkst,
indem du dich hingibst.
Sie sind Zeichen deiner Liebe.
Wenn wir dich feiern, dann feiern wir das Leben.
Wenn wir dich empfangen, dann empfangen wir das ewige Leben.
Erfülle uns mit deiner Liebe. Amen.
(für Wortgottesdienstfeiern):
Kehrvers:
Wie groß sind deine Werke, o Herr,
wie tief deine Gedanken.
(GL 51,1)
Wir danken dir, lebendiger und Leben schaffender Gott.
Aus dem Nichts hast du das Weltall hervorgerufen.
Alles, was lebt, verdankt dir sein Dasein.
Kehrvers
Liebevoll hast du den Menschen gestaltet
und ihm von deinem Atem Geist eingehaucht.
Er ist dein Abbild.
Du hast ihn befähigt und berufen zu lieben,
wie auch du deine Geschöpfe liebst und umsorgst.
Kehrvers
Als er sich von dir abwandte
und Wege ging, die zum Tode führen,
hast du deinen Sohn gesandt,
damit wir deine Liebe begreifen
und unser Herz dir neu zuwenden.
Kehrvers
Er hat den Tod überwunden und ist von den Toten auferstanden.
Er lässt uns hoffen, dass du, der Urheber allen Lebens,
auch uns nicht zugrunde gehen lässt,
sondern die Toten zu neuem Leben auferweckst.
Kehrvers
Dann werden wir schauen, was kein Auge gesehen
und was kein Ohr gehört hat,
was du aber denen bereitest, die dich lieben.
Kehrvers
Dafür loben und preisen wir dich
und singen wir mit der ganzen Schöpfung:
Danklied, z. B. GL 143: Mein ganzes Herz erhebet dich…
Wir danken dir, Vater im Himmel,
und rühmen dich
durch unseren Herrn Jesus Christus.
Durch ihn erstehen die Kinder des Lichtes
zum ewigen Leben,
durch ihn wird den Gläubigen
das Tor des himmlischen Reiches geöffnet.
Denn unser Tod ist durch seinen Tod überwunden,
in seiner Auferstehung ist das Leben für alle erstanden.
Durch ihn preisen wir dich (in österlicher Freude)
und singen mit den Chören der Engel
das Lob deiner Herrlichkeit:
Heilig ...
MB Osterzeit 2
In Wahrheit ist es würdig und recht,
dir, Vater im Himmel, zu danken
und dich mit der ganzen Schöpfung zu loben.
Denn in dir leben wir,
in dir bewegen wir uns und sind wir.
Jeden Tag erfahren wir aufs neue
das Wirken deiner Güte.
Schon in diesem Leben
besitzen wir den Heiligen Geist,
das Unterpfand ewiger Herrlichkeit.
Durch ihn hast du Jesus auferweckt von den Toten
und uns die sichere Hoffnung gegeben,
daß sich an uns das österliche Geheimnis vollendet.
Darum preisen wir dich
mit allen Chören der Engel und
singen vereint mit ihnen
das Lob deiner Herrlichkeit:
Heilig ...
MB Sonntage 6
In Wahrheit ist es würdig und recht,
dir, Vater im Himmel, zu danken
und dich mit der ganzen Schöpfung zu loben
durch unseren Herrn Jesus Christus.
In dankbarer Liebe
gedenken wir seines Todes,
bekennen seine Auferstehung
in lebendigem Glauben und erwarten
voll Hoffnung und Zuversicht
sein Kommen in Herrlichkeit.
Darum preisen wir jetzt und in Ewigkeit
dein Erbarmen und singen
mit den Chören der Engel
das Lob deiner Herrlichkeit:
Heilig ...
MB Wochentage 5
In Wahrheit ist es würdig und recht,
dir, Herr, heiliger Vater, allmächtiger, ewiger Gott,
immer und überall zu danken
durch unseren Herrn Jesus Christus.
In ihm erstrahlt uns die Hoffnung,
dass wir zur Seligkeit auferstehn.
Bedrückt uns auch das Los des sicheren Todes,
so tröstet uns doch die Verheißung der künftigen Unsterblichkeit.
Denn deinen Gläubigen, o Herr,
wird das Leben gewandelt, nicht genommen.
Und wenn die Herberge der irdischen Pilgerschaft zerfällt,
ist uns im Himmel eine ewige Wohnung bereitet.
Darum singen wir mit den Engeln und Erzengeln,
den Thronen und Mächten
und mit all den Scharen des himmlischen Heeres
den Hochgesang von deiner göttlichen Herrlichkeit:
Heilig. . .
MB Verstorbene 1
Die Botschaft
gilt dir
und mir
und uns allen
Wir sind eingeladen
zum Leben
zur Lebendigkeit
zum Leben in Fülle
Die Zusage gilt
Sie gilt auch für uns
Wir sind erlöst
zum Leben befreit
um andere zu befreien
um Verantwortung zu übernehmen
um sich zu engagieren
im Dienst für die Menschen
im Dienst Gottes
Ja Herr
wir wollen deiner Zusage trauen
auf dein Wort hin
wollen wir gehen
und den Menschen sagen
Jesus lebt
und
auch wir
werden leben
Wir danken dir, gütiger Gott,
für die heilige Gabe,
in der wir die Kraft von oben empfangen.
Erhalte uns in deinem Geist
und lass uns dir stets aufrichtig dienen.
Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.
MB 32. Sonntag im Jahreskreis
Allmächtiger Gott,
du hast uns durch die Auferstehung Christi
neu geschaffen für das ewige Leben.
Erfülle uns mit der Kraft dieser heilbringenden Speise,
damit das österliche Geheimnis in uns reiche Frucht bringt.
Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.
MB 6. Sonntag der Osterzeit
Gütiger Gott,
du nährst uns immer wieder
mit dem heiligen Sakrament.
Stärke uns durch diese Speise
und schenke uns das unvergängliche Leben.
Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.
MB Mittwoch der 1. Fastenwoche
Herr, unser Gott,
du hast uns
ein Unterpfand der Unsterblichkeit gegeben.
Lass uns nicht verlorengehen,
sondern führe uns durch den Empfang dieser Speise
zur ewigen Freude.
Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.
MB 2. Mittwoch der Fastenzeit
Wir werden gesendet,
in unser Leben, in unseren persönlichen Alltag.
Wenn es das wirklich gibt,
das ewige Leben,
dann wirkt unser Leben sich einmal auf das ewige Leben aus.
Möge das ewige Leben unser jetziges Leben
wertvoll Machen,
möge es Kraft sein, unser jetziges Leben anzunehmen. - Amen.
noch sind wir verwurzelt
hier auf Erden
doch wir gedenken
all euch Lieben
die ihr schon dem Himmel
entgegengewachsen seid
was immer wir uns waren
in unserer Liebe sind und
bleiben wir verbunden
bis kommt unsere
neue
gemeinsame Zeit
in der sich alles zusammenfügt
in Gottes unermesslicher Liebe
in Unendlichkeit
dann werden wir uns
„einfach“
in IHM
und
allem
nahe sein
Beatrix Senft 2022
Unser Wesen
verwesen
Das war es dann
Genug des Lebens?
Kaum zu glauben
Das WESENTLICHE
soll erst kommen …
Kein Gedanke reicht hin
und doch ein Sehnen!?
Ist Wiedergeburt
die Lösung?
Oder: es ist einfach aus …
mit der Erlösung
vom Leid
hier auf Erden …
Unfassbares
wird Wirklichkeit
Auferstehung
wie?
Rational nicht nachvollziehbar
allein der Glaube fragt:
Kann DAS HIER schon alles gewesen sein?
LEBEN ist
für die Vollendung geschaffen
für das Eingehen
in das Ewig-Seiende
in Gott.
Gott sei DANK
Heutzutage wird deutlich mehr als die Hälfte der Verstorbenen in Deutschland eingeäschert - bei steigender Tendenz. Der Anteil an Feuerbestattungen ist im Norden und Osten des Landes und in Großstädten höher als im Süden und Westen und in ländlichen Gebieten. Ungefähr 160 Krematorien bieten ihre Dienste an, wovon fast die Hälfte von privater Hand betrieben wird.
Die Beisetzungsmöglichkeiten für Urnen bzw. Totenasche sind vor allem in den letzten zehn bis 20 Jahren vielfältiger geworden. Die Beisetzung in Form von Asche erlaubt eine weit reichende Mobilität auch nach dem Tod. Der freie Umgang mit der Urne durch die Angehörigen ist in Deutschland nicht erlaubt, es herrscht Friedhofszwang. Im Ausland gibt es jedoch häufig weitaus liberale Regelungen.
Ganzer Beitrag:
https://www.aeternitas.de/inhalt/bestatten_beisetzen/themen/bestattungsformen/feuerbestattung/geschichte_zahlen
Der Trend zur Urne als letzte Ruhestätte
Die "scheene Leich" mit dem Pompe Funèbre, also das Begräbnis mit Pomp und Prunk, bei dessen Inszenierung der Bestatter eine tragende Rolle spielt, wird zwar als etwas typisch Wienerisches besungen. Tatsächlich ist sie aber laut Rainer Wernhart, dem Bundessprecher der Bestatter, österreichweit verbreitet. Und es gibt sie nach wie vor, "sie ist heute nur nach individuelleren Wünschen gestaltet."
Ganzer Beitrag:
https://www.wienerzeitung.at/nachrichten/wirtschaft/oesterreich/926180_Das-todsichere-Gewerbe.html
Weniger Särge, weniger Kirche: Die Bestattungsbranche hat einen tiefgreifenden Wandel hinter und noch vor sich.
Ganzer Beitrag:
https://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/unternehmen/wandel-der-bestattungsbranche-der-tod-ist-nicht-kostenlos-17129977.html
Internet: aeternitas.de - wienerzeitung.at - faz.net
In Wien finden immer mehr Urnenbestattungen statt. Gab es vor 30 Jahren noch 90 Prozent Erdbestattungen, sind es mittlerweile nur mehr 60 Prozent, Tendenz weiter fallend. Zudem werden Naturbestattungen immer beliebter.
Ganzer Beitrag:
https://wien.orf.at/stories/3180139/
Immer mehr Menschen entscheiden sich für eine naturnahe Bestattung im Wald oder eine Urnenbeisetzung – einerseits, um sich die Grabpflege zu ersparen, andererseits, um „mit der Natur eins zu werden“, wie es von der Bestattung heißt.
Ganzer Beitrag:
https://noe.orf.at/stories/3180083/
Internet: orf.at
Auch wer im Allgemeinen darauf achtet, sein Leben besonders nachhaltig zu gestalten, macht sich meist wenig Gedanken darüber, was ist, wenn das Leben zu Ende geht. Geht das überhaupt, „nachhaltig sterben“? Und kann man auch „nachhaltig vererben“? Welche Möglichkeiten für umweltschonende Bestattungen gibt es?
Ganzer Beitrag:
https://utopia.de/ratgeber/nachhaltig-sterben-bestattungen-erbe-waldbestattung/
Ein Start-up-Gründer hat ein Verfahren entwickelt, mit dem sich Menschen nach ihrem Tod nachhaltig bestatten lassen können: In einem 40-tägigen Prozess wird der Körper eines Verstorbenen in Erde umgewandelt.
Ganzer Beitrag:
https://www.deutschlandfunknova.de/beitrag/nachhaltige-bestattung-nach-dem-tod-zu-erde-werden
Internet: utopia.de - deutschlandfunknova.de
Zahlen haben Bedeutungen, nicht nur in der Bibel, sondern auch in unserer Seele. Die „1000“ ist das Symbol für Größe, für Majestät, für etwas, was unser normales Zählen übersteigt. Tausend Jahre sind für einen Menschen nicht zu überblicken, sie gehen auch hinaus über den Horizont einer Sippe. Tausend Jahre sind ein Symbol für einen Zeitraum, den wir Menschen nicht mehr planen können. Tausend Jahre sind eine göttliche Dimension.
Wenn wir glauben, dann schließen wir uns Jesus an und lassen uns mit ihm auf ein Abenteuer ein, das Raum und Zeit sprengt. Von Christus heißt es, er sei in den Himmel aufgenommen worden. Damit hat er Raum und Zeit gesprengt. In der „Kategorie“ Raum gedacht, heißt das: Er ist überall. In der Kategorie „Zeit“ gedacht: Er ist jederzeit. Christus durchschreitet die Schwelle zwischen Zeit und Überzeitlichkeit. In der Sprache der der Science – Fiction – Autoren heißt das Stargate, ein Tor zu den Sternen. Sollte das wirklich so sein, dass uns allen der Gang durch das Stargate blüht, um eines Tages endlose Zeit und endloser Raum geschenkt wird?
Manchem wird schwindelig dabei, es schwirrt einem der Kopf, man fürchtet durch diesen Blick in die Unendlichkeit und die Ewigkeit hier in dieser Welt den Boden zu verlieren. Und doch: Wie können Menschen leben ohne die Hoffnung auf ihr ganz persönliches Stargate? So eingesperrt in ein bisschen Lebenszeit, eingesperrt in einen Körper mit Verfallsdatum, eingesperrt in ein Leben beschränkter Möglichkeiten? Christus hat raum und Zeit überwunden. Darum ist er überall und jederzeit einem näher, als einem jemals ein anderer Mensch nahe war – näher sogar, als ich mir selbst sein kann. Verbünde dich mit ihm. Lass dir 1000 Jahre Zeit schenken, Zeit ohne Ende. Und freue dich, denn du wirst Raum erhalten, um dich in der wohltuenden Nähe Gottes zu entfalten. Eines Tages, nach deinem Tod, am Ende der Welt, oder jetzt gleich, in dieser Sekunde – egal, Gottes Zeitlosigkeit ist potenziell überall.
Werner Tiki Küstenmacher, Die 3 – Minuten Bibel, Juni 2006.
AUFERSTEHUNG
wohnt im Geheimnis
Ein Geheimnis
das mich bewohnt
Still sind die Gräber,
aber die Seelen sind in deiner Hand.
Man spürt die Blicke
der Liebe aus einer anderen Welt.
Herr, leuchtende Sonne,
erwärme und erhelle
die Wohnungen der Verstorbenen.
Herr, möge verschwinden
Die bittere Zeit der Trennung.
Schenke uns ein frohes Wiedersehen
im Himmel.
Herr, gib den Entschlafenen
Die kindliche Reinheit,
die jugendliche Seligkeit,
und möge ihr ewiges Leben
ein Osterfest sein. Amen.
aus Russland
Aus: Beten im Alltag, Action 365
Gott, schenk deine Herrlichkeit,
deine Zukunft
und deine Treue
den Verstorbenen.
Wir können nicht glauben,
dass ihr Leben umsonst vorbeiging
und alles,
was sie für Menschen bedeutet haben,
nun verloren sein soll.
Vielmehr vereinigen wir uns
mit dem Glauben,
in dem sie selbst festgehalten haben
an dir bis zum Ende,
an dir, ihrem Gott und unserem Gott,
der für uns lebt,
heute und alle Tage bis in Ewigkeit.
Aus: Beten im Alltag, Action 365
Das war’s dann wohl
Oder doch nicht?
Ewige Wiederkehr
oder
Ewiges Leben
Unvorstellbar
ist beides
Was möchte ich
lieber
glauben …?
Ob du’s glaubst
oder nicht …
WAS macht den Unterschied?
Und
wie werde ich JETZT
leben…!?

Seit 1. Fastensonntag 1996 veröffentlicht ein Team von Priestern, Diakonen, Ordensleuten und pastoral engegierter Laien
spirituelle Impulse, Bibeltexte mit Erklärungen, Gebete für Gottesdienstfeiern und Denkanstöße für jeden Sonn- und Feiertag des Kirchenjahres.
Verbesserte Suchfunktionen - Neue Exportfunktionen
Ab 1. Adventsonntag: Vorschläge für Wort-Gottes-Feiern
Schneller am Ziel
Die Unterseiten des Predigtforums kann man auch mit einer Kurzadresse erreichen:
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Inhaltlich setzen sich die Bücher mit dieser Verfolgunsgzeit auseinander. Der genannte König in der Perikope ist zu identifizieren mit Antiochus IV. Epiphanes.
Der historische Hintergrund dieser Geschichte ist die Verfolgung der gläubigen Juden unter dem syrischen König Antiochus IV. Epiphanes (175 - 164 vor Christus). Antiochus verfolgte ein Programm der Hellenisierung seines ganzen Reiches, um die vielen Völker, die es umfasste, durch eine gemeinsame Kultur und Religion zusammenzuhalten. Während viele "fortschrittliche" Juden diesen Wandel mitmachten, widersetzten sich die frommen und gesetzestreuen den Neuerungen und waren bereit, ihr Leben für ihre Überzeugung zu opfern. Das zweite Makkabäerbuch beschreibt diesen Kampf weniger im Sinne von Geschichtsschreibung als vielmehr im Stil einer pathetischen Lehrerzählung oder einer Heiligenlegende. Die Lesung wählt aus der langen Erzählung einige Verse aus und berichtet vom Martyrium der ersten vier Söhne.
Bedeutsam ist diese Erzählung vor allem wegen des darin zum erstenmal ausdrücklich beschriebenen Glaubens an die Auferstehung der Toten. bzw. an die Auferweckung der Gerechten. Ursprünglich war dieser Gedanke dem Judentum fremd. Ihre Vorstellungen waren eher den griechischen Bildern vom Totenreich (etwa denen bei Homer) ähnlich. Erst in der Spätzeit des vorchristlichen Judentums tauchen Vorstellungen von einem Weiterleben nach dem Tod auf. Einerseits entstehen diese aus der Forderung nach einem gerechten Ausgleich für jene Rechtschaffenen, die im irdischen Leben nicht das verdiente Glück erlebt haben, andererseits entspringen sie der Erfahrung von Verfolgung der Gesetzestreuen. Das Besondere am Auferstehungslgauben des Makkabäerbuches ist, dass die Gerechten durch einen Gnadenakt Gottes zu neuem Leben auferweckt werden, während ihre Verfolger dem Tod anheimfallen